Tafeltrauben - Diskussionsforum
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Thomas
Beiträge: 34 | Punkte: 117 | Zuletzt Online: 17.02.2019
Wohnort
Bad Mergentheim
Registriert am:
20.02.2018
Geschlecht
männlich
    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Unverholzte Jungreben auspflanzen oder im Haus größer ziehen?" geschrieben. 10.02.2019

      Ich hab letztes Jahr im September 10 Jungreben gepflanzt, von denen zum Zeitpunkt der Pflanzung auch nur die wenigsten verholzt waren. Zum Teil sind sie auch noch etwas gewachsen, wenn auch nicht viel.
      Die ersten Nachtfröste hab ich auch nichts getan, weil ich wollte, dass sie ein bisschen abhärten. Später als wir Dauerfrost hatten und die Temperaturen nachts auf -12°C runtergingen, hab ich sie allerdings zuvor mit Sägemehl angehäufelt.
      Als ich jetzt am Mittwoch das Sägemehl weggewischt und mir die Knospen angesehen hab, waren die noch schön rot. Nur zwei Pflanzen sind wohl hinüber. Die haben die Gänse von meinem Nachbarn abgeknabbert und sind wohl ausgetrocknet.

      Mal schauen, wieviele am Ende auch wirklich austreiben!

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Bewässerung" geschrieben. 13.11.2018

      Zitat von Dietmar im Beitrag #11
      Hier ein Bild meiner Gießhilfen. Durchmessr 75 mm, Länge 250 mm.

      Im Winter mache ich den Deckel darauf, damit nicht so viel Laub und Dreck hineingeweht wird. Im eingebauten Zustand fülle ich die Rohre mit zwei Handvoll grober Lava (8-16 mm), damit kein Schlamm aufgeschwemmt wird.

      Ziel: Beim Gießen gelangt oft kein Wasser an die Wurzeln. Mit den Gießhilfen soll sich das ändern. Kosten pro Gießhilfe mit Deckel: ca. 2 Euro.

      Diese Rohre findet man in der Sanitärabteilung der Baumärkte unter Abflussrohre.



      So ein PVC-Rohr ist zwar optisch nicht der große Hit, aber durch den großen Durchmesser und das lavahaltige Gestein, das ein langsames Einsickern des Gießwassers ermöglicht, ist auch die Verteilung nicht so schlecht.

      Dieses Problem des Dichtlagerns bzw. Verschlämmens hab ich auf unseren tonhaltigen Muschelkalkböden nicht. Da zieht das Wasser sehr gut ein. Jedoch findet durch das Austrocknen des Bodens ein Schrumpfungsprozess statt und es entstehen viele Hohlräume, so dass erst mal sehr viel versickert oder abfließt, bevor die Tonpartikel aufquellen und die Hohlräume schließen. Deswegen sollte ein Tonboden auch niemals komplett austrocknen

      Ich gieß normalerweise breitverteilt von oben und lass das Wasser dann langsam einsickern, und das vorzugsweise morgens, wenn es noch etwas kühler ist und noch nichts unproduktiv verdunstet. Natürlich halte ich den Stamm grasfrei und decke die Gießstelle anschließend wieder ab (mit alten Jutesäcken).

      Beim Gießen muss ich nur berücksichtigen, dass die Pflanzen alle am Hang stehen mit einer Hangneigung von 20-25% (Steillage). Ich gieß also immer den Boden oberhalb der Pflanzstelle und kann dann zusehen, wie das Wasser so langsam nach unten sickert. Ich hab zwar unterhalb der Pflanzstelle etwas Erde angehäufelt, aber wenn ich ohne Brausekopf gießen würde, würde das Wasser davonlaufen.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "November" geschrieben. 09.11.2018

      Zitat von Micha74 im Beitrag #4
      Bei mir kaum noch Laub dran, aber gut verholzt



      Irgendwie ist das immer ein trauriges Bild, wenn die Blätter so halbverwelkt runterhängen und dann irgendwann abfallen, so dass nur noch die leeren Ruten dastehen.
      Da freut man sich schon aufs nächste Jahr, wenn's dann endlich wieder losgeht

