Tafeltrauben - Diskussionsforum
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Dietmar
Beiträge: 1665 | Punkte: 3896 | Zuletzt Online: 08.04.2020
Name
Dietmar
Hobbies
Tafeltrauben, Lesen, Garten, Kultur, Wohnmobil, Haus
Wohnort
Dresden außerhalb des Elbtales
Registriert am:
03.10.2017
Beschreibung
Etwa 10 km vom Elbtal (Weinanbau) entfernt auf einer Hochebene ca. 183 m über NN am Stadtrand von Dresden. Recht kontinentales Klima, d.h. Winter lang und z.T. sehr kalt, erste Sommerhälfte sehr heiß und trocken.

Wegen des Klimas gelte ich als "Polarwinzer". Meine Erfahrungen beschränken sich deshalb auf sehr pilzfeste Sorten (7 Punkte bzw. 2,5 Balla) mit einer Frostfestigkeit von mindestens -25 °C, die ultrafrüh oder sehr früh sind und deren SAT-Wert nicht höher als ca. 2300 ist.

Ich habe keine Profile bei Facebook, Google, YouTube, Twitter und Instagram.
Geschlecht
männlich
    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "April" geschrieben. Heute

      Es hat schon wieder 4 Wochen keinen Tropfen geregnet und in den nächsten 2 Wochen ist nichts angesagt. Dadurch wird die Freude über das schöne Wetter getrübt. Ich mußte heute eine Notbewässerung durchführen, wodurch das Regenfaß mit dem Wasser vom Februar zu 3/4 geleert wurde. Mein Brunnen ist immer noch fast leer, da nach 2 trockenen Jahren auch der letzte Winter sehr trocken war. Nur im Februar gab es eine normale Niederschlagsmenge, aber dieses Wasser ist nicht bis zum Grundwasser durchgedrungen. Mit den höheren Temperaturen und dem Dauersonnenschein trocknet die Erde immer stärkerer aus und manche wintergrünen Gehölze werfen deshalb jetzt ihre Blätter ab.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Kurzvorstellung und Frage zur Stammerziehung" geschrieben. Gestern

      Zitat
      Muskat Blau hat Foxton? Niemals gehört oder geschmeckt.



      Zweifellos, denn MB hat ja seine Pilzfestigkeit vom Einkreuzen der Foxrebe und MB ist ja noch aus der ersten Generation der Piwis, wo der Foxton noch recht stark war. Sonst hätte MB ja nicht diese hohe Pilzfestigkeit. Bestimmt kommt diese Pilzfestigkeit durch ca. 90 % durch die Foxgene und zu ca. 10 % durch die zähen Beerenhäute zustande. Allerdings ist der Foxton in Verbindung mit dem Muskatton so "ausgewogen", daß er kaum als störend wahrgenommen wird. Foxton und Foxton sind eben nicht das Gleiche. Das gilt nicht nur für die Intensität, sondern auch bezüglich Aroma.
      Letztlich ist es oft ein Zufall, welche Gene der Elternsorten sich im "Kind" wiederfinden.

      Dafür gibt es auch bei vielen osteuropäischen Sorten Beispiele, z.B. Talismax X ... . Viele Sorten haben die gleichen Eltern und haben oft ähnliche Eigenschaften, aber in manchen Eigenschaften sind sie doch verschieden.

      Garnier hat sicherlich auch bei MB unzählige Kreuzungen mit beiden Eltern durchgeführt und irgendwann hat das genetische Würfelspiel MB hervor gebracht.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Kurzvorstellung und Frage zur Stammerziehung" geschrieben. 06.04.2020

      Zitat
      Dass es die einzige Sorte die ich kenne, die fruchtigen Foxton(sehr beliebt bei Kindern und Frauen) und Muskataroma von Europäer in sich vereint.



