Tafeltrauben - Diskussionsforum
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Reblaus
Beiträge: 159 | Punkte: 684 | Zuletzt Online: 23.06.2019
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Neustadt an der Weinstrasse
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09.10.2017
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männlich
    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Biologisch-dynamischer Anbau von Tafeltrauben" geschrieben. 23.06.2019

      Mein neuestes Projekt: Biodynamischer Anbau von Gemüse zwischen den Reben. Auf dem 1. Bild sieht man Salat und Wirsing, auf dem 2. Bild Tomaten und Fenchel. Mal gespannt, was daraus wird.

      Das nächste Bild zeigt eine selbst veredelte „Iskra Krulia“ von Winorosl. Die Eltern sind Talisman und Livia. Die Trauben reifen nach 120 Tagen und haben Muskataroma. Die Rebe bringt dieses Jahr das erste mal Ertrag. Da freue ich mich darauf.

      Die nächsten beiden Bilder zeigen mein einziges Sorgenkind. Die einzige Rebe, die – wie im letzten Jahr auch - Mehltau an den Gescheinen aufweist. Und das, obwohl ich dieses Jahr die Gescheine extra frei gelegt habe. Keine andere Rebe zeigt annähernd solche Anzeichen, obwohl ich deutlich anfälligere Sorten habe. Keine Ahnung, was der Grund dafür ist. Ich gebe ihr im kommenden Jahr eine letzte Chance und werde die Gescheine vor und nach der Blüte gezielt mit Schwefel behandeln. Wenn das wieder nix wird, muss diese viel gepriesene Sorte leider weichen. Scheinbar kein Kandidat für den Biodynamiker, was ich sehr bedauern würde.

      Bild 6 zeigt falschen Mehltau an Rischelie mit den typischen Ölflecken, da ich kein Kupfer einsetze. Die Blätter wurden längst entfernt. Handarbeit statt Chemie.

      Bild 7 zeigt meine pilzfesteste Sorte, eigentlich keine Tafeltraube, sondern eine Keltersorte. Es ist eine jüngere „Solaris“, eine schon etwas ältere Neuzüchtung vom Staatlichen Weinbauinstitut in Freiburg. Kleine Trauben, aber relativ lockerbeerig mit hohem Zuckergehalt und fruchtigem Geschmack. Keinerlei Spritzbehandlungen erforderlich und doch kerngesund!


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    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Juni 2019" geschrieben. 18.06.2019

      Paryzanka und Velez im dritten Standjahr. Zum Vergleich ein Riesling aus dem Weinberg. Und ein weiterer Gast im biodynamischen Garten: eine stattliche Blindschleiche beim Mähen auf der Flucht.

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    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Biologisch-dynamischer Anbau von Tafeltrauben" geschrieben. 18.06.2019

      Am Samstag habe ich die gemulchte Gründüngung flach untergefräst. Damit haben meine Reben alle erforderlichen Nährstoffe für dieses Jahr. Im Herbst gibt es noch etwas Kali Magnesia – das war´s.

      Der offene Boden war der richtige Zeitpunkt, um Hornmist auf den Boden auszubringen. Er wird gleichermaßen dynamisiert wie der Hornkiesel. Hornmist erhält man, in dem man Kuhfladen in ein Kuhhorn gibt und ein Jahr lang im Boden vergräbt. Ich selbst vergrabe keine Kuhhörner, da sich das für einen Hobby- bzw. Kleingärtner nicht lohnt. Dafür gibt es einige Betriebe, bei denen man die biodynamischen Präparate fertig kaufen kann. Viele renommierte Weingüter, die sich unter den TOP 100 in Deutschland befinden, z.T. millionenschwere Betriebe, betreiben mittlerweile erfolgreich biodynamischen Weinbau und wenden regelmäßige Hornmist- und Hornkiesel-Spritzungen an, weil sie durch den Erfolg der anderen Weingüter, die schon länger biodynamisch arbeiten, überzeugt wurden. Da lacht keiner mehr über vergrabene Kuhhörner und Mondzyklen. Ich kann auch nicht erkennen, dass diese bodenständigen Winzer, bei denen es um ihre wirtschaftliche Existenz geht, esoterisch angehaucht sind. Erfolg ist halt das beste Argument!

