Tafeltrauben - Diskussionsforum
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thuja thujon
Beiträge: 310 | Punkte: 878 | Zuletzt Online: 23.09.2021
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21.12.2020
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    • thuja thujon hat einen neuen Beitrag "September 2021" geschrieben. 20.09.2021

      Für alle späten Sorten oder Polarwinzer, es bleibt noch die Frage ob jetzt Ertrag ausdünnen noch etwas bringt für die Reife der restlichen Beeren, zum Holz abhärten usw.
      Manchmal ist weniger mehr. Was wird uns der Oktober bringen?

      Wer jetzt 80 Oechsle und mehr hat oder nur 60 und dafür gesundes Laub, der kann sich auf die Schulter klopfen und sagen alles richtig gemacht dieses Jahr.

    • thuja thujon hat einen neuen Beitrag "September 2021" geschrieben. 20.09.2021

      Ich glaube da muss man garnicht viel den Fehler bei den Spritzmitteln selbst suchen.

      Bei mir auch, nach dem späten gipfeln die Geiztriebe, die sporulieren wie nie, man könnte mehr Perosporen ernten als Trauben. Ich weiß nicht was ein Kilogramm Pero-Sporen kosten. Sicherlich mehr als 3€. Eine Marktlücke...

      Dieses Jahr war einfach mal wieder eigen. Man hat die notwendigen Spritzungen mitnehmen müssen, egal ob Piwi oder nicht. Zum richtigen Zeitpunkt hat Belag vorhanden sein müssen, nicht erst 8 Stunden später.
      da das oft nicht zu schaffen war, dann noch mit Mittelwechsel mit Mitteln die man nicht hat, da war es einfach vorprogrammiert, es reicht nicht. Extremer Befallsdruck, 2 mal nachlässig, dann war pero und Oidium in der Anlage. Oidium-Stopspritzung vielleicht nur 80-90% Wirksamkeitsgrad, danach wieder schlimmer geworden weil man gedacht hat wäre bekämpft. Pero noch schlimmer, nächtliche Taunässe nicht bedacht, Laub war ewig lange feucht aber tagsüber trocken wenn man mal Ziet gehabt hat um zu schauen, dachte es wäre alles gut, nix wars, hat sich auch aufpotenziert, bisschen Anfangsbefall mit wenigen Ölflecken, Wochen später massiv Pilzrasen und nichts an Fungiziden wirkt mehr so spät.

      Dieses Jahr scheidne sich einfach die geister: entweder man hat super Piwi bzw keinen Spritztermin verpasst oder man hat irgendwann nicht mehr schnell genug spritzen können weil der zuerst übersehene Pilzbefall dann explodiert ist.
      Ich habe 4 Reben im Garten, 3 wie gesagt totgespritzt, 2 davon haben deswegen die Kurve bekommen, weil ohne Laub auch kein Pero oder Oidium, die sind jetzt befallsfrei, obwohl später nicht mehr richtig drum gekümmert. Da hat das Herbizid so gut geholfen wie eine Stopspritzung mit Fungizid. Die dritte Rebe aber nicht befallsfrei, Frumoasa alba, sie fliegt jetzt wirklich, schade um den Geschmack. Aber Viren in der Rebe und Pilzanfälligkeit, dann doch lieber was neues ausprobieren.
      Und Preopraschenie im ersten Jahr, die macht genau was sie soll. Gute 2m, nicht zu dickes Holz, schon auf über 1m ausgereift, kerngesundes Laub, der Stamm wird so frosthart werden wie nichts anderes, noch nicht mal entspitzt zur Holzreife, wenn ich sie verwöhnen wollen würde gäbe es evtl die Tage nochmal eine Behandlung mit Kupfer zum Abschluss und Harnstoff wegen der grünen Farbe der Blätter zum einlagern der Reservestoffe für den Austrieb nächstes Jahr. Vielleicht ists dafür auch schon zu spät, aber wer weiß was der Herbst noch bringt?

