Tafeltrauben - Diskussionsforum
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Dietmar
Beiträge: 1903 | Punkte: 4575 | Zuletzt Online: 20.09.2020
Name
Dietmar
Hobbies
Tafeltrauben, Lesen, Garten, Kultur, Wohnmobil, Haus
Wohnort
Dresden außerhalb des Elbtales
Registriert am:
03.10.2017
Beschreibung
Etwa 10 km vom Elbtal (Weinanbau) entfernt auf einer Hochebene ca. 183 m über NN am Stadtrand von Dresden. Recht kontinentales Klima, d.h. Winter lang und z.T. sehr kalt, erste Sommerhälfte sehr heiß und trocken.

Wegen des Klimas gelte ich als "Polarwinzer". Meine Erfahrungen beschränken sich deshalb auf sehr pilzfeste Sorten (7 Punkte bzw. 2,5 Balla) mit einer Frostfestigkeit von mindestens -25 °C, die ultrafrüh oder sehr früh sind und deren SAT-Wert nicht höher als ca. 2300 ist.

Ich habe keine Profile bei Facebook, Google, YouTube, Twitter und Instagram.
Geschlecht
männlich
    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "September 2020" geschrieben. 17.09.2020

      Durch das saukalte Frühjahr und die kalte erste Sommerhälfte ist es heuer hier alles etwas später.

      Galachad ist noch quietschsauer und ungeniesbar. Tigin, welche 3 Wochen später reif wird, ist dagegen schon viel süßer und mit deutlichem Muskatton, aber es dauert sicher noch 2 Wochen, bis richtig reif.

      Hoffentlich hält der Altweibersommer noch etwas durch.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Mit reinem Schwefel (99,9%) spritzen?" geschrieben. 09.09.2020

      Zitat
      Dann ist der 99,9 % Schwefel wohl nicht mit dem Schwefel vergleichbar, wie du es seinerzeit in einem Beitrag geschrieben hast, in dem es um die Atmosphäre in der ehemaligen DDR ging (finde diesen Beitrag leider nicht mehr)?



      Nicht nur in der DDR war damals der Gehalt an Schwefeloxiden (nicht elementarer S) in der Atmosphäre sehr viel höher als jetzt, aber in den alten Bundesländern gab es nicht so viel Hausbrand mit Briketts und die Rauchgasentschwefelung erfolgte eher, weil die Bauindustrie den entstehenden Gips für Gipskartonplatten und Putz brauchte. Es gibt zwar in der Natur Gipsgestein, aber das hat eine häßliche Ocker-Farbe.

      Quellen der Schwefeloxide in der Luft:
      - Kohlekraftwerke (jetzt mit Rauchgasentschwefelung)
      - Hausbrand mit Briketts
      - Papierindustrie und Zelluloseverarbeitung
      - Glasindustrie (Schwefeloxide entstehen in großer Menge beim Läutern: Entfernung der Gasblasen aus dem Glas)
      - Verbrennung von Benzin und Diesel (früher nicht entschwefelt)
      - Petrolindustrie
      - Stahlherstellung
      - Verarbeitung von sulfitischen Erzen, z.B. Kupfererze (Pyrit - Katzengold)
      - Gummiindustrie ( S sorgt für Vernetzung des Rohgummis und damit für die Elastizität = Vulkanisieren)

      Ich hatte damals geschrieben, daß so viele Schwefeloxide in der Luft waren, daß Wein nicht gegen Oidium gespritzt werden mußte.

      Jetzt ist die Luft fast frei von Schwefeloxiden, was gut für die Lunge ist. Dafür muß jetzt viel gespritzt werden, z.B. Wein, Äpfel, Rosen, Kartoffeln usw.. Außerdem sorgten die Schwefelabgase für eine Schwefeldüngung, was jetzt nicht mehr funktioniert, so daß immer mehr Schwefeldünger eingesetzt werden müssen. Die Pflanzen brauchen S für die Bildung von Eiweiß (auch DNA), Enzymen und Aromen. S ist kein Spurendünger, sondern ein Hauptnährstoff. Bisher brauchte sich keiner darüber den Kopf zu zerbrechen, da ja mit den Schwefeloxiden in der Luft automatisch gedüngt wurde.