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Bewässerung" geschrieben. 09.11.2018

      Zitat von Ohne Chemie im Beitrag #4
      Durch zu wenig Wasser entsteht in der Rebe Unterdruck. Beim starkem oder langem Regen die Rebe versucht den Unterdruck auszugleichen und saugt wie verrückt und bringt damit die Beeren zum platzen. Das reguläre gießen verringert das Risiko.
      Bei mir ist die Ausnahme Situation!!!!!
      Der Grundwasser Spiegel unter meinem Garten ist zur Zeit max. 60cm. In der Regenzeit steigt er bis 25- 30cm. Bei langem und starkem Regen ist noch kritischer. Deswegen bin ich mit der Wassermenge vorsichtig, aber gieße regelmäßig.
      Die Jungreben jeden 2-3 Tag. Altrebe 2 mal der Woche.


      Jein! Der Unterdruck entsteht durch die hohe Verdunstung über den Blattapparat an heißen Tagen. Diesen Flüssigkeitsverlust muss die Pflanze über die Bodenwasservorräte wieder ausgleichen. Und durch den Unterdruck entsteht eine Saugspannung, durch die das Wasser und die darin gelösten Nährstoffe nach oben transportiert werden (Druckausgleich).

      Das Platzen der Beeren kommt wohl eher dadurch zustande, dass die Beeren bei einem längeranhaltenden Trockenstress eher klein bleiben und ne dicke, wenig elastische Haut entwickeln. Und wenn sich dann nach einem ausgiebigen Regen die Vakuolen mit Flüssigkeit füllen, kann das die Beeren natürlich schnell zum Platzen bringen. Bei langanhaltendem Nieselregen und geringer Verdunstungsrate passiert das weniger, dass die Beeren platzen.

      Ich hab auch jeden dritten Tag im Sommer gegossen, damit der Boden nicht komplett austrocknet und die Pflanzen die Nährstoffe aus dem Boden überhaupt aufnehmen können.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Oktober " geschrieben. 22.10.2018

      Viel Wachstum wird jetzt sicher nicht mehr kommen, weil die Tageshöchsttemperaturen jahreszeitbedingt kaum noch über 15°C hinausgehen. Heute Morgen war das Gras weiß. Da hatten wir fast 3 Grad minus. Geschadet hat es den Jungreben weniger als die -2°C vor drei Wochen, weil da die Tag-Nacht-Temperaturgegensätze noch deutlich größer waren. Auch war der Boden noch etwas feucht, weil ich letzte Woche mal gegossen hab. Man merkt nur, dass die älteren Blätter so langsam ins Rötliche färben.
      Auch dem Oleander, den ich im Frühjahr ausgepflanzt hab, haben die -3°C nicht geschadet. Insofern bleibt er auch noch etwas draußen. Im Boden sind die empfindlichen Wurzeln ohnehin am besten geschützt.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Neue Agro Methode im Tafeltrauben Anbau" geschrieben. 09.10.2018

      Zitat von jakob im Beitrag #5
      Ich bin und die normale Deutsche Winzer, wir möchten nicht so gern die wertvolle Wurzelmasse nur auf ein bestimmten Platz zu konzentrieren. Die Rebe wie ein Weidetier muss sich ihre Nahrung selbst suchen dann bleibt sie Vital und Gesund und damit sie sich Nahrung suchen kann muss man sie nur richtig schneiden!

      Je weniger Augen desto schnelleres Wurzel Wachstum in alle Richtungen(Unterlastung), je mehr Augen desto langsamer Wurzelwachstum (Überlastung)
      Rebe falsch schneiden und dann mit reinem Stichstoff wie frischer Mist auszubügeln ist für mich nicht Weitsichtig. Die Wurzeln sehr schnell bilden eine große Wurzelmasse an der Oberfläche innerhalb nur eines Sommers.
      Und das spielt keine Rolle wie weit vom Stock sie an der Oberfläche liegen, wir wissen alle die Folgen wie Beeren platzen, Frostfestigkeit ,Wassermangel und das schlimmste ist dass die Wurzeln bleiben für immer dort an die Oberfläche.

