Tafeltrauben - Diskussionsforum
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Dietmar
Beiträge: 1203 | Punkte: 2763 | Zuletzt Online: 19.11.2019
Name
Dietmar
Hobbies
Tafeltrauben, Lesen, Garten, Kultur, Wohnmobil, Haus
Wohnort
Dresden
Registriert am:
03.10.2017
Beschreibung
Etwa 10 km vom Elbtal (Weinanbau) entfernt auf einer Hochebene ca. 183 m über NN am Stadtrand von Dresden. Recht kontinentales Klima, d.h. Winter lang und z.T. sehr kalt, erste Sommerhälfte sehr heiß und trocken.

Wegen des Klimas gelte ich als "Polarwinzer". Meine Erfahrungen beschränken sich deshalb auf sehr pilzfeste Sorten (7 Punkte bzw. 2,5 Balla) mit einer Frostfestigkeit von mindestens -25 °C, die ultrafrüh oder sehr früh sind und deren SAT-Wert nicht höher als ca. 2300 ist.

Ich habe keine Profile bei Facebook, Google, YouTube, Twitter und Instagram.
Geschlecht
männlich
    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "November" geschrieben. vor 27 Minuten

      Zitat
      Wenn Du das Wasser in ein Loch (zukünftige Pflanzstelle) auf die Lehmschicht schüttest und stehen lässt weicht der Lehm vielleicht bissel auf?



      Das habe ich schon versucht, aber der Lehm nimmt fast kein Wasser auf, trotzt mehrtägigem Wässern. Nur die obersten Millimeter bilden eine schmierige Schicht.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "November" geschrieben. Gestern

      Zitat
      Was plant oder habt Ihr vor?



      Der "Umbau" meines Weingartens wird fortgeführt. In letzter Zeit hatte ich einige neue Pflanzstellen geschaffen - mit tieferen Pflanzgruben (wegen der Lehmschicht in 0,3 ... 0,75 m Tiefe) und um den Abstand der Reben in der Reihe zu vergrößern, da diese mit 1,75 m Abstand zu dicht standen - neu sind ca. 2,65 m.

      Bei dieser Gelegenheit sortiere ich einige Rebsorten aus. Andere, die ich behalten möchte, werde ich neu veredeln für die neuen Pflanzstellen, da ältere Reben kaum versetzt werden können und einige neue Sorten, die ich nur als Edelreis erhalte, sollen veredelt werden. Dazu schaue ich auch mal, was so nächstes Jahr von Jakob angeboten wird.

      Allerdings habe ich nach dem Umbau nur noch etwa halb so viele Standplätze wie vor Beginn des Umbaues. Ich habe dann also auch weniger Möglichkeiten, mit neuen Sorten zu experimentieren.

      Zum Umbau gehören leider auch weitere Schachtarbeiten für tiefere Pflanzgruben. Schachtarbeiten klingt so harmlos, aber in Wirklichkeit komme ich nur mit Spitzhacke und teilweise mit Abbruchhamer durch die steinharte Lehmschicht.

      Da der Winter naht und die Regentonne (600 l) geleert werden muß, werde ich das Wasser vergießen, denn unter 5 ... 10 cm Tiefe ist der Boden nach wie vor knochentrocken. Es wäre schade um das Wasser in der Regentonne, wenn ich es nur ablassen würde. Es hat zwar heute einige wenige l/qm geregnet, aber unter Sträuchern und Bäumen blieb es weitgehend trocken.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "November" geschrieben. Gestern

      Bei mir hängen immer noch ca. 5 kg Tigin. Allerdings hat die Rebe schon lange kein Laub mehr und einmal -6 °C und einmal -3 °C haben die Qualität ganz schön beeinträchtigt. Ca. 1/3 der Beeren müssen leider auf den Kompost. Der Rest ist z.T. überreif, sehr süß und muskatisch.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Pfropfen und Umveredeln von Reben" geschrieben. 12.11.2019

      Zitat
      Die veredelte zum gleichem Zeitpunkt die Wurzeln lassen und gleichzeitig Kallus zu bilden zu bringen, ist viel schwieriger und aufwendiger.



      Man könnte die Technologie auch auseinander zerren:

      1. Nach dem Schnitt der Steckhölzer der Unterlagsreben werden diese in mit torfhaltiger Erde gefüllten Rosentöpfen bewurzelt. Die torfhaltige Erde ist wichtig für das Paraffinieren. Die Edelreise werden für 12 h in ein Chnosolbad gelegt und dann in einem Kunststoffbeutel im Gemüsefach des Kühlschrankes gelagert.

