Tafeltrauben - Diskussionsforum
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Reblaus
Beiträge: 184 | Punkte: 834 | Zuletzt Online: 15.09.2019
Wohnort
Neustadt an der Weinstrasse
Registriert am:
09.10.2017
Geschlecht
männlich
    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Allgemeine Diskussion" geschrieben. 15.09.2019

      Vor ein paar Jahren habe ich noch gestaunt über solche Trauben und war richtig neidisch über den Vorsprung dieses Instituts. Mittlerweile schmunzle ich über Sorten wie Rhea, Suzy, Centennial etc., denn ich habe dank Jakob, Herrn Schmitt, den osteuropäischen Rebzüchtern und diesem Forum viel bessere Sorten im Garten, und das auch noch in Bioqualität (auch wenn es dieses Jahr nicht so toll geklappt hat). Ein schönes Gefühl von Zufriedenheit. So schnell kann sich das Blatt wenden.

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    • Reblaus hat das Thema "Neue Rebsorten züchten" erstellt. 15.09.2019

    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "September" geschrieben. 12.09.2019

      Zitat von erzgebirgler im Beitrag #12
      Im Frühjahr habe ich alle Reben im Freiland mit einem kleinen Dach versehen so das nur bei starken Wind etwas Regen an die Trauben kommen kann.


      Klingt interessant. Kannst Du vielleicht mal ein Foto von dem Dach einstellen? Das wäre, sofern der Aufwand vertretbar ist, für den einen oder anderen von uns sicherlich eine Möglichkeit, die Anfälligkeit seiner Trauben zu reduzieren oder gar zu eliminieren.

    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Frostschutz" geschrieben. 03.09.2019

      Zitat von jakob im Beitrag #45
      Wieviele werden pro ha gebraucht?


      Keine Ahnung, aber von der Dimension her dürfte das Gerät für gut 1 ha ausreichen, d.h. man müsste dazu den Wind in ca. 100 Meter Entfernung noch deutlich spüren, wovon ich fest ausgehe. Da das Gerät drehbar ist, macht 100 x 100 Meter = 1 ha.

      Zitat von urmel im Beitrag #44
      Dein Ernst?


      Das wäre dann doch etwas übertrieben für meine 500 qm Reben. Aber die Nachbarn würden staunen, wenn ich in aller Herrgottsfrühe mit so einem Monstrum auftauchen und Rabatz machen würde.

    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Frostschutz" geschrieben. 01.09.2019

      Habe heute endlich was Passendes für den Frostschutz meiner Reben gefunden. Mit dem Trecker ist man morgens schnell vor Ort, das Gerät ist schnell aufgebaut und macht ordentlich Wind. So hat der Frost keine Chance mehr!|addpics|hus-38-3d8a.jpeg|/addpics|

    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Schädlinge " geschrieben. 18.08.2019

      Das ist eine Schabe, vermutlich eine „Deutsche Schabe“, also eine Küchenschabe. Ein Lebensmittelschädling.

    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Pilzkrankheiten" geschrieben. 17.08.2019

      70 g Natron pro Liter ist nach meinen Kenntnissen viel zu viel. Ich habe bei meinen Recherchen bisher nur von 1%igen Konzentrationen gelesen. Ich spritze daher also 10 g Natron pro Liter. Hoffentlich hast Du die Blätter der Reben nicht damit verbrannt.

      Molke spritze ich 3%ig mit 1% Rapsöl.

      Kompost- und Wurmtee spritze ich im Verhältnis mit Wasser 1:5.

    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Biologisch-dynamischer Anbau von Tafeltrauben" geschrieben. 17.08.2019

      Zitat von Ohne Chemie im Beitrag #169
      Wahnsinn.
      Hast Du überhaupt nie gespritzt? Auch nicht vorsorglich?


      Klar habe ich vorsorglich gespritzt. Aber das Laub war zu dicht wegen der Geiztriebe und irgendwann war es scheinbar zu spät. Die Biowinzer im Umkreis haben es ja auch geschafft, ihre deutlich anfälligeren Sorten über den Sommer zu bringen. Also muss es erst recht bei den PIWIs funktionieren. Ich habe es schlicht und ergreifend einfach noch nicht drauf und muss noch dazulernen.