      Die Rebe ist ein Lebewesen und Stickstoff für sie ist wie Schokolade für die Kinder! Ein Kind mal ein Jahr nur mit Snickers füttern oder Ein Rind nur mit Weizenschrott ist dasselbe
      Die Tomaten auf Hühnermist wissen wir alle, hängen sie lange? schmecken sie genauso gut? Warum soll bei Weinreben anders sein?

      @Silesier, Stroh hat keine Nahrung in sich und dient nur für schnelleres Wachstum von Wuzelmasse . Du kannst das machen und das wird auch klappen mit den Reben nur aber Nachteile bleiben auch.
      Jetzt Frage warum willst du das machen? Für noch mehr Ertrag? Hast du schlechte Reben Wachstum? Noch größere Trauben?




      Vielleicht kann ich als Landwirt da auch mal ein paar Sätze dazu sagen:

      @Silesier
      Es bringt überhaupt nichts, unverrottes Stroh in den Boden einzuarbeiten, wenn der Boden sehr humusarm ist und nicht über das aktive Bodenleben und die Mikroorganismen verfügt, um dieses abbauen zu können. Wenn der Boden wirklich so humusarm ist, muss man schon bei der Pflanzung die entsprechenden Mengen an verrottetem bröseligen Mist oder Kompost mit der Muttererde mischen, damit die Erde feinkrümeliger wird und die Pflanzen auch entsprechend Nahrung haben.

      Stroh muss feingehäckselt und aufgesplissen werden, damit die Bodenorganismen es besser besiedeln und schneller abbauen können. Dazu benötigen sie allerdings auch Stickstoff. Bis das ligninhaltige Stroh, das viel Kohlenstoff aber nur wenig Stickstoff enthält, verrottet ist, ist der Stickstoffbedarf deutlich höher als die N-Freisetzung bei der Zersetzung des Strohs. Und natürlich braucht es auch die entsprechenden Niederschläge, In einem trockenen Boden verwittert gar nichts.

      Ich würde insofern das gut verhäckselte Stroh bereits im Herbst ausbringen, damit es über Winter verrotten kann, und es erst im Frühjahr mit der Hacke einarbeiten. Du ersparst Dir damit die Kaliumdüngung und verbesserst auch die Bodenstruktur, aber ohne Stickstoff im Frühjahr geht da erst mal nicht viel.

      Hühnermist enthält zwar viel Stickstoff und Phosphat, aber frisch würde ich den auf gar keinen Fall an die Wurzeln und auch nicht an die Veredelung von Jungpflanzen lassen. Den kannst Du bestenfalls im Herbst in geringen Mengen um ältere Rebstöcke herum etwas verteilen. Bleib aber auch hier 15-20cm vom Stamm weg, solange der Mist noch nicht verrottet ist. Und im Frühjahr hackst Du dann das ganze etwas leicht ein.

      @Jakob
      Ich hab meine Reben vom Schmidt, die ich im April 2015 gesetzt hab, 2016 nochmal komplett auf 2 Augen zurückgeschnitten. Das hätte ich bereits im Pflanzjahr machen sollen, aber da waren die oberen Knospen schon am schwellen, und ich wusste nicht, ob die unteren noch austreiben. So kam es dann auch , dass der Trieb aus der 40cm von der Basis entfernten Knospe wesentlich dicker war als das letztjährige Holz, aus dem es rausgewachsen ist.

      Das hat mir überhaupt nicht gefallen, und ich wusste nicht, ob sich das noch verwächst, weshalb ich 2016 diesen Neuanfang von der Basis (Veredelung) gemacht hab. Eine Rebe (Juliana) hat sich allerdings dabei verabschiedet und hat nicht mehr ausgetrieben. Und 2017 hatten wir nach frühem Vegetationsbeginn leider diesen Spätfrost am 21. April (-6°C), aber da waren die Reben schon zu kräftig verwurzelt und sind alle wieder gekommen. Eine etwas geschützter stehende Arkadia hat den Frost sogar schadlos überstanden.

