Tafeltrauben - Diskussionsforum
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Thomas
Beiträge: 127 | Punkte: 490 | Zuletzt Online: 20.10.2020
Wohnort
Bad Mergentheim
Registriert am:
20.02.2018
Geschlecht
männlich
    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Highlights und Flops im Jahr 2020" geschrieben. 06.10.2020

      Nach längerer Zeit bin ich auch mal wieder hier. Und jetzt ist es wirklich Zeit, ein kleines Resumée zu ziehen.

      Das Traubenjahr hat denkbar schlecht angefangen mit Trockenheit und immer wieder Frost. Da sind einige Jungreben gar nicht erst ausgetrieben. Und die, die es geschafft haben, wurden durch den starken Frost am 12. Mai in Mitleidenschaft gezogen. Gott sei Dank hab ich dabei keine weiteren Pflanzen verloren, aber die bis dato gebildeten Ertragsanlagen waren allesamt hinüber.

      Aber die Niederschläge im Mai und Juni haben dafür gesorgt, dass sich die Geiz- und Ersatztriebe noch gut entwickeln konnten. Und auch die haben noch für einen brauchbaren Ertrag gesorgt.
      Positiv an diesem Jahr war der sehr geringe Krankheitsdruck. Selbst die Tomaten nebendran sind heuer nicht krank geworden. Insgesamt hab ich zweimal vorbeugend gegen Pero gespritzt mit einem Azol aus der Landwirtschaft und einem Phosphat-betonten Blattdünger (ATR Phosphor aktiv) und etwas Bittersalz.

      Die Reife war dieses Jahr relativ spät. Man konnte zwar die äußeren Beeren einer Traube auch schon im August naschen, aber so richtig ausgereift sind die Trauben erst Anfang - Mitte September. Die Arkadia war dabei etwas früher als die Frumoasa Alba. Allerdings musste ich mir einen Großteil der Beeren mit den Wespen teilen. Die anderen Sorten, die etwas säurebetonter sind, waren bei den Wespen nicht so beliebt.

      Wenn man die Frumoasa Alba gut ausreifen lässt, hat sie nen wirklich herrlichen Geschmack, der in der Tat etwas an Ananas erinnert. Ein kleines Highlight war auch die Jungferntraube an der Senator Burdaka. Während die ersten beiden Beeren Anfang September noch relativ sauer waren, haben die anderen, die ich 10 Tage später probiert hab, aber noch ordentlich Geschmack bekommen.

      Die Senator B hat etwas mehr Säure als die Arkadia und muss daher gut ausreifen. Dann bekommt sie auch ihren vollen Geschmack mit einem leichten Muskataroma. Die Sorte ist auf jeden Fall empfehlenswert, auch weil sie sehr wüchsig und gesund ist.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "August 2020" geschrieben. 03.08.2020

      Zitat von Thomas im Beitrag #17
      0,8 mm waren's am Ende vom Tag, und heute wird's wohl auch nichts mehr mit Regen. Dafür sind zur Wochenmitte wenigstens wieder Temperaturen von deutlich über 30°C angesagt.
      Wenn da mal keine Freude aufkommt !


      Tja, so kann's gehen - vor drei Stunden hab ich noch sehr sarkastisch darauf reagiert, dass es bei uns einfach ums Verrecken nicht regnen will. Und kurz vor zwölf hat's dann auf einmal so geschüttet, dass ich mit der Tauchpumpe das Wasser aus dem Keller pumpen musste, weil einfach zu viel Wasser auf einmal von den Dächern kam, was gar nicht so schnell in die Kanalisation ablaufen konnte. Da gab es einen ordentlichen Rückstau, und das Wasser hat es aus dem Ablauf im Keller hochgedrückt.

      Wenn ich das freudige Ereignis nicht zufällig mit einem Bier hätte feiern wollen, wär mir das gar nicht aufgefallen und der Keller würde jetzt sicher 30cm unter Wasser stehen.

      Für die Natur ist der Regen auf jeden Fall ein Segen, und die Rapsaussaat in den kommenden Tagen ist gesichert.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "August 2020" geschrieben. 03.08.2020

      0,8 mm waren's am Ende vom Tag, und heute wird's wohl auch nichts mehr mit Regen. Dafür sind zur Wochenmitte wenigstens wieder Temperaturen von deutlich über 30°C angesagt.
      Wenn da mal keine Freude aufkommt !

