Tafeltrauben - Diskussionsforum
[b][/b]
[i][/i]
[u][/u]
[code][/code]
[quote][/quote]
[spoiler][/spoiler]
[url][/url]
[img][/img]
[video][/video]
Smileys
smile
smile2
spook
alien
zunge
rose
shy
clown
devil
death
flash
sick
heart
idee
frage
blush
smokin
mad
sad
wink
frown
crazy
grin
hmm
laugh
mund
oh
rolling_eyes
lil
oh2
shocked
cool
[mail][/mail]
[pre][/pre]
Farben
[rot][/rot]
[blau][/blau]
[gruen][/gruen]
[orange][/orange]
[lila][/lila]
[weiss][/weiss]
[schwarz][/schwarz]
Dietmar
Beiträge: 479 | Punkte: 781 | Zuletzt Online: 26.05.2018
Name
Dietmar
Hobbies
Tafeltrauben, Lesen, Garten, Kultur, Wohnmobil, Haus
Wohnort
Dresden
Registriert am:
03.10.2017
Beschreibung
Etwa 10 km vom Elbtal (Weinanbau) entfernt auf einer Hochebene ca. 183 m über NN am Stadtrand von Dresden. Recht kontinentales Klima, d.h. Winter lang und z.T. sehr kalt, erste Sommerhälfte sehr heiß und trocken.

Wegen des Klimas gelte ich als "Polarwinzer". Meine Erfahrungen beschränken sich deshalb auf sehr pilzfeste Sorten (7 Punkte bzw. 2,5 Balla) mit einer Frostfestigkeit von mindestens -25 °C, die ultrafrüh oder sehr früh sind und deren SAT-Wert nicht höher als ca. 2300 ist.

Ich habe keine Profile bei Facebook, Google, YouTube, Twitter und Instagram.
Geschlecht
männlich
    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Tafeltrauben in Topf und Kübel" geschrieben. Gestern

      Zitat
      ohne viel Kalk gibt kaum Trauben.



      Es kommt auf die richtige Menge an, also auf die Balance, wie oft im Leben und nicht auf das Extrem. Also nicht kiloweise Kalk streuen, um kiloweise Trauben ernten zu wollen.

      Auch für Kalzium gibt es Antagonisten, d.h. ein Zuviel an Kalzium behindert die Aufnahme von Magnesium, Kalium, Bor, Eisen; Zink und Mangan. Allerdings muss man da schon einen sehr hohen Kalkgehalt im Boden haben.

      Ich hatte ja schon eine Orientierung geschrieben:

      Alle 3 Jahre ca. 80 g Kalk pro Quadratmeter, bei Sandboden etwas mehr. Wenn man nun diese Menge auf einen Kübel umrechnet, also die Fläche (Erdoberfläche) des Kübels ins Verhältnis zu einen Quadratmeter setzen. Die Erdoberfläche des Kübels (wenn rund) ist ca. 3,14*Radius*Radius bzw. 3,14/4 *Durchmesser*Durchmesser. Der regelmäßige Kalkbedarf für einen Kübel liegt also nur im Grammbereich. Das ist nur die Erhaltungskalkung, also den Ersatz des Verlustes durch Niederschläge und Gießen. Dann gibt es noch Kalkverluste durch den Entzug durch die Reben und da insbesondere durch den Rebschnitt und die Trauben (viel weniger). Da ich aber die gehäckselten Ruten vom Rebschnitt wieder der Weinplantage zuführe, kann ich diesen Kalkverlust bei mir vernachlässigen. Wer das Hächselgut nicht zurück führt, muss eben ein paar Gramm Kalk mehr düngen.

      Wer eine Weinplantage hat, sollte alle 5 ... 7 Jahre mal eine Bodenanalyse machen lassen. Danach kennt man auch den Kalkgehalt im Boden und zur Auswertung einer Bodenanalyse gehört auch eine Bewertung der Nährstoffgehalte, meist im Bereich von Mangelversorgung bis Überversorgung, sowohl optisch in einem Diagramm, als auch als Zahlenwert und auch als Kategorie von A bis E.

      Diese Erhaltungskalkung hat aber nur indirekt mit dem pH-Wert zu tun. Wer einen niedrigen (sauren) pH-Wert hat, muss zusätzlich soviel Kalk zugeben, bis der pH-Wert im gewünschten Bereich liegt, aber bitte nur langsam zusätzlich Kalken und nicht gleich eine größere Menge. Nach einigen Wochen erneut den pH-Wert messen und bei Bedarf eine weitere kleine Menge Kalk streuen.