      Ich weiß aber auch, dass ich bei den diesjährigen Jungpflanzen wahrscheinlich 2 Jahre brauche, bis der Stamm so kräftig ist, dass ich davon meine Bogreben bzw. Kordons erziehen kann. Es dauert einfach seine Zeit, bis die Rebe ein entsprechendes Wurzelvolumen gebildet hat. In der Zeit darf man sie auf keinen Fall mit zuviel Wuchs überlasten.

      Das gleiche sehe ich auch beim Weizen. In unserem Trockengebiet dürfen die Pflanzen nicht zu lang und der Blattapparat nicht zu üppig sein, weil darüber sehr viel Wasser verdunstet. Gleichzeitig aber müssen wir im Herbst rechtzeitig säen und die 1. Stickstoffgabe zu Vegetationsbeginn erhöhen, damit die Bestockung/Wurzelausbildung gut ist. Und auch die Anschlussgabe müssen wir früh setzen, damit der Weizen keine Triebe reduziert und frühzeitig den Bestand schließt. Wachstumsbremsend wirken Trockenheit und Wärme und die entsprechende Kurzstrohgenetik in den Sorten. Aber natürlich müssen wir bei sehr wüchsigen Bedingungen auch mit Wachstumsreglern eingreifen, die die Halmwände verdicken und das Längenwachstum begrenzen. Bei Trockenheit kann der Schuss aber auch nach hinten losgehen, weil der Wachstumsregler dann nicht nur das Streckungswachstum sondern auch die Wurzelausbildung hemmt (wird dann zu einem Stressfaktor).

      Bei schwachen Reben reduziert aber ein stärkerer Rückschnitt und eine Ertragsreduzierung den Wachstumsstress und die Wurzeln können sich besser entwickeln.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Abwasch Spritzung vor Knospen Aufbruch" geschrieben. 07.10.2018

      Zitat von Ohne Chemie im Beitrag #3
      Spüllmittel ist die günstigste Variante Wasser mit ölige Mittel zu vermischen. Muss man nur kräftig mischen. Ob für Spritzungen oder Herstellung von Salben.


      Spülmittel haftet nicht gescheit. Ich benutze Spülmittel nur, um die Oberflächenspannung des Wassers herabzusetzen, wenn ich im Raps meine Gelbschalen aufstelle (zur Kontrolle des Käferzuflugs ).

      Im Pflanzenschutzbereich verwende ich einen Rapsmethylester wie Radiamax oder Mero. Da kostet der Liter, der locker für ein paar Hundert Liter Wasser reicht, 3-4 Euro. Der hat viel bessere Eigenschaften.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "wich variety?" geschrieben. 07.10.2018

      Zitat von Dietmar im Beitrag #4
      Ich habe mal den Translator bemüht:

      Hallo alle
      Sory, um Englisch zu sprechen, aber ich spreche kein Deutsch
      Ich bin Obstbauer in Nordfrankreich an Belgien Grenze, ich wachsen Erdbeere, Rapsbeere, Apfel alle in kleinen Mengen für den direkten Verkauf auf der Farm. Mein regiun ist keine Produktion der Grappa-Region. Normalerweise sagen wir, dass Grappe wegen unseres Klimas nicht für uns ist. Alle Sorten, die wir in Südfrankreich verwenden können, gibt es in unserer Region nicht. aber unsere Region ist nicht so schlecht und unterscheidet sich nicht so sehr von dir. unser Winter ist etwas wärmer als deiner und der Frost im späten Winter ist nicht so stark für deinen. Ich denke, wir haben ein bisschen Regen.
      welche Sorte, denken Sie, müssen wir pflanzen? wir wollen Grappe rot, blau, weiß vom Anfang bis zum Ende der Saison mit einem guten Ertrag, aber mit einem starken Widerstand gegen Oidium und Mehltau. Alle Grappe wird mit sehr wenig Behandlung angebaut werden. Ein guter Geschmack ist besser und kernloser ist besser, aber keine Verpflichtung.
      Vielen Dank im Voraus
      Pierre



      Die "Rapsbeere" soll wohl eine Himbeere sein (engl. "raspberry"), und beim "Grappa", dem Schnaps aus Traubentrester, handelt es sich wohl eher um Wein- bzw. Tafeltrauben

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Wo soll man neue Reben kaufen - und wo besser nicht? Erfahrungsberichte" geschrieben. 07.10.2018

      Normalerweise ist mangelnde Holzreife bei uns kein Thema (Weinbauklima), aber neulich, als es frühmorgens -2°C hatte und bei einigen Pflanzen etwas Kältestress zu sehen war (Blätter färben sich dunkel, an den Triebspitzen rollen sich die jüngsten Blätter ein), hab ich auch gedacht: "Das kann ja noch heiter werden". Solche physiologischen Störungen sind ja doch etwas kontraproduktiv.