      Ein Spritzen mit Netzschwefel hat als positive Nebenwirkung eine Schwefeldüngung des Bodens.

      Mit den Stickoxiden wird es ähnlich werden. Mit zunehmender Luftreinhaltung fällt die Stickstoffdüngung weg und es wird zu ca. 20 % Ertragsverlusten kommen, wenn nicht durch Stickstoffdünger ersetzt wird.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Mit reinem Schwefel (99,9%) spritzen?" geschrieben. 09.09.2020

      Zitat
      kann man auch mit reinem Schwefel (99,9 %) die Reben spritzen - also mit derartigem Schwefel, dieser auch z.B. zum Begasen von Gewächshäusern genommen wird?



      Um Deine Frage zu beantworten, muß ich etwas Physik bemühen. Die Oberfläche von Teilchen ist eine Grenzfläche zwischen festen (hier S) und gasförmigen Zustand (hier Luft). An diesen Grenzflächen entstehen mechanische Spannungen auf den Oberflächen bei den festen Teilchen. Je kleiner die Teilchengröße, desto höher werden die mechanischen Spannungen und desto reaktionsfähiger werden die Feststoffteilchen. Das kennt man z.B. von Kohle- und Mehlstaubexplosionen, die ähnlich explosiv sind wie Gasexplosionen. Das nutzte z.B. das Militär für Kohlestaubbomben, die viel mehr Schaden anrichten als Bomben mit Sprengstoff. Allerdings ist man davon wieder abgekommen, da das produktionstechnisch sehr gefährlich ist.

      Zum Schwefel: Je kleiner die Schwefelpartikel, desto reaktionsfreudiger sind sie und desto stärker sorgen die Oberflächenspannungen für das Verdampfen des Schwefels. Der verdampfte Schwefel oxydiert ohne Flamme dann zu Schwefeloxiden und die sind giftig für Oidiumpilze. Die Blätter der Reben erhalten dann einen dünnen Gasmantel aus Schwefeloxide. Die Verdampfungsgeschwindigkeit ist auch abhängig von der Temperatur. Bei etwa 15 ... 20 °C dauert es etwa 7... 10 Tage, bis der Netzschwefel verdampft ist, bei über 30 °C sind es ca. 3...4 Tage. Ist der Netzschwefel verdampft, ist die Schutzwirkung dahin. Deshalb ist Netzschwefel im Hochsommer nicht so gut.

      Herkömmliches Schwefelpuder hat viel größere Partikel als Netzschwefel. Dadurch sind die Oberflächenspannungen viel geringer und die Verdampfungsgeschwindigkeit ist sehr viel niedriger. Dadurch entstehen zu wenige Schwefeloxide, um die Pilzinfektionen zu bekämpfen bzw. ihnen vorzubeugen.

      Die Zusätze im Netzschwefel haben u.a. folgende Aufgaben:
      - Verhinderung der kalten Oxydation beim Produktionsprozeß
      - Verhindern einer Art Sinterung zwischen des Schwefelpartikeln durch die hohen Oberflächenspannungen und damit einer Verklumpung
      - Stabilisierung der Wasser-Schwefel-Suspension und damit langsamere Entmischung der Spritzbrühe

      Fazit: Herkömmliches Schwefelpuder eignet sich nicht!!! zum Spritzen.

