Tafeltrauben - Diskussionsforum
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Lavid
Beiträge: 20 | Punkte: 40 | Zuletzt Online: 19.06.2021
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Bayern, 380m
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16.03.2020
Geschlecht
keine Angabe
    • Lavid hat einen neuen Beitrag "Kordonerziehung" geschrieben. 27.03.2021

      Zitat von Yomogi im Beitrag #93
      Und ab welcher Länge entspitzt man dann (ab Veredelungsstelle)?

      Ich habe die Frage jetzt auch im Thread Erziehung / Schnitt im ersten Jahr gestellt, wo vermutlich eher danach gesucht wird.

    • Lavid hat einen neuen Beitrag "Erziehung / Schnitt im ersten Jahr" geschrieben. 27.03.2021

      Zitat von Anselmo im Beitrag #1
      Bei Pflanzung im Vorjahr soll man die Rebe ab ~August entspitzen (d.h. die Spitze der Triebe entfernen), wenn man noch in der Vegetationsperiode ist, um das Dickenwachstum, die Ausreifung des Holzes und das Wurzelwachstum (?) zu fördern.

      Ist das so zu verstehen, dass unabhängig von der Länge des Triebes ab August entspitzt werden soll? Oder bei einem sehr langen Trieb eventuell auch schon früher? Falls ja, ab welcher Länge in etwa?

      Eine Diskussion dazu gibt es auch im Thread Kordonerziehung, das Thema wird jedoch wohl eher hier gesucht.

    • Lavid hat einen neuen Beitrag "Unterlage, und Ihre Einflüsse auf Reben Wachstum und Ertrag " geschrieben. 27.03.2021

      Zitat von erzgebirgler im Beitrag #68
      Vitis Plant hat noch Scharada UA zum verkauf. Mir schmeckt sie sehr gut.

      Ich habe mich gestern noch einmal mit Google Translator auf die Suche gemacht und bin wieder bei Scharada UA hängengeblieben, durchaus auch aufgrund der guten Bewertungen hier im Forum zu PIWI und interessantem Geschmack. Vielen Dank für deine Einschätzung.

      Auf der englischen Version von Vitis Plant war dann plötzlich von "Grapevines grafted" die Rede (im Gegensatz zu simplen "Reben" auf Deutsch), und ich habe mich wieder erinnert, dass u.a. du ja schon davon berichtet hattest, von dort auf 125AA veredelte Reben bekommen zu haben.

      Zitat von jakob im Beitrag #69
      Unterlage ist sehr wichtig nicht nur wegen Reblaus sondern wegen viel größeren Trauben und Beeren die sie Rebsorte bilden lässt..Auch Überlastungen werden viel besser regeneriert...

      Danke. Für Kordonerziehung müsste ich dann mit den starkwüchsigeren Unterlagen wie 125AA oder gar 5BB in Kombination mit einer eher starkwüchsigen Sorte gut aufgestellt sein, eventuell zu gut...
      Vom Selber-Veredeln trennen mich noch Lichtjahre...

    • Lavid hat einen neuen Beitrag "Kordonerziehung" geschrieben. 27.03.2021

      Zitat von Geckoloro im Beitrag #88
      Einen kräftigen Trieb im ersten Jahr würde ich nie 4m werden lassen. Ich lege ihn vorher flach und entspitze. Die Geize treiben dann aus. Sparst so ein Jahr.

      Ich hatte letztes Jahr einen sehr langen (ca. 4m), aber dünnen Trieb (weniger als Bleistiftdicke), den ich nun wieder auf zwei Augen gekürzt habe. Als absoluter Anfänger hatte ich gehofft, dass der Trieb allmählich auch dicker würde, aber er wurde nur länger. Entsprechend denke ich, dass ich schon weiter wäre, wenn ich ihn, wie ja vielfach so angeraten, gekürzt hätte – irgendwo im Forum steht auf 1,5m.