    • thuja thujon hat einen neuen Beitrag "Vorstellung" geschrieben. 19.09.2021

      Ich weiß nicht ob ich mit so viel Kompost arbeiten wollen würde. Das birgt immer wieder die Gefahr, das zum absolut ungewolltesten Zeitpunkt hohe Stickstoffmengen freigesetzt werden.

      Ansonsten finde ich lässt sich mit geeignetem Gründünger eine bessere Bodengare erreichen als mit Kompost, weil das Bodenleben durch Gründünger ernährt wird, Kompost kann das nicht in dem Maße, der wurde schon mal gegessen.

    • thuja thujon hat einen neuen Beitrag "September 2021" geschrieben. 19.09.2021

      Danke für die Kette an Werten. Rodni interessiert mich nun auch, ist gekauft, muss noch gepflanzt werden, dazu muss aber erst Frumoasa alba raus.
      54Oe ist doch schon ein Wert wo die meisten Sorten beginnen zu schmecken. Säureabbau, der ist durchaus unterschiedlich. Ich bin d amal gespannt, aber schön wenn Rodni nicht so früh ist, dann kommt die Reife in die kühleren Tage mit mehr Tag-Nacht-Unterschied und das sorgt für Aroma. Das fehlt mir hier oft bei den frühen, die machen Turboreife ohne Aroma bei 30 Grad und mehr im Hochsommer.

      Ich kann tatsächlich nicht viel berichten, ich habe meine Reben mit Wuchsstoffherbizid behandelt im Frühjahr, sie mussten dann neu austreiben und sind deshalb später dran, mit den nur wenigen Trauben die jetzt draufhängen.
      Nachbargärten:
      Elegenat sverhanny ist ein paar Tage vor der Reife zusammengebrochen, Beeren abgeworfen usw.
      Suffolk Red trotz im dritten Jahr und vernünftigem Schnitt keine Trauben die nennenswert Beeren tragen. Extrem verrieselt war sie aber auch nicht, unklar.
      Kodrianka hat zu 100% Mehltau, kein mm ohne Pilz auf den Beeren.
      Padorok zaparoziu nach mehrmals verpasstem Schnitt und keine Laubarbeiten so gut wie keine Trauben, die wenigen beschattet, unreif, unlohnend da keine Pflege.

    • thuja thujon hat einen neuen Beitrag "Anfänger sucht Sorte für Südwest-Spalier" geschrieben. 16.09.2021

      Wenn du schwere Trauben mit großen Beeren möchtest muss obendrüber einiges an Laub möglichst frei im Wind wedeln können. Da musst du nicht unbedingt hingreifen, die Erreichbarkeit ist nicht das Nonplusultra, man kann die Triebe auch mit einer Stabheckenschere einkürzen, dann sind 2,5m Höhe kein Problem.

      Hast du schon Erfahrung mit Sorten wie zB Muscat Bleu?

    • thuja thujon hat einen neuen Beitrag "Anfänger sucht Sorte für Südwest-Spalier" geschrieben. 15.09.2021

      2x2m ist nicht besonders viel, da kommen nur Sorten in Frage die keinen starken Wuchs haben.
      Kannst du nicht mehr Platz bieten? Höher und breiter?

    • thuja thujon hat einen neuen Beitrag "Deutlich Muskat" geschrieben. 15.09.2021

      Wenn ich Frumoasa alba nicht aus Versehen totgespritzt hätte und sie deshalb 3 Wochen später ist wäre die jetzt auch reif und mit deutlich Muskat.

    • thuja thujon hat einen neuen Beitrag "Auswirkungen von hohen Dauerbegrünungen auf Pillzgefahr" geschrieben. 12.09.2021

      Der Vorteil bei hohen Dauerbegrünungen ist das man sie mähen oder walzen kann, dann sind sie kurz. Probleme der hohen Begrünung sind damit gelöst.