      Nach der Hornmist-Spritzung wurde die Winter-Gründüngung eingesät. Der Versuch mit dem Anbau von Knoblauch zwischen den Reben ist übrigens trotz vielversprechendem Beginn erneut nicht gelungen. Beim anschließenden Ruten stecken wurden gleich die Blätter entfernt und entsorgt, die aufgrund der Regenfälle der letzten Wochen zwangsläufig mit falschem Mehltau befallen waren. Damit wird ohne den Einsatz chemischer Mittel oder Kupfer versucht zu vermeiden, dass sich die Primärinfektion auf weitere Blätter überträgt (Sekundärinfektion). Im letzten Jahr hat das auch schon sehr gut funktioniert. Ich versuche so wenig Schwefel wie möglich gegen den echten Mehltau und wenn es irgendwie geht keinen Kupfer gegen den falschen Mehltau einsetzen. Beides ist zwar für den Bio-Anbau offiziell zugelassen, aber mein Anspruch ist, weitestgehend ohne diese Mittel auszukommen. Befallen werden meiner Beobachtung nach immer nur wenige der alten Blätter der weniger resistenten Sorten (z.B. Velika, Viking, Pölöskaj M., Viktor, KM Lutschistii usw.). Die übrigen Reben bzw. Blätter zeigen, wie im letzten Jahr, noch keinen Befall. Ob das bei den immer wiederkehrenden Regenschauern so bleibt, bleibt abzuwarten. Ich freue mich jedenfalls auf diese Herausforderung, bei der sich die biodynamische Methode beweisen muss. Eine Ausnahme bilden leider einige der im Frühjahr frisch gepflanzten Reben. Sie zeigen einen stärkeren Befall, da noch keine ausreichende Widerstandskräfte gebildet sind. Deshalb gab es heute wieder einen Tee aus Kompost, Wurmhumus, Hefe, Ackerschachtelhalm und wenig Molke zur Stärkung.

      Anbei noch ein Bild von einem schönen Hirschkäfer, der in meinen Reben übernachtet hat.


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    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Juni 2019" geschrieben. 10.06.2019

      Hier ein paar Bilder vom Biodynamiker. Mal sehen, was daraus wird. Die kommenden Tage, wenn die Reben blühen, sind immer wieder Schauer angesagt. Das wird den Trauben zusetzen.|addpics|hus-2f-7e23.jpeg,hus-2g-b7c0.jpeg,hus-2h-7900.jpeg,hus-2i-a1de.jpeg,hus-2j-5080.jpeg|/addpics|

    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Juni 2019" geschrieben. 10.06.2019

      Bei uns gibt es so gut wie nie Hagel. Wir haben einen Verein zur Hagelabwehr.

      https://vereinhagelabwehr.de/

      Die sorgen mit ihren Fliegern dafür, dass die Winzer und Obstbauern in unserer Gegend i.d.R. vom Hagel verschont bleiben. Und ich profitiere auch davon.

    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Biologisch-dynamischer Anbau von Tafeltrauben" geschrieben. 08.06.2019

      Ja, ist es die Kräuselmilbe. Die Kräuselmilbe verursacht i.d.R. sehr überschaubare „Schäden“, die die Reben im Wachstum nicht sonderlich stört. Deshalb ist eine Bekämpfung i.d.R. nicht unbedingt notwendig. Sie gehört zum Ökosystem der Reben dazu und dient der sehr nützlichen Raubmilbe als Nahrung. Problematisch kann diese Milbe allerdings im Frühjahr beim Austrieb werden, vor allem bei jungen Reben. Hier hilft beim Biodynamiker ein Rainfarn-Wermut-Tee, der schon im Wollestadium gespritzt wird. Ich habe bislang nichts unternommen, da die Schäden sehr gering sind.

      Sollte diese Milbe tatsächlich Schäden verursachen, wodurch das Wachstum nennenswert und sichtbar beeinträchtigt wird, kann man sie auch durch gezielte Schwefelspritzungen, ebenfalls bereits ab dem Wollestadium, in Schach halten. Oder man setzt gezielt Raubmilben in die Reben. Schwefel verschont übrigens die Raubmilben.

      Aufgrund der Erfahrung aus dem Vorjahr, wo mir der Frühjahrsregen bei einigen Gescheinen Ausfälle durch Mehltau verursacht hat, habe ich heute der Kompostteespritzung, die auch einen Rainfarn-Wermut-Tee enthält, prophylaktisch etwas Schwefel zugegeben, aber nur ein Bruchteil der vorgeschriebenen Menge. Damit schlage ich – eigentlich ungewollt - zwei Fliegen mit einer Klappe, ohne dass es bzgl. der Kräuselmilbe bei mir wirklich notwendig wäre.

    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Biologisch-dynamischer Anbau von Tafeltrauben" geschrieben. 03.06.2019

      Gestern habe ich die Ruten meiner Reben zwischen die Drähte gesteckt und gleichzeitig geordnet. Um zu gewährleisten, dass die Blätter von beiden Seiten von den biologischen Spritzungen maximal gut erreicht werden können, werden die einzelnen Triebe per Hand nach Bedarf am Drahtgerüst nach links und rechts verschoben und ggf. mit Bindematerial fixiert. Beim kommenden Durchgang haben sich die Triebe dann mittels ihrer Ranken eigenständig genau dort verankert, wo ich sie haben will und ich kann die Fixierung lösen und die Triebe entsprechend ihrem Wachstum auf der nächsten Drahtebene verschieben, ggf. fixieren usw. Das macht zwar etwas Arbeit, aber die Ruten stehen den ganzen Sommer bis in den Herbst schön nebeneinander und nicht hinter- oder wild durcheinander. So erzeuge ich eine gut zu bearbeitende und vor allem luftdurchlässige Laubwand. Die Blätter trocknen nach Regenfällen leichter ab und man erreicht die Blätter bei den Spritzungen besser, was die Mehltaugefahr deutlich verringert. Wie das Ganze aussieht, sieht man auf Bild 1 (Kordon) und Bild 2 (Quadrat-Erziehung).