      Welche Böden neigen zu zu niedrigem pH-Wert:
      - mit viel Torf
      - mit Rindenmulch oder kompostiertem Rindenmulch (Huminsäure)
      - Sandböden
      - Nadeln von Nadelbäumen kompostiert und diesen Kompost zugeführt

      Der ehemals saure Regen dürfte der Vergangenheit angehören.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Biologisch-dynamischer Anbau von Tafeltrauben" geschrieben. Gestern

      Zitat
      Habe noch vor, gegen den Traubenwickler, Traubenfliege und anderen krabelnden, kriechenden und saugenden ungebetenen Gästen ausprobieren.



      Ich bin an Erfahrungen zum Traubenwickler interessiert.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Tafeltrauben in Topf und Kübel" geschrieben. Gestern

      Zitat
      woher bekomme ich den Kalk um den Boden wieder nicht sauer zu machen?



      Kalk gibt es in jeden Bau- und Gartenmarkt, meist in 20 kg-Säcken oder in 5 kg-Schachteln - je kleiner die Abpackung, desto teurer. Für einen Kübel braucht man jedoch viel weniger. Bei Zimmerpflanzen würde ich gar kein Kalk geben, da oft kalkphop.

      Als Gärtner sollte man wissen, dass jedes Jahr durch Niederschläge und Gießen ca. 50 ... 80 g Kalk/Quadratmeter ausgewaschen wird. Wenn man keinen kalkreichen Boden hat, sollte der Verlust alle ca. 3 Jahre ausgeglichen werden. Das ist grob eine Handvoll pro Quadratmeter. Kalk ist das wichtigste Düngemittel überhaupt, nicht bloß zur Einstellung des pH-Wertes. Pflanzenaschen bestehen zu über 40 % aus Kalziumverbindungen. Kein anderer Nährstoff wird mehr gebraucht. Deshalb gibt es Kalk in so großen Packgrößen.

      Kein Kalk: für Moorbeetpflanzen, Heidelbeeren, Rhododendren, Azaleen usw..

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Tafeltrauben in Topf und Kübel" geschrieben. Gestern

      Zitat
      Wie kann man die Erde den PH wert messen, bzw ob sauer oder nicht sauer?



      Gehe mal zu Amazon und gebe ph-wert ein und Du bekommst Hunderte Angebote. Im Prinzip gibt es zwei technische Möglichkeiten:

      a) spezielle Papierstreifen, die sich je nach pH-Wert verfärben und
      b) kleine elektronische Meßgeräte

      Zu a) Hier wird viel Murks angeboten. Das ist kein ordentliches Lackmusspapier, wie in der Forschung und Wirtschaft angeboten, sondern Billigkram aus China. Zumindest gibt es überwiegend negative Bewertungen der Käufer. Vorteil: keine Batterie erforderlich, Nachteil: ungewisse Qualität

      zu b) Es gibt Geräte ab knapp 10 € bis nach ober offen. Auch hier gibt es Ramsch. Wähle etwas aus, was sehr viele positive Bewertungen hat. Einzelne Bewertungen sind oft getürkt. Vorteil: viel genauer und zuverlässiger (wenn gutes Produkt, auch Zehntel Werte ablesbar), Nachteil: Batterie erforderlich, ist immer leer, wenn man diese braucht, es sind keine Standardbatterien aus der Kaufhalle, aber im Internet, großen Kaufhallen, bei Conrad usw. durchaus zu bekommen.

      Vorgehensweise: Man füllt eine kleine Erdprobe in ein kleines sauberes Glas, z.B. 1 Teelöffel. Dann gibt man so viel Wasser zu, bis eine dickflüssige Schlämmpe entsteht, mischt gut oder schüttelt 1 Minute und verwendet dann die Papierstreifen bzw. das Messgerät gemäß Gebrauchsanweisung.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Tafeltrauben in Topf und Kübel" geschrieben. Gestern

      Arkadia hat nur eine mittlere Pilzfestigkeit (schlechter als Vanessa), d.h. sie sollte mehrmals im Jahr mit Fungiziten gespritzt werden, bei so dauerhaft sonnigen Wetter vor allem gegen Oidium, da ein Trockenpilz.

