Tafeltrauben - Diskussionsforum
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Dietmar
Beiträge: 953 | Punkte: 1979 | Zuletzt Online: 19.06.2019
Name
Dietmar
Hobbies
Tafeltrauben, Lesen, Garten, Kultur, Wohnmobil, Haus
Wohnort
Dresden
Registriert am:
03.10.2017
Beschreibung
Etwa 10 km vom Elbtal (Weinanbau) entfernt auf einer Hochebene ca. 183 m über NN am Stadtrand von Dresden. Recht kontinentales Klima, d.h. Winter lang und z.T. sehr kalt, erste Sommerhälfte sehr heiß und trocken.

Wegen des Klimas gelte ich als "Polarwinzer". Meine Erfahrungen beschränken sich deshalb auf sehr pilzfeste Sorten (7 Punkte bzw. 2,5 Balla) mit einer Frostfestigkeit von mindestens -25 °C, die ultrafrüh oder sehr früh sind und deren SAT-Wert nicht höher als ca. 2300 ist.

Ich habe keine Profile bei Facebook, Google, YouTube, Twitter und Instagram.
Geschlecht
männlich
    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Biologisch-dynamischer Anbau von Tafeltrauben" geschrieben. 17.06.2019

      Zitat
      Genau Ditmar,wenn das ist pflanzlich müsste nach meine Einschätzung auch den Reben gut tun,aber wie weit.?



      Mit solchen Schlußfolgerungen würde ich sehr vorsichtig sein. Es gibt Hunderttausende bis Millionen Pflanzenarten und nur ganz wenige sind in Form von deren Wirkstoffen gut für die Reben im Sinne von Kräftigung oder Pflanzenschutz. 99% ist nur Esoterik.

      Bei Menschen ist das ähnlich. Es gibt unzählige pflanzliche Gifte und weil diese von Pflanzen stammen, sind diese trotzdem für Menschen giftig bis tödlich.

      Auch eine Unterscheidung einer Substanz hinsichtlich der Art der Erzeugung, also, ob pflanzlich oder durch chemische Synthese, ist nicht oft nicht sinnvoll. Es bleibt trotzdem die gleiche Substanz.

      Unterschiede betreffs Herstellung pflanzlich oder chemisch:
      - oft ein Cocktail verschiedener Substanzen bei pflanzlicher Herstellung - mal ist das gut, aber manchmal auch schlecht
      - nur die Zielsubstanz bei der chemischer Herstellung - ohne Verunreinigungen wie bei pflanzlicher Herstellung
      - Bei chemischer Herstellung exakte Dosis des Wirkstoffes, bei pflanzlicher Herstellung kann die tatsächliche Dosis des Wirkstoffes sehr unterschiedlich sein - von unwirksamer Dosis bis starker Überdosierung - ist nicht reproduzierbar.

      Grün angehauchte Menschen sind der Meinung, dass pflanzlich hergestellte Mittel besser seien als die gleichen Mittel, aber chemisch hergestellt. Das sagt deren Bauchgefühl. Da die allermeisten Grünen keine fundierten Kenntnisse in technischen und Naturwissenschaften besitzen, ist deren Bauchgefühl meist falsch. Gut gemeint ist eben das Gegenteil von gut gemacht.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Biologisch-dynamischer Anbau von Tafeltrauben" geschrieben. 15.06.2019

      Schwefel für den Weinbau muß - egal ob mit Wasser als Netzschwefel gespritzt oder als Puder bestäubt - sehr sehr fein vermahlen, d.h. feinkörnig sein. Nur bei solch sehr fein gemahlenem Schwefel haben die Partikerl so hohe Oberflächenspannungen, daß eine kalte Oxydation zu Schwefeloxiden stattfindet. Diese sehr feine Vermahlung ist ein Grund, warum Netzschwefel sehr viel teurer ist als normales Schwefelpulver.

      Normales Schwefelpulver hat aufgrund der sehr viel größeren Partikel nur sehr kleine Oberflächenspannungen, die nicht für eine kalte Oxydation ausreichen. Ohne kalte Oxydation bilden sich aber keine Schwefeloxide, so dass normales Schwefelpulver keine Wirkung als Fungizid hat.

