Tafeltrauben - Diskussionsforum
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Thomas
Beiträge: 63 | Punkte: 215 | Zuletzt Online: 16.07.2019
Wohnort
Bad Mergentheim
Registriert am:
20.02.2018
Geschlecht
männlich
    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Duaxo" geschrieben. 20.06.2019

      Zitat von Dietmar im Beitrag #1
      Duaxo ist ein frei verkäufliches systemisch wirkendes Fungizit gegen Oidium und somit, so weit mir bekannt, das einzige frei verkäufliche. Systemisch wirkende Fungizite sind vor allem vorteilhaft in der zweiten Vegetationshälfte, da dann eine beidseitige Benetzung der Blätter (Dichte der Laubwand) und der Trauben (Organzabeutel) nicht mehr möglich ist. Für Pero gibt es das systemisch wirkende Phosfik und für Botrytis das systemisch wirkende Teldor (nur einmal pro Saison), so dass mit Duaxo die "Lücke" geschlossen werden könnte.

      Duaxo hat aber einen Haken: Es ist im Weinbau nicht zugelassen, aber für diverse Obstarten, z.B. Kirschen. Die Wartezeit beträgt 28 Tage. Der Wirkstoff ist Difenoconazol. Resistenzmanagement: Wirkstoffgruppe G, nur 2 x pro Saison anwenden!

      Der gleiche Wirkstoff ist in einem für den Weinbau zugelassenen Mittel gegen Oidium enthalten: in Dynali. In Dynali ist ein zweiter Wirkstoff enthalten: Cyflufenamid, wahrscheinlich, um eine Resistenz zu behindern.

      Frage: Wenn der gleiche Wirkstoff in einem für den Weinbau zugelassenen Fungizid enthalten ist, würdet Ihr dann Duaxo für Eure Reben einsetzen?





      Difenoconazol ist schon ein älteres Triazol, das in der Landwirtschaft eigentlich nur noch in ein paar wenigen Rapsfungiziden von Syngenta zum Einsatz kommt. Ein Mehltaumittel ist das eigentlich nicht - anders als das Cyflufenamid, das auch eine längere protektive Wirkung hat. Gleichwohl wird man wegen der guten systemischen Eigenschaften aber immer auch ein Triazol mit in die Mischung nehmen, weil Triazole sich bis ins Meristem verlagern und "mitwachsen". Natürlich tritt dabei (neben dem allg. metabolischen Abbau des Wirkstoffs) auch ein Verdünnungseffekt ein, weil sich mit dem Wachstum der Pflanze der Wirkstoff auf eine immer größere Blatt- und Wurzelmasse verteilt.

      Einen Anfangsbefall wirst Du sicher auch mit Duaxo bekämpfen können. Bei nem stärkeren Befall sollte aber auch ein Mehltaupartner zum Einsatz kommen.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Duaxo" geschrieben. 20.06.2019

      Zitat von Nexus95 im Beitrag #5
      Hier in Spanien ist von Bayer, mit den Wirkstoff "Bacillus Subtilis", das Produkt "Senerade Max" zugelassen. Weiß jetzt nicht, ob es auch in Deutschland zugelassen ist. Ich vermute aber auch. Für Reben hat "Bacillus Subtilis" eine Wirkung gegen Botrytis. Es hat glaub ich auch eine antibakterielle Wirkung. Da nur in großen Packung, werdet ihr wahrscheinlich einen Sachkundenachweis brauchen, für den kauf.


      Das ist aber kein Fungizid sondern ein Bakterizid, das v.a. gegen Feuerbrand eingesetzt wird. Gegen Oidium (Echter Mehltau) wird das sicher nicht helfen

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Juni 2019" geschrieben. 09.06.2019

      Zitat von jakob im Beitrag #12
      Zitat von Thomas im Beitrag #10
      Am meisten Wuchs steckt derzeit in der Senator B. Die ist wirklich klasse.


      Das ist diese blöde Senator B wo nicht wachsen wollte?



      Genau die!
      An dieser einen dicken Knospe, die ich die ganze Zeit im Auge hatte, ist aber auch gar nichts gekommen. Dessen ungeachtet hat sie still und heimlich unten an der Veredelungsstelle ausgetrieben.

