Tafeltrauben - Diskussionsforum
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Thomas
Beiträge: 140 | Punkte: 513 | Zuletzt Online: 06.10.2022
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Bad Mergentheim
Registriert am:
20.02.2018
Geschlecht
männlich
    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Sortenempfehlung nach welchen Kriterien?" geschrieben. 21.09.2022

      Zitat von Simko im Beitrag #7
      Zitat von Geckoloro im Beitrag #2
      Wenn sie nicht so schmeckt, stimmt etwas bei dir nicht.

      Das ist durchaus möglich. Ich schildere ja nur meine individuellen Erfahrungen, die von anderen durchaus abweichen kann.
      Zitat von Geckoloro im Beitrag #2
      Nicht umsonst wird diese Sorte immer noch in großen Mengen industriell in der Ukraine angebaut ....

      Massenerträge sind nach meiner Auffassung meist nicht die Zielstellung des Hobbywinzers. Im Gegenteil, es wird die Abgrenzung, Besonderheit zum industriellen Anbau gesucht. Andernfalls könnte man die Tafeltrauben auch einfach im Supermarkt kaufen.



      Der Anbau von Tafeltrauben ist etwas anspruchsvoller als der von Äpfeln. Da bedarf es einfach ein gewisses Grundverständnis für Reben - wie erziehe ich sie, habe ich Platz für lange Kordons oder schneide ich jedes Jahr meine Strecker und Zapfen, wie stark kann ich die Rebe belasten, welche Triebe müssen raus, welche kann ich wachsen lassen, wann muss ich (vorbeugend) behandeln und mit welchen Mitteln, wann kann ich's laufen lassen, wann schneide ich die Reben, brauche ich wirklich ultrafrühe und sehr frühe Sorten oder kann ich auch auf frühe und mittelfrühe Sorten zurückgreifen etc.

      Und natürlich muss man den Anspruch haben, ansprechende Erträge und gute Qualitäten zu erzeugen, sonst kann man sich das Ganze schenken. Bei Weinreben sollte man sich bereits vorher etwas über die verschiedenen Sorten informieren, weil es ja mindestens 3-4 Jahre dauert, bis man nen vernünftigen Stamm und einen (oder zwei) halbwegs belastbaren Kordon hat. Gerade in der Jugendphase verzeiht Dir die Rebe keinen Anbaufehler, keinen stärkeren Frost nach dem Austrieb und keine vorzeitigen krankheitsbedingten Blattverluste.

      Im Traubenanbau kann man mitunter sehr viel Lehrgeld zahlen. Wenn mir ne selbstgezogene Tomate an der Kraut- und Braunfäule verreckt, ist das zwar ärgerlich, aber der finanzielle Verlust hält sich in Grenzen; und Tomaten kann ich jedes Jahr aufs Neue pflanzen. Bei Trauben ist das schon etwas bitterer. Deswegen halte ich auch gar nicht so viel von dieser "Hobby"-Einstellung. Das muss man schon vernünftig angehen, damit da was draus wird

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Zimus Rebe von Antonio" geschrieben. 18.09.2022

      Zitat von Geckoloro im Beitrag #4
      Das kann sehr schlecht für die Rebe enden, wenn sie jetzt dann austreibt und es nachher doch noch einmal Frost gibt...
      Hätte nicht vor Mitte Mai gepflanzt und sie erst einmal in einer Garage oder so gehalten. Du musst auf jeden Fall das Wetter und die Rebe im Auge behalten, sobald sie am Austreiben ist und ggf. dementsprechende Maßnahmen ergreifen, dass sie den Frost dann übersteht.


      Na gut, das kommt aufs Wetter drauf an. Der Boden sollte schon etwas abgetrocknet sein, und sowohl kalter Ostwind als auch lange Regenperioden sind nicht gerade der Hit.
      Ich würde immer in einer Schönwetterphase pflanzen, damit die Pflanze gleich richtig losstarten kann. Ne gute Zeit ist so Mitte April, wenn die Bauern auch ihren Mais säen. Im Februar würde ich die Pflanzen erst nochmal in einen Eimer guter Ackererde setzen. Das wäre mir auch noch zu früh zum Auspflanzen.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Zimus Rebe von Antonio" geschrieben. 18.09.2022

      Zitat von Michaela im Beitrag #3
      Super, danke.
      Habe die Rebe gerade gepflanzt und bin gespannt ob das was wird.