      Wie ist das mit Muskat Bleu? Fruchtiger Foxton (nicht so stark wie bei NYM) und Muskatton ergänzen sich doch auch optimal und es gibt wohl nur sehr wenige Menschen, die sich am Foxton von Muskat Bleu stören. Mir persönlich hat MB besser als NYM geschmeckt, aber was nutzt mir eine Sorte, die in 4 von 5 Jahren total verrieselt war? Bei NYM war immer etwas dran zum Naschen - ist nicht so zickig wie MB.
      Bei Verkostungen ist MB immer ganz vorn - wenn nur nicht die weniger guten Eigenschaften wären und da gibt es eine Menge, weshalb ich ja schon vor Jahren MB gerodet habe.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Kurzvorstellung und Frage zur Stammerziehung" geschrieben. 06.04.2020

      Zitat
      Was ist Fuchs Geschmack?



      Um die Pilzwiderstandsfähigkeit von Reben zu verbessern, wurden europäische Kultursorten mit amerikanischen Wildreben gekreuzt, denn die Pilzkrankheiten kommen aus Amerika und die amerikanischen Wildreben haben in den Jahrmillionen Evolution gelernt, den Pilzkrankheiten zu trotzen. Zunächst wurde für die Kreuzung die Foxrebe benutzt (Fox=Fuchs=Labrusca).
      Insbesondere bei den ersten Generationen von pilzwiderstandsfähigen Wein- und Tafeltrauben wurde zwar die Pilzfestigkeit verbessert, aber ungewollt wurden auch Geschmack und Aroma der Foxrebe teilweise übernommen. Die Foxrebe sorgt bei hohem Genanteil für einen pfeffrig, modrigen Geschmack und bei manchen wird sogar Brechreiz ausgelöst. Bemerkenswert dabei ist, daß verschiedene Menschen unterschiedlich darauf reagieren. Insbesondere Frauen und Kinder schmecken diese Fremdtöne seltener oder gar nicht. Mit jeder Züchtungsgeneration versuchte man, die Pilzfestigkeit zu verbessern oder zu erhalten und den Foxton so gut es geht wegzuzüchten.
      Heutzutage schmecken vor allem amerikanische Sorten etwas danach und New York Muskat ist eine davon. Von europäischen PiWi-Sorten bei Tafeltrauben fällt mir bei handelstypischen Sorten im Moment nur Muskat Bleu und Venus mit stärkerem Foxton ein, aber bei Muskat Bleu (eigentlich eine Weintraube) stört dieser geringe Foxton nicht.
      Bei etwas geringeren Anteilen an Foxgenen entstehen diverse Fruchttöne, z.B. Erdbeer, Himbeer, Gummibärchen, schwarze Johannisbeeren, Süßkirsche, Ananas u.a.. Besonders Kinder der Cola-Generation lieben den Gummibärchengeschmack. Leider schmecken alle diese Fruchttöne irgendwie falsch, aber manche stören sich nicht daran. Empfindliche Mensche reagieren trotzdem recht negativ darauf, aber andere stört es überhaupt nicht. Du darfst Dir da nicht etwas einreden lassen. Dein eigener Geschmack ist ausschlaggebend.

      Vor längerer Zeit hatte ich auch mal New York Muskat. Vorteile sind vor allem die (bei mir) sehr hohe Pilzfestigkeit und das starke Muskataroma. Nachteile sind relativ kleine Trauben und Beeren. Aber Größe ist nicht alles. Der Geschmack sollte ausschlaggebend sein und da nicht unser Geschmack, sondern Deiner. Die Traubenfreunde hier im Forum haben auch ihre persönlichen Vorlieben. Der eine rodet nach einiger Zeit enttäuscht eine Sorte, während andere sie toll finden.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "April" geschrieben. 05.04.2020

      Die Idee mit dem Eimer ist nicht schlecht. Ich habe aber nicht so viel Eimer. Ich habe deshalb meine ausgetriebenen getopften Reben so gestellt, daß diese erst nach 15 Uhr besonnt werden, auch in den letzten Tagen (nach 16 Uhr). Ich versuche so, die Reben an die Sonne zu gewöhnen.