      Aber auch die von den Gänsen abgeknabberte Liwia, bei der das Stängelchen beim leichten Anschneiden im Mai noch grün war, hat ausgetrieben. Eingegangen ist aber höchstwahrscheinlich die andere Liwia, die beiden Dolgoschdani und eine der beiden Preobraschenie. Ohne den Frost im Mai hätte ich 10/10, so sind es leider nur 6/10 geworden. Da werde ich wohl im Sommer nachpflanzen müssen. Aber so eine kalte Nacht im Mai hatten wir die letzten 20 Jahre nicht mehr. 2017 war es der 20. April (17 Tage früher).

      Erfreulicherweise haben an den älteren Reben (Arkadia, Pölöskei, Frumoasa Alba) sämtliche Knospen wieder ausgetrieben. Da durfte ich neulich schon wieder was ausbrechen.
      Ich will auch nicht klagen, weil die landwirtschaftlichen Kulturen dieses Jahr einfach toll aussehen. Da fallen so kleinere Rückschläge nicht so ins Gewicht. Es ist noch genug da, was das Herz erfreut.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Juni 2019" geschrieben. 04.06.2019

      Ich meld mich auch mal wieder, nachdem ich den Schock, den die Nacht vom 6. auf den 7. Mai bei mir hinterlassen hat, so ein bisschen verdaut hab. Da ist bei -5°C so ziemlich alles abgefroren - sämtliche Tomaten, Paprika, Zucchini, die Blätter der Nussbäume - und leider auch der Neuaustrieb der Reben.

      Dass die älteren Rebstöcke überleben, war irgendwie klar. Ich dachte allerdings, ich müsste mich von den langen Kordonarmen trennen, weil da keine Knospe mehr austreibt, aber dem war GsD nicht so. Da ist noch Leben drin.

      Bei den Neupflanzungen bin ich mir noch nicht so wirklich sicher, was überlebt hat und was nicht. Den Wiederaustrieb gab es bislang bei der Senator Burdaka, den beiden Beikonur, der Kinscher und zumindest einer Liwia und einer Preobraschenie. Nur die beiden Dolgoschdani sind wahrscheinlich hinüber. Bei einer Preobrashenie und einer Liwia bin ich mir noch nicht sicher.

      Aber alle treiben am Veredelungsknoten aus und nicht mehr am letzjährigen dünnen Holz. Das scheint überall abgefroren zu sein. Am meisten Wuchs steckt derzeit in der Senator B. Die ist wirklich klasse.


      P.S.: Das auf dem Bild ist definitiv eine Wanze.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Mai 2019" geschrieben. 06.05.2019

      Zitat von HeideTraube im Beitrag #15
      Bei uns waren heute morgen -3 Grad
      Trotz flies und teilweise Pappe bei den Reben an der Hauswand sind etwa 30% der Triebe erfroren.
      Das sollte allerdings schon die kälteste Nacht gewesen sein.
      Für morgen sind 2 Grad und am Dienstag nochmal 1 Grad angesagt.
      Dann solte es erst mal erledigt sein mit der Frostgefahr .


      Das werden wohl für dieses Jahr die Eisheiligen gewesen sein - wenn auch ne Woche früher als sonst.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Mai 2019" geschrieben. 06.05.2019

      Na ja, allzu prickelnd sehen meine Tomaten auch nicht aus. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, die hätten nicht gelitten, aber die Schäden sieht man immer erst einige Stunden später. Ich bin aber dennoch guter Dinge, dass die sich wieder berappeln.
      Den anderen Pflanzen ist nichts passiert. Die Paprika und die Engelstrompeten scheinen doch nen Ticken weniger frostempfindlich zu sein. Allerdings stehen die auch etwas höher und nicht da, wo sich die Kälte staut.

      Auch bei der weiter entwickelten Preobrashenie haben sich die Blattadern etwas dunkel gefärbt - etwas, was ich bereits letztes Jahr im Herbst nach einer Frostnacht entdecken konnte, aber die Pflanzen haben sich alle wieder berappelt.

      Jedenfalls könnte es langsam mal wieder etwas wärmer werden!

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Mai 2019" geschrieben. 05.05.2019

      Zumindest die erste Nacht scheint einigermaßen glimpflich und ohne Pflanzenausfälle vorübergegangen zu sein. Wir hatten 0,5 Grad minus und auf den Tomaten lag ne dünne Eisschicht von den gestrigen Niederschlägen. Und auch die Wassertropfen auf dem Spalierdraht waren leicht gefroren. Mag sein, dass ein paar ältere bodennahe Blätter draufgehen, aber das Herz bzw. die jungen Bläter sind noch unbeschadet.