      Da kann man ja nur mit dem Kopf schütteln, wenn man sowas sieht!

      Sollen die Wurzeln in diesem Matsch bereits verfaulen, noch bevor die Pflanze ein erstes Mal ausgetrieben hat?
      Wie soll die Pflanze denn dieses viele Wasser überhaupt verdunsten ohne Blätter? Und wie soll denn hier überhaupt Sauerstoff an die Wurzeln gelangen?

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Sortenempfehlung nach welchen Kriterien?" geschrieben. 18.09.2022

      Es ist auch mehr eine Vanille- und Zimt- als eine Muskatnote, den Du bei einer vollreifen Muskattraube schmeckst. Du hast einfach ein runderes Aroma, so als ob Du Deinen Apfelbrei mit ner Prise Zimt genießt als einfach nur pur. Auch in der Cola sind Zimt und Vanille als Geschmacksträger enthalten.

      Was sind meine Auswahlkriterien?
      Nun, natürlich muss eine Sorte gut schmecken, aber das tun fast alle, wenn sie viel Sonne abbekommen haben. Daran mangelt es bei uns nicht. Bei uns reifen auch mittelfrühe Sorten sehr gut aus.

      Was bei wichtig ist, ist eine hohe Hitze- und Trockentoleranz, und die Trauben müssen auch mit einer hohen Strahlenbelastung gut klar kommen. Da sind rote und blaue Sorten mit ihrem höheren Anthocyangehalt sicher von Vorteil. Wichtig ist aber auch eine gute Platzfestigkeit, und die Beeren sollten nach Möglichkeit nicht zu dicht aneinanderliegen. Auch die Beerenhaut sollte nicht zu dünn sein, weil die Wespen sonst leichtes Spiel haben. Die Arkadia war hier immer Wespes Liebling.

      Und wichtig ist natürlich die Gesundheit, insb. beim Falschen Mehltau (Peronospora). Mit dem echten Mehltau (Oidium) hab ich eigentlich keine Probleme, weil die Reben sehr offen stehen und genügend Wind durchkommt. Aber Peronospora kann in manchen Jahren zu einem echten Problem werden.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "September 2022" geschrieben. 12.09.2022

      Zitat von Geckoloro im Beitrag #10
      @Thomas: Danke. Ausfälle sollte es ab dem 3. Jahr eigentlich nicht geben. Da sind dann Fehler passiert.
      Mit späten Sorten kann ich übrigens nicht viel anfangen. Habe nicht das beste Klima hier in Niederbayern. Aber man versucht eben das Beste daraus zu machen.


      Dieses Jahr sind aber ein paar besonders schöne Beeren dabei.



      Das Problem hier sind Spätfröste, Trockenheit und der sehr schwere Tonboden, der die Jugendentwicklung schon arg ausbremst. Letztes Jahr war aber definitiv der Peronosporabefall das Problem, mit der Folge, dass ich die Ruten ziemlich stark zurückschneiden musste, damit wieder was Grünes kommt. Warum die Senator Burdaka und die Liwia nicht ausgetrieben haben, kann ich dennoch nicht sagen. Die haben im Frühjahr beim Rückschnitt noch schön geblutet. Und ich lass auch immer noch ein Reserveauge stehen, bis dahin der Trieb zurücktrocknen kann.

      Warum die schwache Kinscher, die bei der Pflanzung im Herbst 2018 nur ca. 2mm stark war, immer besser ausgetrieben hat (musste ich 2x auf 2-3 Knospen runterschneiden, weil sie immer zu schwach war), kann ich nicht sagen. Sie steht in einer Kaltluftsenke und sollte eigentlich spätfrostgefährdeter sein, aber die hat einfach eine gute Holzreife (auch dieses Jahr wieder) und ist beim Anschnitt immer sehr dunkelgrün und vital.

      Wegen der späteren Reife mach ich mir wenig Sorgen. Wir sind eine Weinbaugegend und haben hier sehr viele Sonnenstunden. Aber man muss den Reben halt Zeit geben, sich zu entwickeln. Auf unserem schweren Boden brauchen sie einfach ein Jahr länger, bis sie so richtig ins Wachsen kommen.