      Zitat von jakob im Beitrag #170
      Da zeigt sich erhöhte Spaliere bei dir als Nachteil, weil du nicht spritzen kannst. Noch mehr Nachteil zeigt bei dir Sache, dass du alle Sorten durcheinander gesetzt hast. Muskat blau währe bei dir genau so krank, weil diesen Pilzdruck kann keine Sorte aushalten.


      Hohe Spaliere sind tatsächlich schwieriger zu spritzen. Ich habe eine Spritzverlängerung, aber man sieht nicht so genau, wohin man spritzt. Bei mir ist ja fast jede Rebe eine andere Sorte. Jede Sorte hat wiederum eine unterschiedliche Resistenz.

      Mehltaubefall hängt nicht zwingend von der Sorte ab, sondern u.a. vom Standort, vom Mikroklima, von der Blattmasse etc.. Baikonur gilt als pilzfest, war aber wie im letzten Jahr die erste Rebe, die vom Mehltau infiziert wurde. Katrusja war im letzten Jahr extrem pilzfest und ist in diesem Jahr komplett befallen. Ca. 15 Meter entfernt steht eine jüngere Katrusja und zeigt gar keinen Befall. Exakt das Gleiche ist bei den zwei Valentine der Fall.

      Während mehrere sehr pilzfeste Sorten im oberen Teil des Gartens komplett vom Mehltau befallen wurden, zeigen weniger resistente Sorten im unteren Teil kaum bis keinen Befall. Deshalb würde ich nicht automatisch davon ausgehen, dass eine Rebe mit Mehltaubefall grundsätzlich aussortiert werden muss. Das wäre erst dann der Fall, wenn sie mehrere Jahre hintereinander befallen wird. Muscat bleu zeigt sich übrigens bislang ohne Befall.

      Welche Konsequenzen ziehe ich aus dem bisherigen Verlauf des Jahres?

      1. Ich werde im kommenden Jahr ein konsequentes Blattmanagement betreiben und keine dichten Reben mehr dulden. Lieber ernte ich kleinere oder weniger Trauben als gar keine. Geiztriebe werden nur insoweit geduldet, als dass alle Blätter problemlos gespritzt werden können.
      2. Der untere Teil des Kordons wird nicht mehr auf den untersten Draht gezogen, sondern auf den darüber liegenden. Die Trauben hängen damit 30 cm weiter weg vom Boden und sind besser vor dem Spritzwasser geschützt, das bei stärkerem Regen vom Boden hoch spritzt und Oidiumsporen nach oben transportiert und somit für Infektionen sorgt.
      3. Ich benötige eine stärkere Spritze und zwar eine, die die Blätter aufwirbelt und auch die Benetzung der Unterseite der Blätter ermöglicht. Eine Motorspritze erreicht zwar bis zu 30 bar, ist aber sehr laut und stinkt! Bei den Akkuspritzen erreicht nur eine Spritze von Birchmeier 10 bar, aber die ist sehr teuer. Sonstige Spritzen erreichen nur max. 6 bar, z.B. von Solo. Das erscheint mir zu wenig.
      4. Juni ist der regenreichste Monat bei uns. Hier muss ich im kommenden Jahr die Reben in kürzeren Abständen und genauer inspizieren und in engeren Zeitfenstern spritzen. Bio verzeiht keine Fehler.

    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Biologisch-dynamischer Anbau von Tafeltrauben" geschrieben. 13.08.2019