      Die sichtbar gut aufgelaufene Gründüngung wurde ebenfalls gestern niedergewalzt, damit die Wasserkonkurrenz für die Reben und die Pilzgefahr für die Gescheine verhindert wird (Bild 3) Das hatte ich letztes Jahr versäumt, was zu Fäulnis und Mehltau an den niedrig hängenden Gescheinen geführt hat. Nächste Woche wird das Ganze gemulcht und eine Woche später, nach Beendigung der Rebblüte, untergefräst. Dann beginnt die Mineralisierung der Gründüngung und steht der Rebe ab Beginn der Beerenbildung bis zum Traubenschluss zur Verfügung. Bis dahin ist die nächste Gründüngung aufgegangen und nimmt hoffentlich die Nährstoffe wieder aus dem Boden auf, damit die Reben nicht so viel abbekommen. Zu viele Nährstoffe schaden nämlich der Beerenreife. Das Ganze ist immer ein Glücksspiel, je nachdem ob es viel oder wenig regnet.

      Ich hatte ja im Herbst letzten Jahres geschrieben, dass ich bei den Reben, die z.T. jahrelang vor sich hingemuckert haben, weil ich sie zu früh und zu stark belastet hatte, einfach den Kopf abgeschnitten und nur drei Augen zum Austrieb stehen gelassen habe, um einen Neuaufbau durchzuführen, so wie man das normalerweise bei Reben im 2. Standjahr macht. Das hat zugegebenermaßen einige Überwindung gekostet, da eine eigentlich fertige Rebe fast wieder auf Null zurückgesetzt wurde. Auf den drei Beispielbildern sieht man nun das Ergebnis. Die Reben haben wie gewünscht wunderbar und stark neu ausgetrieben. Der Neuaufbau ist gelungen. Bild 5 zeigt Podarok Zaparoziu mit zwei neuen Trieben, Bild 4 Murometz und Bild 6 Wostorg aus 2013 mit jeweils drei starken neuen Trieben. Es darf sich dieses Jahr max. ein mittleres Geschein entwickeln, damit die Kraft in den Holzaufbau geht und die Rebe durch die Fruchtausbildung nicht erneut zu stark belastet wird. Fazit: es war genau die richtige Entscheidung. Statt den Reben noch weitere Jahre beim dahinvegetieren zuzuschauen und sich zu ärgern, erhalte ich nun innerhalb von drei Jahren eine leistungsfähige Rebe. Es gingen zwar 2-3 Jahre Ernte verloren, aber dafür habe ich für die kommenden 20-25 Jahre eine starke Rebe gewonnen.


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    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Biologisch-dynamischer Anbau von Tafeltrauben" geschrieben. 03.06.2019

      Gestern war ein perfekter Tag, um dynamisierten Hornkiesel auszubringen. Volle Sonne den ganzen Tag über, dazu noch Neumond. Soweit möglich, richte ich mich nach den Mondphasen, aber auch nur dann, wenn es passt. Beruf, Familie, Urlaub und vor allem das Wetter lassen es halt nicht immer zu.

      Dazu wird ab 05:00 Uhr morgens etwa ein halber Kaffeelöffel Hornkiesel in ca. 10 Liter abgestandenes (reicht für 500 qm) und auf ca. 38°C erwärmtes Wasser eine Stunde lang dynamisiert. Man rührt mit einem Rührstock aus Holz das Wasser kreisförmig schnell erst in die eine Richtung, bis sich in der Mitte ein tiefer Kegel bildet und dann schlagartig in die andere Richtung. Der Kegel wird dabei zerstört und ein neuer Kegel in der anderen Richtung aufgebaut. Durch das Zerstören des Wasserkegels wird im Wasser ein Chaos erzeugt und das Hornkieselpulver vermischt sich optimal mit den Wassermolekülen. Nach einer Stunde Rühren wird das dynamisierte Wasser, bevor die Sonne ihre Kraft entfaltet, innerhalb einer Stunde auf die Reben gespritzt.

