Tafeltrauben - Diskussionsforum
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Thomas
Beiträge: 96 | Punkte: 332 | Zuletzt Online: 02.04.2020
Wohnort
Bad Mergentheim
Registriert am:
20.02.2018
Geschlecht
männlich
    • Thomas hat einen neuen Beitrag "April" geschrieben. Heute

      Zitat von jakob im Beitrag #13
      Zitat von Thomas im Beitrag #10
      Ich kann das ohnehin schlecht steuern, weil die Reben alle schon ausgepflanzt sind.


      ich habe gedacht, dass sie daheim vorgetrieben sind, und so soll doch kein Problem geben, wenn sie aufwachen...




      Nee, ich pflanz die immer gleich aus in die schwere lehmige Naturerde.
      Solange die noch im Blatt stehen und der Trieb noch nicht verholzt ist, darf der Boden natürlich nicht zu kalt sein, damit sie schnell anwachsen. Sicherer ist es eigentlich, blattlose Jungpflanzen mit einem verholzten Trieb in der Winterruhe zu kaufen (zur Not auch wurzelnackt und zurückgeschnitten). Aber die kaufen die Privatleute nicht, weil sie nach nichts aussehen. Die wollen alle Grünpflanzen, die man nach der zweitägigen Lieferung erst mal wieder aufpäppeln muss.

      Ich weiß natürlich auch, dass die Jungreben, die letztes Jahr erst veredelt wurden, beim Verkauf ein paar Wochen später noch keinen kräftigen Trieb haben, mit dem man was anfangen könnte, und dass es eigentlich erst im Jahr drauf so richtig losgeht. Aber im Winter bzw. zeitigem Frühjahr, wenn eigentlich die Pflanzzeit der anderen Obstgehölze ist, gibt es keine Reben zu kaufen - erst wieder Ende März. Und Pflanzen, die aus dem Gewächshaus kommen und dann schon austreiben, sind halt sehr viel stärker von Spätfrösten gefährdet. Die kann man dann wirklich erst nach dem 10. Mai auspflanzen.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "April" geschrieben. Gestern

      Zitat von jakob im Beitrag #9
      Zitat von Thomas im Beitrag #8
      Ich will schon, dass die Jungreben in 2-3 Wochen austreiben und nicht erst Ende Mai wie letztes Jahr, als die Hälfte der Jungreben draufgegangen ist


      Riesen Fehler, geht noch mehr kaputt. man muss endlich machen was die anderen Rebschulen machen .



      Ich kann das ohnehin schlecht steuern, weil die Reben alle schon ausgepflanzt sind.
      Ich halte es aber für falsch, die Reben über einen längeren Zeitraum abzudunkeln / abzudecken und sie so in einen Tiefschlaf zu versetzen. Die Knospen brauchen nämlich nicht nur Wärme, sondern auch den entsprechenden Lichtreiz, damit sich ein entsprechender Hormonpegel einstellt und sie gut austreiben. Das heißt, dass ich sie selbstverständlich wieder abdecke, sobald die Frostgefahr vorbei ist und die Temperaturen ansteigen.

      Bei den stärkeren Pflanzen regelt sich das von allein. Da muss man auch nicht viel machen. Nur die jungen brauchen halt jetzt noch etwas Schutz, weil sie einfach frostempfindlicher sind.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "April" geschrieben. Gestern

      Ich will schon, dass die Jungreben in 2-3 Wochen austreiben und nicht erst Ende Mai wie letztes Jahr, als die Hälfte der Jungreben draufgegangen ist. Da hat einfach ein Monat Vegetation gefehlt, und der Neuaustrieb hat es nur auf ca. 80cm geschafft. Lediglich eine Baikonur und eine Senator Burdaka haben ihre 2,5-3m erreicht. Der Rest steht auf einer ähnlichen Entwicklungsstufe wie die letztjährig gepflanzten Reben (auf zwei Augen runtergeschnitten).