    • Lavid hat einen neuen Beitrag "Kordonerziehung" geschrieben. 27.03.2021

      Zitat von jakob im Beitrag #80

      7. Nicht endgeizen und stutzen von Trieben


      Gilt das auch für die Reberziehung im ersten Jahr? Also entgegen der Empfehlungen im Thread Erziehung / Schnitt im ersten Jahr den einen Trieb einfach weiterwachsen lassen, auch wenn er vier Meter oder länger wird?

      Für mich klängen die Empfehlungen eigentlich intuitiv schon nachvollziehbar, durch Begrenzung des Längenwachstums das Dicken- und Wurzelwachstum zu fördern.

    • Lavid hat einen neuen Beitrag "Unterlage, und Ihre Einflüsse auf Reben Wachstum und Ertrag " geschrieben. 25.03.2021

      Vielen Dank für deine interessanten Ausführungen zu den Rebunterlagen. Das sind dann doch einige gute Gründe, warum man auch außerhalb von Weinbaugebieten die Finger von wurzelechten Reben lassen sollte. Die Auswahl wird damit allerdings nicht größer, vor allem, wenn ich in meiner Situation eigentlich nur mit den ultrafrühen Sorten auf der sicheren Seite bin... Wenigstens ein paar polnische Rebschulen scheinen ja grundsätzlich zu veredeln.

      Zitat von Dietmar im Beitrag #66

      Von Pamjati Dombovskoj habe ich in osteuropäischen Foren nichts Gutes gelesen.



      Ich hatte im Forum von vinograd.info geschmökert; Ergebnis war in etwa: sehr gute Frosthärte, relativ gute PIWI, ziemlich flacher Geschmack. Da ich sie vor allem für Rosinen gedacht hatte, wäre das schon akzeptabel gewesen. Eine ultrafrühe Sorte wird geschmacklich nie mit länger reifenden Sorten mithalten können.

      Die hier im Forum so sehr gelobte Sharada UA ruft dort etwa auch keine wirklichen Begeisterungsstürme hervor. Außer etwas zum angeblichen Maulbeergeschmack (was auch immer das bei Trauben heißen mag) war nicht viel zu lesen. Die Sorte interessiert mich aber dennoch; nur weiß ich nicht, woher ich sie veredelt beziehen könnte.

    • Lavid hat einen neuen Beitrag "Unterlage, und Ihre Einflüsse auf Reben Wachstum und Ertrag " geschrieben. 25.03.2021

      Ich liebäugle mit ein paar in Deutschland schwierig erhältlichen osteuropäischen Sorten, die ich nur als wurzelechte Stecklinge geliefert bekomme. Die Pflanzschule meint dazu:

      Zitat
      In den letzten Jahrzehnten gab es eine zunehmende Nachfrage nach Rebsorten, die mit weniger Chemikalien oder sogar vollständig ohne Chemikalien angebaut werden können, aber eine gute Kältetoleranz, frühe Reifung und hohe Qualität aufweisen.

      Von etwa 40 amerikanischen, 30 ostasiatischen und 1 europäischen Traubenarten werden insgesamt 6 zur Züchtung verwendet, von denen 3 zur Herstellung von Wurzelstöcken (Vitis riparia, V. rupestris, V. berlandieri) bestimmt sind. Die anderen drei Arten spielen eine wichtige Rolle bei der Herstellung von edlen Rebsorten:

      Vitis labrusca: Eine Rebsorte amerikanischen Ursprungs mit starkem Wachstum, ausgezeichneter Trockenheitstoleranz und Resistenz gegen Reblaus - Mehltau - Falscher Mehltau, deren Fruchtqualität jedoch relativ schlecht ist.

      Vitis vinifera: Die beiden Sorten sind bekannt: die Eurasier (hauptsächlich Armenier, Aserbaidschaner, Dagestaner, Turkmenen), zu denen Sorten mit guter Kältetoleranz, aber kleineren Trauben und Beeren gehören, die anfällig für Krankheiten sind und hauptsächlich zur Weinherstellung verwendet werden.