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "August 2020" geschrieben. 02.08.2020

      Zitat von urmel im Beitrag #13
      Es regnet

      Hat völlig unspektakulär angefangen ohne jegliches Getöse

      Ein warmer Sommerregen


      Du glaubst gar nicht, wie mich das abnervt, wenn es bei Euch ständig regnet und sich hier einfach gar nichts tut. Bei uns ist es nur drückend schwül, aber es regnet mal wieder gar nichts. Von den 0,2 mm heute Morgen will ich gar nicht erst reden.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "August 2020" geschrieben. 01.08.2020

      Zitat von Vorderpfälzer im Beitrag #8
      Es wird gerne nur der wärmste Ort im jeweiligen Bundesland angegeben.
      Deutschlandweit war es in Rheinfelden mit 38,5 Grad gestern am wärmsten.
      In Freiburg und Umgebung ist es oft einfach noch ein paar Grad wärmer.


      Wir haben hier im Sommer ähnliche Temperaturen wie in Südbaden und halten auch seit 2015 den Wärmerekord für Baden-Württemberg. In den Wintermonaten ist es bei uns aber schon etwas kälter als im Oberrheingraben und bei uns startet auch die Vegetation etwas später.

      https://www.wetterkontor.de/de/wetter/de...extremwerte.asp

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "August 2020" geschrieben. 01.08.2020

      Zitat von erzgebirgler im Beitrag #6
      Meine Reben im Freiland haben keine Sorgen mit Verbrennungen.Bisher war es eher kalt, Nachts Temperaturen um die 8 Grad.Erst seit drei Tagen ist es wärmer geworden, höchste Temperatur war heute mit 27 Grad.Trotztem sehen die Reben ganz gut aus.Habe heute bei Muskat blau den ersten blauen Anflug bei einer Beere entdeckt.


      Wir hatten über 37°C und waren mal wieder wärmster Ort Deutschlands. Und so wie es derzeit abkühlt, glaube ich auch nicht, dass da viel Regen kommt.
      Unsere Tonböden sind einfach knochentrocken und völlig ausgebrannt. Da wächst zur Zeit rein gar nichts, wenn man nicht wässert.

      Ich brauch zur Zeit 500 Liter Wasser pro Woche im Garten, wobei ich die Blumen und Zierpflanzen schon gar nicht mehr gieße. Die kauf ich mir nächstes Jahr neu.
      Die tägliche Dusche hab ich auch schon auf 90 sec. (= 7-8 Liter) verkürzt, um Wasser zu sparen. Bei kaltem Wasser kommt man auch nicht in Gefahr, dass man zu lange darunter ausharrt.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Juli" geschrieben. 31.07.2020

      Zitat von Silesier im Beitrag #97
      Sogar wenn jemand denkt bringe 10 Liter Wasser unter eine Rebe bringt das auch nichts. Ich könnte gießen meine Reben aber wie viel,vielleicht 20 oder 50 Liter. Das bringt bei weniger Sorten nur bedingt manche reagieren nicht darauf.

      Lieber Petrus gibt der Regen ohne Hagel.



      Das Gießen bringt schon was. Da merkt man recht schnell einen Vitalisierungseffekt, der aber nicht so nachhaltig ist, wie man das gerne hätte, weil sehr viel Wasser einfach in die deutlich trockeneren Randschichten diffundiert. Und natürlich geht auch viel als Verdunstung über den Blattapparat verloren.
      Das muss man einfach berücksichtigen.

      Es macht aber auch keinen Sinn, über den Wurzelbereich hinaus zu gießen. Für eine größerflächige Bewässerung ist das Wasser einfach zu teuer. Und mehr als 30 Liter braucht eine Rebe, die vielleicht so stark ist wie ein Säulenapfel, auch nicht, um ihren akuten Wasserbedarf zu decken. Da gieße ich lieber 2-3 Tage später nochmal die gleiche Menge. Bei Temperaturen über 30°C, wie wir sie seit geraumer Zeit haben, ist das aber auch bitter notwendig.

