Tafeltrauben - Diskussionsforum
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Reblaus
Beiträge: 128 | Punkte: 463 | Zuletzt Online: 18.12.2018
Wohnort
Neustadt an der Weinstrasse
Registriert am:
09.10.2017
Geschlecht
männlich
    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Dezember" geschrieben. 15.12.2018

      Über vier Monate Erntezeit, das schaffe ich noch nicht mal im Weinanbaugebiet!

      1:0 für das Erzgebirge!

    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Veredeln-Umveredeln" geschrieben. 15.12.2018

      [quote=Jakob]Auf dem Bild zeige ich dass Veredelung abgebrochen ist, das pasiert halt auch... Der Grund ist auf dem Bild zusehen, Frage ist sieht das jemand ?

      Gibt es bei diesem Ratespiel was zu gewinnen, z.B. eine Rebe meiner Wahl?

      Ich nehme an, das ist beim Biegen der Rute passiert. Passiert mir trotz langer Erfahrung leider immer noch. Deshalb sollte man nicht erst alles schneiden und dann biegen, sondern nach Möglichkeit beide Arbeitsgänge miteinander verbinden. Ich schneide deshalb immer den Großteil der Fruchtruten weg, lasse aber vor dem Biegen weitere Ruten stehen. Geht beim Biegen alles gut, nehme ich eine der Ruten als Reservezapfen und schneide den Rest, falls die auserwählte Rute, z.B. beim mähen oder fräsen bis zum Austrieb doch noch bricht.

    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Pläne für 2019" geschrieben. 07.12.2018

      Ab Dezember 2018 beginne ich mit einem für das ganze Jahr ausgelegten Spritzplan mit unterschiedlichen biologischen Mitteln, basierend auf den Erfahrungen aus den letzten beiden Jahren. Gespritzt werden abwechselnd Holz, Blätter und Boden. Ziel: noch gesündere Pflanzen als dieses Jahr.

      Im zeitigen Frühjahr versuche ich mal 1-2 Reben schwarz auf schwarz mit der Spalt-Propf-Methode zu veredeln. Ende März wird dann mein modifizierter Kompost ausgebracht und gleichzeitig die Gründüngung eingesät. Dann werden die tollen neuen Sorten von Jakob ausgepflanzt.

      Die starken Reben stelle ich jetzt schon auf die “f”-Form in Quadrat- bzw. O-Form um. Dabei probiere ich erstmals die “Über-Kopf-Methode” aus, bei der die Triebe nach ein paar Wochen von oben nach unten wachsen.

      Einen Teil der mittelspäten Sorten werde ich gezielt leicht überbelasten, um das Erntefenster zu erweitern. Diese Methode erscheint mir erfolgversprechender, als die Trauben einfach nur länger hängen zu lassen. Ziel ist, auch spät noch rundum knackige Trauben zu haben, da ich schon leicht schrumpelige Trauben nicht mag.

      Insgesamt lasse ich die Triebe erstmals bis auf 2,45 m wachsen. Dazu habe ich mir bereits eine extra lange Spritze aus Kohlefaser besorgt, um beim Spritzen ganz nach oben zu gelangen.

      Im Juni werde ich ein paar wenige nicht zufriedenstellend ältere Sorten grün auf grün umveredeln, da ich noch ein paar unveredelte Stecklinge aus Polen habe. Ab August wird schließlich mit der Ernte begonnen. Dann kommen ein paar neue Sorten in die Ertragsphase, auf die ich mich jetzt schon freue.

      Ab September beginnt dann die mit Spannung erwartete jährliche Sorten-Lotterie: welche tollen neuen Sorten werden angeboten und welche kann ich bekommen? Ab kommenden Jahr kaufe ich nur noch Sorten, die eine hohe Pilzresistenz haben und super schmecken. Keine Kompromisse mehr. Falls ich bei der Lotterie erfolgreich war, werden ein paar alte Sorten ersetzt, die nicht mehr in mein Konzept passen.

      Und schon ist das Jahr wieder um.

    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Ertragsreben 2018" geschrieben. 27.11.2018

      Das sind durchweg sehr schöne und sehr saubere Trauben. Auch die Stielgerüste sind kräftig und gesund. Du hast den Bogen raus im Gewächshaus. Ein schönes Beispiel, dass man auch im klimatisch rauhen Erzgebirge Tafeltrauben anbauen und dabei auch noch super Ergebnisse erzielen kann.