      Meine ausgepflanzten Reben schlafen noch den tiefsten Winterschlaf und können deshalb keinen Sonnenbrand bekommen. Aber vielleicht ändert sich das, wenn es längere Zeit warm ist.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "April" geschrieben. 05.04.2020

      Ich bin Urmel gefolgt und habe meine Jungreben auch vom Winterschutz befreit. In meiner Gegend gibt es in 50 % der Jahre Eisheilige und die letzten Spätfröste waren 2019. Wenn sich in diesem Jahr das Wetter an die Statistik hält, müßten die Eisheiligen 2020 ausfallen.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "April" geschrieben. 04.04.2020

      Hier soll es noch 2 Frostnächte geben, aber ab der Nacht zum Dienstag soll es in der Nacht deutlich über den Gefrierpunkt werden und das bedeutet auch bei mir, über die Entfernung des Angehäufelten nachzudenken, denn ich möchte vermeiden, daß bei höheren Temperaturen die Edelreise Wurzeln bilden.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag ""Neue" Masche beim Betrug" geschrieben. 04.04.2020

      Hier ein Screenshot dieser neuen Masche.

      Ich habe nichts bestellt und außerdem gibt es diese Sendungsnummer gar nicht.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag ""Neue" Masche beim Betrug" geschrieben. 03.04.2020

      Ich bekomme seit Tagen immer wieder emails, in denen ich aufgefordert werden, einige Euro Versandkosten zu bezahlen, sonst bleiben die Sendungen bei der Post liegen und werden nicht weiter verschickt.

      Viele bestellen jetzt online und da klopfen Betrüger auf den Busch und wollen abzocken. Bei kleinen Geldbeträgen hoffen diese, daß man weniger wachsam ist und auch wegen z.B. 2 Euro keine Anzeige stellt und wenn ja, daß die Polizei solche Ermittlungen wegen Belanglosigkeit nicht aufnimmt.

      Bei mir war das klar, denn ich hatte nichts bestellt und der Absender der email war auf keinen Fall DHL oder ein anderer Paketdienst, sondern nur ein kryptischer Name.

      Außerdem nehmen die Paketdienste von Onlineshops nur Sendungen an, die bezahlt wurden. Nachträgliche Forderung eines angeblichen Paketdienstes gibt es somit nicht.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "April" geschrieben. 02.04.2020

      Zitat
      ich habe gedacht, dass sie daheim vorgetrieben sind, und so soll doch kein Problem geben, wenn sie aufwachen...




      Meine sind noch "daheim", entweder getopft oder die eigenen Veredelungen noch im Kühlschrank.

      So sehr es innerlich "juckt", da ich wettermäßig nahe Sibirien wohne, gibt es hier mehr und spätere Nachtfröste als in einer Weinbaugegend und so muß man sich zusammen reißen und nicht gleich wegen ein paar wärmerer Tage alles ins Freie pflanzen. Etwa jedes zweite Jahr gibt es hier noch Spätfröste bis ca. 22. Mai, auch in den letzten etwas wärmeren Jahren.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "April" geschrieben. 01.04.2020

      Zitat
      Hoffentlich werden wir kein Frost mehr haben.



      Dein Wort in Gottes Gehörgang, aber ich fürchte, zu Ostern gibt es hier wieder Frost, aber die Vorhersagen der Wetterfritzen ändern sich ohnehin fast jeden Tag.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "März 2020" geschrieben. 31.03.2020

      Meine getopften wurzelnackten Reben haben jetzt alle grüne Knospen und zum Teil schon kleine Blättchen. Im Momente räume ich die sieben Töpfe jeden Tag zur Mittagszeit raus und zum frühen Abend wieder rein ins Haus.
      Warum die ganze Mühe:
      - Im Haus ist es zu dunkel. Ich habe keinen Platz mehr an den Fenstern der Südseite. Im Freien ist die Lichtmenge um Zehnerpotenzen größer als im Hausinneren.
      - Die Reben sollen nicht zu schnell wachsen, da sie erst nach den Eisheiligen ausgepflanzt werden können. Die niedrigen Temperaturen draußen (3...4 °C) zwischen Mittag und Abend sollen das Wachstum bremsen ohne daß die Reben im dunkleren Haus in die Höhe schießen. Eigentlich sind das 2 sich ausschließende Ziele oder neudeutsch: ein Zielkonflikt.