      Mit Bodenbearbeitung, also zB unterfräsen von Unkraut, kann man auch den Pilzdruck erhöhen. Es sorgt jedes mal für Mineralisierungsschübe, Stickstoff wid frei, Botrytisrisiko steigt, Holzreife verzögert usw.
      Dauerhaft schwarze Erde wird niemand lange durchhalten können. Der Boden verarmt nicht nur an Nährstoffen, sondern vor allem er verliert seine Struktur. Er erfüllt igrendwann seine Funktion nicht mehr, Wasseraufnahme gestört, Wasserableitung gestört, Durchlüftung gestört, Biologische Aktivität gestört, daraus folgt: Rebenwachstum gestört.

      Man kann also nicht ohne Begrünung auf Dauer. Die Frage ist nicht ob Begrünung, sondern wie Begrünen?
      Man steuert damit aktiv das Wachstum, die Gesundheit, das Aroma. Material zum nachlesen gibt es zur Genüge.

    • thuja thujon hat einen neuen Beitrag "Weintrauben Sorten für Hobby Winzer zum Empfehlen" geschrieben. 03.09.2021

      Braucht man auch nicht wenn man sich an die Regeln hält.

      Vorsicht bei Roséweinen: oftmals sind die nur das Ergebnis von fehlerhafter Rotweinkulturführung, wenn zu früh geerntet werden muss weil was schiefgelaufen ist. KEF zum Beispiel.

      Und eigentlich möchte auch niemand schwere, alkoholreiche Rotweine keltern, sondern hier gehts um Aromen die durch das Zusammenspiel Laubwand, Rebstockbelastung, Witterung und Boden erst entstehen können. Potential erkennen, fördern usw.

      Vorsicht bei Aussagen wie zu spät lesen: für die Ausbildung von Aromen braucht es zum Beispiel Tag/Nacht-Temperaturunterschiede. Die mag es in Dresden meistens zur richtigen Zeit geben, da mag das durchaus noch normal oder üblich sein. In den wärmeren Lagen wird durch zu hohe Sonneneinstrahlung und Temperaturen aber oft zu schnell die Säure abgebaut und der Zucker hochgetrieben, bevor sich typische Aromen ausbilden können. Laubwand einkürzen und andere Tricks helfen hier leider nicht, ansäuern vom Wein leider auch nur bedingt. Petrolnote: Zeilenausrichtung, Entlaubung anpassen usw.

      2021 wird wieder ein (Riesling)Jahrgang werden, der dir aus Rheinhessen eher schmecken wird als der abfällig Essig genannte aus den kühleren Anbaugebieten. Evtl auch nicht vom billigsten Fasswein für 0,70€ pro Liter (3,50€ im Laden) auf andere, besser ausgebaute Weine aus gut geführten Weinbergen schließen. Gerade Müller-Thurgau wird hier überproportional oft auf Minimalschnitt umgestellt, weil die Preise einfach im Keller sind und es so nicht mehr möglich ist, Billigarbeitskräfte zum schneiden durch die Rebzeilen zu schicken, zu teuer für das was man dafür bekommen kann.

    • thuja thujon hat einen neuen Beitrag "Allgemeine Diskussion" geschrieben. 26.08.2021

      Übrigens: es macht keinen Sinn Schwefel so kurz vor der Ernte zu spritzen. Beim Wein nicht, weil dann die Gärung nicht in Gang kommt, weil die Hefepilze von Schwefel gehemmt werden und niemand will im Weinkeller bis nach Weihnachten warten bis die Gärglocke anfängt zu gluckern.
      Und bei Wein und bei Tafeltrauben macht es auch keinen Sinn, weil man damit die Raubmilben schädigt. Das spritzen höchstens die Bios bis weit in die Saison rein, weil die fast nichts anderes haben wenn es regnet. Das ist aber nicht Umweltgerecht, wenn man sich die Nützlinge totspritzt. Da hat Bio einfach auf die falsche Annahme gesetzt, das natürlich vorkommende Stoffe auch automatisch unbedenklich für die Natur usw wären.