      Bad Mergentheim, wo ich herkomme, gehört zu den trockensten und wärmsten Orte Deutschlands im Sommer. Von den rund 1800 Wetterstationen in Deutschland sind wir praktisch immer bei den Top 10 bzw. Top 20, der wärmsten Orte.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Juli" geschrieben. 30.07.2020

      Zitat von jakob im Beitrag #94
      Zitat von Thomas im Beitrag #90
      aber irgendwie wollen die Beeren nicht so wirklich wachsen. Wahrscheinlich ist es einfach zu trocken,


      nicht nur die größe auch die reifung ist stehengeblieben ohne wasser


      Ja genau, auch die Reifung ist stehengeblieben

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Juli" geschrieben. 30.07.2020

      Hier ist es halt einfach sautrocken und heiß. Wenn ich nicht zweimal die Woche die jungen Bäume gieße, gehen die mir ein, zumal der Boden ohnehin recht karg und flachgründig ist. Auch der Läusedruck war bis vor kurzem noch sehr hoch und machte den Pflanzen zu schaffen.

      Ein Teil der Jungreben macht sich recht gut - besonders die Senator Burdaka, aber auch eine Baikonur und eine Liwia. Die anderen brauchen hingegen wohl noch ein drittes Jahr, bis sie die entsprechende Stärke für den Stockaufbau haben.

      Die älteren Reben hängen eigentlich gut voll, aber irgendwie wollen die Beeren nicht so wirklich wachsen. Wahrscheinlich ist es einfach zu trocken, weil große Entwicklungssprünge hab ich nur gesehen, wenn's mal geregnet hat. Auch die wenigen Pfirsiche wollen nicht wachsen. Das gibt walnussgroße Steinfrüchte ohne Fruchtfleisch. Dafür haben wir hier heuer ein gutes Apfeljahr.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Juli" geschrieben. 17.07.2020

      Es ist immer wieder erstaunlich, wie nach einem Regen die Trauben plötzlich deutlich anwachsen und die Triebe in die Höhe schnellen. Das Gleiche lässt sich auch bei den Tomaten beobachten. Sowas bekommst Du mit der Gießkanne gar nicht hin

      Mit Oidium sprich Echtem Mehltau hatte ich bislang noch keine Probleme. Dafür stehen die Reben einfach zu windoffen, als dass sich da groß die Hitze staut. Auf was ich hier weit mehr achten muss, ist Peronospora. Da hab ich dieses Jahr bislang einmal gespritzt.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Juni" geschrieben. 01.07.2020

      Hier macht sich natürlich negativ bemerkbar, dass die ersten Gescheine am 12. Mai alle erfroren sind (sind alle verrieselt). Danach haben die größeren Stöcke wieder aus allen Ritzen ausgetrieben, so dass man erst mal wieder ein Großteil der Triebe ausbrechen bzw. entspitzen durfte. Die jetzigen Gescheine sind wohl auf dem selben Entwicklungsstand wie die von Dietmar. Die Käppchen sind soweit runter und die Gescheine fangen an zu blühen.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Juni" geschrieben. 24.06.2020

      Irgendwie ist es schon etwas ärgerlich, dass drei der sechs Jungreben, die ich letztes Jahr gekauft hab, nicht ausgetrieben haben. Das waren just die beiden Senator Pawlowski und die Düschina. Und nebenbei hat sich auch noch die Preobraschenie vom Jahr zuvor verabschiedet, die ebenfalls nicht ausgetrieben hat.
      Ich kann jetzt nicht sagen, ob es die Trockenheit oder der Frost war, weil es die anderen ja auch gepackt haben - selbst eine, mit der ich so gar nicht mehr gerechnet hab, weil die schon im Herbst kaum gewachsen ist.

      Sehr gut machen sich hingegen die Kinscher (das erste Jahr, dass sie so richtig wächst, war ne sehr schwache Pflanze bei der Pflanzung), die Senator Burdaka (trotz dessen, dass der Haupttrieb am 12. Mai erfroren ist), die Landisch und die Liwia. Die Baikonur könnte hingegen etwas besser wachsen.

      Letzte Woche gab es neben einem NPK-Dünger mit Spurennährstoffen und etwas Bittersalz auch ein erstes Fungizid, weil es nach dem üppigen Regen ja doch sehr schwül war und die Frumoasa Alba schon wieder erste Anzeichen von Pero hatte. Da ich ja immer in den späten Abendstunden Pflanzenschutz betreibe und nicht in der prallen Mittagssonne wie andere, gab es auch keine Blattschäden sondern eher einen Vitalisierungseffekt.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Mai" geschrieben. 24.05.2020

      Zitat von Vorderpfälzer im Beitrag #105
      Zitat von Thomas im Beitrag #104
      Aber (fast) alle treiben unten von der Veredelung aus, nur die wenigsten aus einem Auge vom letztjährigen Trieb.