      Vitis amurensis: Diese ostasiatische Rebsorte hat eine kurze Vegetationsperiode, ein starkes Wachstum, eine ausgezeichnete Frosttoleranz (minus 40-42 Grad!), ist resistent gegen Pilzkrankheiten, aber empfindlich gegen Reblaus.

      Durch die Kreuzung dieser drei Rebsorten hat die hauptsächlich russische und ukrainische Züchtung eine Vielzahl ausgezeichneter Sorten hervorgebracht, die eine hervorragende Resistenz gegen alle Krankheiten (einschließlich Botrytis), eine gute Kältetoleranz und meist kurze Wachstumszeiten, dh frühe Reifung, und dennoch eine schöne Qualität aufweisen!

      Sie können auch durch Stecklinge vermehrt werden, da die Erfahrung gezeigt hat, dass Reblaus sie auch nicht schädigen kann. Die hier angebotenen (meist) russischen, ukrainischen und moldauischen Sorten stammen ebenfalls von Mutterpflanzen, die sich auf eigenen Wurzeln entwickeln!



      Ist das mit der Reblausresistenz eher Marketing-Geschwurbel oder durchaus seriös? Es ist ja zumindest denkbar, dass die Kreuzungen zu einer ähnlichen Reblausfestigkeit geführt haben wie bei der gezielten Züchtung von Unterlagsreben.

      In diesem Thread meinen ja einige, dass die Wüchsigkeit der Reben und Qualität der Trauben auf den gängigen Unterlagen zunimmt. Kann man das so allgemein sagen oder kommt es nicht erstrangig auf die jeweilige Rebsorte, die passende Unterlage und das Pflanzumfeld an?

      Zum Beispiel interessiert mich die Sorte Pamjati Dombovskoj, deren Wuchs als sehr stark beschrieben wird. Insofern sie tatsächlich von sich aus reblausfest wäre, würde eine mittelwüchsige Unterlage wie SO 4 sie nicht sogar zu sehr bremsen? Und Kober 5 BB oder 125 AA hätten eventuell den umgekehrten Effekt zu starken Wuchses und der Gefahr von Verrieselung? Eventuell würde sogar ihre hervorragende Frosthärte von -30 °C herabgesetzt?

      Die Rebe würde in Südlage im Hausgarten (also problemlos bewässerbar) in sehr gutem Boden gepflanzt. Es scheint hier Konsens zu sein, dass Erziehungsstil, Wuchsweite, Blattmasse, Ausdünnen usw. letztlich die entscheidenderen Faktoren sind. Könnte man damit auf eine Unterlage verzichten? Falls ein Pfropfen auch nachträglich angeraten erscheint, was wäre denn dann eine empfehlenswerte Unterlage (bei Kordonerziehung mit eher kleinerer Wuchsweite)?

    • Lavid hat einen neuen Beitrag "Empfehlung laengliche Beeren, dunkle Farbe + Muskat?" geschrieben. 05.05.2020

      Die ultrafrühe Rombik käme deinen Anforderungen wohl sehr nahe: blau, groß, länglich, konisch verjüngt, pilzfest, mit Muskatnote, wenn auch nur schwach. In deinem Weinbauklima wäre das wohl eine Traube für den Hochsommer:
      https://www.youtube.com/watch?v=WiXqwbSOvPo

      Bei Vitis-Plant habe ich übrigens vor einiger Zeit (auf Englisch) angefragt, auf welcher Unterlage sie veredeln. Keinerlei Reaktion. Nachdem auch auf der Website nichts dazu zu finden ist, kann ich zumindest nicht ausschließen, dass sie einfach Stecklinge versenden. Selbst veredeln kann ich nicht, also werde ich von da nichts beziehen.