      2. Wenn die Unterlagsrebe mindestens 4 oder 5 Blätter hat, kann man davon ausgehen, dass diese bewurzelt ist. 2 Blätter treiben auch ohne Wurzeln aus.

      3. Die so bewurzelte Unterlagsrebe wird samt Topf in einen Knotenbeutel gesetzt und dieser zusammen gebunden. Knotenbeutel sind die Kunststoffbeutel der Obst- und Gemüseabteilungen der Kaufhallen.

      4. Die Edelreise werden dem Kühlschrank entnommen und einige Stunden auf Raumtemperatur gebracht.

      5. Mit der Pfropfzange werden die bewurzelten Unterlagen und die Edelreise beschnitten und beide zusammen gefügt.

      6. Jetzt erfolgt die Paraffinierung. Dazu wird mit einer Hand die Erde im Knotenbeutel angedrückt, die Rebe vorsichtig umgedreht und kurz in das Paraffinbad gehalten. Bei torfhaltiger Erde ist die Gefahr geringer, dass dabei Erde aus dem Topf rieselt.

      7. Jetzt wird der Topf wieder vom Knotenbeutel befreit und auf eine südliche Fensterbank im Wohnzimmer gesetzt, damit sich die Unterlage und das Edelreis verbinden und das Edelreis Blätter treibt.

      Mit dieser Technologie wird das Bewurzeln der Unterlage und das Pfropfen zeitlich getrennt und nur bewurzelte Unterlagen werden mit Edelreisen gepfropft. Die Frage ist, ob diese Technologie für uns erfolgreicher (bessere Erfolgsquote) ist, als die nachempfundene Technologie der Rebschulen.

      Hat da jemand Erfahrungen?

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag " KochsWeinbau bei Youtube" geschrieben. 12.11.2019

      Solche Videos sind immer sehr informativ.

      Bei mir hängen noch ca. 10 kg Tigin dran. Allerdings haben die Reben einmal -6 °C und letzte Nacht -3 °C abbekommen und dadurch sind die Trauben nicht mehr ganz so knackig und gesund wie davor. Auch die Blätter sind erfroren und abgefallen. Ich habe etwa 15 ... 20 % der Beeren, die ich wegschneiden muss, also knapp etwas mehr als im Video bei der Sorte Italia. Dafür sind die Beeren sehr süß mit deutlicher Muskatquote.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Pfropfen und Umveredeln von Reben" geschrieben. 12.11.2019

      ... aber die Rebschulen machen es so.

      Allerdings lassen die Rebschulen später bei 30 ... 32 °C vortreiben - mit Bodenheizung und Gebläse, denn vor allem die Wurzeln treiben bei Wärme besser aus. Diese Temperaturen werden ca. 1 Woche gehalten, danach noch einmal eine Woche bei 25 °C.

      Meine bisher nur lückenhaften Recherchen haben noch keine geeignete regelbare Heizplatte für die Bodenheizung gefunden. Die meisten Heizplatten oder -matten sind ungeregelt und deshalb unbrauchbar und die mit Thermostat bringen nur max. 20 °C, in einem Fall ca. 22 .... 25 °C. So warm ist schon mein Wohnzimmer ohne Heizplatte. Für die erste Woche des Vortreibens suche ich noch eine Lösung. Ich weiß auch nicht, wie bedeutsam die erste Woche Vortreiben ist oder ob man die höheren Temperaturen mit NAA kompensieren kann.

      Im roten Rebwachs sind außer dem Paraffin noch Chinosol zur Unterdrückung von Botrytis und ein Wachstumshormon enthalten. Das Chinosol kann, in einem Mörser zerstoßen, dem Wachs beigefügt werden. Desgleichen kann das Wasser im Paraffinierungsglas unter der Wachsschicht mit Chinosol versetzt werden.

      Das Wachstumshormon im roten Rebwachs soll die Bildung des Kallus befördern. Hier weiß ich noch nicht, ob da NAA verwendet wird bzw. ähnlich funktionierendes. NAA ist wohl die preiswerteste Variante. Leider habe ich keine Bezugsquelle für rotes Rebwachs gefunden, wo man kleine Mengen kaufen kann, nur einige Hundert kg.