      Noch wichtiger aber - auch den Reben ist nichts passiert. 2017 sah das schon deutlich schlimmer aus. Da war so ziemlich alles Matsch

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Mai 2019" geschrieben. 03.05.2019

      In der heutigen Wettervorhersage ist man mit den Tiefstwerten auf 2 Grad hochgegangen, was wohl schlimmstenfalls auf Temperaturen um den Gefrierpunkt hinauslaufen wird.

      Viel tiefer sollte es aber auch wirklich nicht gehen, weil ich so ziemlich alles schon ausgepflanzt hab, was vergleichsweise frostempfindlich ist (Tomaten, Paprika, Zucchini, Engelstrompeten). Das wäre ne Riesenpleite, wenn ich mich von dem all dem wegen 1-2 kalten Nächten verabschieden müsste, zumal ich auch noch alles selber vorgezogen hab.

      Die Reben machen mir von Tag zu Tag mehr Spaß. Jetzt ist auch bei der blöden Senator die Knospe aufgepflatzt. Am meisten Wuchs steckt bislang in der Preobrashenie. Allerdings frage ich mich, ob ich die überzähligen Triebe nicht etwas zu früh ausgebrochen hab angesichts der Frostgefahr.
      Überraschend positiv zeigt sich übrigens auch diese Kinscher, die letztes Jahr noch nicht mal Streichholzstärke hatte, weshalb ich auch nur die Knospe an der Basis berücksichtigen konnte. Das Gleiche bei der einen Liwia mit der schlechten Holzreife. Die hat auch nur ganz unten an der Basis ausgetrieben, während das letztjährige Holz weitestgehend abgefroren ist. Die musste ich auch ganz zurückschneiden.
      Alle anderen treiben an der ersten oder zweiten Knospe des letztjährigen Holzes aus.

      Heute habe ich mit der Sense mal alles freigeschnitten und ein paar Schneckenkörner ausgelegt, weil ich gestern schon welche fand. Diese Biester kann ich nicht an den jungen Trieben gebrauchen.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "Mai 2019" geschrieben. 02.05.2019

      Ich hab heute meine 50 Paprika ausgepflanzt und meine Tomaten sind schon ne gute Woche in der Erde. Ich glaub aber nicht, dass die nen Schaden nehmen, wenn die Lufttemperatur in den Morgenstunden kurzfristig auf 1 - 2 Grad minus runtergeht, wobei die Paprika oftmals etwas kältetoleranter sind als die Tomaten.

      Bei uns sind von Samstag auf Sonntag 1 Grad plus als Tiefsttemperatur gemeldet, was aber nicht heißt, dass es doch noch etwas leicht gefrieren kann. Wir haben allerdings schon Anfang Mai und werden sicher keine 6 Grad minus mehr bekommen wie am 20. April 2017. Insofern sehe ich das alles recht entspannt - auch bei den Trauben.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "April 2019" geschrieben. 28.04.2019

      Wir hatten jetzt am Wochenende den ersehnten Regen mit knapp 18mm, was für einen Wachstumsschub sorgen sollte.

      Von den 10 gepflanzten Jungreben sind mittlerweile 8 ausgetrieben - die beiden Preobrashenie, die beiden Dolgoshdany, die beiden Baikonur, sowie die Kinsher und eine der beiden Liwia. Nur diese blöde Senator Burdaka ziert sich noch etwas, obwohl sie seit Wochen schon ne fette Knospe mit sich rumträgt. Und das Sorgenkind bleibt die abgefressene zweite Liwia. Die Pflanze lebt zwar noch, aber hormonell tut sich da noch nicht sehr viel. Die wird wohl bis Juni brauchen, bis sie austreibt. Das gleiche Spielchen hab ich aber auch schon bei ner Arkadia vom Schmidt erlebt.
      Aber alles in allem bin ich doch recht zufrieden mit der Entwicklung der letzten beiden Wochen.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "April 2019" geschrieben. 19.04.2019

      So wie es aussieht, treiben von den 10 gepflanzten Setzlingen 9 aus. Nur die eine Liwia, die mir die Gänse vom Nachbar runtergefressen haben, ist wohl vertrocknet oder erfroren. Die andere Liwia mit der schlechten Holzreife hat zumindest ganz unten an der Basis noch eine schöne Knospe. Der Rest vom Stängel ist wohl erfroren.