      Vanessa soll zwar recht pilzfest sein, aber auf dem Balkon soll im Hochsommer eine Temperatur von größer als 45 .... 50 °C vorkommen können. Das ist für eine Rebe schon recht viel, d.h. diese wird bei solchen Temperaturen zumindest temporär geschwächt, auch bei genügend Wasser, so dass diese anfälliger für Pilzkrankheiten und tierische Parasiten werden kann als eine Rebe im Garten, die nicht so extreme Lebensbedingungen hat. Normalerweise ist die Vermutung von Jakob bei Vanessa gewagt, aber unter Berücksichtigung der z.T. extremen Bedingungen auf dem Balkon durchaus wahrscheinlich.

      Nun scheut man sich ja, auf dem Balkon mit Fungiziten zu spritzen, denn Spritznebel könnten ja in die Wohnung oder zu Nachbarn ziehen. Es gibt aber Fungizite, die da auch hier geeignet werden. Man sollte da nicht die große chemische Keule schwingen, aber m.E. kommen folgende, für Menschen praktisch ungiftige Fungizite infrage:

      - Oidium: Netzschwefel, Molke, Backpulver
      - tierische Schädlinge: Öl-in-Wasser-Emulsionen
      - Pero: Phosfik

      Spritzen alle 1 bis 2 Wochen, da diese Mittel nicht länger wirken.

      Man sollte aber beim Spritzen aufpassen, dass da nicht gerade die lieben Nachbarn auf ihren Balkonen sitzen und z.B. Kaffee trinken.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Biologisch-dynamischer Anbau von Tafeltrauben" geschrieben. 25.05.2018

      Zitat
      der Baldrian soll in diesem Stadium die Blühfreudigkeit der Reben anregen



      Nach meiner Erfahrung wirkt Baldrian entweder bei Menschen einschläfernd bzw. bei Katzen berauschend.

      Das Blühen der Pflanzen hat etwas mit Sex zu tun und nun ist die Frage, ob Baldrian bei den Reben einschäfernd wirkt und diese für den Sex dann zu müde sind oder ob Baldrian auf Reben berauschend wirkt und sie deshalb sexuell angeregt werden wie z.B. bei Kokain beim Menschen.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Tafeltrauben in Topf und Kübel" geschrieben. 25.05.2018

      @cobra82
      Um Deine Frage beantworten zu können, muß man schon etwas mehr wissen, z.B. Standort des Kübels (wieviel Stunden Sonne am Tag), in welcher Gegend wohnst Du, Größe des Kübels, Art der "Erde", welchen Rebschnitt gemacht usw.. Dazu ein aussagefähiges Bild der ganzen Rebe sowie ein Detailbild der Blätter.

      Der erste Fehler war schon die Sortenwahl. Geschätzt 90 % werden mit Vanessa nicht glücklich, da winzige Trauben und Beeren oder gar keine. Vanessa scheint genetisch nicht stabil zu sein. Aber ca. 10 % haben Glück und kein degeneriertes Exemplar. Vielleicht gehörst Du dazu.

      Zum von mir gefragten Rebschnitt:
      Reben brauchen für ihre Entwicklung den richtigen Rebschnitt und die richtige Erziehung. Sonst entwickeln sie sich schlecht und tragen auch schlecht. Insbesondere Jungreben müssen richtig erzogen werden und dürfen in den ersten Jahren nicht überlastet werden, d.h. im 2. Standjahr sollte man nur 1 Geschein belassen, wenn die Rebe sehr wuchskräftig, sonst gar keines. Im Folgejahr nur ein Geschein mehr usw.. Wenn man die Rebe überlastet, kann es diese für mehrere Jahre schädigen. Wie hast Du diese Rebe von Beginn an geschnitten?

      Zur Erziehung:
      Reben tragen nur an den einjährigen Fruchtruten, welche im Frühjahr aus den Knospen der vorjährigen Fruchtruten entstanden sind. Das ist das Grundprinzip aller Erziehungsformen. Zeige mal ein Foto oder eine Skizze, wie Du Dir die Erziehung vorstellst.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Tafeltrauben in Topf und Kübel" geschrieben. 24.05.2018

      Zitat
      alle im Handel angebotenen Erden sind humusreich und der wird mit der Zeit sauer.