      Na dann kannst du sie auch kurz darüber abschneiden.


      Wenn das Holz vom einjährigen Trieb nicht stark genug ist, treiben sie an den dort sich befindenden Knospen einfach nicht aus. Du hast recht, im Prinzip könnte man bis auf die unterste Knospe zurückschneiden und lässt darüber nur 3-4cm stehen, damit nicht auch die unterste Knospe, die eventuell noch austreibt, eintrocknet.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Mai" geschrieben. 23.05.2020

      Letzte Woche war ich noch mehr oder weniger am Verzweifeln wegen der ganzen Frostschäden
      Jetzt, zwei Wochen später, keimt doch wieder Hoffnung auf, weil viele totgeglaubte Setzlinge vom letzten Jahr doch noch austreiben - die beiden Landisch kommen, die beiden Baikonur, die Liwia und die Kinscher treiben auch wieder aus, und bei der Preobraschenie, bei der ich 2cm vom Stängel abgeknipst hab, sind die Leitbahnen auch noch grün, sprich auch die lebt noch. Aber (fast) alle treiben unten von der Veredelung aus, nur die wenigsten aus einem Auge vom letztjährigen Trieb.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Mai" geschrieben. 19.05.2020

      Zitat von Micha74 im Beitrag #62
      https://www.br.de/nachrichten/bayern/vollkatastrophe-frost-trifft-unterfraenkische-winzer-schwer,RylHni7?UTM_Name=Web-Share&UTM_Source=Link&UTM_Medium=Link


      So sieht es auch bei uns aus. Hier ist von 70-80% Ernteausfall die Rede. Erst gestern war wieder ein Bericht in den Fränkischen Nachrichten.
      Wir hatten nach dem sehnlichst erwarteten Landregen am Montag vor einer Woche (27mm Niederschlag) in der Nacht auf Dienstag Temperaturen von -4°C, die aber schnell wieder weg waren. Und dann hat auf das frostgeschädigte Gewebe auch noch die Sonne so richtig draufgeknallt.

      Die meisten Gescheine (vor allem an den äußeren Trieben) sind draufgegangen, aber aus den Blattachseln kommen jetzt langsam die Geiztriebe raus, und auch viele schlafende Knospen treiben auf einmal aus. Die Tomaten hab ich etwas notdürftig mit aufgeschnittenen Papiersäcken geschützt (da war zuvor Saatgetreide drin). Aber die Kälte kam diesmal von oben, während der Boden nur ganz leicht gefroren war. Das hat man auch an den Altreben gesehen. Da waren die Triebe auf den unteren Kordons weniger stark geschädigt wie auf den oberen.

      Die Tomaten hatten starke Blattschäden, aber jetzt nach ner guten Woche und etwas phosphathaltigem Dünger erholen sie sich langsam wieder. Die Buschbohnen und die Kartoffeln auf dem Acker sind - soweit sie schon aufgelaufen waren - komplett hinüber.

      Sieht man mal von 2019 ab, als wir am 07. Mai dasselbe Dilemma hatten, kann ich mich nicht erinnern, dass wir hier so spät im Jahr nochmal eine so kalte Nacht hatten.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Mai" geschrieben. 11.05.2020

      Die stark wachsende Senator Burdaka, die schon 40cm lange Triebe hat, habe ich mit einem Handtuch und ein paar Wäscheklammern fixiert (um den Pflanzstab rum). Die anderen Sorten sind noch nicht so stark entwickelt, als dass ich mir große Sorgen um sie machen müsste. Da hab ich einfach etwas Stroh drüber geschüttet. Manche haben auch noch gar nicht ausgetrieben. Und um die älteren Stöcke mach ich mir auch keine großen Gedanken. Da sind die jungen Triebe fast nen Meter vom Boden weg. Die sind aber auch schon viel zu lang, als dass ich da noch was rumwickeln könnte. Da hätte ich mehr Angst, dass von dem Gewicht die Triebe abbrechen.
      Auch die Tomaten, die mittlerweile gut angewachsen sind und schon mal nen leichten Frost über den Deckel bekommen haben (gab vereinzelt ein paar Blattschäden), haben sich so gut erholt und sind so dunkelgrün und abgehärtet, dass sie -2°C über ne kurze Zeit problemlos überstehen sollten.