      Es läuft bei mir nicht gut dieses Jahr! Ich habe den Oidiumdruck, der dieses Jahr wohl allgemein herrscht, nicht rechtzeitig realisiert. Als ich es gemerkt habe, war es schon zu spät. Dummerweise merkte ich es erst wenige Stunden, bevor ich für zweieinhalb Wochen in Urlaub gefahren bin. Es gab für mich in den verbleibenden zwei Stunden nur zwei Alternativen: Spritzen oder die Traubenzone entlauben, beides wäre notwendig gewesen, ging aber zeitlich nicht. Um zu entscheiden, habe ich erst einmal meine Rebzeilen inspiziert und festgestellt, dass die Trauben in den im oberen des Rebgartens stehenden Reben komplett verloren waren: Phaeton, Valentine, Nedezhny, Baikonur, Bozij Dar, Bulust, Nizina, Podarok Irina, Saturn, Katrusia, King Ruby und einige mehr – Totalverlust! Ich musste herrliche Gescheine mit insgesamt ca. 50 kg Trauben wegschneiden. Der Unterschied zu dem unteren Teil des Gartens war, dass ich im oberen Teil keine Geize entfernt hatte und alles wachsen lies, um die Reben zu stärken. Dies hat zu einer undurchdringlichen Blattmasse geführt, eine regelrechte Brutstätte für den Pilz. Auch mein Sprühgerät ist mit 3,o bar Druck einfach zu schwach, um das Laub komplett zu besprühen. Zusätzlich habe ich durch die neue Erziehungsmethode im Vergleich zu den Vorjahren Trauben auf verschiedenen Ebenen (z.T. auf 1,80 m Höhe), was die Anfälligkeit noch einmal breitflächig erhöht hat. Deshalb habe ich mich für das Entlauben der Traubenzone entschlossen, um möglichst viele Trauben zu retten. Das war wohl die richtige Entscheidung, auch wenn mir die darauf folgende Gluthitze noch einmal zusätzlich einige Trauben verbrannt hat. Ein gehöriger Platzregen hat dann noch einmal einige von Oidium befallenen Beeren zum Platzen gebracht.

      Der Pilz konnte sich in der Urlaubszeit mangels Spritzung ungehindert ausbreiten und hat so auch teilweise den unteren Teil des Gartens infiziert, wenn auch in einem überschaubaren Maß. Hier haben die Reben aufgrund der aufgelockerten Blattwand einigermaßen ausreichenden Widerstand geleistet. Insgesamt konnte ich ca. 60% der Trauben retten. Auch wenn es Wasser auf die Mühlen der Biogegner ist, die behaupten, ohne Chemie kann man keine Trauben anbauen, muss ich zugeben: was ich in diesem Jahr verzapft habe, ist leider keine Werbung für den Bioanbau. Tröstlich ist die Tatsache, dass Biowinzer aus der Umgebung ebenfalls mit dem Odiumdruck zu kämpfen haben. Allerdings haben die ihre Trauben im Gegensatz zu mir weitestgehend in den Griff bekommen.

      Das Dumme an der Sache ist, dass im Prinzip der gesamte Schaden auf einer einzigen Fehlentscheidung beruht, die aber leider in dieser Saison nicht wieder gut zu machen ist. Ich muss ein ganzes Jahr warten, um zu beweisen, dass ich aus diesem Fehler gelernt habe. So wie ein Boxer nach einem Niederschlag gilt es die Ursache zu analysieren und sein Verhalten zu ändern, um einen erneuten Niederschlag zu vermeiden.
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    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Pilzkrankheiten" geschrieben. 13.08.2019

      Was meinst Du genau mit „Abwaschspritzung“. Kannst Du das kurz beschreiben? Und welches Mischungsverhältnis nimmst Du? 25 kg ist verdammt viel, das reicht ja ewig.

    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Biologisch-dynamischer Anbau von Tafeltrauben" geschrieben. 23.06.2019

      Mein neuestes Projekt: Biodynamischer Anbau von Gemüse zwischen den Reben. Auf dem 1. Bild sieht man Salat und Wirsing, auf dem 2. Bild Tomaten und Fenchel. Mal gespannt, was daraus wird.

      Das nächste Bild zeigt eine selbst veredelte „Iskra Krulia“ von Winorosl. Die Eltern sind Talisman und Livia. Die Trauben reifen nach 120 Tagen und haben Muskataroma. Die Rebe bringt dieses Jahr das erste mal Ertrag. Da freue ich mich darauf.