      Auch wenn das oft noch so behauptet wird, gerade in den Medien, aber das sind Meinungen, kein anerkanntes Wissen. Deshalb sollte man manche Artikel einfach komplett vergessen. Leider prägt sich aber doch die Überschrift oder eine Aussage ein, wenn man sie nur oft genug wiederholt bekommt. Das machts aber nicht richtiger. Deshalb mein Spruch mit möglichst Rückstandsfrei vergessen, wenn in Artikeln wieder viel falsches behauptet wird.

      Niemand muss alles wissen und niemand braucht zu allem eine Meinung. Wenn man sich für etwas interessiert, kann man sich in das Thema einarbeiten. Aber bitte nicht nur mit Meinungen, sondern bitte auch mit Wissen. Leider ist das sehr mühsam und dauert lange. Ich arbeite nun seit knapp 15 Jahren im Pflanzenschutz, so langsam verstehe ich manches.

    • thuja thujon hat einen neuen Beitrag "Allgemeine Diskussion" geschrieben. 26.08.2021

      Es kann sich auch jeder eine Meinung bilden wenn er eine braucht. Man darf es halt nicht mit Wissen verwechseln. Viel Meinung und wenig Ahnung, manchmal ists mir lieber ich habe zu manchen Sachen einfach keine Meinung.

      Zu Schwefel: ja, ab gewissen Mengen ist Schwefel schädlich. Man sollte ihn nicht essen wie Joghurt. Das eine Gramm auf 1kg, was im Artikel als unbedenklich aufgeführt wird: wenn man 9000kg als Ertrag pro ha annimmt, müssen 9kg Schwefel in den Trauben hängen bleiben. In Deutschland sind pro Anwendung nicht mehr als 8kg/ha Netzweschwefel erlaubt, diese enthalten 6,8kg Schwefel. Wenn man die Wartezeit von 28 Tagen ignoriert, müsste die Laubwand nicht aus Blättern, sondern aus Trauben und sonst nichts bestehen. Und selbst dann wird es knapp, so viel Schwefel auf die Trauben zu bekommen, um ein Gramm pro kg zu erreichen, weil 6,8kg keine 9kg sind.

      Es ist also höchst unwahrscheinlich, selbst bei wiederholten Spritzungen, ein ganzes Gramm Schwefel, welches noch als unbedenklich gilt, auf 1kg Trauben zu bekommen. Der meiste Schwefel von den vorhergehenden Spritzungen wird entweder von Regen abgewaschen oder wird zu Schwefeldioxid oxidiert und vom Wind fortgetragen.

      Schwefel ist zudem optisch gut erkennbar, und mit so heftigen Spritz- oder Kalkflecken habe ich keine gekauften Tafeltrauben in Erinnerung. Wäre eigentlich unverkäuflich. Also ists recht unwahrscheinlich, das Schwefel auf Tafeltrauben schädlich für uns wäre. Bei Rückstandsuntersuchungen wird er in der Regel auch nicht untersucht, nicht relevant.

      Der Geruch an den Fingern nach Tafeltraubenkontakt kommt nicht vom Schwefel wie im Artikel erwähnt, der Schwefel riecht auch eigentlich garnicht besonders, zumindest nicht nach dem, was landläufig unter Schwefelgeruch verstanden wird. Eher nach etwas Schwefelwasserstoff mit hauptsächlich Schwefeldioxid. Der Geruch von Fingern nach Tafeltrauben anfassen hat andere Ursachen, von mir aus auch durch Schwefelverbindungen, aber nicht durch Schwefel.

    • thuja thujon hat einen neuen Beitrag "Alternarioze" geschrieben. 26.08.2021

      Mhh, sehe gerade, ich wollte Schwarzfäule schreiben, nicht Schwarzholzkrankheit.