      Letztes Jahr war halt der Super-Gau, als wir am 07. Mai -6°C hatten. Das war dann einfach zu viel für die frostempfindlichen Pflanzen.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Mai" geschrieben. 01.05.2020

      Ich glaub die Knospen an den dünnen Trieben der Jungreben sind schlichtweg vertrocknet, weil sie nicht mehr austreiben. Dabei sahen sie nach Winter noch so vielversprechend aus. Aber die lange Trockenheit und der kalte Ostwind haben doch mehr Schaden angerichtet als ursprünglich gedacht. Wahrscheinlich hätte ich schon deutlich früher den Boden wässern sollen, als die Jungreben noch besser im Saft standen

      Auffallend ist, dass die Reben, die letztes Jahr schon gut gewachsen sind, deutlich weniger Probleme machen. Bei den anderen muss ich einfach warten, ob sie an einem schlafenden Auge am Veredelungskopf nochmal austreiben oder nicht. Die Veredelung sollte zumindest nicht erfroren sein.
      Nun ja, in zwei, drei Wochen werde ich schlauer sein.

      Die Senator Burdaka (2. Standjahr), die ich auf 25cm runtergeschnitten hab, wächst wirklich sehr stark. Kann ich bei ihr 2 Triebe wachsen lassen, die dann die Tragruten fürs nächste Jahr geben, oder soll ich einen ausbrechen, um wie bei den klassischen Keltertrauben erstmal 'nen Stock zu erziehen, den ich dann im nächsten Jahr auf 50-60cm (Stockhöhe) runterscheide - so wie es auch der Schmidt in seiner Anleitung propagiert? Ne Kostprobe gibt es jedenfalls schon dieses Jahr.
      Letzteres kostet mich zwar ein Jahr, aber in unserem Trockengebiet dürfte das vielleicht die sicherste Methode sein. Oder wie seht Ihr das?

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "April" geschrieben. 27.04.2020

      Zitat von urmel im Beitrag #110
      Es regnet
      ...und es soll die ganze Woche weiter regnen


      Vielleicht bei Euch in Oberbayern, aber bei uns in der fränkischen Trockenplatte regnet's mal wieder nichts. Und ich hab auch wenig Hoffnung für morgen.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "April" geschrieben. 19.04.2020

      Irgendwie dauert das trotz der hohen Temperaturen tagsüber doch ziemlich lang, bis die Reben austreiben. Wenigstens ist nach der Senator Burdaka jetzt auch die Liwia aufgeplatzt. Bei den letztjährig gepflanzten tut sich hingegen noch herzlich wenig. Die Altreben hingegen treiben kräftig aus

      Mal abwarten, was die nächsten Tage so bringen!

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "April" geschrieben. 14.04.2020

      @urmel

      Deine sind schon deutlich weiter (ca. 10-14 Tage). Das mag vielleicht an der Sorte liegen, aber es macht offensichtlich auch viel aus, ob die Pflanzen geschützt an der Hauswand stehen oder wie bei mir im Freien. Unser Ort liegt in einem Tal und die Häuser stehen alle an einem mehr oder weniger steilen Hang. Da ist es hinten (obwohl Südseite) immer etwas länger schattig, und die kalte Luft setzt sich auch unten im Tal fest (Kaltluftsenke), so dass ich überhaupt keine Chance hab, im Hausbereich Trauben zu kultivieren.
      Nicht umsonst liegen die Gärten nahezu alle auf dem darüberliegenden Hang (ca. 10-15m höher und etwas terrassenhaft).

Empfänger
Thomas
Betreff:


Text:
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Der Anbau von Tafeltrauben in Deutschland ist gar nicht schwierig und unmöglich, es liegt nicht an der Rebe, dem Wetter oder dem Boden, es ist eine Frage des Wollens, denn die Tafelrebe, eigentlich eine Liane, hat keine großen Ansprüche an den Boden. Sie ist starkwüchsig und an einem sonnigen Platz, mit dem richtigen Schnitt und ein bisschen Pflege wird sie uns mit ihren Trauben belohnen. Für kältere Lagen gibt es frühreifende Sorten die mit weniger Sonnentagen genauso zurechtkommen wie mit halbschattigen Standorten. Es gibt mittlerweile pilzwiderstandsfähige Reben, sogenannte PIWI Reben, die weniger Behandlung benötigen. In diesem Sinne, schauen Sie in unser Forum herein und lassen Sie sich inspirieren. Ihre Fragen und Diskussionen sind hier willkommen!


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