      Man kann also zu Hause die Technologie der Rebschulen fast 1:1 nachvollziehen und deshalb müßte das Ganze auch analog funktionieren. Wie hoch ist die Erfolgsquote bei den Rebschulen? Das hängt von der Verträglichkeit von Unterlage und Edelreis ab. Ich habe irgendwo gelesen, dass die Erfolgsquote bei 5BB, 125AA und SO4 bei ca. 85 ... 90 % liegt. Es gibt Unterlagen, bei denen die Erfolgsquote niedriger ist. Dann hat sicher jede Rebschule noch kleine Betriebsgeheimnisse, um einige weitere % hervor zu kitzeln. Auch die Einbettung der frisch veredelten Hölzer wird unterschiedlich gehandhabt. Manche Rebschulen nehmen Torf und andere Sägespäne, welche dann angefeuchtet werden und dann kommt alles ins Kühlhaus, bei uns ins Gemüsefach im Kühlschrank, bis die Zeit zum Austreiben gekommen ist. Die Lagertemperaturen im Kühlhaus der Rebschule und die im Gemüsefach im Kühlschrank sind gleich.

      Ergänzung:
      - vor dem Veredeln sollten Edelreis und Unterlagen einige Stunden im Chinosolbad liegen
      - im Kühlschrank sollte alles angefeuchtet mit Chinosollösung in einer luftdichten Kunststofftüte gelagert werden.

      Nun rechne ich ja nicht mit der gleichen Erfolgsquote wie eine Rebschule, aber da die Technologie der Rebschulen fast genau nachvollzogen werden kann, müsste es ganau so funktionieren. 50% Erfolg sind OK und 75 % wären super.

      Zur besseren Bewurzelung setze ich NAA ein, wie schon beschrieben. Wenn die Bewurzelung gut funktioniert, hat die Unterlage genug Saft und Kraft, um mit dem Edelreis zusammen zu wachsen. Die Bewurzelung ist in meinen Augen der Schlüssel zum Erfolg.

      Mich würde interessieren, wie Ihr es macht und welche Erfahrungen Ihr dabei gemacht habt.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Pfropfen und Umveredeln von Reben" geschrieben. 11.11.2019

      Hier ein Filmchen, wie Rebschulen veredeln. Statt der pneumatischen Stanzmaschinen kann man Pfropfzangen verwenden. Chinosol bekommt man in der Apotheke. Achtung: Chinosol ist nicht immer Chinosol. Es muss Chinolinolsulfat-Kaliumsulfat enthalten. Manchmal ist etwas anderes (ungeeignetes) drin.

      Zum Paraffinieren geht normales Kerzenwachs - etwa gleiche Schmelztemperatur wie Rebwachs. Rebwachs enthält zusätzlich Chinosol und / oder Wachstumsstimulanzen.

      https://www.youtube.com/watch?v=BVwTaRga7Ww

      Zum Austreiben und Bewurzeln steckt man die veredelten Steckhölzer in hohe Pflanztöpfe mit gut durchlässiger Erde (Rosentöpfe). Wichtig ist, dass mehrere Augen der Unterlage in der Erde stecken, damit an mehr Stellen Wurzeln entstehen können als in normalen Pflanztöpfen. Die Pflanztöpfe sollten zum Bewurzeln warm stehen. Wenn diese Pflanztöpfe auf dem Fensterbrett in einem geheizten Zimmer stehen, empfiehlt es sich, ein Brett oder eine Styroporplatte unterzulegen, weil Fensterbretter oft eine Kältebrücke sind.

      Das Bewurzeln in Wasser ist in meinen Augen riskant, da Reben keine stauende Nässe lieben und mehr stauende Nässe als im reinen Wasser gibt es nicht. Wenn schon im Wasser bewurzeln, dann in einer lichtundurchlässigen Vase, da Licht das Bewurzeln behindert.

      Man kann das Bewurzeln befördern, wenn man dem Gießwasser Pflanzenhormone zugibt. Geeignet ist z.B. NAA (1-Naphthylessigsäure). Mit 1 g kommt man Jahre hin. Da NAA kaum wasserlöslich ist, ein paar Krümel in einem kleinen Schraubglas mit Wodka oder Korn auflösen, d.h. NAA ist in Alkohol löslich. Zum Gießen gibt man 1 bis 2 Tropfen dieser Lösung pro 1 l Gießwasser. Nicht mehr, sonst entsteht Krüppelwuchs.

      Mit Hilfe von NAA habe ich sogar Schnittblumen bewurzelt (siehe Bilder).