      Da ja mein Frühjahrsurlaub in die Karibik wegen Corona abgesagt wurde, kann ich schon ab ca. Mitte April die selbst veredelten Hölzer bei 28 ... 30 °C vortreiben lassen. Nach den Eisheiligen haben diese Reben dann die Größe, um ausgepflanzt zu werden. Im schlimmsten Fall scheitert mein eigenes Veredelungsprogramm und da sehe ich mich eben im August bei Jakob und ab November bei Slovplant um. Von einem Edelreis habe ich noch ein paar Stück übrig, ebenso einige ungeblendete Hölzer von Unterlagen. Diese Unterlagshölzer werde ich bewurzeln und austreiben lassen und wenn diese Unterlagsreben groß genug sind, versuche ich eine Holz auf Grün-Veredelung.

      Irgendwas wird schon oder wie das auf Neu-Russisch heißt: Будет.

      Dieses Будет ist in Ostdeutschland teilweise eingedeutsch worden und verkörpert hier einen gewissen Fatalismus, der Zukunft gelassen entgegen zu sehen. Ich weiß nicht, ob die Russen dies auch so sehen oder ob diese Deutung hier von der Originalbedeutung abweicht.

      Im Moment stehen da noch einige Reben, die ich vor dem Roden noch einmal abernten möchte und wenn es mit den neuen Reben nicht klappt, rode ich eben ein Jahr später. Vor der Neupflanzung muß ich auch noch die großen und tiefen Pflanzgruben in den harten tonigen Lehm buddeln bzw. mehr mit der Spitzhacke hacken. Die Löcher, die ich im Spätwinter gebuddelt hatte, gingen relativ gut, weil der ansonsten betonharte Lehm zwar trotzdem noch die Spitzhacke erforderte, aber bei weitem nicht so hart war wie sonst im Sommer oder Herbst.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Drucksprühgerät" geschrieben. 30.03.2020

      Ich kenne nur die Gloriaspritze und einige Billigspritzen. Die Billigspritzen waren alle total untauglich.

      Das Problem bei Gloria und anderen Spritzen ist die höhere Viskosität von z.B. Netzschwefel und von Kupferspritzmitteln, d.h. diese Spritzbrühen sind recht dickflüssig. Damit kommen die Düsen der Spritzgeräte in der Preisklasse von Gloria nicht gut klar. Schon nach wenigen Sekunden Spritzen ist die Düse verstopft. Dann schlage ich die Düse an der Spritzlanze mal gegen einen Weinbergspfahl und man kann wieder einige Sekunden spritzen. Mit wässrigen Spritzmitteln wie zum Beispiel Phosfik und Backpulverlösungen kommen alle Spritzen gut zurecht.

      Das Problem besteht darin, daß bei 3 Bar-Spritzgeräten die Spritzdüsen meist nicht gewechselt werden können. Eine mögliche Lösung wäre, die Bohrung der Spritzdüse um ein paar Zehntel mm aufzubohren. Im Moment haben aber die Baumärkte geschlossen und in der Regel haben Heimwerker keine Bohrer, die einige Zehntel größer als 1 mm sind, zu Hause. Wenn Du eine Bohrmaschine mit Maschinenschraubstock hast, kannst Du schrittweise etwas aufbohren, aber ohne diese Hilfsmittel ist das recht gefährlich (hohes Verletzungspotential). Also auf keinen Fall die Düse in der Hand festhalten und mit der Handbohrmaschine bohren!

      Warum schrittweise? Wenn das Loch zu stark aufgebohrt wird, dann kann man die dünnflüssigen Spritzmittel nicht mehr richtig verdüsen. Man sollte sich deshalb langsam an den optimalen Lochdurchmesser heran tasten und immer wieder mit Wasser und mit Netzschwefelbrühe testen

      Die anderen Modelle kenne ich nicht. Wenn diese auswechselbare Düsen haben und es Kegelstrahldüsen mit verschiedenen Bohrungsdurchmessern und Flachstrahldüsen als Zubehör gibt, würde ich an Deiner Stelle so eine Spritze nehmen, denn dann kannst Du die Düse aufschrauben, die sich für die Viskosität der Spritzbrühe am besten eignet.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Kaliumiodid" geschrieben. 29.03.2020

      Zitat
      wir haben Alle Jod Mangel



      Das ist tatsächlich so, weil in D die Erdkruste wenig Jod enthält und damit auch alle Lebensmittel, die in D erzeugt wurden.