    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Senkrechte " f " Erziehung" geschrieben. 23.10.2018

      Ich habe verstanden, worauf Du hinaus willst: viel Altholz, aber einen absolut sauberen Stamm, damit in den Folgejahren keine Ausbrecharbeiten erforderlich sind. Dies insbesondere für Winzer, für die der Arbeitsaufwand zu hoch wäre. Für mich als Hobbygärtner ist das aber kein Problem, da ich nicht tausende von Reben zu bearbeiten habe. Ich muss bei meiner Methode halt jedes Jahr ausbrechen. Das ist mir bewusst. Deine Methode funktioniert nur mit der Fruchtrutenlänge, die in einem Jahr zu erzielen ist, sonst funktioniert das Blenden der Augen nicht. Dein Ziel muss also sein, eine maximal lange verholzte Fruchtrute zu erzielen.

      Wenn sich bei meiner Quadratform die Ruten nach unten biegen, werde ich sie einfach am unteren Draht entlang wickeln, damit sie nicht auf den Boden hängen. Ich muss das ja nur ein Jahr lang machen. Danach sollte das Altholz ausreichend sein, um die Quadratform zu vollenden. Im Folgejahr will ich dann auf den unteren waagrechten Trieb, soweit der Platz reicht, senkrechte “f”- Triebe nach oben ziehen. Mehr geht wohl nicht.

    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Senkrechte " f " Erziehung" geschrieben. 22.10.2018

      Ich möchte den zur Verfügung stehenden Platz maximal ausnutzen, um möglichst viel Altholz zu bekommen. Deshalb die Quadratform und deshalb erst die Biegung nach links. Ich habe ja auch keine 1.000 Reben, also Zeit für die Biegungen und Lust zum experimentieren. Natürlich kann ich auch die Variante 3 umsetzen. Aber mich interessiert, ob man wie auf meinem Bild dargestellt die Triebe im oberen Teil des Spaliers erst nach oben wachsen lassen kann und dann nach unten führen, wenn sie der Schwerkraft nach unten folgen. Ich denke, das könnte funktionieren. Meine Piesnia wächst genau so wie von mir gezeichnet und eignet sich ideal für dieses Experiment. Wenn in diesem Forum niemand physiologischen Gründe kennt, die dagegen sprechen, würde ich es gerne probieren wollen.

    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Senkrechte " f " Erziehung" geschrieben. 21.10.2018

      Habe mir am Wochenende einige Reben angeschaut, bei denen ich in die senkrechte “F”-Erziehung einsteigen möchte. Bei einigen Reben reicht der in diesem Jahr verholzte Teil (orange) nicht ganz aus, um eine vollständige Quadratform (oder “F”-Form) zu formen. Deshalb habe ich mir folgendes überlegt: man könnte doch aus dem verholzten Teil der Rebe die Quadratform (oder “F”-Form) wie auf dem Bild so weit wie möglich formen und aus den letzten fünf Knospen Fruchtruten ausbilden. Am Anfang (1) werden sie wie gewohnt nach oben wachsen. Wenn die Fruchtruten Trauben ansetzen, werden sie jedoch der Schwerkraft folgen und sich nach unten biegen (2) und man könnte die Ruten nach unten fortführen. Sie stehen dann quasi auf dem Kopf. Im kommenden Winter könnte man aus der letzten Fruchtrute (Pfeil) die Quadratform (oder “F”-Form) vollenden und im Frühjahr darauf die neuen Triebe wie gewohnt wieder nach oben wachsen lassen. Was meint Ihr dazu?|addpics|hus-1e-933e.jpeg|/addpics|

    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Biologisch-dynamischer Anbau von Tafeltrauben" geschrieben. 21.10.2018

