Tafeltrauben - Diskussionsforum
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Dietmar
Beiträge: 2709 | Punkte: 6368 | Zuletzt Online: 17.05.2022
Name
Dietmar
Hobbies
Tafeltrauben, Lesen, Garten, Kultur, Wohnmobil, Haus
Wohnort
Dresden außerhalb des Elbtales
Registriert am:
03.10.2017
Beschreibung
Etwa 10 km vom Elbtal (Weinanbau) entfernt auf einer Hochebene ca. 183 m über NN am Stadtrand von Dresden. Recht kontinentales Klima, d.h. Winter lang und z.T. sehr kalt, erste Sommerhälfte sehr heiß und trocken.

Wegen des Klimas gelte ich als "Polarwinzer". Meine Erfahrungen beschränken sich deshalb auf sehr pilzfeste Sorten (7 Punkte bzw. 2,5 Balla) mit einer Frostfestigkeit von mindestens -25 °C, die ultrafrüh oder sehr früh sind und deren SAT-Wert nicht höher als ca. 2300 ist.

Ich habe keine Profile bei Facebook, Google, YouTube, Twitter und Instagram.
Geschlecht
männlich
    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Mai" geschrieben. Heute

      Letzte Nacht und heute morgen sollte es lt. Deutschen Wetterdienst bei mir insgesamt reichlich 22 l/qm regnen. Das wäre der erste richtige Regen seit November letzten Jahres. Aber wie so oft, die Wetterprognosen des DWD sind die blanke Verarsche. Wenn man sehr großzügig ist, hat es 2 l/qm geregnet. Unter den Bäumen und auf dem Betonpflaster blieb es trocken. In den nächsten 2 Wochen ist kein weiterer Regen angesagt. Langsam wird es sehr problematisch. Die Sahara ist dagegen ein Feuchtbiotop.

      Da der angesagte Regen vorbei ist bzw. nicht stattgefunden hat, werde ich jetzt auch wieder mit Netzschwefel spritzen (das zweite Mal). Gegen Pero ist ein Spritzen nicht erforderlich, da bisher und in den nächsten 2 Wochen knochentrocken.

      Zum Entwicklungsstand meiner Reben:

      - 1 Rebe scheint tot zu sein.
      - Bei 4 Reben entfaltet sich gaaaaanz zaghaft das erste Blättchen - noch kleiner als 1 cm (Rebe aus vergangenem Jahr auf 2 Knospen zurück geschnitten bzw. wurzelnackte Jungreben).
      - Bei den Rest sind die Fruchtruten 10 ... 15 cm lang.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Fraß(?)schaden - welcher Schädling?" geschrieben. Gestern

      Diese Krabbeltiere haben eine Schwäche: sie müssen atmen. Und genau das kann man bei der Bekämpfung ausnutzen. Dazu verwendet man am Besten eine Wasser in Öl-Emulsion. Diese Emulsion gespritzt (Blätter von oben und unten! richtig einschwämmen und die Stiele nicht vergessen) führt dazu, dass diese Viecher ersticken.

      Solche Wasser in Öl-Emulsionen gibt es fertig zu kaufen, z.B. von Neudorff gegen Blattläuse - für viel Geld oder man braut sich selbst etwas zusammen. Man braucht für die Eigenherstellung: Irgendein Speise-Öl, was die Umwelt nicht schädigt. Dazu Wasser und einen Emulgator. Da gibt es teure Emulgatoren im Internet zu kaufen, aber es geht auch normales Spülmittel. Das Rezept ist von der Art der Kombination Wasser-Öl-Emulgator abhängig. Da muss man zunächst etwas experimentieren.
      Als Ausgangsrezept würde ich 5 : 2 : 1 nehmen.
      Ziele sind:
      - möglichst stabile Emulsion
      - nicht zu dickflüssig, damit spritzbar, wird aber weiter mit Wasser verdünnt, um eine Spritzbrühe zu erhalten.