      Aber weil Du nach Fehlern fragst. Ich glaub, ich muss die Reben stärker schneiden, weniger Triebe stehen lassen und in Infektionsjahren wie 2021 früher spritzen. Auch ist es wohl besser im Frühjahr (April) zu pflanzen und nicht erst im August/September die diesjährigen Veredelungen. 2019 und 2020 hatten wir empfindliche Spätfröste (-5°C im Mai). Da wäre es sicher besser gewesen, wenn die Pflanzen schon etwas mehr Reserven gehabt hätten.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "September 2022" geschrieben. 10.09.2022

      Das ist schon recht ansehnlich, was Du da an Trauben hast, Gecko!

      Leider sind mir dieses Jahr wieder einige Jungreben draufgegangen. Klar, es war relativ trocken im Mai, aber die Niederschläge im Winter hätten locker ausreichen müssen, damit die Reben austreiben können. Wahrscheinlich waren alle Pflanzen mehr oder weniger stark mit Peronospora befallen im letzten Jahr und haben deswegen zu wenig Reservestoffe gebildet.

      Die beiden Baikonur waren ja nie allzu viel, aber die Liwia und die Senator Burdaka hätten es eigentlich schaffen müssen, zumal wir dieses Jahr eigentlich keinen ausgeprägten Spätfrost hatten. Insofern denke ich eher an einen Pilz, der sich nach dem Rückschnitt eingenistet und die Pflanzen geschwächt hat, zumal ich auch bei den Pfirsichbäumen erstmals stärkeren Kräuselkrankheitsbefall hatte.

      Selbst die Arkadia, die schon drei Jahre älter ist, ist im Frühjahr nicht mehr ausgetrieben. Um die Sorte ist es mir allerdings nicht ganz so leid, weil sie nie allzu stark gewachsen ist. Da war mir allerdings auch die Traube immer viel zu dicht. Da sind vor allem die Beeren im Traubeninneren nie so richtig mitgereift. Wahrscheinlich war aber auch der Standort zu trocken für diese doch sehr fruchtbare Sorte. Und auch die Holzreife hat einfach zu wünschen übrig gelassen.

      Eine Sorte, die ich noch immer hab, obwohl sie sehr schwach war, als ich sie bekommen hab, ist diese Kinscher (Talisman x PG12). Die hat dieses Jahr auch etwas Dickenwachstum gemacht. Da ist nächstes Jahr eine erste kurzgeschnittene Bogrebe drin. Aber die Sorte soll recht spät sein, weshalb man auch wenig von ihr liest.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Highlights und Flops im Jahr 2020" geschrieben. 06.10.2020

      Nach längerer Zeit bin ich auch mal wieder hier. Und jetzt ist es wirklich Zeit, ein kleines Resumée zu ziehen.

      Das Traubenjahr hat denkbar schlecht angefangen mit Trockenheit und immer wieder Frost. Da sind einige Jungreben gar nicht erst ausgetrieben. Und die, die es geschafft haben, wurden durch den starken Frost am 12. Mai in Mitleidenschaft gezogen. Gott sei Dank hab ich dabei keine weiteren Pflanzen verloren, aber die bis dato gebildeten Ertragsanlagen waren allesamt hinüber.

      Aber die Niederschläge im Mai und Juni haben dafür gesorgt, dass sich die Geiz- und Ersatztriebe noch gut entwickeln konnten. Und auch die haben noch für einen brauchbaren Ertrag gesorgt.
      Positiv an diesem Jahr war der sehr geringe Krankheitsdruck. Selbst die Tomaten nebendran sind heuer nicht krank geworden. Insgesamt hab ich zweimal vorbeugend gegen Pero gespritzt mit einem Azol aus der Landwirtschaft und einem Phosphat-betonten Blattdünger (ATR Phosphor aktiv) und etwas Bittersalz.

      Die Reife war dieses Jahr relativ spät. Man konnte zwar die äußeren Beeren einer Traube auch schon im August naschen, aber so richtig ausgereift sind die Trauben erst Anfang - Mitte September. Die Arkadia war dabei etwas früher als die Frumoasa Alba. Allerdings musste ich mir einen Großteil der Beeren mit den Wespen teilen. Die anderen Sorten, die etwas säurebetonter sind, waren bei den Wespen nicht so beliebt.

      Wenn man die Frumoasa Alba gut ausreifen lässt, hat sie nen wirklich herrlichen Geschmack, der in der Tat etwas an Ananas erinnert. Ein kleines Highlight war auch die Jungferntraube an der Senator Burdaka. Während die ersten beiden Beeren Anfang September noch relativ sauer waren, haben die anderen, die ich 10 Tage später probiert hab, aber noch ordentlich Geschmack bekommen.