      Falls nach dem Austrieb nochmal Frost gemeldet wird, muss ich mir was überlegen, wobei das Umwickeln mit atmungsaktiven Zellstofftüchern nicht die schlechteste Option ist. Ich hoffe aber, dass wir mal wieder in eine Westwindwetterlage kommen, die uns auch mal ein paar Tiefausläufer schickt.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "März 2020" geschrieben. 31.03.2020

      Wir hatten im Januar und Februar sehr viel Regen, weshalb die Böden noch nicht ausgetrocknet sind. Was halt fehlt, sind höhere Temperaturen wie letzten Freitag und Samstag, wo wir fast 20°C hatten. Da hat man richtig gesehen, wie das Getreide Farbe angenommen hat. Leider gab es danach wieder einen Temperaturrückfall, so dass ich die Jungreben wieder mit diesen Zewa-Tüchern umwickelt hab.

      Ich möchte keine Frostschäden und einige der Reben (vor allem die dünnen) haben schon ziemlich geschwollene Knospen. Hier ist schon Einiges an Blüten erfroren, z.B. bei meinen Pfirsichen oder bei der Zierkirsche meiner Nachbarin. Um die Pfirsichbäumchen ist es mir nicht schade. Die hängen eh dicke voll mit Blütenknospen. Da muss ich jetzt nicht mehr so viel ausdünnen. Aber meine Jungreben sind mir heilig. Da darf es nicht mehr zu so einem zerstörerischen Spätfrost kommen wie im letzten Jahr am 7. Mai. Bislang sieht aber noch alles gut aus.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "März 2020" geschrieben. 22.03.2020

      Zitat von Dietmar im Beitrag #41

      Zitat
      Ich hab das Küchenkrepp ja schon doppelt genommen (2 Blätter).


      Jetzt weiß ich, wer die Küchenpapierrollen so gehamstert hat.

      Hast Du auch mit Toilettenpapier die Reben geschützt?

      Übrigens habe ich gehört, daß sich Soziologen nunmehr mit der Frage beschäftigen, warum in der Coronakrise so viel und nun schon so lange Toiletten- und Küchenpapier gehamstert werden, was ja keinen Sinn macht, da man ja vom Coronavirus keinen Durchfall bekommt.




      Ich wusste, dass das jetzt kommt , aber ich hab wegen der Coronakrise nicht eine Rolle Klopapier mehr gekauft als sonst, und ich weiß auch nicht, gegen was die helfen sollen.
      Ich benötige diese Tücher hauptsächlich in der Werkstatt, wenn ich z.B. etwas sauber machen muss, wo allerdings kein Wasser hin soll (z.B. ein Lager) oder wenn ich eine Maschine abschmiere. Im Haushalt hab ich für diese Küchentücher hingegen keine große Verwendung

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "März 2020" geschrieben. 21.03.2020

      Zitat von Ohne Chemie im Beitrag #39
      Ob das ausreicht?


      Ich will's doch mal schwer hoffen!
      Ich hab das Küchenkrepp ja schon doppelt genommen (2 Blätter). Und wenn ich das Ganze 3 - 4 mal rumwickle (das Stöckchen ist ja nur 2-3mm stark), sind das 6 - 8 Lagen. Und das sollte schon ganz gut isolieren, solange das Papier nicht nass wird und durchweicht. Aber die nächsten Tage soll's ja kalt und trocken weitergehen. Regen hatten wir heute schon genug

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "März 2020" geschrieben. 21.03.2020

      Zitat von Dietmar im Beitrag #34
      Ich hätte an Deiner Stelle die Jungreben soweit angehäufelt, daß die Veredelungsstelle mindestens 5 cm von Erde bedeckt ist, besser noch etwas mehr. Durch die Steine ringsherum braucht man dazu nicht so viel Erde.


      Ich hab die letztjährig gepflanzten Jungreben mit 2 Blätter Küchenpapier umwickelt und mit 2-3 kleinen Gummis fixiert. Das sollte die Augen ausreichend vor Kälte schützen. Und diese Zellstofftücher sind ja auch atmungsaktiv.

      Sehr austriebsfreudig scheint die Senator Pavlovsky zu sein. Bei der waren die Knospen schon stärker angeschwollen. Aber auch die Preobrashenie scheint eine der ersten zu sein.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "März 2020" geschrieben. 10.03.2020

      Hier regnet's wirklich jeden zweiten Tag und die Äcker sind bis auf Weiteres nicht befahrbar. Dabei müsste ich dringend den Raps andüngen, weil der schon mächtig Fahrt aufgenommen hat, und nebenbei noch einen Wachstumsregler ausbringen, damit er sich besser verzweigt.