    • thuja thujon hat einen neuen Beitrag "Allgemeine Diskussion" geschrieben. 26.08.2021

      Der Artikel ist das Papier nicht wert auf dem er gedruckt wäre wenn man ihn drucken würde.
      Vergiss den Quatsch einfach, bitte komplett und Rückstandsfrei.

      Ich habe jetzt auch einen Artikel, erschienen im Journal für Kulturpflanzen, es geht um einen Überblick der Rebenzüchtung, was erreicht wurde usw.

      Obst- und Rebenzüchtung im Zeitraffer
      https://ojs.openagrar.de/index.php/Kultu...iew/15979/15893

    • thuja thujon hat einen neuen Beitrag "Biostimulanzien im Weinbau" geschrieben. 22.08.2021

      Iod las Pflanzenschutzmittel ist doch mit nichts mehr zu rechtfertigen. Das Jod, nicht das Jodid oder Jodat, mag zwar etwas Sporizid wirken, aber das können auch manche Fungizide, ohne dabei sämtliche Nützlinge und sämtliche Mikroorganismen auf den Blättern und Trieben abzutöten. Manche Mikroorgansimen auf den Blättern fördern, das ist so ein Anhaltspunkt von Biostimulanzien.

      Iod ist ekelhaftester, völlig veralteter Pflanzenschutz und nicht besser als Chlor im ersten Weltkrieg. Beides nicht mehr Zeitgemäß.

      Biostimulanzien kommen daher, dass man mittlerweile viel mehr von den Pflanzen und dem drumrum versteht als vor 150 Jahren. Das versucht man zu lenken, durch Förderung von gewissen Mikroorganismen auf dem Blatt die bestimmte Signalmoleküle für Pflanzen herstellen oder man spritzt die Chemikalien eben direkt drauf, zB die Cytokinine aus dem Braunalgenextrakt.

      Darüber sollten wir hier im Thread reden, nicht über Pflanzenschutz.

    • thuja thujon hat einen neuen Beitrag "Biostimulanzien im Weinbau" geschrieben. 21.08.2021

      Ok, das hat man leider oft das die Pflanzen zuhause etwas besser aussehen als im Draußen-Garten.

      Wenn du zufrieden bist, alles gut, Algenextrakte sind ja nicht Wirkstoffrei wie die Homöopathischen Mittel.

    • thuja thujon hat einen neuen Beitrag "Biostimulanzien im Weinbau" geschrieben. 20.08.2021

      Dietmar, das pdf sollte beim lesen eigentlich Klarheit schaffen: da wird mal wieder das Blaue vom Himmel versprochen. Das Zeug kann alles und ist dabei natürlich völlig unproblematisch. Gold usw ist enthalten, interessiert die Pflanze aber nicht, braucht sie für genau garnichts. Auch Brom usw, alles ziemlich unnütz.

      Da wird den Leuten das Geld aus der Tasche gezogen für im Prinzip vielleicht was, oder wenn man Pech hat eben nur nichts. Werbung bzw Täuschung vom allerfeinsten. Viel wird versprochen, viel von diesen Versprechen halten kann das Zeug aber meist nicht.
      Ansonsten sind Algenextrakte aber ein übliches und etabliertes Zusatzmittel frei nach dem Gedanken viel hilft viel. Wenn Selen für irgendwas wichtig ist, dann kann es doch kein fehler sein, wild damit um sich zu schmiessen. Bei stickstoff würde man mit dieser Denkweise voll auf die Schnauze fallen. Wenn irgendwo ein Hahn kräht `Mitschurin hat festgestellt, das Marmelade Fett enthält´ dann gibts Leute die wollen daran glauben und dann ist das halt so. Wenn die sich austauschen und einer hört mit, dann kommt irgendwann die Behauptung, man kann mit Marmelade Pommes frittieren, irgendeiner findets spannend, ist begeistert, redet darüber und mit genug Langeweile probiert man es aus. Das die Pommes mit marmelade frittiert nix geworden sind, darüber schweigt man dann lieber.