      Die Senator B hat etwas mehr Säure als die Arkadia und muss daher gut ausreifen. Dann bekommt sie auch ihren vollen Geschmack mit einem leichten Muskataroma. Die Sorte ist auf jeden Fall empfehlenswert, auch weil sie sehr wüchsig und gesund ist.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "August 2020" geschrieben. 03.08.2020

      Zitat von Thomas im Beitrag #17
      0,8 mm waren's am Ende vom Tag, und heute wird's wohl auch nichts mehr mit Regen. Dafür sind zur Wochenmitte wenigstens wieder Temperaturen von deutlich über 30°C angesagt.
      Wenn da mal keine Freude aufkommt !


      Tja, so kann's gehen - vor drei Stunden hab ich noch sehr sarkastisch darauf reagiert, dass es bei uns einfach ums Verrecken nicht regnen will. Und kurz vor zwölf hat's dann auf einmal so geschüttet, dass ich mit der Tauchpumpe das Wasser aus dem Keller pumpen musste, weil einfach zu viel Wasser auf einmal von den Dächern kam, was gar nicht so schnell in die Kanalisation ablaufen konnte. Da gab es einen ordentlichen Rückstau, und das Wasser hat es aus dem Ablauf im Keller hochgedrückt.

      Wenn ich das freudige Ereignis nicht zufällig mit einem Bier hätte feiern wollen, wär mir das gar nicht aufgefallen und der Keller würde jetzt sicher 30cm unter Wasser stehen.

      Für die Natur ist der Regen auf jeden Fall ein Segen, und die Rapsaussaat in den kommenden Tagen ist gesichert.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "August 2020" geschrieben. 03.08.2020

      0,8 mm waren's am Ende vom Tag, und heute wird's wohl auch nichts mehr mit Regen. Dafür sind zur Wochenmitte wenigstens wieder Temperaturen von deutlich über 30°C angesagt.
      Wenn da mal keine Freude aufkommt !

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "August 2020" geschrieben. 02.08.2020

      Zitat von urmel im Beitrag #13
      Es regnet

      Hat völlig unspektakulär angefangen ohne jegliches Getöse

      Ein warmer Sommerregen


      Du glaubst gar nicht, wie mich das abnervt, wenn es bei Euch ständig regnet und sich hier einfach gar nichts tut. Bei uns ist es nur drückend schwül, aber es regnet mal wieder gar nichts. Von den 0,2 mm heute Morgen will ich gar nicht erst reden.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "August 2020" geschrieben. 01.08.2020

      Zitat von Vorderpfälzer im Beitrag #8
      Es wird gerne nur der wärmste Ort im jeweiligen Bundesland angegeben.
      Deutschlandweit war es in Rheinfelden mit 38,5 Grad gestern am wärmsten.
      In Freiburg und Umgebung ist es oft einfach noch ein paar Grad wärmer.


      Wir haben hier im Sommer ähnliche Temperaturen wie in Südbaden und halten auch seit 2015 den Wärmerekord für Baden-Württemberg. In den Wintermonaten ist es bei uns aber schon etwas kälter als im Oberrheingraben und bei uns startet auch die Vegetation etwas später.

      https://www.wetterkontor.de/de/wetter/de...extremwerte.asp

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "August 2020" geschrieben. 01.08.2020

      Zitat von erzgebirgler im Beitrag #6
      Meine Reben im Freiland haben keine Sorgen mit Verbrennungen.Bisher war es eher kalt, Nachts Temperaturen um die 8 Grad.Erst seit drei Tagen ist es wärmer geworden, höchste Temperatur war heute mit 27 Grad.Trotztem sehen die Reben ganz gut aus.Habe heute bei Muskat blau den ersten blauen Anflug bei einer Beere entdeckt.


      Wir hatten über 37°C und waren mal wieder wärmster Ort Deutschlands. Und so wie es derzeit abkühlt, glaube ich auch nicht, dass da viel Regen kommt.
      Unsere Tonböden sind einfach knochentrocken und völlig ausgebrannt. Da wächst zur Zeit rein gar nichts, wenn man nicht wässert.