      Wir hatten zwar diesen Winter schon -6,5°C, aber das ist lange her. Die letzten Wochen hatten wir keinen Frost mehr, nur sehr viel Regen. Ich hab die jungen Reben zwar kurzfristig mit etwas Kartonage umwickelt, aber als die durchgeweicht war, hab ich sie abgenommen, nicht dass sich darunter noch Pilze einnisten.

      Die kräftigeren Reben, die letztes Jahr schon gut 3m gewachsen sind und im unteren Bereich annähernd bleistiftstark sind und schöne dicke Knospen haben, habe ich auf 30cm runtergeschnitten. Da will ich dieses Jahr einen längeren Kordonarm und einen Zapfen erziehen mit eventuell der ersten Jungferntraube. Ausgebrochen hab ich noch nichts

      Alles, was letztes Jahr gepflanzt wurde oder spät ausgetrieben ist, hab ich auf zwei Augen runtergeschnitten. Aber auch da ist vielversprechendes Material dabei, von dem ich mir dieses Jahr einen stärkeren Wuchs verspreche.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Wütende Imker kippen Glyphosat-Honig vors Agrarministerium - RT Deutsch" geschrieben. 16.02.2020

      Na ja, darüber wurde auch auf anderen Portalen berichtet.
      Mir tut's zwar leid, dass dieser Honig über die Bioschiene nicht mehr zu vermarkten ist, aber diese geringen Spuren an Glyphosat (sofern es denn auch wirklich Glyphosat war) sind in keinster Weise gesundheitsgefährdend und dieser Honig wäre auch nach wie vor für den menschlichen Verzehr geeignet.

      Ähnliche Aktionen gab es auch schon, als man im Umfeld von Maisfeldern, auf denen transgener, zünslerresistenter Bt-Mais angebaut wurde, Spuren von diesem natürlichen Bakteriengift (Bacillus thuringiensis) im Honig gefunden hat. Nicht zuletzt deshalb wurde dieser Mais von Monsanto auch EU-weit verboten. Dass Bt-Mittel auch im biologischen Obstbau massiv eingesetzt werden (gegen die ganzen Nachtfalterarten, z.B. Gespinstmotten, Apfelwickler, Pflaumenwickler, usw.) und Bienen damit genauso in Kontakt kommen und dieses Bakterium mit in den Honig schleppen, interessiert hingegen niemanden, weil Bio ja gut und konventionell böse ist.

      Das Ganze ist eine einzige Heuchelei. Aber so kann man natürlich auch Lebensmittel vernichten.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Pilzkrankheiten" geschrieben. 16.02.2020

      Zitat von urmel im Beitrag #63
      So, hab nun einen 25kg Sack Natriumhydrogencarbonat bestellt. Das reicht eine Weile

      Man kann damit Wäsche und Geschirr waschen, Kuchen backen, Zähne putzen, drin baden, es als Deo verwenden, bei Sodbrennen schlucken und vieles mehr; gegen Pilze auf unseren Reben hilft es auch.

      Ein Teufelszeug, dieses Wunderpulver...


      Ich nehm's hauptsächlich in der Küche als Backtriebmittel, beim Kochen und Blanchieren von Gemüse oder zum Neutralisieren allzu saurer Saucen und zum Abrunden des Geschmacks (mit nem Spritzer Maggi). Da reicht aber ne Messerspitze (ca. 1g) auf 1 Liter Flüssigkeit vollkommen aus. Einmal umgerührt sieht man auch gleich die Bläschen aufsteigen.
      Natron (Natriumbicarbonat bzw. Natriumhydrogencarbonat) nehm ich aber auch, um hin und wieder den Abfluss der Spüle zu reinigen - 1 Teelöffel Natron + ein Schuss Essig hinterher. Es hilft auch gut gegen Sodbrennen und Erbrechen (gibt es ja auch als Bullrichsalz zu kaufen)
      Früher, als wir noch Rinder hatten, haben wir auch schon mal Natron unters Futter gemischt, um eine Pansenübersäuerung zu verhindern.