      Deshalb wird ja Speisesalz auch jodiert. Es gibt zwar Speisesalz auch ohne Jod, aber das ist eigentlich für den normalen Küchengebrauch nicht vorgesehen und es ist zu kritisieren, daß das nicht auf der Verpackung steht.

      Wofür ist unjodiertes Salz? Zum Beispiel zum milchsauren Einlegen von Weißkraut, Gurken, Gemüse usw. . In Osteuropa ist das noch immer recht verbreitet. Wenn das Salz hierfür mit Jod wäre, würde das die Milchsäurebakterien töten und das eingelegte Zeug würde vergammeln.

      Es ist richtig, daß das Jod im Speisesalz nicht ausreicht, um den Jodbedarf des Menschen zu decken. Da aber alle Unternehmen der Lebensmittelbranche angehalten sind, jodiertes Salz zu verwenden, ist die Jodaufnahme auf diese Weise mehrfach höher als nur aus dem Salzstreuer bzw. beim Selbstkochen, z.B. in Wurstwaren, Käse, Frischkäse, Brot, Backwaren und vielem mehr.

      Trotzdem ist es nicht verkehrt, mindestens einmal alle zwei Wochen Seefisch zu essen - ich betone Seefisch und kein Fisch aus Binnengewässern. In Seefisch ist auch viel Omega3-Fettsäure enthalten, was die Zellwände stabilisiert.

      Gerade in Zeiten einer Epidemie ist die Stärkung des Immunsystems sehr wichtig und dazu zählt eine ausgewogene vitaminreiche Ernährung und nicht nur Fertigfutter. Ein starkes Immunsystem kann mit Erregern besser fertig werden als ein schwaches. Es kommt nicht nur auf Vitamin C an, wie viele denken. Auch die Vitamina A, B... und D (und E) sind für ein starkes Immunsystem sehr wichtig. Vegetarier sind da glatt im Nachteil, denn bestimmte Vitamine und wichtige Mineralien gibt es nur in tierischen Produkten. Dazu gehört auch Eisen, was u.a. im "Blutfarbstoff" enthalten ist. Das Eisen ist entscheidung für die zeitweise Bindung des Sauerstoffs in der Lunge und den Transport in die Zellen. Da COVID19 eine Lungenkrankheit ist und oft gleichzeitig eine bakterielle Lungenenzündung auftritt, wird der Lunge die Atmung erschwert, d.h. mit vielen roten Blutkörperchen (viel Eisen erforderlich) kann mehr Sauerstoff bei eingeschränkter Atmung aufgenommen werden und das kann den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen.

      Nun ist es nicht sinnvoll, nun massenhaft Nahrungsergänzungsmittel (Vitamine, Mineralien) zu schlucken, denn in gesunder und abwechslungsreicher Nahrung ist genug enthalten.

      Nur zwei Nahrungsergänzungsmittel machen jetzt besonderen Sinn, aber viel hilft nicht viel, nur das Optimum ist sinnvoll:

      1. Vitamin D: kann kaum durch Nahrungsmittel aufgenommen werden. Es wird im eigenen Körper bei Einwirkung von UV-Strahlung gebildet. Im Winterhalbjahr bekommen wir viel zu wenig UV-Strahlung ab, da zu wenig Sonne und zu viel Kleidung. Sonnenbänke oder UV-Lampen wären auf den ersten Blick eine Lösung, aber diese erhöhen das Hautkrebsrisiko deutlich. Man kann kein Feuer löschen, wenn man Benzin reingießt. Bei Nichtvegetariern ist die Vitaminaufnahme von Vitamin D die einzigste sinnvolle Pille.
      Früher dachte man, daß Vitamin D nur für das Skelett erbraucht wird, aber jetzt weiß man, daß bei Vitamin D-Mangel das Immunsystem stark geschwächt ist und daß auch Depressionen (Winterdepression) die Folge sein können. Im Winterhalbjahr ist deshalb pro Tag ein Dragee mit 1000 i.E. sehr sinnvoll. Im Sommerhalbjahr brauchen das Leute, die viel im Freien sind, nicht. Um genug Vitamin D herstellen zu können, braucht der Körper nicht so viel UV-Licht wie für einen Sonnenbrand, sondern viel weniger.