      Also zunächst die 3 Ausgangsstoffe in ein größeres Schraubglas schütten, verschließen und kräftig schütteln. Nur wenn im Glas oben viel Luft bleibt, kann man heftig genug schütteln. Wenn eine Art weiße Milch entsteht, hat es geklappt. Leider ist einfaches Spülmittel kein allzu guter Emulgator, d.h. nach einiger Zeit entmischt sich das Ganze und das bedeutet, dass die entstandene Emulsion sofort weiterverarbeitet und gespritzt werden sollte. Die Emulsion kann weiter mit Wasser gestreckt werden, aber das Mischungsverhältnis Emulsion - Wasser ist mir im Moment nicht intus. Also mal im Internet nachlesen. Ich glaube, auch hier in den Tiefen des Forums steht etwas dazu. Vielleicht mal mit dem Suchwort Emulsion starten.

      Achtung: Nur geringe Mengen im angegebenen Verhältnis mischen, da die Emulsion später je noch mit Wasser verdünnt wird.

      Im Handel gibt es teure Produkte auf Basis von Neem-Öl zu kaufen. Neem-Öl hat so einen Bio- und Esoterik-Touch, aber es ist nicht besser als banales Rapsöl, nur viel schwerer zu einer Emulsion zu verarbeiten, denn Neem-Öl ist sehr sehr dickflüssig und für eine Emulsion braucht man einen teuren Emulgator. Auch Neem-Öl hat auf die Viecher keine chemische Wirkung, sondern erstickt diese nicht besser als ein billiges Speiseöl. Wer so etwas aber schon zu Hause hat, kann es verwenden.

      Achtung: kein Mineralöl oder andere technische Öle verwenden. Diese funktionieren zwar genau so gut, aber damit versaut man sich seine Erde. Wer mal in einem metallverarbeitenden Betrieb gearbeitet hat, kennt die Bohrmilch für Bohr-, Dreh- und Fräsmaschinen. Genau so muss die Emulsion aussehen, nur eben mit Speiseöl statt Mineralöl und ohne Giftstoffe, die eine bakterielle Zersetzung der Bohrmilch verhindern sollen.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Wie Traube an Hauswand erziehen?" geschrieben. 13.05.2022

      Ein Senkrechtkordon geht genauso, hat aber einen Nachteil. Beim Senkrechtkordon müssen die Ruten sehr kurz angeschnitten werden, z.B. auf 2 Augen. Bei manchen Rebsorten geht das ohne Probleme, bei den meisten Rebsorten ist jedoch der Ertrag an den ersten Augen einer Rute nicht vorhanden oder sehr viel kleiner als an den weiter entfernten Augen. Der maximale Ertrag liegt meist beim 4. oder 5. Auge. Man findet aber kaum Informationen, welche Rebsorte bei kurzem Anschnitt gut trägt und welche nicht. Man bekommt diese Informationen nur hier im Forum, wenn es jemand mit der geplanten Sorte so probiert hat oder wenn man es selbst probiert. So ein eigener Versuch dauert aber 4 Jahre aufwärts und im Mißerfolgsfall ist viel Zeit sinnlos vergangen. Ich hatte selbst schon einige Sorten mit kurzem Anschnitt getestet, aber bei keiner der getesteten Sorten hat der sogenannte Zapfenschnitt funktioniert. Mal grob geschätzt sind die Erfolgsaussichten nur etwa 10 ... 20 %.

      Beim Waagerechtkordon ist zwar der Rebschnitt sehr einfach, aber dort sind die Erfolgsaussichten noch viel kleiner, da beim Waagerechtkordon immer sehr kurz angeschnitten werden muß.

      Frage: wie hoch soll die Wand durch die Rebe begrünt werden?

      Hintergrund der Frage: Angenommen Du erziehst auf eine Bogrebe. Wenn diese Bogrebe in einer Höhe von z.B. 60 cm liegt und die Fruchtruten werden senkrecht nach oben gezogen, dann werden die Fruchtruten bei wüchsigen osteuropäischen Sorten locker 2 .. 3 m lang, d.h. das Ganze wird 2,6 ... 3,6 m hoch. Kürzer als knapp 2 m sollten aber die Fruchtruten nicht sein, da die Trauben zum "Ernähren" eine Reihe Blätter benötigen. Meine längsten Fruchtruten waren 7 m. Diese mußte ich dann oben in ca. 2,3 m Höhe waagerecht führen.