      Es hat was, so früh alleine im Garten den Tag zu begrüßen. Hornkiesel steigert Aroma und Haltbarkeit der Früchte , ordnet und reguliert den Pflanzenstoffwechsel, regt das Wachstum an und steigert die Blühfreudigkeit. Die Wirkung kann bis heute wissenschaftlich nicht bewiesen werden, aber Bio-Gemüse - und Obstbauern auf der ganzen Welt, die die biodynamische Bewirtschaftung anwenden, schwören auf die biodynamische Methode und sprechen von deutlich robusteren Pflanzen, stärkerem Wurzelwachstum und besseren Ernteergebnissen. Wer übrigens samstags auf dem Markt Biogemüse und Bioobst bei einem Demeterbetrieb kauft sollte wissen, dass für Demeterbetriebe die biodynamische Arbeitsweise verpflichtend ist. Für mich ist es eigentlich ausreichend, wenn jemand biologisch gärtnert, aber die biodynamische Bewirtschaftung ist das Tüpfelchen auf dem „i“. Warum nicht, wenn es funktioniert?|addpics|hus-28-db4d.jpeg|/addpics|

    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Schädlinge " geschrieben. 07.05.2019

      Der Typ, der Deine Rebenblätter einrollt, heißt „Rebstecher“. Er ist ein Rüsselkäfer. Man nennt ihn auch Zigarrenwickler. Es ist ein ca. 5 mm kleiner flugfähiger Käfer. Die Weibchen nagen den Stiel der Blätter an, so dass diese absterben und welk nach unten hängen. Dann rollen sie die Blätter mühsam über mehrere Stunden hinweg zu einer zigarrenähnlichen Form und legen ihre Eier darin ab. Die eingerollten Blätter fallen dann irgendwann ab und die geschlüpften Larven fressen die vermoderten Blätter. Danach verpuppen sie sich und schlüpfen im Spätsommer. Auch hier handelt es sich eher um Einzeltäter, die nicht gezielt bekämpft werden sollten.

    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Biologisch-dynamischer Anbau von Tafeltrauben" geschrieben. 04.05.2019

      Dieses Jahr beginnt schwierig für den Biodynamiker. Die letzten paar Wochen hat es immer wieder in kurzen Zeitabständen geregnet. Heute habe ich direkt nach dem Regen die Chance genutzt und die zweite Sommer-Spritzung durchgeführt. Gespritzt wurde Komposttee, Molke, Ackerschachtelhalmextrakt und Effektive Mikroorganismen. Das Sprühmolkepulver (Bild 1) habe ich mir im 25 kg-Sack besorgt. Die Menge reicht und hält auch genau zwei Jahre bei mir. Was ich im Moment nicht einschätzen kann, ob bei diesem miesen Wetter der falsche Mehltau schon Einzug in die Blätter gehalten hat. Da muss ich die nächste Woche genau hinschauen und abwarten.

      Da ich die Eisheiligen gem. Wettervorhersage nicht mit Frost erwarte, habe ich bereits alle Reben ausgebrochen. Bei den diesjährig gepflanzten Reben wurde bis auf einen Trieb ebenfalls alles ausgebrochen und die Triebe angebunden. Zusätzlich wurden alle Gescheine abgeknipst, damit sich keine Trauben entwickeln. Mittlerweile bin ich vernünftig geworden, die Gier hat keine Chance mehr.

      Ich habe mal verschiedene Entwicklungsstadien fotografiert:

      Bild 2: Hier sieht man aus dem Kindergarten „Nowy Wostorg Krasny“ von Mariusz Chryk aus Polen. Die meisten hier im Forum sind der Meinung, dass insbesondere junge Reben chemisch gespritzt werden müssen. Ich sehe das nicht so. Meine Reben werden, wie man sieht, schon von ganz klein auf auf Bio getrimmt. Dass ich damit gute Erfahrungen gesammelt habe, sieht man auf den nächsten Bildern.

      Bild 3 und 4: hier sieht man „Riezakija Rannaja“, selbst veredelt aus Setzlingen von Winorosl. Die habe ich 2017 veredelt, ist aber im gleichen Jahr scheinbar abgestorben und noch im Topf auf den Rebenfriedhof in die Ecke gewandert. Im Juni 2017, exakt ein Jahr nach der Veredelung, hat sich plötzlich eine winzige Knospe gezeigt und sie ist von den Toten auferstanden. Diese Jahr treibt sie nach Rückschnitt auf zwei Knospen zu meiner Freude stark aus. Never give up!

      Bild 5: Hier sieht man aus der Grundschule „KM Citronii“ vom Schmidt im zweiten Jahr. Sie hatte im letzten Jahr gegen Ende etwas Mehltau, was ihr aber nicht geschadet hat. Dieses Jahr darf sie vorschriftsmäßig drei Triebe tragen und ein Geschein zur Probe entwickeln.

      Bild 6: als weiteres Beispiel aus der Grundschule „Darija“ von Antonino im dritten Jahr. Sie darf vier Triebe tragen und ein Geschein zur Probe entwickeln.