    • Lavid hat einen neuen Beitrag "Passende Sorten für nicht so gute Lagen" geschrieben. 19.03.2020

      Zitat von jakob im Beitrag #32
      Nur Galachad hat kein Muskat und Garold Mittel-PIWI ist.

      Deswegen zwei Sorten, einmal mit und einmal ohne Muskataroma.
      Ich war ja auf der Suche nach einer alternativen ultrafrühen Muskatsorte mit hohem PIWI, habe aber nichts Rechtes gefunden. Katrusja etwa hat sich als offenbar etwas mittelmäßig herausgestellt. (Marusja gar als halbwegs untauglich.)

      Hättest du Vorschläge? (Die Sorte sollte halt auch irgendwie zu bekommen sein.)

    • Lavid hat einen neuen Beitrag "Passende Sorten für nicht so gute Lagen" geschrieben. 18.03.2020

      Herzlichen Dank, besonders auch für die Bilder; so kann man sich leichter eine Vorstellung machen. Natürlich auch an alle für die bereitwilligen und sehr aufschlussreichen Hilfestellungen. Es herrscht eine angenehme Atmosphäre hier!

      Nachdem mich jetzt offenbar schon die Reblaus gebissen hat und mich natürlich das "geheimnisvolle Muskataroma" interessiert, werde ich auch den zweiten Standort mit Wein bespielen. Nach einer äußerst amüsanten Recherche mit dem Google-Übersetzer auf diversen osteuropäischen Seiten komme ich zum Schluss, dass Katrusja wohl eher eine mittelmäßige Sorte mit diversen Problemen ist. Garold kommt da entschieden besser weg. Es bleibt also bei Galachad und Garold.

    • Lavid hat einen neuen Beitrag "Passende Sorten für nicht so gute Lagen" geschrieben. 18.03.2020

      Ich hatte mir eine waagrechte Kordonerziehung vorgestellt wie etwa hier. Das scheint mir eine anfängertaugliche Spalierform zu sein. Alternativ eine Bogenerziehung wie hier. Die finde ich schon etwas anspruchsvoller.

      Wenn ich euch recht verstehe, kann ich das durchaus auf eine der beiden Arten machen, sollte aber unbedingt auf eine zweite Etage verzichten, da Tafeltrauben sehr viel Laubfläche für eine gute Ausbildung der Trauben benötigen, erst recht in meiner ungünstigen Lage. In einem gewissen Rahmen könnte ich sogar vergleichsweise wenig Sonne mit viel Laubfläche ausgleichen. Zusätzlich muss ich für ein gutes Ergebnis sortenabhängig ausdünnen. Je mehr Spalierfläche (=Laubfläche) nach oben, desto besser für die Trauben (und für meinen Gaumen, solange ich beim Anbinden nicht von der Leiter falle).

      Richtig verstanden?

      (Falls ihr übrigens Bilder von euren Kulturen einstellen wolltet, fände ich das sehr hilfreich; gerade jetzt ohne Laub, wo man die Erziehungsformen sieht.)

      Wenn die Trauben auf maximal 1m Höhe hängen, sehe ich das auch mit der Pflege nicht tragisch, selbst mit den amüsanten Organzabeutelchen. Bei mir wäre das ja dann nur ein Rebstock auf 2m Breite mit ein paar wenigen Hobby-Trauben. Mehr Platz is leider nicht. Es sei denn, ich setze ein paar Stöcke mitten in den Garten in klassischer Weinbergerziehung.

      Zu den Sorten:
      Ich denke, dass ich in meiner Lage wirklich auf die frühesten Sorten setzen sollte. Beim Rest bin ich skeptisch, ob die noch ausreifen. Garant erscheint mir schon zu spät. Meine Favoriten waren bislang Garold und Galachad, alternativ Katrusja. Unterschiedliche Geschmacksnoten, aber alles reizvoll. Welche der Sorten schätzt ihr als die robusteste und pilzresistenteste ein?