      Das ist nicht ganz richtig, es sei denn, man stuft Torf als Humus ein. Torf ist aber praktisch nährstofffrei - also das Gegenteil davon, was man als Humus bezeichnet. Tonhaltige lehmige Böden haben zwar viele Nährstoffe, praktisch alle, die die Reben brauchen, aber solche Böden werden bei Trockenheit hart wie Beton und bei einer längeren Regenperiode schmierig und verursachen Staunässe, was Reben gar nicht mögen. Solche Böden sollten mit etwas Sand so präpariert werden, dass Wasser noch durchsickern kann. Mit etwas Torf kann man den Boden auflockern (was gut ist), aber zuviel Torf wie in in üblicher gekaufter Blumenerde (100% Hochmoortorf) ist sehr schlecht, da keinerlei Mineralien und Spurennährstoffe enthalten und nur die 3 Hauptnährstoffe für wenige Wochen aufgedüngt. Humus im Sinne von Kompost ist dagegen super, da nährstoffreich.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Vorsicht bei Düngung mit Bor" geschrieben. 24.05.2018

      Zitat
      Nicht jeder kann so offen seine Fehler zugeben.



      Nur aus Fehlern kann man lernen. Man muss aber nicht unbedingt jeden Fehler selbst machen. Man kann auch aus Fehlern anderer lernen. Deshalb habe ich darüber geschrieben.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Vorsicht bei Düngung mit Bor" geschrieben. 23.05.2018

      Zitat
      Habe ich richtig verstanden habe, hast Du schon in diesem Jahr 2 mal mit Borax gespritzt???



      Ja, es war ein Fehler.

      Zitat
      Sinnlos, warum gleich nicht mit Phosfik, Bor ist dabei .



      Das hatte ich letztes Jahr gemacht, aber angesichts des Bormangels meines Bodens hat das nicht gereicht, denn die beiden Super Ekstra hatten massive Blühprobleme. Keine einzige Beere war befruchtet, alles nur kleine Jungfernbeeren.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Vorsicht bei Düngung mit Bor" geschrieben. 23.05.2018

      Ich habe mich an die Herstellerangaben gehalten. Diese sind identisch mit Angaben von Weinbauinstituten im Internet.

      Die erste Spritzung wurde gut vertragen, aber nach der 2. Spritzung 3 Wochen später gab es diese Probleme.

      Zur Dosierung: Die Borsäure liegt in 100 % vor, d.h. ein irrtümlich höherer Gehalt im Dünger ist nicht möglich. Ich habe die Menge mit einer Waage gemessen, die im Gramm-Bereich recht genau misst. Ich messe die Spritzmittel immer sehr sorgfältig ab. Auch die Wassermenge in der Spritze wird abgemessen. Eine falsche Dosierung kann ich also ausschließen. Deshalb mein Verdacht, dass die 2. Blattdüngung mit Bor schon zur Überdüngung geführt hat.
      Ich spritze auch nie bei Sonnenschein, sondern meist spät Abends in der Dämmerung oder bei Bewölkung. Da ist ohnehin der Wind am schwächsten. Es kann also keine Verbrennung durch die Sonne sein (wenn Wassertropfen wie Linsen wirken).

    • Dietmar hat das Thema "Vorsicht bei Düngung mit Bor" erstellt. 22.05.2018

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Neue Traubenpflanzen nicht gewachsen" geschrieben. 22.05.2018

      Zitat
      Soll ich unter 'erstes Standjahr' verstehen: a) Rebe steht noch im Pfanztopf (größtenteils stehen die ja ziemlich lange darin), b) Rebe ist gepflanzt, c) Rebe ist im Frühjahr gepflanzt und d) Rebe ist im Herbst gepflanzt? Oder komplett was anderes?
      Und wann endet das erste Pflanzjahr bei Reben diese im Frühjahr und Reben diese im Herbst gepflanzt wurden?