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Bewässerungssysteme" geschrieben. 10.11.2019

      Ich hatte im unteren Teil des Rohres einige cm hoch Lavagranulat eingefüllt, damit beim Gießen kein Schlamm ins Rohr hoch steigt.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Bewässerungssysteme" geschrieben. 09.11.2019

      Hier ein manuelles Bewässerungssystem, damit das Wasser in tiefere Bodenschichten gelangen kann:

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "November" geschrieben. 07.11.2019

      Sorten, die man lange hängen lassen kann, sind beim Eigenverbrauch der Trauben sehr wichtig, denn man kann ja die Trauben einer Rebe bzw. der gleichzeitig reifen Trauben anderer Reben/Sorten nicht alles auf einmal essen. Bei mir ist die Grenze beim Eigenverbrauch bei ca. 500 ... 1000 g pro Tag, d.h. ich brauche allein für meine beiden Tigin einen Monat. So lange müssen die Trauben ohne Qualitätsverlust hängen bleiben können. Sorten mit kurzem Erntefenster sind also nichts für mich. Leider steht in den Sortenbeschreibungen fast nie etwas zur Größe des Erntefensters.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "November" geschrieben. 06.11.2019

      Zitat
      Mein Foto ist vom 21.10 im Treibhaus!



      Für den 21.10. im Gewächshaus ist Deine blaue Rebe (Baikonur?) ganz schön spät. Bei Deinem Standort müsste die Sorte im Freien schon weiter sein.

      Wenn das wirklich Baikonur ist, dann kommen mir Zweifel, ob die küzlich von mir gekaufte Baikonur bei mir im Freien reif wird, obwohl an einer Süd-West-Hauswand.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "November" geschrieben. 06.11.2019

      Zitat
      ....Beikonur heute. Einige Reben sind gebrochen, daher nicht ganz ausgereift - aber trotzdem noch schön und gut



      Ich vermute mal, dass das keine Baikonur ist, denn diese ist blau. Eventuell eine Sortenverwechslung.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Amerikanische Rebsorten sind die pilzfesteren Rebensorten " geschrieben. 05.11.2019

      Festivee und die blaue Ontario sind positive Ausnahmen. Ich hatte beide gehabt. Festivee hatte allerdings einen für meinen Standort zu hohen SAT-Wert (2700, ich in guten Jahren 2350). Ontario wurde bei mir auch erst Mitte bis eher Ende Oktober reif. Beide Sorten sind sehr pilzfest, allerdings hatten beide Sorten kein knackiges Fruchtfleisch, sondern waren eher geleeartig. Der Geschmack war für mich nicht überragend (aber ohne störenden Foxton), so dass ich beide Sorten nicht gegessen habe, sondern Traubensaft und Traubengelee gemacht habe. Dieses Traubengelee eignet sich meiner Meinung nach gut für die Sauce von Wild und dunklen Fleisch sowie für Rotkraut.

      In den letzten Jahren haben beide Sorten den Traubenwickler und die KEF magisch angezogen, da beide besonders auf blaue und rote Sorten stehen. so dass mehrere Jahre fast alle Beeren befallen waren. Das war noch in der Vor-Organzabeutel-Ära. Das war damals das endgültige KO-Kriterium für mich.

      Die Trauben und Beeren waren bei mir nur überschaubar groß.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Amerikanische Rebsorten sind die pilzfesteren Rebensorten " geschrieben. 05.11.2019

      Zitat
      Ausserdem du sprichst von paar Traubensorten. Amis haben hunderte Sorten.



      Ich kenne keine einzige Sorte, die etwas taugt und wenn es gute Sorten gäbe, dann wären diese bekannt. In letzter Zeit haben die Amis einige anscheinend gut kernlose Sorten gezüchtet (mit Gentechnik?), die sogar in Italien angebaut werden. Allerdings sind die Amis Meister in Werbung und Marketing, so dass man nicht weiß, was diese Sorten wirklich taugen. Ich denke mal an den Hype um Red Globe, aber in Verkostungen war Red Globe immer ganz ganz hinten. Diese neuen kernlosen Reben sind auch nicht frei verkäuflich.

      Zitat
      Amerikanische Rebsorten sind die pilzfesteren Rebensorten



      Da ist zumindest teilweise etwas Wahres dran. Die meisten mir bekannten amerikanischen Sorten haben einen hohen Anteil an Fox-Genen. Das sorgt für eine recht hohe Pilzfestigkeit, aber eben minderen Geschmack. Andererseits beschreitet man in Europa neue Wege, indem zur Verbesserung der Pilzfestigkeit die Amurensisrebe und andere amerikanische Wildreben eingekreuzt werden, also nicht nur Foxreben.