      Wie hoch man Fruchtruten wachsen lassen sollte, hängt von der Rebsorte ab, d.h. von der Größe der zu ernährenden Trauben und vom Standort. Am Kaiserstuhl oder der Mosel ist es so warm und sonnig, daß zur Ernährung einer Traube weniger Blätter ausreichen als in etwas kühleren Regionen, also können dort die Fruchtruten kürzer sein.

      In manchen "Fachbüchern" (ich kenne kein einziges für Tafeltrauben in dt. Sprache) wird als Erziehungsform eine mehrstöckige Version empfohlen, entweder von der gleichen Rebe oder von einer 2. Rebe. Die Autoren haben aber keine Ahnung von Tafeltrauben, denn diese sind Winzer von Weintrauben und diese sind sehr viel weniger wüchsig und die Traubengrößen und der Ertrag pro Rebe sind sehr viel kleiner als bei modernen Tafeltraubensorten. Also können bei Weintrauben die Fruchtruten kürzer sein und damit der Abstand zwischen den Etagen.

      Ergo: Je nach Deinen Standortbedingungen (Klima) müßte die 2. Etage in einer Höhe von ca. 2,6 m beginnen. Das geht nur, wenn man mit einer Leiter arbeitet und das kann je nach Bodenbedingungen recht gefährlich sein (Standfestigkeit der Leiter).

      Ein mir persönlich bekannter und sehr erfahrener Hobbywinzer ist dabei tödlich verunglückt. Es geht viele Male gut, aber irgendwann geht das schief.

      In Weinbaugebieten sieht man recht häufig mit Weinreben begrünte Hauswände an der Straße, aber auf einer Straße steht eine Leiter recht stabil, nicht aber auf Erdboden.

      Es gibt auch ein weiterer Aspekt zu beachten: Die Hausbegrünungen in den Weinbaugebieten sind europäische Weintrauben, die ohne Spritzen zwangsweise total verpilzen. Moderne Tafeltraubensorten aus Osteuropa und z.T. Nordamerika sind Kreuzungen aus einer europäischen Sorte und für die Pilzfestigkeit mit einer oder mehreren amerikanischen und oder asiatischen Pilzsorten oder Kreuzungen zwischen Piwi-Sorten. Die Pilzfestigkeit von pilzfesten Sorten ist aber sehr unterschiedlich und praktisch in keinem Fall so hoch, daß (an einer Hauswand) gar nicht gespritzt werden muß. Man sollte aber auf keinem Fall nach oben spritzen, da sonst der Spritznebel von oben auf einem herab nieselt und man zwangsweise im Spritznebel duschen würde und diesen einatmet. Bei wirklich wirksamen Spritzmitteln ist das Einatmen sehr gefährlich - kann zu Lungenkrankheiten und Krebs und sogar zu DNA-Veränderungen führen. Ich spritze deshalb mit einer 1 m-Verlängerung und mit FFP2-Maske, und meine Reben sind nur 2,5 m hoch.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Mai" geschrieben. 11.05.2022

      Gestern und heute waren hier die Maximaltemperaturen 28 °C und so startet die Vegetation voll durch, auch die Reben. Im April noch war Sachsen das kälteste Bundesland und alles schlief noch den tiefen Winterschlaf. Bei 5 Reben passiert noch nichts, aber noch bin ich guter Hoffnung.