      Aber die hier angesprochenen 70g pro Liter sind viel zu viel. So viel nehm ich noch nicht mal, um ne Lauge für die Laugencroissants herzustellen.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Amerikanische Rebsorten sind die pilzfesteren Rebensorten " geschrieben. 22.11.2019

      Ich war von der "Red Globe" auch nicht begeistert, als ich die mal gegessen hab. Die Beeren waren zwar recht groß, aber recht hart. Die musste man regelrecht kauen und der Geschmack war auch eher neutral. Da ist jede vollreife, bernsteinfarbene "Italia" um Längen besser.

      Ich kann mich für die amerikanischen Rebsorten, die als Tafeltrauben hier so angeboten werden, nicht wirklich begeistern, auch wenn sie vermutlich etwas resistenter gegenüber dem Falschen Mehltau sind als die europäischen Sorten. Lieber spritze ich 1-2 mal, wenn das Wetter umschlagen sollte und eine Schlechtwetterperiode in Anmarsch ist, als dass ich Trauben anbaue, die ich nicht mag.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "August" geschrieben. 27.08.2019

      Zitat von jakob im Beitrag #51
      Zitat von Thomas im Beitrag #50
      wie die mit vergleichsweise wenig Holz (auf SO 4 veredelt)


      Ist das eine Vermutung?



      Ehrlich gesagt, ja!
      Ich hab 2015, als ich die Reben gepflanzt hab, den Schmidt nicht nach der Unterlage gefragt. Da war ich noch Neuling. Ich hab mich bei der Sortenwahl an der Empfehlung der LWG Veitshöchheim orientiert.

      Die Arkadia unterscheidet sich von der Frumoasa Alba dadurch, dass sie ein geringeres Triebwachstum, kürzere Internodien und kleinere Blätter hat. Dafür ist sie insgesamt blattreicher und macht deutlich größere und schwerere Trauben. Die haben auch Verkaufsqualität.

      P.S.: Lohnt sich bei den Jungreben (Liwia) eigentlich jetzt noch eine Behandlung gegen den Falschen Mehltau, wenn ich nächstes Jahr ohnehin nochmal runterschneiden muss?

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "August" geschrieben. 26.08.2019

      Die warmen Tage beschleunigen die Reife enorm. Ich hab zwar keinen Refraktometer, mit dem ich den Zuckergehalt bestimmen könnte, aber in spätestens zwei Wochen sollte auch die letzte Traube bei der Arkadia und der Frumoasa Alba ihre Genussreife haben. Die ersten sind auch schon verspeist.
      Beeindruckend finde ich die Arkadia, wie die mit vergleichsweise wenig Holz (auf SO 4 veredelt) solche Trauben hervorbringt. Und nebenbei hat sie noch schöne knackige Beeren.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "August" geschrieben. 21.08.2019

      Die Frumoasa Alba zeigt mittlerweile deutlichen Befall mit Falschem Mehltau an der Blattunterseite und auch die Liwia, die ich letztes Jahr gepflanzt hab, ist davon betroffen. Aber jetzt, Ende August will ich nicht mehr dagegen spritzen. Die anderen Sorten (Pölöskei Muskotaly, Kinscher, Baikonur und Senator Burdaka) sind völlig gesund und kommen höchstwahrscheinlich auch ohne Pflanzenschutz aus.
      Das gilt in abgeschwächter Form auch für die Arkadia und die Preobrashenie, obwohl ich für diese Sorten nicht meine Hand ins Feuer legen will. Bei der Arkadia hatte ich im Pero-Jahr 2016 auch einen Befall. Dennoch scheint die Arkadia gesünder zu sein als die Frumoasa Alba, soweit ich das beurteilen kann. Und die Arkadia macht auch herrliche Trauben. Geschmacklich ist mir die FA aber lieber.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "August" geschrieben. 12.08.2019

      Zitat von jakob im Beitrag #25
      Zitat von Thomas im Beitrag #24
      Hat Jakob noch andere interessante frühe oder mittelfrühe (keine ultrafrühen) Sorten, von denen ich noch nichts weiß?