      Es gibt eine Ausnahme: In Gewächshäusern werden z.T. Schwefelverdampfer einegesetzt. Der Schwefeldampf oxydiert noch leichter als Netzschwefel. In diese Schwefelverdampfer kann man billiges Schwefel mit groben Partikeln einfüllen. Der Schwefel wird ohnehin geschmolzen.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Spritzen während der Blütezeit" geschrieben. 15.06.2019

      Zitat
      https://www.goizper.com/blogmatabi/elali...oreadores-2.png



      Der Link funktioniert bei mir leider nicht.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Biologisch-dynamischer Anbau von Tafeltrauben" geschrieben. 13.06.2019

      Zitat
      Kann schon jemand probiert mit anorganischen Schwefel die Reben behandeln?



      Schwefel ist immer anorganisch! Jeder, der Netzschwefel gespritzt hat, hat anorganischen Schwefel gespritzt. Es gibt keinen organischen Schwefel! Schwefel ist für Menschen weitgehend ungiftig - für Pilze übrigens auch. Ganz feinkörniger Schwefel hat jedoch sehr hohe Oberflächenspannungen, weshalb dieser ohne Flamme "verbrennt", d.h. kalt oxydiert wird. Diese Schwefeloxide wirken dann gegen die Pilzinfektionen, aber auch gegen andere Mikroorganismen. Dadurch verbraucht sich der gespritzte Netzschwefel je nach Außentemperatur in ungefähr einer Woche auf, bei sehr hohen Temperaturen schneller.

      Netzschwefel wirkt auch gegen diverse Hauterkrankungen, d.h. man kann sich selber Haarwasser (z.B. gegen Neurodermitis) und Cremes herstellen, da Schwefelmedikamente in der EU auf Betreiben der Pharmaindustrie verboten wurden, damit die Kranken auf sehr viel teurere Medikamente angewiesen sind, die mehr Profite bringen als billige Medikamente. Wer sich seine Schwefelmedikamente nicht selbst herstellen will, muss eben eine Thermalquelle mit Schwefeloxiden benutzen, z.B. Saturnia in der Toskana.

      Ob man Schwefel essen kann, hängt davon ab, welche und wie viele Verunreinigungen drin sind. Früher hat man z.B. Akne mit Schwefel behandelt, indem man Schwefel gegessen hat (von innen) und die Haut von außen mit Schwefelwasser (aufgeschlämmter Netzschwefel) gegen Entzündungen behandelt hat. Ob das Schwefelessen wirkte, weiß ich nicht. Ich habe mal ein Sicherheitsdatenblatt von Netzschwefel gelesen. Danach soll er außer Schwefel keine andere Chemikalien enthalten. Ob das bei allen Sorten so ist, weiß ich nicht.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Spritzen während der Blütezeit" geschrieben. 12.06.2019

      Ich habe deshalb gefragt, weil ich befürchte, dass der Pollen beim Spritzen verklebt wird, d.h. daß das Spritzmittel auch nach dem Trocknen den Pollen bzw. die Käppchen verklebt.

      Warum Spritzen bei dieser Witterung?

      Es stimmt, dass die Pero-Gefahr bei dieser Dürre gering ist, aber das trockene Wetter fördert Oidium.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Duaxo" geschrieben. 25.05.2019

      Hier ist eine Beschreibung in Deutsch:

      https://yellowbreadshorts.com/2220-how-t...ion-dosage.html

      Allerdings habe ich nicht gelesen, gegen welche Pilzkrankheiten das Zeug schützen soll.

    • Dietmar hat das Thema "Duaxo" erstellt. 25.05.2019

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Alle Reben kränkeln - Hilfe" geschrieben. 25.05.2019

      Zitat
      Die Reben treiben jedenfalls gerade alle wieder neu von schlafenden Augen aus.



      Das hatte ich vermutet. Also: don't panic!