      Heute bin ich endlich dazu gekommen, einen modifizierten biodynamischen Komposthaufen zu erstellen. Dazu habe ich fertigen Kompost, Pflanzenkohle, Urgesteinsmehl, Zeolith, Rindermist und halbfertigen Kompost abwechselnd übereinander geschichtet und alle paar Lagen mit Effektiven Mikroorganismen übergossen. Die einzelnen Lagen wurden festgetreten. Zum Schluss wurden noch die biodynamischen Präparate Brennnessel, Schafgarbe, Eichenrinde, Löwenzahn und Kamille in die Mitte des Komposthaufens zugefügt und der Haufen mit dynamisiertem Baldrian übergossen. Abschließend wurde der Haufen abgedeckt (wichtig) und darf nun bis März nächsten Jahres ruhen. Der Haufen auf dem Bild sieht unspektakulär aus, hat es aber in sich:

      Über den Winter findet nämlich im Gegensatz zu einem normalen Komposthaufen, der locker und luftig eugesetzt wird und über den Sommer (u.a. durch das Umsetzen) eine aerobe Kompostierung durchläuft, hier eine anaerobe Vergärung / Fermentation mittels der in den EM enthaltenen Milchsäurebakterien statt. Dadurch wird die Pflanzenkohle mit Nährstoffen “aufgeladen”. Als Ergebnis erhalte ich so eine Art Terra Preta, der Wundererde aus Südamerika, die dann im Frühjahr ausgebracht wird. Ein Umsetzen des Komposts entfällt übrigens bei der anaeroben Methode.

      Der Komposthaufen enthält ca. 1.000 Liter, d.h. pro Quadratmeter Gartenboden werden ca. nur ca. zwei Liter von dem fertigen Kompost ausgebracht. Die Pflanzenkohle dient mit ihrer extrem großen Oberfläche und hohen Speicherfähigkeit zukünftig dazu, in Zeiten des Überschusses Feuchtigkeit und Nährstoffe aufzunehmen und in Zeiten des Mangels schrittweise wieder an die Pflanzen abzugeben. Würde man die Pflanzenkohle “ungeladen” ausbringen, würde sie automatisch die im Boden vorhandenen Nährstoffe auf- und somit den Pflanzen wegnehmen, also kontraproduktiv arbeiten. Bzgl. Düngung reichen die zwei Liter Kompost, da ich dem Boden und damit den Reben nicht zu viel Stickstoff zuführen will. Der Anteil der Pflanzenkohle im Kompost ist mit ca. 10 - 15% allerdings überschaubar. Deshalb werde ich Anfang März weitere Pflanzenkohle “turboladen”, indem ich die übrige Pflanzenkohle in einer Wanne in EM bade und Ende März mit dem fertigen Pflanzenkohle-Kompost in den Boden einarbeite. So erfolgt der Stickstoffeintrag über den Kompost in optimaler Menge und der Kohleanteil im Boden wird erhöht.

      Der fertige Pflanzenkohle-Kompost soll den Reben in erster Linie nicht direkt, sondern indirekt zu Gute kommen. Wenn der Pflanzenkohle-Kompost Ende März ausgebracht und mit der Motorhacke leicht untergeharkt wird, erfolgt gleichzeitig die Aussaat der Sommer-Gründüngung. Die soll sich dank der besseren Speicher- und Abgabefähigkeit des Bodens gleichmäßig gut entwickeln, durch ihre enorme Wurzelmasse den Boden lockern und damit die Wasser-Speicherfähigkeit des gesamten Bodens erheblich verbessern. So sollten Trockenperioden als auch Starkregen besser zu überstehen sein als bisher. Voraussetzung ist natürlich, dass es überhaupt irgendwann mal wieder regnet. Gleichzeitig erfolgt die Nährstoffabgabe geregelter als bisher, eine Auswaschung der Nährstoffe aus dem Boden wird verhindert. Zudem dient das Ganze der Pflanzenstärkung. So bedingen sich Boden, Pflanzenkohle, Gründüngung und Reben gegenseitig.
      |addpics|hus-1c-680a.jpeg|/addpics|

    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Senkrechte " f " Erziehung" geschrieben. 12.10.2018

      Habe die letzten Tage im Weingarten aufgerüstet. Meine Spaliere habe ich von bisher 2,00 Metern auf 2,45 Meter erhöht. Abzüglich des Bodenabstands zum Kordon von ca. 65-70 cm kann sich die Laubwand im kommenden Jahr von bisher 1,30 Metern auf nunmehr 1,75 Meter ausbreiten. Diese 45 Zentimeter Unterschied klingen nicht so üppig, aber das entspricht einem Zuwachs von ca. 35 Prozent, also eine ganz schöne Menge. Ehrlich gesagt ist mir das erst zum Schluss aufgefallen und bewusst geworden, als ich das Ganze nachgemessen habe.