      Hier habe ich meine eigene Definition zum Standjahr. Ich lasse allerdings nie die neu gekauften Reben "größtenteils ... ziemlich lange darin", d.h. in dem Minitopf stehen, in der sie gekauft wurde, sondern pflanze sie immer sofort aus, sofort = nach den Eisheiligen, die bei uns in ca. 50 % der Jahre auftreten. Bei mir ist das Kaufjahr = Auspflanzjahr = 1. Standjahr. Nun könnte man auch der Meinung sein, dass im Herbst ausgepflanzte Reben ein 0. Standjahr haben, aber dann müsste man definieren, was genau Herbst ist, denn Jakob und bestimmte Rebschulen liefern schon im August und das ist streng genommen noch kein Herbst, sondern Spätsommer. Es ist schon ein Unterschied, ob die Rebe Ende August oder erst Ende Oktober gepflanzt wurde, denn je eher, desto besser kann sich die Rebe am neuen Standort etablieren (Wurzeln) und Reservestoffe für den Winter bilden.

      Dann ist das ja auch eine Frage des Standortes. In Weinbaugebieten geht die Vegetationsperiode viel länger als z.B. bei mir, wo in manchen Jahren die ersten stärkeren Nachtfröste schon Mitte September kommen, so dass die Reben schon die Blätter verlieren und damit auch keine Reservestoffe für den Winter bilden können.

      Meiner Meinung nach ist das längere Belassen der Rebe im gekauften Topf nicht gut, da die Reben und die meisten anderen irgendwo gekauften Pflanzen in der Regel in einem billigen und armseeligen Substrat stehen, da die Rebschulen bzw. Gärtnereien nicht ihren Mutterboden verkaufen wollen. Also bestehen diese Substrate aus Hochmoortorf oder Sägespänen, beides praktisch ohne Nährstoffe. Es ist also eine verkappte Hydrokultur, d.h. die Reben bzw. Pflanzen erhalten in der Rebschule/Gärtnerei regelmäßig eine Nährlösung, mit der sie notdürftig am Leben erhalten werden. Da das Volumen der Töpfe sehr klein ist, ist die Gefahr auch groß, dass das Substrat in kurzer Zeit austrocknet.

      Wenn schon aus irgendwelchen Gründen ein sofortiges Auspflanzen nicht möglich ist, dann die Reben wenigstens schnellstens in einen wesentlich größeren Topf umpflanzen und zwar nicht in gekaufte Blumenerde, die ja in 95 % der Fälle nur aus Torf besteht. Das Substrat kann zwar z.B. zu 1/3 aus Torf bestehen, aber der Rest sollte guter mineralischer Gartenboden sein.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Neue Traubenpflanzen nicht gewachsen" geschrieben. 22.05.2018

      Zitat
      Was ist Rebschutzrohe? Welche Hersteller machen diese Dinger?



      Zum Beispiel liefert Slovplant Rebschutzrohre:

      http://slovplant.sk/shop/de/Wie-vorgehen...der-Rebpflanzen

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Veredeln-Umveredeln" geschrieben. 21.05.2018

      Ich bewundere Euren Erfolg bei Veredelungen. Ich habe diesbezüglich nicht viel Geschick gehabt und bestimmt zu schnell aufgegeben. Es war eben einfacher, eine neue Rebe zu kaufen.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Neue Traubenpflanzen nicht gewachsen" geschrieben. 21.05.2018

      Bei meinem sibiriennahen Standort ist es leider normal, dass ich bei im August gepflanzten Reben ca. 25 % Verlust im ersten Winter habe. Wenn ich nur 2 Reben angeschafft habe und eine übersteht den Winter nicht, dann sind es schon mal 50 % Verlust. Aber Pforzheim dürfte eigentlich gar keine richtigen Winter kennen. Vorausgesetzt, D hast frostfeste Reben gekauft, dann lag der außergewöhnlich große Verlust nicht primär am Winter.

      Man muss die Ursachen also woanders suchen, z.B.:

      - Mäuse: Im Winter habe die Mäuse nichts zu fressen und da buddeln sich diese gerne unter der Erde zu den Wurzeln und fressen diese auf. Gucke mal, ob Du in der Nähe Mauselöcher siehst. Ein typisches Schadbild ist, dass die wurzellose Rebe im Frühjahr zwar austreibt, aber wenn die im Holz eingelagerte Nährstoffe alle sind, dann sterben die Blätter plötzlich ab. Nach meiner Erfahrung sind Mäuse die Hauptursache für "erfrorene" Reben.
      - Bei der folgenden möglichen Ursache habe ich andere Erfahrungen als Jakob gemacht. Nach meiner Erfahrung sollten junge Reben nie in frisch gedüngter Erde eingepflanz werden, desgleichen kein unreifer Kompost und kein Mist.
      - Im Frühjahr sind die Knospen Leckerbissen für alle möglichen Schädlinge, z.B. Insekten und deren Vorstadien, Tripse, Vögel, Schnecken usw. . Wenn die Knospen anschwellen, sollte man deshalb unbedingt eine rechtzeitige Austriebsspritzung, eventl. sogar 2 in einem zeitlichen Abstand, machen. Hier geht es nicht gegen Pilzkrankheiten, sondern gegen die Fraßfeinde der Knospen. Bei einer erwachsenen Rebe ist es nicht so schlimm, wenn 2 oder 3 Knospen aufgefressen werden, aber eine Jungrebe hat nur wenige davon. Nach meiner Erfahrung sind für Austriebsspritzungen Netzschwefel und Öl-Wasser-Emulsionen geeignet, eventl. in Kombination. Falls Du im Garten viele Schnecken hast, hilft im ersten Jahr ein Schneckenring (mal danach guggeln), Bei großeren Reben sind Schnecken nicht so gefährlich.
      - Frisch gepflanzte Reben haben noch keine tiefen Wurzeln. Auch wenn im Winter Vegetationsruhe ist, gieße ich frisch gepflanze Reben im Winter alle paar Wochen dezent - also nicht einschwemmen! Wenn es in Abständen mal geregnet hat, dann braucht man nicht zu gießen.
      - Nach meiner Erfahrung mögen Jungreben kein Substrat in Form einer Blumenerde aus Torf. Wohl nirgends auf der Welt wachsen Reben in Torf. Ein gewisser Torfanteil, z.B. 1/3 mag ja gehen, weil dann das Substrat locker ist, aber reine "Torferde" ist nicht so gut.
      - Auf dem Bild sehr ich einen Rindenmulch. Wenn sich Rindenmulch zersetzt, wird Huminsäure frei und diese wird von vielen Pflanzen, vor allem Jungpflanzen, nicht so gut vertragen. Deshalb wirkt Rindenmulch bei vielen Unkräutern wie ein Herbizit. Große Reben vertragen Rindenmulch, aber man sollte auf den pH-Wert des Bodens achten (eventl. dezent kalken) . Bei Rindemulch ist eine dezente Stickstoffdüngung sinnvoll, außer bei Jungreben, denn wenn ich mich richtig erinnere, behindert Rindenmulch die Stickstoffaufnahme (mal guggeln).
      - Normaler Gartenboden in D ist sehr oft überdüngt, vor allem mit K, Mg und P. Deshalb schreibe ich bei jeder Gelegenheit, niemals Blaukorn im Garten zu verwenden (außer bei Sandböden). Mit Blaukorn überdüngt man zwangsläufig mindestens einen der 3 Nährstoffe und das kann Folgen haben. Ich werfe mal das Stichwort "Antagonisten" in den Ring. An anderer Stelle hier im Forum habe ich aufgelistet (auszugsweise), welche Nährstoffe eine Rebe nicht aufnehmen kann, wenn mit dem zugehörigen Antagonisten überdüngt wurde. Die Rebe verhungert quasi bei gedecktem Tisch. Es ist zweckmäßig, alle 5 bis 7 Jahre mal eine Bodenanalyse machen zu lassen und dann nur noch mit solchen Düngern zu düngen, bei denen ein Mangel gemessen wurde.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Erziehung von Reben" geschrieben. 20.05.2018

      Zitat
      Verzerrtes Bild vom Kordon!



      Ich kenne nur diese Variante. Von meiner Beschreibung her sieht es in etwa so aus wie in Deinem ersten Link. Deshalb schrieb ich ja, dass ein Kordon-Profi etwas dazu sagen sollte

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Erziehung von Reben" geschrieben. 20.05.2018

      Der Weinfreund hat wahrscheinlich noch nichts von Apikaldominanz der Reben gehört und dessen Einfluß auf die Erziehung der Reben.

      Apikaldominanz: Die Reben sind von Natur aus Kletterpflanzen und dadurch ist es genetisch verankert, dass die Nährstoffe tendenziell in den höchsten Bereich wandern. Das ist nicht nur für den vegetativen Aufbau (Blatt- und Rutenwachstum), sondern auch für die generative Entwicklung (Trauben) von ausschlaggebender Bedeutung. Es gibt verschiedene Erziehungsformen von Reben und je anspruchsvoller die klimatischen Standortbedingungen sind, desto mehr muss die Apikaldominanz bei der Erziehung der Rebe beachtet werden. Wenn man mal Sonderformen der Erziehung vernachlässigt, dann dominieren in Deutschland die Erziehung zu Bogreben und die Kordonerziehung.
      Dazu muss man noch wissen, dass die Reben immer am einjährigen Holz tragen (diesjähriges Holz = Fruchtruten) und im Allgemeinen wachsen die Fruchtruten aus den Augen des zweijährigen Holzes.