      Ein großes Problem ist die anhaltende Dürre. Der letzte ordentliche Regen war im November letzten Jahres. Bis April ging es noch mit der Bodenfeuchte, da saukalt und dadurch wenig Verdunstung, aber im Mai wurde es zunehmend wärmer und dadurch ist nun der Boden knochentrocken. Die Regentonnen sind leer und der Brunnen trocken und der Sommer hat noch gar nicht begonnen. Wenn man die Rückschau des Deutschen Wetterdienstes ansieht, dann gab es zumindest einige kleinere Niederschläge, aber diese Rückschau ist die blanke Verarschung. Die meisten dieser kleinen Niederschläge hat es in Wirklichkeit gar nicht gegeben oder sie waren so klein, daß nichts in die Regentonnen gelangte. Ich hatte schon einige Male über den sinnfreien DWD geschrieben. Ich verstehe ja notfalls, daß mal eine Prognose daneben geht, aber auch die sogenannten Ist-Werte in der Rückschau liegen sehr oft weit daneben. Das liegt daran, weil der DWD kaum noch Meßstationen hat, die das wirkliche Wetter messen. Stattdessen wird auch das Ist-Wetter nur simuliert bzw. per Wettersatellit abgeschätzt und die Wettermodelle taugen nichts ohne ein Netz von Wetterstationen mit deren Meßwerten als Ankerpunkte. Der tatsächliche Niederschlag wird also nicht gemessen, sondern nur simuliert und die meisten Simulationen liegen weitab der Wirklichkeit. Es kann sein, daß der Niederschlag per Regenradar geschätzt wird, aber dieses mißt ja nicht den Niederschlag, sondern die Dichte der Regenwolken. Über einem großen Stadtgebiet wie Dresden steigt gewöhnlich Thermik auf und das verhindert oft das Abregnen der so seltenen Regenwolken.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Biologisch-dynamischer Anbau von Tafeltrauben" geschrieben. 22.04.2022

      Bei den heutigen Spritpreisen ist der Kostenunterschied zwischen Traktor und Pferd nicht mehr so groß. Außerdem düngen die Pferde so nebenbei. Mein eigener Weingarten ist für Pferde zu klein. Im nächsten Jahr werden ich dann für die Bodenbearbeitung den Osterhasen einfangen und abrichten.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Treiben der veredelten Hölzer" geschrieben. 21.04.2022

      Zitat
      Vielleicht interessant:
      https://youtu.be/1BRuu6LW-UY



      An sich sehr interessant, aber diese Veredelung kenne ich schon aus einem Video einer Rebschule, aber Schpak zeigte, daß es auch eine Nummer kleiner geht, also in kleinen Stückzahlen. Leider war der Film gerade dann zu Ende, als es für mich interessant wurde - nämlich, was kommt danach, also das Treiben. Da ich keinen Heizraum habe, brauche ich eine Treibmethode, die auch ohne Heizraum funktioniert. Hat Schpak im Film etwas dazu gesagt?

      Leider ist mein Russisch nur rudimentär.

      Frage: Was ist das für ein braunes Substrat? Für Sägespäne ist es zu braun und für Torf zu hell.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Rebe Pilz Krankheit welche Mittel" geschrieben. 15.04.2022

      Zitat
      Bis zu welcher Phase darf man eigentlich mit Netzschwefel bearbeiten? Bis zur Blüte? oder auch danach?



      Das kommt darauf an, denn dafür gibt es keine einfache Antwort.

      Netzschwefel an sich ist für den Menschen ungefährlich. Früher gab es alle möglichen Medikamente mit Schwefel, z.B. Cremes, Haarwasser usw. und es wurde von einigen Ärzten sogar empfohlen, Schwefel gegen Akne zu essen. Vor einigen Jahren wurden alle schwefelhaltigen Lebensmittel auf Druck von der Pharmaindustrie von der EU verboten, nicht weil Schwefel gesundheitsschädlich ist, sondern weil es im Vergleich zu den überteuerten Medikamenten zu billig ist und zu gut wirkt. Schwefelhaltige Thermalquellen wurden aber nicht verboten. Dagegen hätte die Tourismusindustrie interveniert. Dabei wird auch viel Schwefeloxid inhaliert.

      Wie wirkt der Netzschwefel gegen Pilzerkrankungen?

      Nicht der Schwefel selbst wirkt gegen die Pilze, sondern die Schwefeloxide, die sich beim Verdampfen bilden. Normales Schwefelpuder verdampft jedoch zu langsam, deshalb ist Netzschwefel erforderlich. Netzschwefel ist deshalb wesentlich feiner vermahlen, da die Verdampfungsgeschwindigkeit von der Partikelgröße abhängig ist. Der verdampfte Netzschwefel wird kalt, also ohne Flamme oxydiert.