      Mittlerweile haben sich die Pflanzen aber wieder erholt, auch weil ich sie mal wieder etwas intensiver gegossen hab. Man denkt ja immer, dass so junge Pflanzen noch nicht allzu viel Wasser brauchen, auch weil sie noch gar nicht so stark verwurzelt sind, um intensiv loszuwachsen, aber so ganz ohne geht's halt doch nicht. Und es regnet ja auch überhaupt nicht (nur 50mm in den letzten 4 Monaten).

      Bis auf eine Liwia, bei der der Trieb noch komplett grün ist und erst jetzt so langsam die ersten Augen braun werden, ist bei jeder Jungrebe mindestens ein Internodium verholzt (in der Regel sind es 2-3). Auch die Dolgoschdany und die Preobrashenie waren eher spät in der Holzreife. Ich werd aber dennoch die Veredelungsstelle und die untersten 2 Internodien mit Erde anhäufeln, falls doch mal ein kräftiges Kältehoch kommt und der Boden gefriert.

      Ich werd auch im Winter dafür sorgen, dass die Erde nicht austrocknet. Die Erfahrung aus dem Jahr 2012, als 90% des Wintergetreide ausgewintert ist, hat mich gelehrt, dass die Auswinterungsschäden dort am größten waren, wo der Boden recht trocken war. Auf einem wassergesättigten Boden kann der Boden längst nicht so stark ausfrieren. Und wenn doch Schnee liegen sollte, ist eh alles gut.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "September " geschrieben. 29.09.2018

      Zitat von erzgebirgler im Beitrag #12
      Heute am 26.9.hat es zum ersten mal gereift,alles weis heute früh.Bei allen Reben im Freiland sind die Blätter erfroren.Der Zeitpungt ist für meiner Gegend nichts ausergwönliches aber in den letzten Jahren war es immer wesentlich später.


      Wir hatten Dienstag und Mittwoch auch ein bisschen leichten Frost, aber Blätter sind deswegen keine erfroren. Noch nichtmal die Tomaten haben Schaden genommen.
      Unser Haus liegt zwar in einer Kaltluftsenke, aber der Garten liegt 15m höher und bekommt auch viel früher die ersten Sonnenstrahlen des Tages ab. Insofern kann sich die kalte Luft dort auch gar nicht so lange halten. Und Bodenfrost hatten wir jetzt auch noch nicht

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Rebe am Pfahl?" geschrieben. 29.09.2018

      Ich hab auch zwei Tafeltrauben, die an einem Stickel angebunden sind. Das war für mich auf die Schnelle die einfachste und kostengünstigste Erziehungsform.

      Ich hab mir die Reben Anfang April vom Schmidt geholt, sie eingepflanzt. Dann bin ich in den Wald und hab mir ein paar Stickel aus jungen, wildwachsende Eschen geschnitten mit nem Durchmesser von 6-8cm und ner Länge von 3m. Die hab ich dann angespitzt und in Silolack getaucht (damit sie nicht so schnell verfaulen) und neben den Reben eingeschlagen.
      Den Stamm hab ich auf 50cm begrenzt und die Triebe mache ich mit Kabelbinder fest (mit solchen, die man wieder lösen kann). Mehr als 4 Triebe an zwei Fruchtruten lasse ich aber nicht wachsen, weil sonst alles viel zu viel wird.
      Bis zum Scheitelpunkt (höchster Punkt am Stickel, wo ich noch anbinden kann) geize ich aus. Weiter oben lasse ich alles wild wachsen. Das Zeug kommt ja eh weg im Frühjahr weg und dient nur zur Phostosynthese.