      Nexus: ich wollte von dir nicht irgendwelche Studien, sondern eher ein Foto oder eine Aussage, das erkennbar ist, das sich für dich der Arbeitsaufwand und das Geld für den Braunalgenextrakt gelohnt hat. Gerade in Spanien mit viel Pflanzenstress durch warme, trockene Witterung und UV-Strahlung können doch Gibberiline im Extrakt theoretisch was bewirken, um länger die Photosyntheseaktivität aufrecht zu erhalten und so mehr Energie in die Pflanze zu bekommen. Studien kann ich mir selber suchen und selbst interpretieren, aber wie sehen deine damit behandelten Reben aus? Hast du ein Foto?
      Ich will ja nicht alles verteufeln, es gibt doch tatsächlich auch Dinger die für gewisse Situationen echt was bringen.

      Man muss das alles doch differenziert betrachten. Es ist doch auch Dünger nicht nur schlecht oder nur gut, da gibts gewisse Sachen die machen Sinn und andere nicht.

    • thuja thujon hat einen neuen Beitrag "Biostimulanzien im Weinbau" geschrieben. 20.08.2021

      Klar, Magnesium ist wie Schwefel und Harnstoff ein `Grünmachdünger´.

      Unabhängig davon ob es sinnvoll ist zu versuchen die Reben übers Blatt zu ernähren,w enns für die Wurzel zu trocken ist, sind Dünger keine Biostimulanzien.

      Das Braunalgenzeugs schon eher, da wird in manchen Laborversuchen eine hinausgezögerte Seneszenz (Absterben) regelmäßig nachgewiesen.

      Die Frage ist dabei nur ob das auch im Freiland feststellbar ist. Wie sehen die Braunalgenbehandelten Reben aus? Sind die so deutlich grüner und haben größere oder schwerere taruben, so dass sich das Geld und der Aufwand auch rentiert?

    • thuja thujon hat einen neuen Beitrag "Erziehung / Schnitt im ersten Jahr" geschrieben. 18.08.2021

      Der Trieb sieht auf jeden Fall vernünftig aus. Wirklich gutes Ergebnis für das erste Jahr.

    • thuja thujon hat einen neuen Beitrag "August" geschrieben. 18.08.2021

      Mies Jakob, aber lieber jetzt wegschneiden, dann können die anderen Trauben vielleicht noch Ertragsausfall etwas kompensieren.

      Inra: Es gibt 2 Wachstumsschübe im Jahr und das für viele Pflanze: im Frühjahr etwa knallt zB Rasen los, im Sommer ist Wachstumspause und im Frühherbst gehts nochmal etwas schwächer los als im Frühjahr. Sieht man hier auch bei neu gepflanzten Reben: im Frühjahr nicht richtig losgetrieben, mit ach und krach gerade mal 4-5 Blatt, Mickertriebe, jetzt nach der Sommersonnenwende haben sie auf einmal losgelegt und schieben das 6te neue Blatt mit vernünftigen Internodienabständen und Triebstärken.

Empfänger
thuja thujon
Betreff:


Text:
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Der Anbau von Tafeltrauben in Deutschland ist gar nicht schwierig und unmöglich, es liegt nicht an der Rebe, dem Wetter oder dem Boden, es ist eine Frage des Wollens, denn die Tafelrebe, eigentlich eine Liane, hat keine großen Ansprüche an den Boden. Sie ist starkwüchsig und an einem sonnigen Platz, mit dem richtigen Schnitt und ein bisschen Pflege wird sie uns mit ihren Trauben belohnen. Für kältere Lagen gibt es frühreifende Sorten die mit weniger Sonnentagen genauso zurechtkommen wie mit halbschattigen Standorten. Es gibt mittlerweile pilzwiderstandsfähige Reben, sogenannte PIWI Reben, die weniger Behandlung benötigen. In diesem Sinne, schauen Sie in unser Forum herein und lassen Sie sich inspirieren. Ihre Fragen und Diskussionen sind hier willkommen!


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