      Die Amurensisrebe hat in ihrer Evolution nie die amerikanischen Pilzkrankheiten kennen gelernt und konnte deshalb keine genetisch fixierte Immunität entwickeln. Trotzdem verbessern die eingekreuzten Amurensis-Gene in der Kombination mit Genen amerikanischer Wildreben die Pilzfestigkeit gegenüber nur-Fox-Genen. Soweit mir bekannt ist, verbessern die Amurensis-Gene das Immunsystem der Reben im Allgemeinen.

      Das Einkreuzen anderer amerikanischer Wildreben verfolgt verschiedene Ziele:

      1. In manchen Gebieten ist die Reblaus wieder auf dem Vormarsch, da sich diese offenbar zunehmend an die gängigen Unterlagen "gewöhnt" hat. Mit diesen Unterlagen sollte der bekannte mehrjährige Zyklus der Reblaus unterbrochen werden. Die Reblaus ist in ihrem Zyklus jedoch auch als Blattschädling unterwegs. Die europäischen Kultursorten, die aufgepfroft wurden, sind bekanntlich gegen die Reblaus machtlos. Es gibt jdoch eine amerikanische Wildrebe, die Blattläuse gar nicht mögen: Die Cinerea--Rebe. Bei Unterlagen konnte unter Einkreuzung dieser Wildrebe erstmals vollresistente Unterlagen gezüchtet werden, z.B. Börner. Eine Einkreuzung der Cinerea-Rebe in pilzfeste interspezifische Rebsorten könnte auch das Blattstadium der Reblaus verhindern.

      2. Es gibt bekanntlich mehrere amerikanische Wildreben, die eine genetisch bedingte Pilzfestigkeit besitzen. In der Vergangenheit wurde bei interspezifischen Sorten vor allem die Fox-Rebe eingekreuzt. Mit der Einkreuzung anderer Wildreben (auch Riperia) will man die Pilzfestigkeit weiter verbessern, ohne die bekannten Foxtöne zu bekommen.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Amerikanische Rebsorten sind die pilzfesteren Rebensorten " geschrieben. 05.11.2019

      Die meisten amerikanische Sorten schmecken Bäh, haben kleine Trauben und Beeren und eine geringe Frostfestigkeit. Ich habe schon längst alle amerikanische Sorten gerodet.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "November" geschrieben. 04.11.2019

      Zitat
      Für welche Sorte hast Du so ein schönes Beet bereitet?



      Da gibt es noch keine festen Pläne. Ich hoffe doch, im kommenden Jahr für mich passende neue Sorten zu bekommen bzw. selbst zu veredeln, wenn diese als veredelte Reben nicht zu bekommen sind. Dazu hatte ich mir ja die Pfropfzange gekauft. An der Garage habe ich Platz für eine Mutterpflanze für Unterlagen geschaffen. Für Tafelreben reicht dort die Sonnenscheindauer nicht aus.

      Nach und nach bekommen alle Pflanzstellen tiefere Gruben, da es den Reben nicht gelungen ist, durch den Lehm im Bereich von ca. 0,3 ... 0,75 m unter der Oberfläche zu kommen. Durch flache Wurzelstöcke ist nun mal eine geringere Trockenfestigkeit die Folge. Natürlich geht das nur nach und nach, denn für Polarwinzer geeignete Sorten gibt es nicht wie Sand am Meer. Außerdem nutze ich die Gelegenheit, die Stockabstände in der Reihe zu erhöhen, da 1,75 m zu eng sind. Dadurch verringert sich die Anzahl der Pflanzstellen von ursprünglich ca. 30 auf ca. 17.

      Von diesen künftig nur noch 17 Pflanzstellen haben bis jetzt 9 Stück tiefere Pflanzgruben. In den nächsten Jahren habe ich also noch viel zu tun.

      Mal abgesehen von der "harten" Arbeit beim Ausheben der Gruben mit Spitzhacke und Abbruchhammer ist eines der Folgeprobleme, daß immer pro Loch etwa 8 Schubkarren vol Lehm anfallen, von denen ich nur ca. 1/2 ... 1 Schubkarre gesiebt weiter verwenden kann. Der Lehm hat, wie schon anderswo geschrieben, im trockenen Zustand die Konsistenz von Beton. Beim Sieben fällt auch wenig feinkörniger Lehm an, da der Steinanteil ca. 30 ... 40 % ist und der überwiegende Rest sind "Betonklumpen".