      Bei wüchsigen Sorten wie der Frumoasa alba sieht das zwar alles etwas wild und ungepflegt aus, wenn die Triebe vom Scheitelpunkt aus genauso weit wieder nach unten wachsen oder sich mit den Trieben der Nachbarrebe verflechten. Aber wenn man nur wenige Reben pflanzen will oder kein Platz für ein Spalier hat, funktioniert auch das.

      Die Stickelerziehung ist zwar nicht ideal für starkwüchsige Sorten, aber wenn der Stickel nur lang genug ist, geht auch das. Ist halt ne Anfängermethode für den Hausgebrauch.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Allgemeine Diskussion" geschrieben. 27.09.2018

      Zitat von jakob im Beitrag #230
      Zitat von Ohne Chemie im Beitrag #228
      Wenn zwei bis drei Augen sind ausgereift, dann sofort in den Boden.


      NEIN, Sofort! Keine Sekunde warten! im Boden reifen die Augen viel besser und schneller aus!

      Zitat von Silesier im Beitrag #229
      Die Neulinge wegen zu späten Auspflanzen werden trotzdem beim ersten Frost kapput gehen wenn der grüne Anteil nicht abgeschnittet wird.Der muss weg.Kalt dann wieder wärmer, Pflanzen grüne Anteil will Wasser, kommt Frost.Was dann?
      Vielleicht besser bis Verholztteil abschneiden und vor ersten Frost eingraben.


      Nein , niemals weg schneiden erst Anfang Merz! Das Grüne ist doch das Futter fürs Holz. sie sollen abfrieren und bleiben bis Merz als Schutz für den Trieb. Das ist für dich logiche Folge aber das ist nicht wie du denkst.

      Warum gibt es Sprichwort " Der dümmste Bauer hat die beste Kartoffeln"? A weil er die Natur, Natur überlässt... Finger weg von Manipulationen wie Kompost rein mischen, jeden Tag gießen, abdecken vor - 10°C, Schneiden usw...




      Genau so sehe ich das auch!
      Die im Stängel und in den Blättern gespeicherten Assimilate (Zucker, Stärke) geben der Pflanze schließlich die Kraftreserven, um den Winter gut zu überstehen und im Frühjahr wieder auszutreiben. Vor Ende Februar wird da nichts weggeschnitten, selbst dann, wenn der obere Teil des Triebes schon abgestorben, erfroren oder vertrocknet sein sollte.
      Jede Schnittwunde im lebenden Gewebe ist eine Eintrittspforte für Pilze. Und die Wundheilung bei nasskaltem Wetter ist deutlich schlechter als beispielsweise in den Sommermonaten.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Allgemeine Diskussion" geschrieben. 26.09.2018

      Zitat von Reblaus im Beitrag #207
      Ich belasse die neu gelieferten Sorten grundsätzlich in den kleinen schwarzen Töpfen, lasse sie solange im Freien, bevor der erste Frost kommt, dann dürfen sie in der frostsicheren Garage überwintern. Während dem Winter ca. 1 x im Monat gießen. Im März kommen sie dann wieder ins Freie, bevor die Knospen beginnen auszutreiben. Ausgepflanzt werden sie bei mir erst nach den Eisheiligen. Sofern zwischen März und den Eisheiligen Frost droht, kommen Sie über Nacht wieder kurz in die Garage. Auf diese Weise haben bisher alle Neupflanzen bei mir sicher überlebt, es besteht keine Gefahr, dass die Pflanze bzw. ein frischer Neuaustrieb abfriert. Das ist für mich die sicherste Variante. Jetzt noch auspflanzen sollte man nur, wenn von unten her mindestens 3-4 Augen sichtbar braun verholzt sind. Wenn das nicht der Fall ist und der junge Trieb noch grün ist, droht bei Winterfrösten ein Totalverlust der Rebe. Dadurch verliert man ein ganzes Jahr und wenn es dumm läuft ist die Sorte in den Folgejahren nicht mehr zu bekommen.