      2. Omega3-Fettsäuren
      Diese stabilisieren die Zellwände und behindern Erreger damit etwas, in die Zellen einzudringen. Wer einmal pro Woche oder alle 2 Wochen Seefisch ißt, braucht keine Dragees zu schlucken, ansonsten wären Nahrungsergänzungsmittel mit Omega3-Fettsäuren sinnvoll, z.B. alle 2 Tage ein Dragee.

      Wie beim Düngen gilt: Viel hilft nicht viel und kann sogar schaden. Also nicht sinnlos Pillen schlucken, sondern nur Defizite ausgleichen. Bei Vegetariern sollten nicht nur zu Epidemiezeiten die Vitamine als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden, die es fast nur in tierischen Lebensmitteln gibt, z.B. Vitamine A und B....

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "März 2020" geschrieben. 28.03.2020

      Viel früher als in anderen Jahren werde ich in den nächsten Tagen mit der Austriebsspritzung beginnen. Meine Reben im Freiland schlafen zwar noch den tiefsten Winterschlaf, aber meine getopften wurzelnackten Reben treiben wegen den höheren Temperaturen im Haus, wo sie unter "nächtlichem Ausgangsverbot" stehen, aus. Der Grund für den Hausarrest sind frostige Temperaturen in der Nacht. Gestern und Heute war es tagsüber recht warm, aber Nachts gab es trotzdem Frost. Die beiden letzten Tage erhielten diese Reben "Ausgang" bis vor die Haustür, aber Abends mußten sie wieder rein. Die nächsten Tage sollen auch tagsüber kälter werden. Daraus folgt: auch tagsüber Hausarrest. Nur zum Spritzen dürfen sie mal kurz frische Luft schnappen.

      Weil also die Knospen schon anfangen aufzubrechen, werde ich mal mit einer kleinen Halbliterspritze mit Netzschwefel spritzen.

      Eine Spritzung gegen Pero halte ich noch nicht für erforderlich, da es im Haus nicht regnet und Draußen ist es für Pero zu kalt und regnen tut es draußen ja auch nicht. Wenn das Niederschlagsgeschehen so weitergeht, wird 2020 noch trockener als 2018.

    • Dietmar hat das Thema "Hauswand hinter den Reben gespritzt" erstellt. 27.03.2020

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Pflanzjahr Containerrebe? Alter erkennen? Stammhöhe bestimmen?" geschrieben. 27.03.2020

      Wenn Du vorsichtig dabei warst und Du nicht die feinen Wurzeln beschädigt hast, dann ist das jetzt OK. Man muß das Pflanzen nicht mit der "Schmiege" vornehmen. Hierfür reichen einige Grundregeln:

      1. nicht tiefer pflanzen als im Topf.
      2. Die Veredelungsstelle sollte ungefähr eine Handbreit über dem Boden liegen. Das sind je nach Handgröße ca. 8 ... 9 cm.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Pflanzjahr Containerrebe? Alter erkennen? Stammhöhe bestimmen?" geschrieben. 26.03.2020

      @winter_71

      Ich begrüße Dich hier im Forum. Ich hoffe, Dir macht dieses Hobby viel Spaß. Wenn man erst einmal die Anfangsschwierigkeiten überwunden hat, ist die Gefahr groß, daß der Anbau von Tafeltrauben regelrecht süchtig macht, denn es gibt immer wieder neuere Sorten mit größeren Trauben und Beeren und besseren Geschmack. Irgendwann reicht dann die Gartengröße nicht mehr aus.