      Bild 7: Hier seht man aus der weiterführenden Schule „Tara“ mit sehr gutem Geschmack vom Schmidt im 3. Jahr. Hier hat es im letzten Jahr nur zu einem kleinen „c“ gereicht. Der Kordon war kurz aber stark und trägt aktuell fünf starke Triebe. Je nachdem, wie sich „Tara“ die kommenden Wochen zeigt, nehme ich noch einen Trieb weg. Da ich auch Trauben von „Tara“ essen will, dürfen sich je nach Entwicklung insgesamt 2-3 Gescheine entwickeln.

      Bild 8 und 9: Hier sieht man „Valentine“ vom Jakob mit tollem Muskatgeschmack im 3. Jahr. Eine starke Rebe. Deswegen habe ich ein kleines „c“ und ein halbes Quadrat geformt. Die Triebe am Ende sind an der Basis schon mehr als halb so dick wie mein Finger. Deswegen darf sie oben fünf und unten vier Triebe tragen und insgesamt 2-3 Gescheine entwickeln. Mal sehen ob sie das alles packt.

      Bild 10: Hier sieht man „Wostorg“ vom Schmidt. Ein älterer aber wegen zu früher Belastung schwacher Geselle vom Schmidt. Hier hat es nur zum kleinen „c“ gereicht. Der Kordon ist auch nicht allzu stark. Hier stehen aktuell vier Triebe. Die dürfen sich, aber nur wenn die Triebe stark wachsen, mit insgesamt 1-2 Gescheinen entwickeln. Ansonsten werden die Gescheine abgeknipst.

      Bild 11: aus dem Kindergarten „Djuzina“ vom Jakob. Treibt normal aus. Sie wird dieses Jahr mit einem Trieb ohne Geschein auf Bio umgestellt und könnte wie immer, wenn Chemiekinder auf Bio umgestellt werden, gegen Saisonende kränkeln. Nächstes Jahr ist sie aber dann, so wie es aussieht, fit um drei Triebe zu tragen.

      Da ich viele Konstellationen bei der Quadrat-Erziehung habe, kann ich dieses Jahr viel experimentieren und schauen, wie die einzelnen Reben auf meine Maßnahmen reagieren. Das gibt ein spannendes Jahr.

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    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Sortenhitliste" geschrieben. 04.05.2019

      Ich kann Dich zwar vollends verstehen, aber von jedem im Forum eine TOP 10 abzufragen bringt nichts. Danach wärst Du so schlau als wie zuvor. Das wäre so als würde man fragen, welches seiner Kinder man am meisten liebt. Also ich liebe alle meine Reben und freue mich auf den jeweiligen Zeitpunkt, wenn sie endlich reif sind zum Verkosten. Und jede Sorte schmeckt individuell anders! Hier im Forum hat auch jeder seine eigenen Vorlieben. Und im kommenden Jahr sieht das ganz sicher wieder anders aus, wenn die nächsten Jungreben vom vorletzten Jahr ihre ersten Trauben tragen...

      Ich jedenfalls freue mich schon heute darauf, wenn es im Herbst wieder neue Sorten gibt. Merke: das Bessere ist der Feind des Guten.

    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Richtiger Zeitpunkt für Rebschnitt " geschrieben. 28.04.2019

      Zitat von jakob im Beitrag #41

      Das frisst meine Reben.



      Das was da Deine Reben frisst ist die Raupe der Achateule. Charakteristisch ist der helle Strich am Rücken. Die Achateule ist ein Nachtfalter. Die Raupe frisst alles mögliche, u.a. leider auch Blätter von Obstbäumen und Reben. Ich glaube jedoch nicht, dass diese Raupen in größerer Anzahl bei Dir auftreten. Man kann sie einfach woanders hinsetzen z.B. Auf eine Brennessel oder Löwenzahn, dann frisst sie dort weiter...

    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Herstpflanzung oder Frühjahr?" geschrieben. 28.04.2019

      Für alle diejenigen, die demnächst eine größere Anzahl Reben pflanzen möchten, hatte ich heute das Glück, mal eine professionelle Rebenpflanzmaschine bei der Arbeit zu fotografieren. An einem Traktor hängt die Pflanzmaschine, die von zwei Arbeitern bestückt wird. Der linke legt die Pflanzstäbe in eine Art Windmühlenrad ein, der rechte die wurzelnackte Rebe (siehe orangener Handschuh). Die Maschine öffnet vorne die Erde, die Arbeiter bestücken laufend das sich drehende windmühlenartige Rad, das Pflanzstäbe und Rebe in die Erde führt und dahinter schließt die Maschine die Erde wieder. Der Traktor ist voll GPS-gesteuert, d.h. es werden nur die Koordinaten der vier Grundstücks-Grenzsteine eingegeben sowie der Reihenabstand, den Rest erledigt der Computer. Es muss nichts mehr aufwendig ausgemessen werden. Die Maschine errechnet alles selbst und setzt die Reben satelitengesteuert auf den Zentimeter genau in die Erde. Auch die Rebpfähle werden in den kommenden Tagen GPS-gesteuert maschinell gesetzt. Der Traktor fährt mit ca. 5 km pro Stunde etwa so schnell wie ein Mensch beim Wandern läuft. Mit dieser Geschwindigkeit wurde dieser Wingert von drei Menschen in ca. 2 Stunden komplett bepflanzt, wo früher viel mehr Menschen mehr als einen Tag dafür benötigt hätten. So eine Maschine schafft bis zu 2 Hektar pro Tag, das sind ca. 10.000 Reben.|addpics|hus-1r-81a0.jpeg,hus-1s-6897.jpeg,hus-1t-afe5.jpeg,hus-1u-ee3a.jpeg|/addpics|