      Ich brauch zur Zeit 500 Liter Wasser pro Woche im Garten, wobei ich die Blumen und Zierpflanzen schon gar nicht mehr gieße. Die kauf ich mir nächstes Jahr neu.
      Die tägliche Dusche hab ich auch schon auf 90 sec. (= 7-8 Liter) verkürzt, um Wasser zu sparen. Bei kaltem Wasser kommt man auch nicht in Gefahr, dass man zu lange darunter ausharrt.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Juli" geschrieben. 31.07.2020

      Zitat von Silesier im Beitrag #97
      Sogar wenn jemand denkt bringe 10 Liter Wasser unter eine Rebe bringt das auch nichts. Ich könnte gießen meine Reben aber wie viel,vielleicht 20 oder 50 Liter. Das bringt bei weniger Sorten nur bedingt manche reagieren nicht darauf.

      Lieber Petrus gibt der Regen ohne Hagel.



      Das Gießen bringt schon was. Da merkt man recht schnell einen Vitalisierungseffekt, der aber nicht so nachhaltig ist, wie man das gerne hätte, weil sehr viel Wasser einfach in die deutlich trockeneren Randschichten diffundiert. Und natürlich geht auch viel als Verdunstung über den Blattapparat verloren.
      Das muss man einfach berücksichtigen.

      Es macht aber auch keinen Sinn, über den Wurzelbereich hinaus zu gießen. Für eine größerflächige Bewässerung ist das Wasser einfach zu teuer. Und mehr als 30 Liter braucht eine Rebe, die vielleicht so stark ist wie ein Säulenapfel, auch nicht, um ihren akuten Wasserbedarf zu decken. Da gieße ich lieber 2-3 Tage später nochmal die gleiche Menge. Bei Temperaturen über 30°C, wie wir sie seit geraumer Zeit haben, ist das aber auch bitter notwendig.

      Bad Mergentheim, wo ich herkomme, gehört zu den trockensten und wärmsten Orte Deutschlands im Sommer. Von den rund 1800 Wetterstationen in Deutschland sind wir praktisch immer bei den Top 10 bzw. Top 20, der wärmsten Orte.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Juli" geschrieben. 30.07.2020

      Zitat von jakob im Beitrag #94
      Zitat von Thomas im Beitrag #90
      aber irgendwie wollen die Beeren nicht so wirklich wachsen. Wahrscheinlich ist es einfach zu trocken,


      nicht nur die größe auch die reifung ist stehengeblieben ohne wasser


      Ja genau, auch die Reifung ist stehengeblieben

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Juli" geschrieben. 30.07.2020

      Hier ist es halt einfach sautrocken und heiß. Wenn ich nicht zweimal die Woche die jungen Bäume gieße, gehen die mir ein, zumal der Boden ohnehin recht karg und flachgründig ist. Auch der Läusedruck war bis vor kurzem noch sehr hoch und machte den Pflanzen zu schaffen.

      Ein Teil der Jungreben macht sich recht gut - besonders die Senator Burdaka, aber auch eine Baikonur und eine Liwia. Die anderen brauchen hingegen wohl noch ein drittes Jahr, bis sie die entsprechende Stärke für den Stockaufbau haben.

      Die älteren Reben hängen eigentlich gut voll, aber irgendwie wollen die Beeren nicht so wirklich wachsen. Wahrscheinlich ist es einfach zu trocken, weil große Entwicklungssprünge hab ich nur gesehen, wenn's mal geregnet hat. Auch die wenigen Pfirsiche wollen nicht wachsen. Das gibt walnussgroße Steinfrüchte ohne Fruchtfleisch. Dafür haben wir hier heuer ein gutes Apfeljahr.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Juli" geschrieben. 17.07.2020

      Es ist immer wieder erstaunlich, wie nach einem Regen die Trauben plötzlich deutlich anwachsen und die Triebe in die Höhe schnellen. Das Gleiche lässt sich auch bei den Tomaten beobachten. Sowas bekommst Du mit der Gießkanne gar nicht hin

      Mit Oidium sprich Echtem Mehltau hatte ich bislang noch keine Probleme. Dafür stehen die Reben einfach zu windoffen, als dass sich da groß die Hitze staut. Auf was ich hier weit mehr achten muss, ist Peronospora. Da hab ich dieses Jahr bislang einmal gespritzt.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Juni" geschrieben. 01.07.2020