      Die nächsten beiden Bilder zeigen mein einziges Sorgenkind. Die einzige Rebe, die – wie im letzten Jahr auch - Mehltau an den Gescheinen aufweist. Und das, obwohl ich dieses Jahr die Gescheine extra frei gelegt habe. Keine andere Rebe zeigt annähernd solche Anzeichen, obwohl ich deutlich anfälligere Sorten habe. Keine Ahnung, was der Grund dafür ist. Ich gebe ihr im kommenden Jahr eine letzte Chance und werde die Gescheine vor und nach der Blüte gezielt mit Schwefel behandeln. Wenn das wieder nix wird, muss diese viel gepriesene Sorte leider weichen. Scheinbar kein Kandidat für den Biodynamiker, was ich sehr bedauern würde.

      Bild 6 zeigt falschen Mehltau an Rischelie mit den typischen Ölflecken, da ich kein Kupfer einsetze. Die Blätter wurden längst entfernt. Handarbeit statt Chemie.

      Bild 7 zeigt meine pilzfesteste Sorte, eigentlich keine Tafeltraube, sondern eine Keltersorte. Es ist eine jüngere „Solaris“, eine schon etwas ältere Neuzüchtung vom Staatlichen Weinbauinstitut in Freiburg. Kleine Trauben, aber relativ lockerbeerig mit hohem Zuckergehalt und fruchtigem Geschmack. Keinerlei Spritzbehandlungen erforderlich und doch kerngesund!


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    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Juni 2019" geschrieben. 18.06.2019

      Paryzanka und Velez im dritten Standjahr. Zum Vergleich ein Riesling aus dem Weinberg. Und ein weiterer Gast im biodynamischen Garten: eine stattliche Blindschleiche beim Mähen auf der Flucht.

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    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Biologisch-dynamischer Anbau von Tafeltrauben" geschrieben. 18.06.2019

      Am Samstag habe ich die gemulchte Gründüngung flach untergefräst. Damit haben meine Reben alle erforderlichen Nährstoffe für dieses Jahr. Im Herbst gibt es noch etwas Kali Magnesia – das war´s.

      Der offene Boden war der richtige Zeitpunkt, um Hornmist auf den Boden auszubringen. Er wird gleichermaßen dynamisiert wie der Hornkiesel. Hornmist erhält man, in dem man Kuhfladen in ein Kuhhorn gibt und ein Jahr lang im Boden vergräbt. Ich selbst vergrabe keine Kuhhörner, da sich das für einen Hobby- bzw. Kleingärtner nicht lohnt. Dafür gibt es einige Betriebe, bei denen man die biodynamischen Präparate fertig kaufen kann. Viele renommierte Weingüter, die sich unter den TOP 100 in Deutschland befinden, z.T. millionenschwere Betriebe, betreiben mittlerweile erfolgreich biodynamischen Weinbau und wenden regelmäßige Hornmist- und Hornkiesel-Spritzungen an, weil sie durch den Erfolg der anderen Weingüter, die schon länger biodynamisch arbeiten, überzeugt wurden. Da lacht keiner mehr über vergrabene Kuhhörner und Mondzyklen. Ich kann auch nicht erkennen, dass diese bodenständigen Winzer, bei denen es um ihre wirtschaftliche Existenz geht, esoterisch angehaucht sind. Erfolg ist halt das beste Argument!