      Nun zu Deiner Frage:

      Auf der Packung steht eine Wartezeit von 56 Tagen, aber nicht, weil der S giftig wie andere Spritzmittel ist. Eigentlich kommt dieser Wert von den Weintrauben. Schon geringste Mengen von Schwefel verursachen im Faß beim Gären Weinfehler, weil Weinhefen abgetötet werden können.

      Tafeltrauben sollen aber nicht vergoren werden. Es gibt daher Quellen, die bei Tafeltrauben von einer Wartezeit von 28 Tagen ausgehen, also mindestens 28 Tage von der Spritzung bis zur Lese.

      Es gibt aber einen naturwissenschaftlichen Fakt beim Netzschwefel. Die Verdampfungsgeschwindigkeit ist außer der Partikelgröße auch von der Temperatur abhängig. Bei mäßigem Sommerwetter (ca. 20 °C) verdampft der gespritzte Netzschwefel zum größten Teil innerhalb einer Woche und nur solange ist die Rebe geschützt. Im Hochsommer bei heißen Temperaturen verdampft der gespritzte Netzschwefel schon in ca. 3 Tage, d.h. die Schutzdauer beträgt auch nur 3 Tage. Bei tieferen Temperaturen wie z.B. im Herbst verdampft der Netzschwefel viel langsamer, d.h. im Herbst muß die Wartezeit viel länger sein, damit es bei Vergären nicht zu Weinfehlern kommt. Daher die Wartezeit von 56 Tagen bei Weintrauben.

      Noch ein paar Tipps:

      1. Spritze immer mit einer Schutzmaske mit Schutzgrad P2, wie z.B. auch die FFP2-Masken gegen Corona. Ansonsten besteht die Gefahr des Einatmens von Aerosolen und im Allgemeinen sind Fungizide für Menschen sehr gefährlich, wenn diese eingeatmet werden --> Vergiftung, Krebsgefahr, Schädigung der DNA (Ausnahmen: Milch/Molke, Backpulver)

      2. Jeder Maske nur einmal benutzen!

      3. Nicht Überkopf und gegen den Wind spritzen!

      4. Dosierungen und Wartezeiten exakt einhalten.

      5. Keine im Blühen befindliche Gescheine Spritzen! Das Spritzmittel verklebt die Käppchen der Blüten, so daß diese nicht abgesprengt werden können, so daß keine Befruchtung stattfinden kann.

      Zu Beachten: S ist ein Kontaktmittel, d.h. nur die beim Spritzen benetzte Flächen der Rebe sind geschützt. Man muß also beide Blattseiten benetzen. Anfangs ist das leicht möglich, aber später entwickelt sich ein dichter Busch und da geht das nicht mehr. Eine lockere Erziehung der Blattwand ist da förderlich. Deshalb spritze ich dann mit systemischen Mitteln.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "März 2022" geschrieben. 31.03.2022

      Die Temperaturangaben der Wetterdienste beziehen sich auf eine Messhöhe von 2 m. Das bedeutet, daß die Temperaturen unterhalb von 2 m einige Grad tiefer sein können.

      Dazu kommt, daß die Zuverlässigkeit von Wetterprognosen nicht größer ist, als ein Blick in die Glaskugel. Die Prognosen des Deutschen Wetterdienstes liegen in der Regel im Bereich von +-6 Grad. Kachelmannwetter ist deutlich zuverlässiger.