      Das Wichtigste bei der Sortenwahl ist die Berücksichtigung Deiner Standortbedingungen. Alle Sorten sind Schall und Rauch, wenn diese nicht reif werden. Es gibt bezüglich Reifezeiten riesige Unterschiede. Wenn Anbieter Reifezeiten angeben, dann beziehen sich diese bei internationalen Sorten auf den Standort Nowotscherkassk in Südrussland und bei nationalen Sorten auf ein wärmeres Weinbaugebiet in Deutschland. Wenn Du schlechtere Standortbedingungen hast, dann kann die Reifezeit bei Dir 4 - 6 Wochen länger sein als vom Anbieter angegeben. Ich wohne am Stadtrand von Dresden außerhalb des Elbtales auf 183 m über NN. Bei mir reifen alle Sorten 4 bis 6 Wochen später als in einem warmen Weinbaugebiet in Westdeutschland und die meisten Sorten werden leider gar nicht reif.

      Man unterscheidet das Makroklima und das Mikroklima.

      Das Makroklima ist davon abhängig, wo genau Du wohnst.

      Das Mikroklima beschreibt das konkrete Klima am unmittelbaren Standort der Rebe. Wenn z.B. die Rebe relativ lange abgeschattet wird, dann verschlechtert sich das Mikroklima etwas im Vergleich zum Makroklima. Ein Standort an einer Süd- oder Süd-West-Wand verbessert dagegen die konkreten Standortbedingungen um im Durchschnitt einige Zehntel Grad. Das bedeutet, an einer derartig ausgerichteten Hauswand werden auch noch einige Sorten reif, die im Freiland nicht mehr reif werden. In meinem Garten macht das etwa 14 Tage Reifezeit aus. Innerhalb eines Gartens kann sich das Mikroklima recht stark unterscheiden.

      Bevor man Dir irgendwelche Sorten empfiehlt oder Du Dich an Sorten von uns orientierst, wäre es sinnvoll, wenn Du mal etwas zu Deinem Makroklima (Standort, Höhe über Meeresspiegel) und dem Mikroklima an Deinen Pflanzstellen schreibst.

      Zu Deinen Sorten:
      Muskat Bleu hat einen sehr guten Geschmack und eine hohe Pilzfestigkeit, aber eben auch einige Nachteile. Einer davon ist, daß eine Beere von Muskat Bleu 4 große störende Kerne hat. Ich kenne keine Tafeltraube, die so viele und so große Kerne hat. Insofern widerspricht Muskat Bleu Deinem Wunsch nach kernlosen oder kernarmen Sorten.

      Ansonsten sind Deine Sorten, so diese bei Dir reif werden, gute Sorten zum Lernen für Anfänger. Es gibt bessere Sorten, aber da sollte man für einen erfolgreichen Anbau schon einige Erfahrungen haben. Sonst wird das nichts. Wenn Dir Dein neues Hobby dauerhaft Spaß macht und Du einige Jahre Erfahrungen gesammelt hast (nach 5 ... 6 Jahren), dann kannst Du Dich an schwierigere Sorten wagen.

      Ganz allgemein zu kernlose Sorten:

      Fast alle kernlose Sorten haben folgende Nachteile:

      1. geringe Frostfestigkeit - ist kein Problem in Weinbaugebieten, aber ein Problem in kühleren Lagen, in denen es auch mal strengere Fröste geben kann.
      2. relativ lange Reifezeiten - kein Problem in Weinbaugebieten, aber in anderen Lagen ein günstiges Mikroklima erforderlich.
      3. meist nur mittlere Pilzfestigheit - Es gibt keine Sorte, die man überhaupt nicht spritzen muß. Einige wenige Sorten wie Muskat Bleu überstehen mal ein Jahr mit günstiger Witterung ohne zu Spritzen, aber dann ist der Pilzbefall im nächsten Jahr um so stärker. Sehr pilzfeste Sorten sollten mindestens 3 mal im Jahr, Sorten mit mittlerer Pilzfestigkeit aber mindestens 5 mal im Jahr spritzen, d.h. ohne Spritzen wird das mit kernlosen Sorten nichts. Zum Vergleich: Äpfel werden pro Jahr ca. 30 mal gespritzt und das oft mit harten Chemikalien. Bei pilzwiderstandsfähigen Tafeltrauben kommt man mit milden Spritzmittel aus. Tafeltrauben aus der Kaufhalle wurden dagegen bis zu 15 mal und mehr im Jahr mit harten Fungiziden gespritzt, da keine pilzwiderstandfähige Sorten..
      4. kernlose Sorten mögen vor allem Kinder, aber eben auch Vögel, da kleine Beeren schnabelgerecht sind. Nach meinen Erfahrungen sind Stare und Amseln am gefräßigsten.
      5. Profianbauer von kernlosen Sorten puschen die Beerengröße mit Pflanzenhormonen, aber diese sind hier im Forum verpönt wie alle vermeidbare harte Chemie. Es gibt aber für wärmere Standorte osteuropäische kernlose Sorten, die relativ große Beeren ohne Pflanzenhormona haben und die Sorten aus den Supermärkten allemal toppen.