      Das waren auch wieder mehrere Stunden Arbeit, aber ich gehe fest davon aus, dass es sich in den kommenden Jahren lohnen wird. Wenn nicht, habe ich immerhin die höchsten Spaliere weit und breit

    • Bin erst heute dazu gekommen, die Dissertation zu lesen. Danke Dietmar. Die Doktorarbeit unterstreicht meine bisherigen Erfahrungen, dass

      1. Backpulver wirksam gegen den Befall von echtem Mehltau und Rotem Brenner ist
      2. Die Bodenbearbeitung eine wichtige und weithin unterschätzte Rolle bei der Vermeidung der Bildung und Ausbreitung von Pilzsporen spielt
      3. Das Einsammeln und Kompostieren der Blätter, insbesondere der befallenen Blätter (diese nicht kompostieren, sondern entsorgen), die weitere Ausbreitung der Infektion signifikant reduziert (das habe ich dieses Jahr bereits beim falschen Mehltau durchgeführt und damit mutmaßlich eine weitere Infektion eingedämmt)
      4. Eine Behandlung der Reben (Blätter und Holz) insbesondere bis ins Spätjahr hinein die Bildung von Mehltau im Folgejahr signifikant reduziert

      Diese Doktorarbeit bestärkt mich in meinem Vorhaben, in diesem Jahr die abgefallenen Blätter zusammenzurechen und zu kompostieren. Die Einzellagen der Blätter im Kompost werde ich mit Backpulverspritzungen benetzen und den Kompost erst im übernächsten Jahr einsetzen, damit möglichst wenige bis keine Pilzsporen überleben. Weiterhin werde ich das Holz der Reben - das ist die Erkenntnis aus dieser Arbeit - nach dem Laubfall mit einer Backpulverlösung spritzen und im Frühjahr, wenn es warm wird (das hatte ich bereits vor), mit Schwefel behandeln. Den Boden der Rebzeilen hatte ich sowieso vor im Winter mit Ackerschachtelhalm und Kanne Ferment zu spritzen.

      Zu hoher Aufwand? Wenn dadurch die Infektion der beiden Hauptfeinde unserer Reben im nächsten Jahr signifikant verringert werden kann, ist es der Aufwand wert. Und ich betreibe damit ein bisschen Laien-Forschung, Wissenschaft für Dummies sozusagen. Zudem wäre es ein weiterer Baustein in einer Reihe von verschiedenen biologischen Maßnahmen, den Pilzdruck in der Rebanlage zu beherrschen. Wenn´s nix bringt, hat sich nur einer die Arbeit gemacht, aber alle sind schlauer.

    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Biologisch-dynamischer Anbau von Tafeltrauben" geschrieben. 09.10.2018

      Natürlich bist Du nicht allein. Aber im Unterschied zu den anderen müssen wir als Außenseiter erst einmal nachhaltig beweisen, dass Bio funktioniert. Und selbst dann wird es Leute geben, die es nicht wahrhaben wollen. Deswegen beteilige ich mich auch an diesem Forum. Ich versuche die Biorealität als Hobbygärtner ehrlich und ungeschminkt darzustellen. Und wenn das kommende Jahr wieder etwas besser verläuft wie das Vorjahr, dann ist zumindest für mich ein erster Beweis erbracht, der in den Folgejahren zu bestätigen ist.

      Eigentlich will ja jeder hier im Forum, wenn er ehrlich ist, Biotrauben haben. Das zeigt schon das große Interesse an diesem Thema. Aber nicht jeder traut sich oder will bzw. kann den Aufwand betreiben bzw. ein Risiko eingehen. Zudem hat nicht jeder Reben mit hoher bzw. sehr hoher Pilzresistenz oder möchte seine gut schmeckenden Trauben, die weniger pilzresistent sind, ersetzen. Das ist für mich alles nachvollziehbar und deswegen will ich auch niemanden mit Gewalt überzeugen. Aber wer genug Reben hat, ggf. auf ein wenig Ertrag verzichten kann und schlau ist, der probiert schon mal bei einem Teil der pilzresistenteren Reben den biologischen Anbau aus und sammelt Erfahrung. Das gilt erst recht für diejenigen, die ihre Trauben vermarkten. Die Verbraucher verlangen zunehmend Bioqualität und sind auch bereit, mehr dafür zu bezahlen.