    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "April 2019" geschrieben. 28.04.2019

      Die Reben wachsen aktuell wie verrückt. Das warme Osterwetter hat einen unheimlichen Schub gegeben. Hier zwei Beispiele. Einmal eine junge Katrusja, bei der in Höhe des unteren Drahts drei Triebe austreiben dürfen und einmal eine ältere Walök, die zu einem Quadrat erzogen wird, bei der die Rute allerdings nur zu einem „C“ gereicht hat. Da ich mir nicht sicher war, wie die Augen bei so einem langen Trieb austreiben, habe ich ein paar Augen mehr stehen lassen. Da aber die Triebe schon so weit sind und ich gelesen habe, dass die Eisheiligen in diesem Jahr mutmaßlich zu keinem Frost führen werden, werde ich bereits anfangen, die überzähligen Triebe auszubrechen, sonst verliert die Rebe zu viel Kraft. Bei der Walök z.B. sollen am Ende nur 3-4 Triebe stehen bleiben. Ist zwar ein Risiko, aber das gehe ich dieses Jahr ein.|addpics|hus-1p-660d.jpeg,hus-1q-e6b3.jpeg|/addpics|

    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Biologisch-dynamischer Anbau von Tafeltrauben" geschrieben. 22.04.2019

      Am letzten Samstag habe ich noch bei 8° C und Schneetreiben die Gründüngung gemulcht. Ein Bild zeigt, wie hoch das nährstoffreiche Grünzeug gewachsen ist. Gestern wurde sie bei sonnigen 23° C zusammen mit dem modifizierten Kompost, den ich vor dem Winter angesetzt habe und anaerob habe verrotten lassen, ausgebracht und zusammen mit Urgesteinsmehl und ein wenig KaliMagnesia leicht untergefräst. Mitte nächster Woche wird der Boden kurz vor dem angekündigten Regen noch mit EM gespritzt. Dann verarbeiten die Bakterien und die Würmer den Kompost zu Humus und die Nährstoffe stehen den Reben genau zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung.

      Der Kompost besteht aus verrotteten Pflanzenteilen, Rinderdung, Pflanzenkohle, EM und Zeolith. Auf dem Foto sieht man, wie guter fertiger Kompost aussehen soll. Obwohl in den 1.000 Liter Kompost ca. 30 kg Rinderdung mit fermentiert wurden, riecht der Kompost absolut nicht nach Dung, sondern sehr angenehm nach Waldboden. Ein weiteres Bild zeigt, wieviel Kompost ausgebracht wird. Das sind genau zwei Liter pro Quadratmeter. Drei Liter wären auch o.k. Mehr ist für die Reben nicht erforderlich und reicht zusammen mit der Gründüngung vollkommen aus. Die Reben sollen nicht mit zu viel Nährstoffen verwöhnt werden, sonst werden sie schwach und anfällig.

      Danach wurde die Sommergründüngung eingesät. Damit sind meine Reben auch schon versorgt für dieses Jahr. Das Ganze war wieder ein paar Stunden Arbeit, aber am Ende ist es doch wieder ein befriedigendes Gefühl, nicht gegen sondern mit der Natur gearbeitet zu haben. Zum Schluss wurden wie jedes Jahr die effektiven Pheromondispenser ausgebracht, die mir in meinem Rebgarten, der außerhalb der Wingertzone liegt, zuverlässig biologisch den Traubenwickler vom Hals hält. Die Ränder werden etwas enger bestückt, fertig! Kein Spritzen mehr erforderlich.

      Jetzt müssen meine Reben nur noch die Eisheiligen überstehen, dann lässt auch das ungute Gefühl nach, es könnte noch etwas Gravierendes passieren. Aktuell wachsen die Triebe enorm schnell. Lora bildet schon Gescheine aus.