      Es gibt aber recht viele kernarme Sorten, d.h. diese haben nur wenige Kerne oder nur einen Kern, der/die im Vergleich zur Beerengröße recht klein sind.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "März 2020" geschrieben. 26.03.2020

      Der Frosch im Glas der Wetterfritzen hat wahrscheinlich auch Corona. Bis auf morgen und übermorgen geht der Winter hier bis Ostern weiter, aber selbst morgen und übermorgen ist Bodenfrost angesagt. Meine getopften Reben, die wegen dem Nachtfrost Hausarrest haben, scharren mit den Wurzeln und treiben aus. Um das ein bißchen zu dämpfen, werde ich die Reben tagsüber rausstellen, wo es kühler ist als im Haus.
      Ab und an wechseln die Wetterfritzen zwischen einer Prognose mit der Glaskugel, aus dem Kaffeesatz oder auf den Frosch (mit Leiterchen) im Glas, aber eines bleibt immer gleich: die Wetterprognosen sind für die Katz.
      Vielleicht gibt es wieder ein Ostern im Schnee, aber da müßte es ein paar Niederschläge geben und der März bringt da wieder negative Rekorde.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "März 2020" geschrieben. 25.03.2020

      Bis auf kommenden Freitag und Sonnabend soll der Winter hier in den nächsten 16 Tagen weiter bleiben. Ich kann nur hoffen, daß nun endlich der Frühling kommt und die Wetterfritzen ihre Glaskugeln putzen und für besseres Wetter sorgen.

      Ich hatte schon geschrieben, daß ich einige wurzelnackte Reben eingetopft hatte (weil der Kühlschrank voll mit von mir selbst veredelten Reben und restlichen Edelreisern ist). Wegen der Frostgefahr mußte ich diese Töpfe mit den Reben ins Haus holen und nach einigen Tagen Ausgangsverbot für die Reben, beginnen diese nun aus Protest auszutreiben. Das ist für hiesige Klimabedingungen zu früh, denn hier kann es bis zum 22. Mai Nachtfrost geben. Wenn die Reben jetzt schon aufwachen, dann werden diese am 22 . Mai schon sehr groß geworden sein, schließlich sind das noch 2 Monate.

Empfänger
Dietmar
Betreff:


Text:
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Der Anbau von Tafeltrauben in Deutschland ist gar nicht schwierig und unmöglich, es liegt nicht an der Rebe, dem Wetter oder dem Boden, es ist eine Frage des Wollens, denn die Tafelrebe, eigentlich eine Liane, hat keine großen Ansprüche an den Boden. Sie ist starkwüchsig und an einem sonnigen Platz, mit dem richtigen Schnitt und ein bisschen Pflege wird sie uns mit ihren Trauben belohnen. Für kältere Lagen gibt es frühreifende Sorten die mit weniger Sonnentagen genauso zurechtkommen wie mit halbschattigen Standorten. Es gibt mittlerweile pilzwiderstandsfähige Reben, sogenannte PIWI Reben, die weniger Behandlung benötigen. In diesem Sinne, schauen Sie in unser Forum herein und lassen Sie sich inspirieren. Ihre Fragen und Diskussionen sind hier willkommen!


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