      Nach der Hornmist-Spritzung wurde die Winter-Gründüngung eingesät. Der Versuch mit dem Anbau von Knoblauch zwischen den Reben ist übrigens trotz vielversprechendem Beginn erneut nicht gelungen. Beim anschließenden Ruten stecken wurden gleich die Blätter entfernt und entsorgt, die aufgrund der Regenfälle der letzten Wochen zwangsläufig mit falschem Mehltau befallen waren. Damit wird ohne den Einsatz chemischer Mittel oder Kupfer versucht zu vermeiden, dass sich die Primärinfektion auf weitere Blätter überträgt (Sekundärinfektion). Im letzten Jahr hat das auch schon sehr gut funktioniert. Ich versuche so wenig Schwefel wie möglich gegen den echten Mehltau und wenn es irgendwie geht keinen Kupfer gegen den falschen Mehltau einsetzen. Beides ist zwar für den Bio-Anbau offiziell zugelassen, aber mein Anspruch ist, weitestgehend ohne diese Mittel auszukommen. Befallen werden meiner Beobachtung nach immer nur wenige der alten Blätter der weniger resistenten Sorten (z.B. Velika, Viking, Pölöskaj M., Viktor, KM Lutschistii usw.). Die übrigen Reben bzw. Blätter zeigen, wie im letzten Jahr, noch keinen Befall. Ob das bei den immer wiederkehrenden Regenschauern so bleibt, bleibt abzuwarten. Ich freue mich jedenfalls auf diese Herausforderung, bei der sich die biodynamische Methode beweisen muss. Eine Ausnahme bilden leider einige der im Frühjahr frisch gepflanzten Reben. Sie zeigen einen stärkeren Befall, da noch keine ausreichende Widerstandskräfte gebildet sind. Deshalb gab es heute wieder einen Tee aus Kompost, Wurmhumus, Hefe, Ackerschachtelhalm und wenig Molke zur Stärkung.

      Anbei noch ein Bild von einem schönen Hirschkäfer, der in meinen Reben übernachtet hat.


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    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Juni 2019" geschrieben. 10.06.2019

      Hier ein paar Bilder vom Biodynamiker. Mal sehen, was daraus wird. Die kommenden Tage, wenn die Reben blühen, sind immer wieder Schauer angesagt. Das wird den Trauben zusetzen.|addpics|hus-2f-7e23.jpeg,hus-2g-b7c0.jpeg,hus-2h-7900.jpeg,hus-2i-a1de.jpeg,hus-2j-5080.jpeg|/addpics|

    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Juni 2019" geschrieben. 10.06.2019

      Bei uns gibt es so gut wie nie Hagel. Wir haben einen Verein zur Hagelabwehr.

      https://vereinhagelabwehr.de/

      Die sorgen mit ihren Fliegern dafür, dass die Winzer und Obstbauern in unserer Gegend i.d.R. vom Hagel verschont bleiben. Und ich profitiere auch davon.

    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Biologisch-dynamischer Anbau von Tafeltrauben" geschrieben. 08.06.2019

      Ja, ist es die Kräuselmilbe. Die Kräuselmilbe verursacht i.d.R. sehr überschaubare „Schäden“, die die Reben im Wachstum nicht sonderlich stört. Deshalb ist eine Bekämpfung i.d.R. nicht unbedingt notwendig. Sie gehört zum Ökosystem der Reben dazu und dient der sehr nützlichen Raubmilbe als Nahrung. Problematisch kann diese Milbe allerdings im Frühjahr beim Austrieb werden, vor allem bei jungen Reben. Hier hilft beim Biodynamiker ein Rainfarn-Wermut-Tee, der schon im Wollestadium gespritzt wird. Ich habe bislang nichts unternommen, da die Schäden sehr gering sind.

      Sollte diese Milbe tatsächlich Schäden verursachen, wodurch das Wachstum nennenswert und sichtbar beeinträchtigt wird, kann man sie auch durch gezielte Schwefelspritzungen, ebenfalls bereits ab dem Wollestadium, in Schach halten. Oder man setzt gezielt Raubmilben in die Reben. Schwefel verschont übrigens die Raubmilben.

      Aufgrund der Erfahrung aus dem Vorjahr, wo mir der Frühjahrsregen bei einigen Gescheinen Ausfälle durch Mehltau verursacht hat, habe ich heute der Kompostteespritzung, die auch einen Rainfarn-Wermut-Tee enthält, prophylaktisch etwas Schwefel zugegeben, aber nur ein Bruchteil der vorgeschriebenen Menge. Damit schlage ich – eigentlich ungewollt - zwei Fliegen mit einer Klappe, ohne dass es bzgl. der Kräuselmilbe bei mir wirklich notwendig wäre.