      Euch allen noch frohe Ostern und weiterhin viel Spaß und Erfolg!
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    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Frostschutz" geschrieben. 26.03.2019

      Vielen Dank für die bisherigen Beiträge. Dann werde ich mir, bis mein Hubschrauber wieder aus der Reparatur zurück kommt, Malervlies aus dem Baumarkt besorgen. Das hat eine Stärke von 120 g/qm und auf einer Seite eine Folie (gut gegen Feuchtigkeit). Das Material bekommt man günstig als Rollenware, es ist gut zu schneiden, gut zu tackern oder mit Klammern zu befestigen und wiederverwendbar. Zudem geht es relativ schnell. Ich hoffe das reicht im Ernstfall für die zarten jungen Triebe aus. Es ist schon ein erheblicher Unterschied, ob man nur die Knospen vor dem Erfrieren schützen will (die sind ja je nach Entwicklungsstadium sehr robust) oder frische grüne Triebe, die wiederum extrem empfindlich sind. Luftpolsterfolie allein bringt gar nichts, da sind bei mir schon bei minus 1-2° C die Triebe unwiederbringlich erfroren und es ist nichts mehr nachgewachsen. Bei Jungpflanzen, die auf zwei Augen geschnitten sind, bedeutet das oft einen Totalverlust. Auch bei meinen neuen „f“-Kreationen habe ich ja alle Augen Richtung Basis geblendet. Deswegen habe ich zumindest in diesem Jahr Bammel vor den Frostnächten. Die Natur ist zudem schon recht weit.

    • Reblaus hat das Thema "Frostschutz" erstellt. 25.03.2019

    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Biologisch-dynamischer Anbau von Tafeltrauben" geschrieben. 25.03.2019

      Nachdem der Februar so viele Regentage hatte, ist bei mir die Februar-Spritzung ausgefallen. Das macht jedoch nichts, da mein Spritzplan eh das Maximum für dieses Jahr darstellt. Ich versuche den Spritzplan dennoch so gut es geht einzuhalten, um das Ergebnis daraus bewerten zu können. Sofern der Plan gute Ergebnisse bringt, werde ich den Plan kommendes Jahr etwas reduzieren, um das Optimum an notwendigen Spritzungen (weniger Aufwand) im Verhältnis zur jeweiligen Wettersituation auszuloten.

      Gestern war ein schöner Tag. Deswegen habe ich die letzte „Winterspritzung“ von Rebholz und Boden mit Natriumhydrogencarbonat und Ackerschachtelhalmextrakt durchgeführt. Je nach weitere Entwicklung der Knospen erfolgt in ca. 2 Wochen die erste „Frühjahrsspritzung“. Im Moment sind die Knospen, insbesondere die der jungen Reben, schwer auf dem Vormarsch. Besonders vorwitzig und weit sind Lora und Vatra (siehe Bilder). Der Rest ist aber auch schon sehr weit. Die Sorge um das frühe Austreiben veranlasst mich dazu, ein neues Thema mit dem Inhalt „Frostschutz“ aufzumachen. Vielleicht gelingt es uns ja gemeinsam Strategien zu entwickeln, um den Spätfrösten und deren z.T. erheblichen Folgen für uns Traubenliebhaber ein Schnippchen zu schlagen.

      Witzig ist, dass der letztjährig gepflanzte Knoblauch, der in der Gründüngung komplett untergegangen war, dieses Jahr sehr schön austreibt. Knoblauch soll ebenfalls gegen Mehltau wirken und war als weiterer Baustein gedacht. Bei mir steht nach jeder zweiten Rebe ein Knoblauch. Das duftet bestimmt bald lecker im Garten…

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    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Biologisch-dynamischer Anbau von Tafeltrauben" geschrieben. 25.02.2019

      Gerne stelle ich meinen Spritzplan für das Jahr 2019 dem Forum zur Verfügung. Ich habe vor, die Reben das gesamte Jahr über alle 14 Tage zu spritzen. Das Ganze erfolgt natürlich nicht exakt nach dem vorliegenden Plan, sondern wetterabhängig. Die eingesetzten Mittel für die Blattspritzungen sind so gewählt, dass sie untereinander gemischt und in einer Spritzung gemeinsam eingesetzt werden können. Die Bodenspritzungen erfolgen separat. Natrium verträgt sich z.B. nicht mit den Milchsäurebakterien, da es die Bakterien zerstört und darf deshalb nicht zusammen mit Wurmhumustee (oder auch Komposttee) oder Molke oder Kanne Brotdrunk eingesetzt werden.

      Natron steht zwar für die Blätter 4x auf dem Spritzplan, ich setze es aber nur ein, falls z.B. bei lang anhaltenden und sehr trockenen Wetter (es steht zwar bei Regen, aber das ist falsch, gemeint ist natürlich bei Trockenheit) trotz Molke erste Anzeichen von Mehltau auftreten, ansonsten nicht. Das Natron wirkt dann akut gegen die Mehltauinfektion, während die Milchsäurebakterien von Molke und Wurmhumus- bzw. Komposttee die Blätter besiedeln und vorbeugend gegen Mehltau wirken sollen.

      Ackerschachtelhalm, Brennessel, Mädesüß und Rainfarn stärken durch die darin enthaltene Kieselsäure die Blattzellen und sollen Infektionen durch Mehltausporen erschweren bzw. verhindern. Wichtig ist, möglichst viele verschiedene Pflanzentees zu spritzen, damit die Reben möglichst viele verschiedene Wirkstoffe aufnehmen können.