      Hier macht sich natürlich negativ bemerkbar, dass die ersten Gescheine am 12. Mai alle erfroren sind (sind alle verrieselt). Danach haben die größeren Stöcke wieder aus allen Ritzen ausgetrieben, so dass man erst mal wieder ein Großteil der Triebe ausbrechen bzw. entspitzen durfte. Die jetzigen Gescheine sind wohl auf dem selben Entwicklungsstand wie die von Dietmar. Die Käppchen sind soweit runter und die Gescheine fangen an zu blühen.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Juni" geschrieben. 24.06.2020

      Irgendwie ist es schon etwas ärgerlich, dass drei der sechs Jungreben, die ich letztes Jahr gekauft hab, nicht ausgetrieben haben. Das waren just die beiden Senator Pawlowski und die Düschina. Und nebenbei hat sich auch noch die Preobraschenie vom Jahr zuvor verabschiedet, die ebenfalls nicht ausgetrieben hat.
      Ich kann jetzt nicht sagen, ob es die Trockenheit oder der Frost war, weil es die anderen ja auch gepackt haben - selbst eine, mit der ich so gar nicht mehr gerechnet hab, weil die schon im Herbst kaum gewachsen ist.

      Sehr gut machen sich hingegen die Kinscher (das erste Jahr, dass sie so richtig wächst, war ne sehr schwache Pflanze bei der Pflanzung), die Senator Burdaka (trotz dessen, dass der Haupttrieb am 12. Mai erfroren ist), die Landisch und die Liwia. Die Baikonur könnte hingegen etwas besser wachsen.

      Letzte Woche gab es neben einem NPK-Dünger mit Spurennährstoffen und etwas Bittersalz auch ein erstes Fungizid, weil es nach dem üppigen Regen ja doch sehr schwül war und die Frumoasa Alba schon wieder erste Anzeichen von Pero hatte. Da ich ja immer in den späten Abendstunden Pflanzenschutz betreibe und nicht in der prallen Mittagssonne wie andere, gab es auch keine Blattschäden sondern eher einen Vitalisierungseffekt.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Mai" geschrieben. 24.05.2020

      Zitat von Vorderpfälzer im Beitrag #105
      Zitat von Thomas im Beitrag #104
      Aber (fast) alle treiben unten von der Veredelung aus, nur die wenigsten aus einem Auge vom letztjährigen Trieb.


      Na dann kannst du sie auch kurz darüber abschneiden.


      Wenn das Holz vom einjährigen Trieb nicht stark genug ist, treiben sie an den dort sich befindenden Knospen einfach nicht aus. Du hast recht, im Prinzip könnte man bis auf die unterste Knospe zurückschneiden und lässt darüber nur 3-4cm stehen, damit nicht auch die unterste Knospe, die eventuell noch austreibt, eintrocknet.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Mai" geschrieben. 23.05.2020

      Letzte Woche war ich noch mehr oder weniger am Verzweifeln wegen der ganzen Frostschäden
      Jetzt, zwei Wochen später, keimt doch wieder Hoffnung auf, weil viele totgeglaubte Setzlinge vom letzten Jahr doch noch austreiben - die beiden Landisch kommen, die beiden Baikonur, die Liwia und die Kinscher treiben auch wieder aus, und bei der Preobraschenie, bei der ich 2cm vom Stängel abgeknipst hab, sind die Leitbahnen auch noch grün, sprich auch die lebt noch. Aber (fast) alle treiben unten von der Veredelung aus, nur die wenigsten aus einem Auge vom letztjährigen Trieb.

Empfänger
Thomas
Betreff:


Text:
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Der Anbau von Tafeltrauben in Deutschland ist gar nicht schwierig und unmöglich, es liegt nicht an der Rebe, dem Wetter oder dem Boden, es ist eine Frage des Wollens, denn die Tafelrebe, eigentlich eine Liane, hat keine großen Ansprüche an den Boden. Sie ist starkwüchsig und an einem sonnigen Platz, mit dem richtigen Schnitt und ein bisschen Pflege wird sie uns mit ihren Trauben belohnen. Für kältere Lagen gibt es frühreifende Sorten die mit weniger Sonnentagen genauso zurechtkommen wie mit halbschattigen Standorten. Es gibt mittlerweile pilzwiderstandsfähige Reben, sogenannte PIWI Reben, die weniger Behandlung benötigen. In diesem Sinne, schauen Sie in unser Forum herein und lassen Sie sich inspirieren. Ihre Fragen und Diskussionen sind hier willkommen!


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