      Wer es schafft, gesunde und wunderschöne Hammertrauben zu produzieren, spielt ganz vorne mit und hat großen Respekt verdient. Da gibt es ja schon einige hier im Forum, die etwas vorzeigen können und jedes Jahr werden die Ergebnisse sichtbar besser. Aber die Königsdisziplin ist m. E. das Ganze in Bioqualität zu schaffen. Daran müssen wir arbeiten. Und wenn die Erfolge sichtbar vorliegen, werden andere folgen.

    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Senkrechte " f " Erziehung" geschrieben. 09.10.2018

      Ich wollte - wie bei den übrigen Erziehungsformen bisher auch - neben dem Kordon in Quadratform bzw. F-Form sicherheitshalber einen kleinen Zapfen mit 1-2 Augen am Kopf der Rebe stehen lassen, falls mit dem Kordon irgendwas schief geht. Dann habe ich auf jeden Fall noch 1-2 Augen als Reserve und verliere nicht die gesamte Rebe. Direkt nach dem Austrieb der Kordon-Knospen wollte ich einen Neuaustrieb an dem Zapfen ausbrechen und den anderen Neuaustrieb am Zapfen zusätzlich zum Kordon wachsen lassen. Das Gleiche würde ich im kommenden Jahr wieder machen. Ich denke, da spricht nichts dagegen. Die Winzer lassen ja auch immer einen Zapfen stehen, allerdings um die Fruchtrute des Folgejahres zu ziehen, und die aktuelle Fruchtrute schlägt ja trotz dem Zapfen gut aus.

      Übrigens benutzen die Winzer bei uns einen sogenannten Schrumpfschlauch zum Befestigen der jungen Rebstämme. Dieser ist dehnbar und wächst unproblematisch über mehrere Jahre mit. Vielleicht eine Alternative zu der Befestigungsklammer, die Jakob ausgesucht hat. Hier der Link:

      https://www.baywa.de/shop/produkte/pflan...chlauch-p674398

    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Senkrechte " f " Erziehung" geschrieben. 05.10.2018

      Also ich werde im Winter bei einigen Reben in die senkrechte Kordonerziehung einsteigen, aber eher in die Quadratform. Einige meiner Reben haben mehrere Meter lange Fruchtruten gebildet. Die sind lang genug und ich werde sie entsprechend zurecht biegen. Im übernächsten Jahr werde ich dann die “f”-Form drauf setzen und berichten. Ich freue mich schon drauf. Wieder was Neues und vielversprechendes zum ausprobieren. Da werden wieder einige um mich herum die Stirn runzeln, was ich da neben meinem Bio-Hokuspokus wieder Verrücktes mache. Aber wenn es funktioniert, habe ich in zwei Jahren dank diesem Forum nicht nur Hammertrauben, sondern Hammer-Biotrauben und dann ist Ruhe im Wingert!

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Der Anbau von Tafeltrauben in Deutschland ist gar nicht schwierig und unmöglich, es liegt nicht an der Rebe, dem Wetter oder dem Boden, es ist eine Frage des Wollens, denn die Tafelrebe, eigentlich eine Liane, hat keine großen Ansprüche an den Boden. Sie ist starkwüchsig und an einem sonnigen Platz, mit dem richtigen Schnitt und ein bisschen Pflege wird sie uns mit ihren Trauben belohnen. Für kältere Lagen gibt es frühreifende Sorten die mit weniger Sonnentagen genauso zurechtkommen wie mit halbschattigen Standorten. Es gibt mittlerweile pilzwiderstandsfähige Reben, sogenannte PIWI Reben, die weniger Behandlung benötigen. In diesem Sinne, schauen Sie in unser Forum herein und lassen Sie sich inspirieren. Ihre Fragen und Diskussionen sind hier willkommen!


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