      Beim Schwefelverdampfer verdampft der Schwefel nicht aufgrund der Oberflächenspannung, sondern durch die Heizung des Verdampfers. Dadurch können grobere Fraktionen verwendet werden, denn es wird ohnehin alles eingeschmolzen. Da die Herstellung von Netzschwefel recht aufwändig ist, ist Netzschwefel wesentlich teurer als herkömmlicher Schwefel, den es in 25 kg-Säcken zu drastisch günstigeren Preisen gibt. Schwefelverdampfer sind nur für Gewächshäuser, nicht fürs Freiland geeignet. Da das gesamte Gewächshaus geflutet wird, ist es für den Menschen nicht gesund, das frisch bedampfte Gewächshaus zu betreten. Auch beim Schwefelverdampfer ist die Anwendung im Sommer nicht gut, da im Sommer zur Vermeidung der Überhitzung das Gewächshaus belüftet werden muß.
      Positive Nebeneffekte:
      - Die Schwefelverdampfer vergiften auch schädliche Insekten, da die Schwefeloxide den ganzen Raum ausfüllen und nicht nur einen Gasmantel über den Blättern bilden.
      - Schwefel ist ein Kontaktfungizid, d.h. nur die Stellen werden geschützt, die beim Spritzen benässt wurden. Mit einem Schwefelverdampfer im Gewächshaus werden alle Oberflächen der Reben geschützt.

      Ich warne vor dem Kauf von Schwefelpuder zum Spritzen von dubiosen Anbietern. Diese wissen nichts über die o.g. physikalischen Hintergründe oder betrügen bewußt und der Käufer ist dann der Gelackmeierte, da er mit Schwefelpuder spritzt und die Blattoberflächen gelblich sind, aber trotzdem Oidium entsteht. Es gibt nur sehr wenige Hersteller, die technologisch in der Lage sind, Netzschwefel herzustellen und nur deren Produkte sind tauglich.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Emulgieren – Wasser und Öl verbinden" geschrieben. 08.09.2020

      Das Öl in der Spritzbrühe hat die Aufgabe, das Spritzmittel, z.B. Natron, auf der Blattoberfläche zu fixieren, damit es nicht so schnell durch Regen abgewaschen wird. Sinnvoll ist das nur bei Kontaktmitteln, nicht bei systemischen Mittelm.

      Es gibt aber auch Nachteile:
      1. Die angegebenen Wartezeiten stimmen nicht mehr, da das Kontaktmittel länger auf den Blättern und Beeren bleibt. Bei Natron ist das nicht so wichtig, da ungiftig.
      2. Blattdüngungen in den nächsten 2 bis 4 Wochen sind dann nicht mehr so wirksam, auch mit Phosfik und Eisenchelat bei Chlorose nicht. Natron erschwert zudem den biologischen Abbau des Öls.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "September 2020" geschrieben. 07.09.2020

      Heute habe ich mal von meiner Galachad gekostet - noch quietschsauer.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Fehler" geschrieben. 29.08.2020

      Zitat
      Keine Bodenanalyse machen und einfach drauflos kalken und Blaukorn streuen... :/
      Jungreben in 5fach überversorgte Pflanzerde stellen...
      Viel hilft viel, gelle.
      Vergleiche mangels Referenz leider nicht möglich.



      Ich hoffe doch, daß das ironisch gemeint ist.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Wie düngt ihr eure Reben?" geschrieben. 29.08.2020

      Zitat
      Zitat von Dietmar im Beitrag #7Wegen Spurenelementen dünge ich mit Diabas-Urgesteinsmehl oder Lavamehl 1 bis 2 kg pro Rebe - reicht für Jahrzehnte.


      Ist das ein Schreibfehler?
      Denn bei z.B. Neudorff's Urgesteinsmehl werden max. 300 Gramm/m² empfohlen.



      Es ist kein Fehler!!! Es kommt natürlich darauf an, wie groß das Pflanzloch ist und auf wieviel Erde das Urgesteinsmehl kommt. 1 - 2 kg hört sich so viel an, aber Urgesteinsmehl ist schwer (hohe Dichte), so daß 1 bis 2 kg volumenmäßig nicht so viel sind. Ich habe mir diese Menge nicht ausgedacht, sondern mal in einem seriösen Artikel zum Weinbau gelesen.