      Bzgl. Der Wurzelbildung ist dieses Verfahren kein Nachteil, da die Wurzeln jetzt nur noch kurze Zeit wachsen. Und das machen Sie im Topf genauso wie im Freien. Wurzelwachstum erfolgt nur so lange, wie die Blätter Photosynthese betreiben. Sobald die Blätter umfärben und abfallen, wird das Wurzelwachstum eingestellt. Versuche in Baumschulen haben gezeigt, dass Bäume, die nach dem Abfallen der Blätter im Spätherbst gepflanzt wurden und vor dem Neuaustrieb der Blätter im kommenden Frühjahr wieder ausgegraben wurden, über Winter keinerlei Wurzelzuwachs gezeigt haben.



      Ich halt gar nichts davon, die Pflanzen in diesen kleinen schwarzen Anzuchttöpfchen überwintern zu lassen, auch wenn Du sie bei stärkerem Frost ins Haus holst oder in die Garage stellst.

      Die Pflanze braucht Zeit, um in den neuen Boden einzuwurzeln. Das geht am besten in einer kühleren Phase, in der das vegetative Wachstum begrenzt ist und die Pflanze sich bereits Nährstoffreserven für den Neuaustrieb im Frühjahr zulegt.

      Wenn Du erst im Mitte Mai pflanzen willst, ist das für die Pflanze mit sehr viel mehr Stress verbunden, weil Du da bereits Temperaturen von 25-30°C und hohe Verdunstungsraten hast. Da schießen Dir die Triebe hormonell bedingt in die Höhe während die Pflanze noch gar keinen richtigen Bodenschluss hat und auch noch nicht richtig eingewurzelt ist.

      Die Pflanzen sollten auf jeden Fall in den Boden bevor sie austreiben. Die beste Zeit für eine Frühjahrspflanzung ist von März bis Mitte April, in späteren Lagen auch Ende April. Und wenn in der Zeit die Temperaturen morgens bis an den Gefrierpunkt runtergehen, macht das auch gar nichts groß aus, weil sie dadurch abhärten. Die frisch gepflanzten Reben treiben immer etwas später aus als bereits etablierte Reben, die schon ein paar Jahre stehen. Und falls doch mal ein etwas härterer Frost kommt, kannst Du immer noch die untersten zwei Internodien mit etwas Erde schützen.

      Die Gefahr ist weitaus größer, dass Dir die Reben in diesen Anzuchttöpfen vertrocknen oder erfrieren, weil die lockere Anzuchterde darin keine große Wassermengen speichern kann und das kleine Gefäß auch keinen Schutz vor Kälte bietet.

      Ich hab vor mittlerweile drei Wochen die neuen Jungpflanzen gesetzt, und die sind jetzt nochmal richtig schön gewachsen (ca. 10cm bei der Baikonur). Vor allem der Regen vom Wochenende hat ihnen sichtlich gut getan. Aber bei fast allen Pflanzen verholzen die untersten beiden Internodien gerade sehr schön, so dass ich mir aktuell keine großen Sorgen bzgl. ihrer Überwinterung mache. Wichtig ist jetzt erstmal, dass die Unterlagsrebe gut einwächst. Das Edelreis kann ich bei Bedarf schon schützen. Aber die Pflanzen vertragen aktuell schon ganz gut etwas Frost

Empfänger
Thomas
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Der Anbau von Tafeltrauben in Deutschland ist gar nicht schwierig und unmöglich, es liegt nicht an der Rebe, dem Wetter oder dem Boden, es ist eine Frage des Wollens, denn die Tafelrebe, eigentlich eine Liane, hat keine großen Ansprüche an den Boden. Sie ist starkwüchsig und an einem sonnigen Platz, mit dem richtigen Schnitt und ein bisschen Pflege wird sie uns mit ihren Trauben belohnen. Für kältere Lagen gibt es frühreifende Sorten die mit weniger Sonnentagen genauso zurechtkommen wie mit halbschattigen Standorten. Es gibt mittlerweile pilzwiderstandsfähige Reben, sogenannte PIWI Reben, die weniger Behandlung benötigen. In diesem Sinne, schauen Sie in unser Forum herein und lassen Sie sich inspirieren. Ihre Fragen und Diskussionen sind hier willkommen!


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