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "November" geschrieben. 03.11.2019

      Zitat
      Dann ist für Dich ist sinnvoll HT Röhre eingraben. Damit kannst Du tief gießen und dünnen.



      Das mache ich bereits so.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "November" geschrieben. 03.11.2019

      Heute habe ich ein Pflanzloch für eine neue Rebe gebuddelt. Zunächst habe ich die obere Erdschicht abgetragen (ca. 30 cm, ca. 7 Schubkarren) und dann mit der Spitzhacke die an dieser Stelle ca. 45 cm dicke Lehmschicht (ca. 8 Schubkarren) beseitigt, welche die Wurzeln der Reben nicht durchdringen können. Unter der Lehmschicht befindet sich ein Boden, der nur als Dreck bezeichnet werden kann, aber die Wurzeln der Reben können diesen durchdringen.

      Alles knochentrocken und der Lehm betonhart. Leider war es dieses Jahr fast wieder so trocken wie 2018.

      Dann habe ich den alten Mutterboden und etwas des Lehms gesiebt und dann die Erde für das Pflanzloch gemischt. Weitere Zutaten außer dem alten Mutterboden und des Lehms waren:
      - Grünschnittkompost (verbessert die Bodentextur) - war noch übrig von der kürzlichen Lieferung
      - eigener Kompost
      - ein paar Schäufelchen Kalk (ich habe lt. Bodenanalyse Kalkmangel)
      - ein paar Schäufelchen Diabas-Urgesteinsmehl für fehlende Spurenelemente
      - ein Schäufelchen Fe2O3- Pigment, da starker Eisenmangel lt. Bodenanalyse
      - einen kleinen Beutel Hornspäne
      - etwas Rinderdung (getrocknete Pellets)
      - zwei Schäufelchen Schwefellinsen (da Schwefelmangel lt. Bodenanalyse)

      Nun ist das Loch wieder zu und von der ganzen Arbeit ist nichts mehr zu sehen - außer einem größeren Haufen Lehm, der zu ca. 1/3 bis 1/2 aus Steinen und Tonstücken besteht. Für das Ganze habe ich ca. 4 Stunden gebraucht - mit ein paar kleineren Pausen. Heute Nachmittag waren es ca. 13 °C und da war die Gartenarbeit erträglich.

      Ich beneide die Traubenfreunde, bei denen ein kleines Pflanzloch ausreicht.

      Nun könnte der Winter endlich vorbei sein, damit ich an dieser Stelle eine neue Rebe pflanzen kann.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "November" geschrieben. 03.11.2019

      Kannst du Foto machen von diene Kapulierzange.

      https://www.amazon.de/gp/product/B07MDVT...0?ie=UTF8&psc=1

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "November" geschrieben. 03.11.2019

      Zitat
      Im Garten..... Stille.



      Die Blätter der Reben sind zwar erfroren und zu 90 % abgefallen, aber es hängen noch ca. 15 kg Trauben dran. So viel kann ich in kurzer Zeit gar nicht esssen.

      Ich hatte an anderer Stelle im Forum geschrieben, dass ich eine Monarch gerodet habe und 6 Kubikmeter Grünschnittkompost verarbeitet habe. Bei mir ist also noch einiger Betrieb im Garten und so lange das Wetter leidlich mitspielt, wird es auch so bleiben, denn es ist noch viel zu tun.

      Gestern hatte ich meine neue Kopulierzange getestet. Der Omega-Schnitt ist sehr gut geworden.

Empfänger
Dietmar
Betreff:


Text:
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Der Anbau von Tafeltrauben in Deutschland ist gar nicht schwierig und unmöglich, es liegt nicht an der Rebe, dem Wetter oder dem Boden, es ist eine Frage des Wollens, denn die Tafelrebe, eigentlich eine Liane, hat keine großen Ansprüche an den Boden. Sie ist starkwüchsig und an einem sonnigen Platz, mit dem richtigen Schnitt und ein bisschen Pflege wird sie uns mit ihren Trauben belohnen. Für kältere Lagen gibt es frühreifende Sorten die mit weniger Sonnentagen genauso zurechtkommen wie mit halbschattigen Standorten. Es gibt mittlerweile pilzwiderstandsfähige Reben, sogenannte PIWI Reben, die weniger Behandlung benötigen. In diesem Sinne, schauen Sie in unser Forum herein und lassen Sie sich inspirieren. Ihre Fragen und Diskussionen sind hier willkommen!


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