      Da Urgesteinsmehl nicht wasserlöslich ist, kann man die Reben nicht überdüngen. An den Wurzelspitzen der Reben werden organische Säuren ausgeschieden, um aus den wasserunlöslichen Nährstoffen wasserlösliche Chelate zu machen, die die Wurzeln dann aufnehmen können. Die Wurzeln wandeln nur so viele Nährstoffe in wasserlösliche Chelate um, wie die Rebe benötigt. Dadurch kann man nicht überdüngen.

      Die von mir angegebenen 1 bis 2 kg Urgesteinsmehl pro Rebe reichen ein Rebenleben lang zur Versorgung mit Spurenelementen, denn die Nährstoffe im Urgesteinsmehl können nicht ausgewaschen werden, da wasserunlöslich. Nur im reinen Sandboden kann bei starkem Regen das Urgesteinsmehl in Form einer Aufschlämmung zwischen den Sandkörnern hindurch sickern.

      Ich weiß nicht, auf welchen "Versorgungszeitraum" die 300 g von Neudorff bezogen werden. Sicher nicht für Jahrzehnte, sondern nur für 1 Jahr. Normalen Gartenboden kann man jedes Jahr umgraben, um erneut Urgesteinsmehl oder Kompost unterzugraben. Bei Reben geht das nicht, so daß man für das ganze Rebenleben auf einmal düngen muß.

      Achtung: Es gibt gefaketes Urgesteinmehl, welches mit viel Kalkmehl gestreckt wurde. Nur reines Diabas-Urgesteinsmehl oder reines Lavamehl verwenden! Finger weg von Urgesteinsmehl unklarer Zusammensetzung!

      Die Menge des benötigten Urgesteinsmehl hängt auch von der Korngröße ab. Gutes Urgesteinsmehl ist so fein wie Weizenmehl. Man sollte vor dem Kauf mal an der Verpackung fühlen. Oft wird eine Art Gries als Urgesteinsmehl angeboten, was als Spurenelementedünger praktisch wirkungslos ist.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Wie düngt ihr eure Reben?" geschrieben. 29.08.2020

      Bei normalen Gartenböden sind in der Regel, wie gesagt, K, P und Mg überreichlich vorhanden, aber mit Kompost und Co kann man kaum Kalk, Spurenelemente und Stickstoff zuführen und das bedeutet, daß außer bei Sandböden nichts anders wirklich mit Mineraldünger gedüngt werden muß.
      Reben und Stickstoff sind ein Problem für sich. Im Frühjahr ist der Stickstoffbedarf recht hoch, da die Laubwand gebildet werden muß. Spätestens ab der Blüte sollte nicht mehr mit Stickstoff gedüngt werden. Je langsamer der Stickstoff freigesetzt wird, desto eher muß man aufhören mit düngen. Das schließt auch Mehrstoffdünger mit ein, z.B. Blaukorn.
      Wenn nach der Blüte mit N gedüngt wird, hat das folgende Nachteile:
      - Förderung des Blattwachstums zu Lasten der Trauben
      - spätere Reife und fader Geschmack
      - erhöhte Pilzanfälligkeit
      - starkes Wachstum der Geiztriebe, hoher Aufwand bezüglich Laubarbeit
      - schlechtere Holzreife und damit schlechtere Winterfestigkeit

      Du hast recht, daß man bei Hornspänen die Stickstofffreisetzung terminlich nicht steuern kann. Deshalb sollten Hornspäne nur im zeitigen Frühjahr ausgebracht werden. Wenn die Blütezeit näher rückt und noch Stickstoffbedarf ist, dann ist ein mineralischer Stickstoffdünger besser. Beachte, daß die Freisetzungsdauer des N aus verschiedenen mineralischen Stickstoffdüngern sehr unterschiedlich ist - also mal erguggeln.