    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Biologisch-dynamischer Anbau von Tafeltrauben" geschrieben. 03.06.2019

      Gestern habe ich die Ruten meiner Reben zwischen die Drähte gesteckt und gleichzeitig geordnet. Um zu gewährleisten, dass die Blätter von beiden Seiten von den biologischen Spritzungen maximal gut erreicht werden können, werden die einzelnen Triebe per Hand nach Bedarf am Drahtgerüst nach links und rechts verschoben und ggf. mit Bindematerial fixiert. Beim kommenden Durchgang haben sich die Triebe dann mittels ihrer Ranken eigenständig genau dort verankert, wo ich sie haben will und ich kann die Fixierung lösen und die Triebe entsprechend ihrem Wachstum auf der nächsten Drahtebene verschieben, ggf. fixieren usw. Das macht zwar etwas Arbeit, aber die Ruten stehen den ganzen Sommer bis in den Herbst schön nebeneinander und nicht hinter- oder wild durcheinander. So erzeuge ich eine gut zu bearbeitende und vor allem luftdurchlässige Laubwand. Die Blätter trocknen nach Regenfällen leichter ab und man erreicht die Blätter bei den Spritzungen besser, was die Mehltaugefahr deutlich verringert. Wie das Ganze aussieht, sieht man auf Bild 1 (Kordon) und Bild 2 (Quadrat-Erziehung).

      Die sichtbar gut aufgelaufene Gründüngung wurde ebenfalls gestern niedergewalzt, damit die Wasserkonkurrenz für die Reben und die Pilzgefahr für die Gescheine verhindert wird (Bild 3) Das hatte ich letztes Jahr versäumt, was zu Fäulnis und Mehltau an den niedrig hängenden Gescheinen geführt hat. Nächste Woche wird das Ganze gemulcht und eine Woche später, nach Beendigung der Rebblüte, untergefräst. Dann beginnt die Mineralisierung der Gründüngung und steht der Rebe ab Beginn der Beerenbildung bis zum Traubenschluss zur Verfügung. Bis dahin ist die nächste Gründüngung aufgegangen und nimmt hoffentlich die Nährstoffe wieder aus dem Boden auf, damit die Reben nicht so viel abbekommen. Zu viele Nährstoffe schaden nämlich der Beerenreife. Das Ganze ist immer ein Glücksspiel, je nachdem ob es viel oder wenig regnet.

      Ich hatte ja im Herbst letzten Jahres geschrieben, dass ich bei den Reben, die z.T. jahrelang vor sich hingemuckert haben, weil ich sie zu früh und zu stark belastet hatte, einfach den Kopf abgeschnitten und nur drei Augen zum Austrieb stehen gelassen habe, um einen Neuaufbau durchzuführen, so wie man das normalerweise bei Reben im 2. Standjahr macht. Das hat zugegebenermaßen einige Überwindung gekostet, da eine eigentlich fertige Rebe fast wieder auf Null zurückgesetzt wurde. Auf den drei Beispielbildern sieht man nun das Ergebnis. Die Reben haben wie gewünscht wunderbar und stark neu ausgetrieben. Der Neuaufbau ist gelungen. Bild 5 zeigt Podarok Zaparoziu mit zwei neuen Trieben, Bild 4 Murometz und Bild 6 Wostorg aus 2013 mit jeweils drei starken neuen Trieben. Es darf sich dieses Jahr max. ein mittleres Geschein entwickeln, damit die Kraft in den Holzaufbau geht und die Rebe durch die Fruchtausbildung nicht erneut zu stark belastet wird. Fazit: es war genau die richtige Entscheidung. Statt den Reben noch weitere Jahre beim dahinvegetieren zuzuschauen und sich zu ärgern, erhalte ich nun innerhalb von drei Jahren eine leistungsfähige Rebe. Es gingen zwar 2-3 Jahre Ernte verloren, aber dafür habe ich für die kommenden 20-25 Jahre eine starke Rebe gewonnen.


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    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Biologisch-dynamischer Anbau von Tafeltrauben" geschrieben. 03.06.2019

      Gestern war ein perfekter Tag, um dynamisierten Hornkiesel auszubringen. Volle Sonne den ganzen Tag über, dazu noch Neumond. Soweit möglich, richte ich mich nach den Mondphasen, aber auch nur dann, wenn es passt. Beruf, Familie, Urlaub und vor allem das Wetter lassen es halt nicht immer zu.