      Wo ist der Unterschied zwischen mittelfrühe und (keine ultrafrühen) ? 31 Juli und 7-15 August!
      Nicht eine tolle Sorte wollen nur weil sie 3-5 Tage früher ist? Und wenn ein warmer Sommer gibt und alle frühreifende Sorten 1-2 Wochen früher werden, werden sie gerodet nur weil sie früh sind?





      Wie kommst Du denn auf den Quatsch?
      Ich mag schon tendenziell etwas frühere Sorten, die sicher abreifen, reichlich Zucker einlagern, und die ich lange hängen lassen kann, ohne dass sie an Qualität verlieren. Und ich hab mich letztes Jahr auch ganz bewusst für frühe Sorten wie Preobrashenie, Liwia, Baikonur und Senator Burdaka entschieden, die laut Deiner Ausreifetabelle sogar noch ein paar Tage früher als Arkadia und Frumoasa Alba sein sollen.

      Und ja, ich weiß, 2018 war ein Ausnahmejahr. Da waren die FA und die Arkadia bereits Mitte August reif. Dieses Jahr wird es definitiv September werden, weil den Trauben durch den späten 2. Austrieb Ende Mai gute 3-4 Wochen Vegetation fehlen und sehr viel Energie in die neuangelegten Triebe und das Blattwerk gewandert ist. Dennoch reifen die beiden Sorten auch in einem Normaljahr Ende August - Anfang September ab. Bei der Pölöskei Muskotaly, die deutlich später ist, wird es sicher Ende September werden. Das ist ne echte Spätsorte, die sicher später abreift als eine Talisman

      Ich möchte in erster Linie robuste, frohwüchsige Sorten, die auch etwas Ertrag und Geschmack mitbringen. Sie sollten aberschon knackige Beeren haben, die nicht so leicht nen Sonnenbrand bekommen wie die frühreifen Keltertrauben (Silvaner, Müller-Thurgau, Bacchus), die bei uns so angebaut werden. Bei ner Galachad oder ner Super Extra hätte ich da sicher keine Bedenken, aber so ein bisschen Muskataroma hätt' ich dann doch ganz gern. Das hat allerdings auch die Frumoasa Alba derzeit noch nicht, auch wenn sie langsam etwas süßer wird.

      @jakob
      Hast Du Deinen neuen Online-Shop (www.big-trauben.com) schon am Laufen oder muss man über eBay (svitlina) bestellen?
      Und welche Rebsorten - außer denen bei eBay - hast Du noch im Angebot?

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "August" geschrieben. 10.08.2019

      Aber zurück zu den Traubenstöcken, die mir nach dem Frost im Mai noch geblieben sind!
      Die beiden Baikonur sind sehr frohwüchsig. Die eine ist schon wieder 2,50m lang, während es die Senator Burdaka bislang auf etwa 2m geschafft hat. Sehr erfreulich präsentiert sich auch die Liwia, die recht spät ausgetrieben hat, aber die hat sich die letzten Wochen wirklich gut gemacht. Die ohnehin schon schwache Kinscher hab ich kurz nach dem Austrieb mit der Motorsense erwischt, was sie nochmal etwas zurückgeworfen hat, aber die letzten Tage ist sie doch etwas ins Wachsen gekommen, und der Trieb ist auch deutlich dicker als der vom letzte Jahr. Etwas zurückgeblieben ist leider die (überlebende) Preobrashenie. Von der hab ich mir etwas mehr Wuchs versprochen. Die werde ich nächstes Jahr für den Neustart wieder auf zwei Augen runterschneiden müssen.

      Die im Frühjahr abgefrorenen Jungpflanzen muss ich die nächsten Wochen ersetzen.
      Gibt es Sortenvorschläge in Form von "Must Haves"?