      Hornspäne habe aber trotz des Nachteils der unbekannten Freisetzungszeit auch Vorteile gegenüber mineralischen Stickstoffdüngern:
      - geringe Gefahr der Überdosierung
      - keine Schädigung der Bodenflora
      - langfristige Wirkung und nicht nur ein kurzer Push
      - bei üblichen Ausbringmengen treten die genannten negativen Effekte der Stickstoffdüngung nach der Blüte weniger auf, da aus den Hornspänen immer nur eine begrenzte Menge Stickstoff freigesetzt wird, so daß die Laubwand nicht so wuchert wie bei mineralischen Stickstoffdüngern.

      https://www.landwirtschaftskammer.de/lan...emittel-pdf.pdf
      https://www.iva.de/sites/default/files/b..._6._auflage.pdf

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Wie düngt ihr eure Reben?" geschrieben. 29.08.2020

      Zitat
      Anders 'düngst' du deine Reben nicht?



      Das Phosfik spritze ich gegen Pero. Die Düngung mit Kalium, Phosphor und Spurenelementen ist gratis.

      Wegen Spurenelementen dünge ich mit Diabas-Urgesteinsmehl oder Lavamehl 1 bis 2 kg pro Rebe - reicht für Jahrzehnte.

      Wer keinen kalkreichen Boden hat, sollte unbedingt jährlich mit Rasenkalk nachdüngen. Pro Jahr beträgt der Verlust pro qm etwa 50 ... 80 g durch Auswaschung (Umwandlung in wasserlösliches Kalziumhydrogencarbonat). An sehr trockenen Standorten reicht die Nachdüngung alle 2 Jahre. 50 .. 80 g sind etwa eine Handvoll. Zur Stickstoffdüngung verwende ich Hornspäne.

      Ansonsten sollte man auf keinem Fall darauflosdüngen, vor allem Kombidünger schaden oft mehr als sie nutzen. Es wird dringend empfohlen, etwa alle 5 ... 8 Jahre eine Bodenanalyse inklusive Spurenelemente machen zu lassen. Die meisten Böden in D haben überreichlich K, P und Mg und mit Mehrstoffdüngern überdüngt man noch mehr und dadurch nimmt die Bodenfruchtbarkeit nicht zu, sondern ab und außerden drohen Nährstoffmangelkrankheiten, z.B. Chlorose, weil durch Nährstoffüberschuß von z.B. Phosphor die Rebe kein Eisen mehr aufnehmen kann.

      Außerdem sollte man nur, wenn unbedingt nötig, mit Mineraldüngern düngen, da Mineraldünger (außer Rasenkalk) die Bodenflora schädigt bis zerstört und die Symbiose der Reben mit Wurzelpilzen und Wurzelbakterien schädigt bis zerstört. Diese nützlichen Pilze und Bakterien unterstützen die Reben durch Aufbereitung und Aufnahme von Nährstoffen. Man könnte das mit der Wirkung nützlicher Darmbakterien beim Menschen vergleichen. Ohne diese kann der Mensch die meisten Nährstoffe nicht aufnehmen.

      Nützlich ist auch die Zuführung von gut verrotteten Kompost.

      Ich warne ausdrücklich vor Blaukorn. Das enthaltene Phosphat stammt meist aus Tunesien, seltener aus Rußland. Die Phosphate aus Tunesien enthalten viel giftiges Cadmium, Uran und Radium. Die Franzosen haben daraus früher mal Uran für ihre Atombomben gewohnen - soviel ist enthalten. Alle 3 giftigen und z.T. radioaktiven Elemente reichern sich über die Jahre im Boden an und werden kaum abgebaut. Dazu kommt die große Gefahr der Fehldüngung - siehe Antagonisten. Wenige Anwendungen sind unkritisch, aber über Jahrzehnte macht man seinen Boden zu Sondermüll.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Wie düngt ihr eure Reben?" geschrieben. 29.08.2020

      Zitat

      In welchem Verhältnis spritzt du Phosfik gegen Pero?



      Ich nehme 50 ml für 5 l Wasser.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "August 2020" geschrieben. 26.08.2020

      Zitat
      Letzte Spritzung? Wenn auch wenn die Rebe verpilzt?