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Pflanzenschutz" geschrieben. 24.05.2019

      Übrigens wird bezüglich Insektensterben von den Grünen Glyphosat verantwortlich gemacht, aber Glyphosat ist für Insekten ungiftig und der Rest der Begründung steht auch auf wackligen Beinen. Der Hauptgrund des Insektensterbens bezüglich Chemikalieneinsatz sind die Insektizide, denn diese töten die Insekten wahllos, nicht nur die Schadinsekten. Hier spielt die enorme Ausweitung des Maisanbaus eine Rolle (Spritzen gegen den Maiszünslers), der Schutz des Saatgutes mit Insektiziden und die KEF. Ohne Spritzen gegen die KEF gäbe es fast keinen Obst- und Weinbau mehr in Europa und das sind gigantische Flächen. Die KEF geht zwar nicht auf Äpfel, aber die Apfelplantagen werden trotzdem mit Insektiziden gespritzt (Apfelwickler). Sonst wären viele Äpfel madig.
      Auch die Wälder werden teilweise mit Insektiziten gespritzt, z.B. gegen den Borkenkäfer, die Miniermotte usw.. In manchen Jahren werden auch die Kartoffeln mit Insektiziden gespritzt (Kartoffelkäfer).
      Selbst in Städten werden Insektizide großflächig eingesetzt, vor allem in älteren Häusern mit Holzbauteilen. Sonst würden die Holzteile von allen möglichen Holzschädlingen aufgefressen, z.B. Holzwürmer, alle möglichen Käfer und Termiten. Allein in Hamburg sind zig Tausende Häuser mit Termiten befallen. Da die Häuser beheizt werden, überleben die Termiten den Winter.

      Fazit: Der überwiegende Anteil der Landesfläche Deutschlands wird mit Insektiziden gespritzt und dadurch gibt es nur noch wenige geschützte Rückzugsgebiete für Insekten. Insofern sollte man auch als Kleingärtner nach Lösungen ohne Insektiziden suchen. Profiwinzer setzen z.B. zunehmend Pheromondisperser gegen den Traubenwickler ein, aber das funktioniert nur in großen, zusammen hängenden Anbaugebieten und Randgebiete müssen trotzdem gespritzt werden.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Pflanzenschutz" geschrieben. 24.05.2019

      Gegen den Traubenwickler hilft auch XenTari, nur ist die Wirkungsdauer max. eine Woche und das wird bei dem Mittel ähnlich sein. Aber XenTari ist Bio und ist für andere Insekten ungiftig. XenTari ist nur für Eulenfalter giftig, z.B. auch den Apfelwickler, den Buchsbaumzünsler und den Maiszünsler. Das bedeutet, man muss den Zeitpunkt der Eiablage des Traubenwicklers genau kennen und der ist jedes Jahr und auch an jedem Ort anders. Ich hatte letztes Jahr getestet, die Organzabeutel schon bei Erbsengröße aufzuziehen. Das hat auch gegen den Traubenwickler geholfen (0 Befall). Nur darf das Aufziehen der Organzabeutel nicht später erfolgen, denn der Traubenwickler legt seine Eier recht zeitig. Trotz des Extremsommers gab es keine Hitzeschäden. Nebeneffekt: auch kein Sonnenbrand.

      In manchen Anbaugebieten gibt es einen Warndienst zum Traubenwickler.

Empfänger
Dietmar
Betreff:


Text:
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Der Anbau von Tafeltrauben in Deutschland ist gar nicht schwierig und unmöglich, es liegt nicht an der Rebe, dem Wetter oder dem Boden, es ist eine Frage des Wollens, denn die Tafelrebe, eigentlich eine Liane, hat keine großen Ansprüche an den Boden. Sie ist starkwüchsig und an einem sonnigen Platz, mit dem richtigen Schnitt und ein bisschen Pflege wird sie uns mit ihren Trauben belohnen. Für kältere Lagen gibt es frühreifende Sorten die mit weniger Sonnentagen genauso zurechtkommen wie mit halbschattigen Standorten. Es gibt mittlerweile pilzwiderstandsfähige Reben, sogenannte PIWI Reben, die weniger Behandlung benötigen. In diesem Sinne, schauen Sie in unser Forum herein und lassen Sie sich inspirieren. Ihre Fragen und Diskussionen sind hier willkommen!


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