      Wenn ich mir die Trauben von Jakob bei eBay so anschaue, dann gefällt mir die Senator Pawlowski recht gut, aber auch diese Nadeschda Aksaiskaja?
      Hat die jemand, und gibt es Meinungen dazu?
      Recht gut gefällt mir auch diese Dolgoschdani, aber da sind mir leider beide Pflanzen erfroren, und ich bin etwas abergläubisch.
      Hat Landisch die Pilzresistenz von Frumoasa Alba, Arkadia und Liwia oder liegt die darunter?
      Sind Julian und Preobrashenie nicht mehr oder weniger die gleichen Sorten oder gibt es Unterschiede?
      Hat Jakob noch andere interessante frühe oder mittelfrühe (keine ultrafrühen) Sorten, von denen ich noch nichts weiß?

      Fragen über Fragen, aber vielleicht schreib ich Jakob auch mal direkt an!

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "August" geschrieben. 10.08.2019

      Zitat von Dietmar im Beitrag #22

      Zitat
      Es regnet und regnet, nicht gut für die Trauben...


      Warum regnet es nicht einmal bei mir? Hier ist das Niederschlagsdefizit sein Anfang des Jahres schon über 300 l/qm, d.h. rund 2/3 der Sollmenge.



      Wir haben auch lange gegossen, aber die letzten 2 Wochen haben wir schon ordentlich Regen abbekommen (gute 100 mm). Der hat aber glücklicherweise erst ein paar Stunden nach Abschluss der Getreideernte eingesetzt.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Nichtmischbarkeit von Pflanzenschutzmitteln" geschrieben. 19.07.2019

      Zitat von jakob im Beitrag #4
      Mit was kann man Backpulver (Natron) mischen damit es länger hält?


      Ich weiß zwar nicht genau, für was das Natron im biologischen Pflanzenschutz gut sein soll, weil ich es hauptsächlich als Backtriebmittel, als Natronlauge beim Brezelbacken, beim Gemüsekochen und zum neutralisieren etwas zu saurer Speisen einsetze. Da brauch ich auch keine großen Mengen, und so ein 250g-Päckchen vom Mixmarkt hält auch fast ein Jahr.

      Nee, das Natron hält sich mit Abstand am längsten, wenn Du es in der Pulverform belässt. Am besten setzt Du nur soviel Spritzbrühe an, wie Du auch wirklich brauchst. Das Zeug ist nämlich recht reaktionsfreudig und neutralisiert Dir binnen weniger Minuten sämtliche sauren Wirkstoffe, die Du gleichzeitig mitausbringst, bis hin zum völligen Wirkungsverlust.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Nichtmischbarkeit von Pflanzenschutzmitteln" geschrieben. 19.07.2019

      Zitat von Dietmar im Beitrag #1
      Im Allgemeinen können Pflanzenschutzmittel gemeinsam gespritzt werden - aber eben nicht immer. Manche Mittel dürfen nicht zusammen ausgebracht werden. Einige Unverträglichkeiten hatte ich schon irgendwo gepostet, aber es ist besser, wenn man alle Unverträglichkeiten mal an einer Stelle zusammenfaßt.

      Unverträglich sind zum Beispiel:
      Forum Star - Switch
      Kupfermittel - Teldor
      Backpulver - XenTari
      Kupfermittel - XenTari, Raupenfrei

      Kupfermittel sind z.B.: Kupferoxychlorid (Kuprikol u.a.), Kupferoktanoat (Cueva u.a.), Kupfersulfat (Bordeauxbrühe)

      Falls Euch weitere Unverträglichkeiten bekannt sind, dann bitte ich um Ergänzung.

      Kein Pflanzenschutzmittel sollte mit Eisensulfat oder Magnesiumsulfat gemischt werden.




      Ich kann zu den einzelnen Mitteln wenig sagen, weil die größtenteils Wirkstoffe enthalten, die in der Landwirtschaft nicht oder in anderer Form (z.B. als Beize) zum Einsatz kommen.

      Dass Backpulver (Natron) nicht gut mit Insektiziden bzw. Bakterien harmoniert, ist ein alter Hut. So darf ich z.B. bei Raps die Spritzbrühe mit Zitronensäure ansäuern und auf einen Ziel-pH-Wert von 5,5 bringen, wenn ich neben einem Insektizid (Pyrethroid) noch einen Bordünger ausbringe, weil das Bor den pH-Wert deutlich anhebt. Den gleichen Effekt hat auch das Natron. Auch hier ist eine Ansäuerung angeraten, weil die Bakterien ein saures Medium mögen und bei einem zu hohen pH-Wert absterben.