      Das Natron für das Holz setze ich erstmals versuchsweise vor und nach der Vegetationsperiode ein, um überwinternde Mehltau- und Roter Brennersporen abzutöten. Ob das erfolgreich ist, muss ich erst abwarten.

      Netzschwefel setze ich dieses Jahr bei Knospenaufbruch, kurz vor der Blüte und beim Abwurf der Blütenkäppchen ein, da mir letztes Jahr einige Sorten stark verrieselt sind.

      Sollte sich aufgrund länger anhaltendem Regenwetter der falsche Mehltau einstellen, werde ich sehr dosiert und gezielt nur bei den befallenen Reben eine dünne Kupferoktanoatmischung spritzen. Bisher war das bei mir (außer bei Viktor) nicht nötig.

      Die EM setze ich dieses Jahr erstmalig ein, um die Reben zu stärken und das Bodenleben zu aktivieren. Es ist für die kommenden Jahre als weiterer Baustein zur Pflanzenstärkung fest eingeplant.

      Das Bittersalz Mitte/Ende Juni soll das Beerenwachstum unterstützen (Magnesium, Schwefel).

      Hornmist und Hornkiesel sind als zusätzlicher Hokuspokus Bestandteil meines biodynamischen Konzeptes und somit eine Glaubensfrage.

      Falls an den Eisheiligen Frost droht, spritze ich Baldrian auf die frischen Triebe. Das soll bis zu Minus 2-3°C Frostschäden an den Jungtrieben verhindern. Bei tieferen Minustemperaturen ist Baldrian wirkungslos.

      Weitere Bestandteile meines ganzheitlichen Konzeptes sind Kompost, Pflanzenkohle und Gründüngung statt Mineraldünger sowie der Einsatz von Pheromondispensern gegen den Traubenwickler.

      Bei allen Spritzungen ist zu beachten, dass man möglichst alle Blätter erwischt und tropfnass spritzt. Die biologischen Mittel sind nicht systemisch und wirken überwiegend an der Blattoberfläche. Unbehandelte Blätter sind gegen Mehltau ungeschützt und daher mehltauanfällig. Im Gegensatz zu systemischen Mitteln dringt nur ein geringer Teil der biologischen Wirkstoffe in die Blattzellen ein. Regen wäscht einen Großteil der biologischen Wirkstoffe wieder ab, weshalb nach starken Regenfällen wieder gespritzt werden muss. Man ist als Biodynamiker also viel wetterabhängiger. Allerdings sind biodynamisch gepflegte Reben weniger anfällig gegen Krankheiten als chemisch behandelte Reben.

      Der vorliegende Spritzplan wurde noch nicht voll umfänglich auf seine Tauglichkeit getestet, sondern auf Grundlage der bisherigen Erfahrungen zusammengestellt und wird dieses Jahr ausprobiert. Ich werde darüber berichten.
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    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Biologisch-dynamischer Anbau von Tafeltrauben" geschrieben. 15.02.2019

      Ich habe - zumindest den strengen Winter - für mich als beendet erklärt. Die Gefahr von Starkfrösten (-10 ° C und kälter) erscheint mir mehr als unwahrscheinlich, besonders in der Pfalz. Deswegen geht es morgen bei 13° C raus in den Garten, um die nicht benötigten Augen bei meinen „f“-Form-Kreationen zu blenden. Je nach Stärke und Länge der Triebe und des Stammdurchmessers lasse ich am Ende der Triebe nur soviel Augen stehen, wie die Rebe meiner Erfahrung nach verkraftet bzw. benötigt. Der Rest der Augen wird geblendet. Dann kann der Frühling kommen.

      Gleichzeitig wird der Boden mit einer 1%igen Natriumhydrogencarbonat-Lösung gespritzt. Ziel ist das Abtöten von überwinterten Pilzsporen.

Empfänger
Reblaus
Betreff:


Text:
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Der Anbau von Tafeltrauben in Deutschland ist gar nicht schwierig und unmöglich, es liegt nicht an der Rebe, dem Wetter oder dem Boden, es ist eine Frage des Wollens, denn die Tafelrebe, eigentlich eine Liane, hat keine großen Ansprüche an den Boden. Sie ist starkwüchsig und an einem sonnigen Platz, mit dem richtigen Schnitt und ein bisschen Pflege wird sie uns mit ihren Trauben belohnen. Für kältere Lagen gibt es frühreifende Sorten die mit weniger Sonnentagen genauso zurechtkommen wie mit halbschattigen Standorten. Es gibt mittlerweile pilzwiderstandsfähige Reben, sogenannte PIWI Reben, die weniger Behandlung benötigen. In diesem Sinne, schauen Sie in unser Forum herein und lassen Sie sich inspirieren. Ihre Fragen und Diskussionen sind hier willkommen!


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