      Dazu wird ab 05:00 Uhr morgens etwa ein halber Kaffeelöffel Hornkiesel in ca. 10 Liter abgestandenes (reicht für 500 qm) und auf ca. 38°C erwärmtes Wasser eine Stunde lang dynamisiert. Man rührt mit einem Rührstock aus Holz das Wasser kreisförmig schnell erst in die eine Richtung, bis sich in der Mitte ein tiefer Kegel bildet und dann schlagartig in die andere Richtung. Der Kegel wird dabei zerstört und ein neuer Kegel in der anderen Richtung aufgebaut. Durch das Zerstören des Wasserkegels wird im Wasser ein Chaos erzeugt und das Hornkieselpulver vermischt sich optimal mit den Wassermolekülen. Nach einer Stunde Rühren wird das dynamisierte Wasser, bevor die Sonne ihre Kraft entfaltet, innerhalb einer Stunde auf die Reben gespritzt.

      Es hat was, so früh alleine im Garten den Tag zu begrüßen. Hornkiesel steigert Aroma und Haltbarkeit der Früchte , ordnet und reguliert den Pflanzenstoffwechsel, regt das Wachstum an und steigert die Blühfreudigkeit. Die Wirkung kann bis heute wissenschaftlich nicht bewiesen werden, aber Bio-Gemüse - und Obstbauern auf der ganzen Welt, die die biodynamische Bewirtschaftung anwenden, schwören auf die biodynamische Methode und sprechen von deutlich robusteren Pflanzen, stärkerem Wurzelwachstum und besseren Ernteergebnissen. Wer übrigens samstags auf dem Markt Biogemüse und Bioobst bei einem Demeterbetrieb kauft sollte wissen, dass für Demeterbetriebe die biodynamische Arbeitsweise verpflichtend ist. Für mich ist es eigentlich ausreichend, wenn jemand biologisch gärtnert, aber die biodynamische Bewirtschaftung ist das Tüpfelchen auf dem „i“. Warum nicht, wenn es funktioniert?|addpics|hus-28-db4d.jpeg|/addpics|

    • Reblaus hat einen neuen Beitrag "Schädlinge " geschrieben. 07.05.2019

      Der Typ, der Deine Rebenblätter einrollt, heißt „Rebstecher“. Er ist ein Rüsselkäfer. Man nennt ihn auch Zigarrenwickler. Es ist ein ca. 5 mm kleiner flugfähiger Käfer. Die Weibchen nagen den Stiel der Blätter an, so dass diese absterben und welk nach unten hängen. Dann rollen sie die Blätter mühsam über mehrere Stunden hinweg zu einer zigarrenähnlichen Form und legen ihre Eier darin ab. Die eingerollten Blätter fallen dann irgendwann ab und die geschlüpften Larven fressen die vermoderten Blätter. Danach verpuppen sie sich und schlüpfen im Spätsommer. Auch hier handelt es sich eher um Einzeltäter, die nicht gezielt bekämpft werden sollten.

Empfänger
Reblaus
Betreff:


Text:
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Der Anbau von Tafeltrauben in Deutschland ist gar nicht schwierig und unmöglich, es liegt nicht an der Rebe, dem Wetter oder dem Boden, es ist eine Frage des Wollens, denn die Tafelrebe, eigentlich eine Liane, hat keine großen Ansprüche an den Boden. Sie ist starkwüchsig und an einem sonnigen Platz, mit dem richtigen Schnitt und ein bisschen Pflege wird sie uns mit ihren Trauben belohnen. Für kältere Lagen gibt es frühreifende Sorten die mit weniger Sonnentagen genauso zurechtkommen wie mit halbschattigen Standorten. Es gibt mittlerweile pilzwiderstandsfähige Reben, sogenannte PIWI Reben, die weniger Behandlung benötigen. In diesem Sinne, schauen Sie in unser Forum herein und lassen Sie sich inspirieren. Ihre Fragen und Diskussionen sind hier willkommen!


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