      Mit Bittersalz (MgSO4) hatte ich noch nie irgendwelche Verträglichkeitsprobleme in Kombination mit einem Wachstumsregler oder einem Fungizid. Das kommt bei mir bei der Blattbehandlung standardmäßig mit, weil der hohe Kalkgehalt unserer Böden die Mg-Aufnahme reduziert. Allerdings sollte man das Bittersalz zuerst im Wasser auflösen lassen, bevor man das Fungizid hinzugibt.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Duaxo" geschrieben. 20.06.2019

      Zitat von Dietmar im Beitrag #1
      Duaxo ist ein frei verkäufliches systemisch wirkendes Fungizit gegen Oidium und somit, so weit mir bekannt, das einzige frei verkäufliche. Systemisch wirkende Fungizite sind vor allem vorteilhaft in der zweiten Vegetationshälfte, da dann eine beidseitige Benetzung der Blätter (Dichte der Laubwand) und der Trauben (Organzabeutel) nicht mehr möglich ist. Für Pero gibt es das systemisch wirkende Phosfik und für Botrytis das systemisch wirkende Teldor (nur einmal pro Saison), so dass mit Duaxo die "Lücke" geschlossen werden könnte.

      Duaxo hat aber einen Haken: Es ist im Weinbau nicht zugelassen, aber für diverse Obstarten, z.B. Kirschen. Die Wartezeit beträgt 28 Tage. Der Wirkstoff ist Difenoconazol. Resistenzmanagement: Wirkstoffgruppe G, nur 2 x pro Saison anwenden!

      Der gleiche Wirkstoff ist in einem für den Weinbau zugelassenen Mittel gegen Oidium enthalten: in Dynali. In Dynali ist ein zweiter Wirkstoff enthalten: Cyflufenamid, wahrscheinlich, um eine Resistenz zu behindern.

      Frage: Wenn der gleiche Wirkstoff in einem für den Weinbau zugelassenen Fungizid enthalten ist, würdet Ihr dann Duaxo für Eure Reben einsetzen?





      Difenoconazol ist schon ein älteres Triazol, das in der Landwirtschaft eigentlich nur noch in ein paar wenigen Rapsfungiziden von Syngenta zum Einsatz kommt. Ein Mehltaumittel ist das eigentlich nicht - anders als das Cyflufenamid, das auch eine längere protektive Wirkung hat. Gleichwohl wird man wegen der guten systemischen Eigenschaften aber immer auch ein Triazol mit in die Mischung nehmen, weil Triazole sich bis ins Meristem verlagern und "mitwachsen". Natürlich tritt dabei (neben dem allg. metabolischen Abbau des Wirkstoffs) auch ein Verdünnungseffekt ein, weil sich mit dem Wachstum der Pflanze der Wirkstoff auf eine immer größere Blatt- und Wurzelmasse verteilt.

      Einen Anfangsbefall wirst Du sicher auch mit Duaxo bekämpfen können. Bei nem stärkeren Befall sollte aber auch ein Mehltaupartner zum Einsatz kommen.

Empfänger
Thomas
Betreff:


Text:
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Der Anbau von Tafeltrauben in Deutschland ist gar nicht schwierig und unmöglich, es liegt nicht an der Rebe, dem Wetter oder dem Boden, es ist eine Frage des Wollens, denn die Tafelrebe, eigentlich eine Liane, hat keine großen Ansprüche an den Boden. Sie ist starkwüchsig und an einem sonnigen Platz, mit dem richtigen Schnitt und ein bisschen Pflege wird sie uns mit ihren Trauben belohnen. Für kältere Lagen gibt es frühreifende Sorten die mit weniger Sonnentagen genauso zurechtkommen wie mit halbschattigen Standorten. Es gibt mittlerweile pilzwiderstandsfähige Reben, sogenannte PIWI Reben, die weniger Behandlung benötigen. In diesem Sinne, schauen Sie in unser Forum herein und lassen Sie sich inspirieren. Ihre Fragen und Diskussionen sind hier willkommen!


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