      Ausgeschlagen haben bei mir bislang bloß die beiden Preobrashenie. Die anderen werden wohl noch ein paar Tage brauchen. Die sind einfach noch nicht so weit.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "April 2019" geschrieben. 04.04.2019

      Zitat von jakob im Beitrag #5
      Das ist ja das wertvolle bei der Beikonur! Auch die Liwia wacht später auf.In Regionen wo Spätfröste gibt ist das sehr gute Eigenschaft....


      Jetzt, wo Du's sagst - bei der Liwia ist auch noch nichts von Knospenschwellen oder gar Austrieb zu sehen.

      Aber wenn Du das bestätigst, beruhigt mich das. Man denkt ja immer, da kommt nichts mehr, wenn sich so gar nichts tut, insbesondere wenn die Pflanzen noch so jung sind und noch keine großen Reservestoffe gebildet haben.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "April 2019" geschrieben. 03.04.2019

      So wirklich lange kann's nicht mehr dauern, bis die ersten Reben ausschlagen. Bei den Neupflanzungen ist es wohl die Preobrashenie, gefolgt von der Senator Burdaka und der Dolgoschdani. Die Baikonur lässt sich noch etwas Zeit. Da aber alle Unterlagen gut angewachsen sind, ist das wohl auch nur eine Frage der Zeit.

    • Thomas hat einen neuen Beitrag "März 2019" geschrieben. 14.03.2019

      Zitat von hochrhybadenser im Beitrag #9
      Zitat von erzgebirgler im Beitrag #7
      Hier gibt es Gott sei Dank noch ein paar Imker.In China gibt es große Landstriche ohne Bienen.Dort müssen die billigen Arbeitskräfte in den Obstplantagen auf die Bäume klettern und die Blüten mit einen Staubwedel befruchten.Es klingt wie ein Witz ist aber WIRKLICHKEIT.


      Diese Story kursiert landauf landab im Internet, wenn man mal Zeit hätte müsste man das mal ausgiebig recherchieren. Nur weils einer vom anderen zitiert wirds nicht wahr. In Asien sind bei Aepfeln absolut grosse ebenmässige rosagefärbte Früchte gefragt. Und das möglichst nur von der Sorte Fuji. Also brauchts Pollen von einer anderen Sorte -> Pollen kaufen ! und man meint halt das bei dem händischenbepinseln eine komplettere Befruchtung erfolgt ->vollständige Samenzahl -> grössere , schöner geformte Aepfel. Für die rosa Farbe werden die schönsten àpfel in Papiertüten eingepackt und kurz vor der Ernte wieder ausgepackt, damit sie etwas erröten.
      @Dietmar : wenig Bienen glaub ich, gar keine Bienen ist unwahrscheinlich. Aber die sind clever und stürzen sich auf die Massentrachten. da gehören einzelne Obstbäume nicht unbedingt dazu


      Das wäre zumindest auch eine Erklärung, warum man einen solchen Aufwand betreibt. Es gibt auch Leute, die kleben ihre Äpfel ab, bevor sie ausfärben, um ein Herz- oder Sternmuster zu erhalten.

      Ich hab mir übrigens vor Jahren mal so nen kleinen Knippbaum beim Lidl gekauft (war nur so ein kleines 50cm langes veredeltes Stöckchen). Da war auf dem Etikett ein Jonagold abgebildet. Letztes Jahr habe ich aber herausgefunden, dass das auch ein Fuji ist. Das waren so violettrote, sehr große Äpfel, die ewig nicht reif wurden und die ich erst Mitte November geerntet hab. Für den deutschen Markt ist die Sorte definitiv zu spät. Und wahrscheinlich stammt dieser Setzling auch aus China.

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Thomas
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Der Anbau von Tafeltrauben in Deutschland ist gar nicht schwierig und unmöglich, es liegt nicht an der Rebe, dem Wetter oder dem Boden, es ist eine Frage des Wollens, denn die Tafelrebe, eigentlich eine Liane, hat keine großen Ansprüche an den Boden. Sie ist starkwüchsig und an einem sonnigen Platz, mit dem richtigen Schnitt und ein bisschen Pflege wird sie uns mit ihren Trauben belohnen. Für kältere Lagen gibt es frühreifende Sorten die mit weniger Sonnentagen genauso zurechtkommen wie mit halbschattigen Standorten. Es gibt mittlerweile pilzwiderstandsfähige Reben, sogenannte PIWI Reben, die weniger Behandlung benötigen. In diesem Sinne, schauen Sie in unser Forum herein und lassen Sie sich inspirieren. Ihre Fragen und Diskussionen sind hier willkommen!


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