      Ich hoffe doch, daß nun bezüglich Pilzinfektion dieses Jahr nichts mehr passiert. Wenn doch, muß ich die Lage neu bewerten und doch noch einmal spritzen. Gesundheit der Reben ist wichtiger als aktueller Ertrag, denn die Pilzsporen in diesem Jahr gebildet, überwintern, und erhöhen das Krankheitsrisiko im folgenden Jahr. In den letzten Jahren ist es mir gelungen, alle Infektionsherde dauerhaft zu dezimieren, d.h. nicht ein einziges Blatt oder Traube hatten irgendeinen Pilzschaden. Allerdings ist es immer möglich, daß Sporen von den Rosen (die ich deshalb auch spritze) oder von Tomaten der Nachbarn überspringen, aber wenn das der Fall sein sollte, treffen die Sporen auf rundherum gesunde Reben mit einer jeweils genetisch bedingten sehr hohen Pilzfestigkeit. Nur meine KM Zimus und die Sensacia haben eine nicht ganz so hohe Pilzfestigkeit.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "August 2020" geschrieben. 25.08.2020

      Galachad wird bei mir noch 3 bis 4 Wochen dauern, die anderen Sorten noch länger. Deshalb habe ich heute das letzte Mal in dieser Saison gespritzt, allerdings nur Phosfik und Backpulver.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "August 2020" geschrieben. 21.08.2020

      Wie jedes Jahr bin ich neidisch auf die Traubenfreunde in den Weinbaugebieten, wo ultrafrühe Sorten manchmal schon Ende Juli reif werden. Dieses Jahr wird es bei mir besonders kraß, da heuer das Frühjahr und die erste Sommerhälfte im Durchschnitt mindestens 5 Grad kälter als gewöhnlich waren. Die Blüte war hier erst gegen Ende Juni. Der August war dagegen außergewöhnlich heiß, aber das konnte den Entwicklungsrückstand nicht wettmachen. Wenn ich mal eine Prognose wage:
      Galachad wird vermutlich Ende September reif und Tigin Ende Oktober. So eine Prognose ist wichtig in Bezug auf Wartezeiten, d.h. wann ich das letzte Mal mit welchem Mittel spritzen kann.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "August 2020" geschrieben. 21.08.2020

      Zitat
      sollten erst 2 werden, im Moment bin ich bei 14!

      Das geht den Menschen wie den Leuten.

      Für die Organzabeutel ist es schon ganz schön spät.

      Die Organzabeutel schützen nicht nur vor Wespen, sondern auch vor der Kirscessigfliege, dem Traubenwickler und vor Vögeln.

      Auch falls die Wespen nur ein wenig anknabbern, so sind die Fraßstellen Einfallstore für Botrytis und wenn erst einmal die angeknabberten Beeren Botrytis haben, dann stecken diese auch die unverseherten Beeren an.

      Wenn sind die spätestens Termine für die Organzabeutel?

      - Wespen, Vögel und KEF: mindestens 2 Wochen vor der Reife
      - Traubenwickler: bei Erbsengröße der Beeren, nicht später

      Da der Traubenwickler schon so zeitig seine Eier auf die Beeren ablegt, bestimmt dieser den Zeitpunkt des Aufziehens der Organzabeutel.

      Zur alten weißen Rebe aus dem Baumarkt:

      Die Sorten aus dem Baumarkt kann man nicht vergleichen mit modernen Sorten aus Osteuropa. Trotzdem kann man oft noch einiges heraus holen. Dazu ist folgendes zu beachten:

      - fachgerechter Rebschnitt im sehr zeitigen Frühjahr
      - Entfernen der Geiztriebe bis auf das erste Blatt des Geiztriebes, d.h. das erste Blatt kann bleiben.
      - Ertragsregulierung: in Weinbaulagen nur eine Traube pro Fruchtrute lassen. Dann werden Trauben und Beeren etwas größer und schmecken besser. Ich mache die Ertragsregulierung, wenn der Blüherfolg deutlich sichtbar, d.h. wenn Beerengröße ca. 2 ... 3 mm. In kühleren Lagen noch etwas stärker reduzieren.
      - Entfernung von Gescheinen/Trauben an den Geiztrieben (die es eigentlich nicht mehr geben sollte)
      - keine Düngung mit Stickstoffdüngern oder Kombidüngern mit Stickstoffanteil nach der Blüte