      Junge Triebe sind bei Temperaturen unter 0 °C gefährdet und sollten, wenn möglich, vor Frost geschützt werden. Noch nicht ausgepflanzte Reben sollten erst nach den Eisheiligen ausgepflanzt werden. Bei älteren Reben im Freiland sind die jungen Triebe auch gefährdet, aber ältere Reben haben Reserveaugen, aus der neue Triebe austreiben können.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Steckling einpflanzen" geschrieben. 18.03.2022

      Ich würde eine Nordseite nicht wählen, aber ich hatte bisher noch keine Reben für längere Zeit drinnen kultiviert. Auf den ersten Blick könnte man meinen, daß die Reben auf der Nordseite langsamer wachsen als auf der Südseite, da weniger Licht, aber dem ist nicht so. Weniger Licht bedeutet meist schnelleres Wachstum mit dünneren Trieben.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Steckling einpflanzen" geschrieben. 18.03.2022

      Auf alle Fälle drinnen aufziehen bis nach den Eisheiligen. Hier in Dresden kann es noch nach den Eisheiligen (bis ca. 22.05.) Nachtfrost geben, in westlichen Bundesländern wahrscheinlich nicht so lange.

      Ich empfehle auch, in Abstand von 2 Wochen mit Netzschwefel zu spritzen (bei schönen Wetter draußen! - damit Wohnung nicht beeinträchtigt wird). Drinnen droht in erster Linie Oidium, da die Luftfeuchte für Pero zu niedrig sein sollte. Ich empfehle auch, Gelbsticker bereit zu halten. Wegen der hohen Energiekosten scheint die Blumenerde nicht mehr sterilisiert zu werden. Aus Eiern in der Erde könnten große Mengen winziger Fliegen schlüpfen.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Steckling einpflanzen" geschrieben. 17.03.2022

      Ob Kokoserde geeignet ist, weiß ich nicht, da vermutlich ohne Nährstoffe. Es sollte aber auf jeden Fall gekaufte Blumenerde sein, da Erde aus dem Garten mit viel Ungeziefer und dessen Eiern verseucht ist. Auch Regenwürmer und deren Eier wären eine Gefahr, da diese ohne Alternativen die Wurzeln des Stecklings abfressen würden.

      Generell ist von einem Steckling im Garten abzuraten. Zum einen ist es in Weinbauregionen verboten und kann mit mehreren Tausend Euro geahndet werden (Reblausgefahr). Außerhalb eines Weinbaugebietes ist es zwar straffrei, aber Trauben und Beeren von wurzelechten Reben sind deutlich kleiner als von gepfropften Reben. Bei bestimmten Bodentypen, z.B. kalkreiche Böden, wachsen ungepfropfte Reben gar nicht.

      Wurzelechte Reben machen in meinen Augen nur Sinn, wenn diese zur Herstellung von Edelreisen dienen sollen.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Nutzung von Wärmestrahlung der Sonne" geschrieben. 16.03.2022

      Schwarze Steine unter den Reben helfen nicht gegen Spätfröste, weil diese in der Regel nicht auftreten, wenn die Sonne scheint, sondern Nachts. Die Steine heizen sich bei Sonnenstrahlung etwas auf und geben diese Wärme Spätabends bzw. Nachts wieder ab. Wenn die Steine Wärme speichern sollen, müssen diese auch eine Masse haben, denn je höher die Masse, desto größer das Wärmespeichervermögen. Das bedeutet, daß die Steinschicht auch eine gewisse Dicke haben sollte. Ist die Steinschicht nur dünn, dann heizt sich diese auch auf, analog wie eine schwarze Teichfolie und während der Sonnenstrahlung verbessert sich dadurch das Mikroklima, aber eine dünne Steinschicht oder eine Teichfolie können nur sehr wenig Wärme speichern. Trotzdem verwendet man z.B. in Norwegen schwarze Teichfolie zum Rebenanbau. Wichtig bei Folie ist, daß die Reben etwas tiefer im Boden stehen (in einer Kuhle), damit auch die Folie bei den Reben etwas vertieft ist, damit Regenwasser zur Rebe fließt.

      Der frühere Austrieb kann mit einem erhöhten Risiko für Spätfröste einher gehen, da dann die Reben früher austreiben.