      Bei der Bogrebenerziehung, die im dt. Weinbau dominiert, werden eine oder zwei vorjährige Ruten möglichst waagerecht am untersten Draht des Spaliers angeheftet. Möglichst waagerecht wegen der Apikaldominanz, d.h. damit alle Fruchtruten in der gleichen Höhe der Bogrute beginnen. Die Fruchtruten sollten, auch wegen der Apikaldominanz, senkrecht nach oben gezogen werden, denn nur dann bekommen die Trauben die optimale Ernährung.

      Nicht immer ist eine Bogrebenerziehung aufgrund der örtlichen Gegebenheiten möglich oder erwünscht, d.h. einige Rebsorten tragen besser bei einer Kordonerziehung. Bei der Kordonerziehung verläuft das "alte" Holz waagerecht - in einer oder zwei Richtungen oder sogar in mehreren Etagen. Ist die Rebe noch jung, ist das vorjährige Holz gleich dem Altholz, also ähnlich der Bogrebenerziehung. Nach diesem Jahr kommt der entscheidende Unterschied beim folgenden Rebschnitt. Die Bogreben bleiben bestehen und die Fruchtruten werden auf Zapfen geschnitten. Auf Zapfen bedeutet, dass von den vorjährigen Fruchtruten 2 Augen stehen bleiben, aus denen später die neuen Fruchtruten wachsen. Entstehen aus beiden Augen des Zapfen Fruchtruten, dann wird die obere Fruchtrute abgeschnitten, d.h. das obere Auge ist eigentlich nur Reserve. Im Jahr darauf bleibt die ursprüngliche Bogrebe als Altholz stehen und aus die vorjährige Fruchtrute wird wieder auf Zapfen geschnitten. Das geht immer weiter so. Die Fruchtruten werden aber immer möglichst senkrecht nach oben gezogen.

      Ich selber mache keine Kordonerziehung und ich hoffe, dass ich sie richtig beschrieben habe. Ansonsten müssten das die Kordon-Spezis korrigieren.

      Nun verstehst Du, warum Jakob schrieb, dass der künftige waagerechte Kordonarm oben keinen Sinn macht, denn aus diesem müssten die Fruchtruten nach oben gezogen werden und dort befindet sich der Balkon. Lässt man die Fruchtruten nach unten hängen, dann werden die Trauben schlechter ernährt, d.h. Trauben und Beeren bleiben kleiner, das Aroma ist schlechter und die Trauben reifen einige Wochen später.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Neue Traubenpflanzen nicht gewachsen" geschrieben. 18.05.2018

      Ich würde im ersten Jahr nach der Pflanzung alle Gescheine abschneiden, da sonst die Rebe überlastet wird - mit Langzeitschäden. Im 2. Jahr nach der Pflanzung würde ich nur ein einziges Geschein lassen und den Rest abschneiden.

Empfänger
Dietmar
Betreff:


Text:
{[userbook_noactive]}
Der Anbau von Tafeltrauben in Deutschland ist gar nicht schwierig und unmöglich, es liegt nicht an der Rebe, dem Wetter oder dem Boden, es ist eine Frage des Wollens, denn die Tafelrebe, eigentlich eine Liane, hat keine großen Ansprüche an den Boden. Sie ist starkwüchsig und an einem sonnigen Platz, mit dem richtigen Schnitt und ein bisschen Pflege wird sie uns mit ihren Trauben belohnen. Für kältere Lagen gibt es frühreifende Sorten die mit weniger Sonnentagen genauso zurechtkommen wie mit halbschattigen Standorten. Es gibt mittlerweile pilzwiderstandsfähige Reben, sogenannte PIWI Reben, die weniger Behandlung benötigen. In diesem Sinne, schauen Sie in unser Forum herein und lassen Sie sich inspirieren. Ihre Fragen und Diskussionen sind hier willkommen!


Xobor Xobor Community Software