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Bodenbedeckung und Unterstockgestaltung im Zeichen des Klimawandels" geschrieben. 18.08.2020

      Bauhaus war so unvorsichtig, Rindenmulch in 60l-Säcken für nur 1 Euro/Sack zu verkaufen und ich testete, wieviele 60l-Säcke in meinen PKW passen. Es waren 24 Stück und eigentlich wäre noch 2 weitere Sack hinein gegangen plus meine Frau. Sonst kostet Rindenmulch je nach Anbieter von 2,65 bis 5 Euro pro Sack.

      Der Rindenmulch bedeckt jetzt bei einem Teil meiner Reben die Erde unter diesen, um die Verdunstung zu bremsen. Ich hatte schon Rindenmulch unter diesen Reben, aber die Schichtdicke war zu gering und jetzt sind es ca. 5 ... 6 cm.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Pflanzenschutz" geschrieben. 18.08.2020

      Dazu noch mit Phosfik spritzen - ist systemisch und verhindert so Neuinfektionen.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Pflanzenschutz" geschrieben. 16.07.2020

      Zitat
      Kann man es mit Netzschwefel zusammen mischen?



      Beim Mischen wird nicht viel passieren, aber bei Luftfeuchte oder nassen Blättern wird etwas Ähnliches wie bei Natriumhydrogenkarbonat passieren, nur nicht so intensiv. Die Schwefelsäure ist starker als die Phosphorsäure, so daß sich Kaliumsulfat bildet.

      Auch mit Phosfik würde ich deshalb Netzschwefel nicht mischen.

      Backpulver verträgt sich mit vielen Fungiziden nicht, auch nicht mit XenTari.

    • Dietmar hat einen neuen Beitrag "Juli" geschrieben. 16.07.2020

      Zitat
      Wildrose oder Zuchtsorte?




      Wenn man durch einen Weinberg wandert, sieht man gelegentlich am Zeilenende einen Rosenstock. Es sind definitiv keine gefüllten Edelrosen. Andererseits sind Wildrosen u.U. krankheitsbeständiger und damit als Zeigerpflanzen nicht geeignet. Man braucht eine Rosensorte mit hoher Mehltauempfindlichkeit, damit die Rosenblätter eher vom Oidium befallen werden als die Reben.

      Empfehlung: Im Internet gibt es spezielle Rosenschulen. Bei den Sortenbeschreibungen steht bei manchen Rosenschulen auch etwas zur Pilzfestigkeit. Man könnte aber auch mal eine email mit einer Anfrage schicken und nach einer Sorte mit geringer Pilzfestigkeit gegen Oidium fragen.

Empfänger
Dietmar
Betreff:


Text:
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Der Anbau von Tafeltrauben in Deutschland ist gar nicht schwierig und unmöglich, es liegt nicht an der Rebe, dem Wetter oder dem Boden, es ist eine Frage des Wollens, denn die Tafelrebe, eigentlich eine Liane, hat keine großen Ansprüche an den Boden. Sie ist starkwüchsig und an einem sonnigen Platz, mit dem richtigen Schnitt und ein bisschen Pflege wird sie uns mit ihren Trauben belohnen. Für kältere Lagen gibt es frühreifende Sorten die mit weniger Sonnentagen genauso zurechtkommen wie mit halbschattigen Standorten. Es gibt mittlerweile pilzwiderstandsfähige Reben, sogenannte PIWI Reben, die weniger Behandlung benötigen. In diesem Sinne, schauen Sie in unser Forum herein und lassen Sie sich inspirieren. Ihre Fragen und Diskussionen sind hier willkommen!


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