      Die Korngröße bei der Lava hängt tatsächlich damit zusammen, daß kleinkörnige Lava vom Rasenmäher eingesaugt wird.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Starke Preissteigerungen bei Düngemitteln" geschrieben. 14.03.2022

      Wir reden hier von etwa 25 ... 30 % der Weltproduktion, die durch den Ukrainekrieg für den Weltmarkt ausfallen. Es betrifft alle der wichtigsten Nährstoffe: N + P + K. Für die Industrieländer ist kaum mit einer Verknappung zu rechnen, aber die Preise werden durch das Mißverhältnis von Angebot und Nachfrage drastisch steigen. "Wir" können auch die höheren Preise stemmen. Die Leidtragenden in dieser Sache sind die ärmeren Entwicklungsländer, die schon vorher Spitz auf Knopf gewirtschaftet haben. Ohne den nun viel teureren Dünger sinken die Erträge, was eine Hungersnot auslösen wird. Werden die nun viel teureren Dünger doch gekauft, werden die erzeugten Lebensmittel so teuer, daß diese von einem großen Teil der Bevölkerung nicht mehr gekauft werden können.

      Was können wir tun?

      In den meisten dt. Böden gibt es eine Überversorgung mit K und P - außer z.B. Sandböden. Das ist ein historisches Erbe aus der Überdüngung aus der Vorkriegszeit. Wie schon bemerkt, ist der N-Dünger das Hauptproblem. Dazu kommen die Katalysatoren für die Stickoxide. Diese "Abgase" der Dieselmotoren waren zwar für die menschliche Atmung ein Problem, aber für die Pflanzenwelt waren die Stickoxide eine kostenlose Stickstoffdüngung und damit ein Segen. Der "Ausfall" der Düngung durch die Stickoxide muß zunehmend durch eine stärkere Stickstoffdüngung ersetzt werden.

      Was können wir tun?
      Ich verwende dezent Hornspäne. Hier ist es mal von Vorteil, daß D eine so riesige Viehwirtschaft hat. Ich vermute mal, daß künftig die Nachfrage nach Hornspänen steigen wird und die Herstellung kann in D noch gewaltig gesteigert werden. Hornspäne sind ein langsam wirkender Stickstoffdünger und sollten deshalb im zeitigen Frühjahr ausgebracht und etwas eingearbeitet werden. Das Problem für uns ist, daß eine Stickstoffdüngung in der zweiten Hälfte der Vegetationsperiode viele Nachteile hat, z.B. höhere Pilzanfälligkeit, vegetatives statt generatives Wachstum, fehlendes Aroma, stätere Reife usw.. Man kann aber einmal ausgebrachte Hornspäne nicht einfach "abschalten". Bei mineralischen Stickstoffdüngern gibt es Typen mit unterschiedlich langer Wirkung, so daß man das so steuern kann, daß in der zweiten Hälfte der Vegetationsperiode der Gehalt von Stickstoffdüngern im Boden abgesunken ist.

      Was kann die Landwirtschaft machen?

      Ich habe kürzlich einen Film über die Zukunft der Landwirtschaft gesehen. Dort hatte der "Düngerstreuer" lauter Einstoffdünger, also keine Kombidünger. In kurzen Abständen bei der Fahrt über das Feld wurde der Nährstoffgehalt des Bodens gemessen und nur an den Stellen wurde nur der Nährstoff gedüngt, der nicht ausreichend vorhanden war. Auf diese Weise konnten ca. 30 % der Düngemittel eingespart werden im Vergleich zum Ist-Zustand, wo nur an einer Stelle im Feld (oder mehreren) der Nährstoffgehalt im Labor bestimmt wird. Im Moment ist so ein futuristischer Düngerstreuer wahnsinnig teuer, aber bei teureren Düngemitteln eher wirtschaftlich sinnvoll, auch weil bei einer Massenanwendung der Preis des Düngerstreuers stark sinken wird.

      Ich persönlich hatte schon im vergangenem Sommer meinen Düngerbedarf an Mineraldünger, darunter auch reiner Stickstoffdünger, gedeckt, nicht weil ich vom jetzigen Ukrainekrieg etwas geahnt hatte, sondern weil ein 25 kg-Sack pro kg viel billiger war als eine Kleinpackung. Da ich Mineraldünger nur sehr sparsam einsetze, reiche ich mindestens 10 Jahre. Glück gehabt.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "März 2022" geschrieben. 06.03.2022

      Ich hatte im Herbst meine letzte Tigin abgesägt und muss diese jetzt noch roden. Der Stamm hat immerhin einen Durchmesser von ca. 7 ... 8 cm. Bevor ich eine neue Rebe setzen kann, muss ich noch mit der Spitzhacke ein Pflanzloch durch die betonharte Lehmschicht hacken. Das ist nunmehr die letzte Pflanzstelle, an der nur ca. 20 cm Mutterboden ist und darunter die ca. 40 cm dicke Lehmschicht. Da es hier seit Jahren viel zu trocken ist, ist dieser Lehm nur mit der Spitzhacke zu bearbeiten. Letztes Jahr gab es hier normale Niederschläge, aber das Wasser ist noch nicht in größerer Tiefe angekommen. Dieser Winter ist mal wieder viel zu trocken. Seit Monaten hat es nicht geregnet oder geschneit, so dass sich kein Grundwasser bilden konnte.

      Dann gibt es ja noch ein Leben außerhalb der Tafeltrauben. Vor der Rebensaison muss ich noch Schacht- und Erdarbeiten erledigen sowie ca. 8 qm pflastern samt Frostschutzschicht unter dem Pflaster und noch einiges mehr. Das alles möchte ich noch vor der Rebensaison erledigen, aber ich habe keine Lust, das bei der jetzigen Kälte zu machen. Deshalb hoffe ich auf das Frühjahr.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "März 2022" geschrieben. 04.03.2022

      Zitat
      So,der Frühling ist Kalendarisch da,



      Na ja, wettermäßig ist davon noch nichts zu spüren. In den nächsten 2 Wochen ist jede Woche Nachtfrost angesagt und tagsüber knapp über 0 °C. Das ist kälter als im Januar und Februar. Wo bleibt denn nur der Frühling?

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Februar 2022" geschrieben. 27.02.2022

      Der Krieg wird, egal wie er ausgeht, für Jahre den Transfer neuer Sorten aus der Ukraine und aus Russland sehr schwierig bis unmöglich machen, so dass man nur noch auf die Sorten hoffen kann, die schon in D, Polen und Slovakei sind. Wenn Russland gewinnt, dann geht gar nichts mehr, denn Russland wird sehr dicht gemacht werden.

      Ich werde auch Slava Ukraini pflanzen, wenn diese wurzelnackte Rebe den Winter überstanden hat.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Phosfik" geschrieben. 17.02.2022

      Vielen Dank für den Hinweis! Besser man hat, als man hätte.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Februar 2022" geschrieben. 16.02.2022

      Ich habe nur noch 17 Reben, da ich den Abstand in der Reihe vergrößert habe. Dazu mußten über die letzten Jahre die alten Reben gerodet und neue gepflanzt werden. Dadurch habe ich jetzt alles Jungreben in verschiedenem Alter und da gab es noch nicht so viel zu schneiden.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Februar 2022" geschrieben. 15.02.2022

      Entgegen meinen Gewohnheiten habe ich heute den Rebschnitt gemacht, da es 10 °C warm war und die Sonne zeitweise schien (sonst erst einige Wochen später). Hauptsache, es kommt kein harter Wintereinbruch mehr.

Empfänger
Dietmar
Betreff:


Text:
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Der Anbau von Tafeltrauben in Deutschland ist gar nicht schwierig und unmöglich, es liegt nicht an der Rebe, dem Wetter oder dem Boden, es ist eine Frage des Wollens, denn die Tafelrebe, eigentlich eine Liane, hat keine großen Ansprüche an den Boden. Sie ist starkwüchsig und an einem sonnigen Platz, mit dem richtigen Schnitt und ein bisschen Pflege wird sie uns mit ihren Trauben belohnen. Für kältere Lagen gibt es frühreifende Sorten die mit weniger Sonnentagen genauso zurechtkommen wie mit halbschattigen Standorten. Es gibt mittlerweile pilzwiderstandsfähige Reben, sogenannte PIWI Reben, die weniger Behandlung benötigen. In diesem Sinne, schauen Sie in unser Forum herein und lassen Sie sich inspirieren. Ihre Fragen und Diskussionen sind hier willkommen!


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