      Ich bekäme die Sorten auf den Unterlagen SO4 oder 125 AA. Die SO4 scheint mir für meinen Fall die geeignetere zu sein oder täusche ich mich?

    • Lavid hat einen neuen Beitrag "Passende Sorten für nicht so gute Lagen" geschrieben. 18.03.2020

      Zitat von Dietmar im Beitrag #22
      Nicht die Hauswand ist das Problem, sondern die Art der Erziehung.


      Worin genau besteht denn das Problem?

      Zitat
      Die SO-Seite ist nicht so optimal, aber möglich. Besser sind Süd- bis West-Seiten.



      Ich hätte alternativ auch einen (platzmäßig kleineren) Standort an einem Holzschuppen in SW-Ausrichtung; allerdings erst ab Mittag mit Sonne. Die SO-Wand ist eine Empfehlung meiner Baumschule im Hinblick auf Pilzbefall, da die Morgensonne das Blattwerk früher abtrocknet.

      Zitat
      Die Wahl einer hellen Sorte ist vernünftig, denn:
      - bei blauen Sorten sorgen Vögel für Flecke an der Hauswand
      - Die Kirschessigfliege bevorzugt blaue und rote Sorten.
      - Die Traubenwickler bevorzugen ebenfalls blaue und rote Sorten.



      Ja, eine blaue Sorte hätte mich schon sehr gereizt, aber davon habe ich schnell Abstand genommen.

    • Lavid hat einen neuen Beitrag "Passende Sorten für nicht so gute Lagen" geschrieben. 17.03.2020

      Zitat von Ohne Chemie im Beitrag #20
      Was ist das Ziel?
      Begrünung oder Trauben zu haben?
      Diese Methode ist nicht für Tafeltrauben.


      Aha, schon für Taufeltrauben. Das scheinen aber viele anders zu sehen, etwa die Bayerische Gartenakademie Veitshöchheim: Tafeltrauben am Haus und im Garten

      Auf der Website FassadenGrün wird zum Beispiel eine ganze Reihe von Erziehungssystemen für Tafeltrauben an Hausfassaden vorgestellt: Erziehung für den Weinstock

      Ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass die alle Unsinn erzählen.
      Die "Muskatfee Urmeli" scheint hier ja auch auschließlich an Hauswänden zu ziehen.

    • Lavid hat einen neuen Beitrag "Passende Sorten für nicht so gute Lagen" geschrieben. 17.03.2020

      Zitat von jakob im Beitrag #18
      Die Rebe steckt im Boden und die Triebe zum ausdünnen sind dann in 0,8M Höhe.


      Der Weinstock soll als Spalier an einer Hauswand gezogen werden, vor allem als waagrechter Kordon zwischen den Fenstern des Erdgeschosses und des ersten Stockwerks. In etwa so wie hier:



      Falls ich auch den Streifen unter den Fenstern des Erdgeschosses nutzen wollte, ergäbe sich ungefähr so etwas:



      Wie auch immer, zumindest einen Gutteil der Rebe werde ich nicht ohne Leiter erreichen.

    • Lavid hat einen neuen Beitrag "Was ist eigentlich Muskataroma?" geschrieben. 17.03.2020

      Zitat von Vorderpfälzer im Beitrag #11
      @Lavid
      Willst du eine Weinberatung oder Tafeltrauben anbauen?
      Weisswein oder Rotwein? Fruchtig, blumig oder würzig? Zum essen, trinken oder kochen?
      Soll es nach Honig, Stachelbeeren oder dunklen Früchten schmecken?



      Was ich gerne hätte, habe ich eben im Thread Passende Sorten für nicht so gute Lagen umrissen.

    • Lavid hat einen neuen Beitrag "Passende Sorten für nicht so gute Lagen" geschrieben. 17.03.2020

      Hallo!

      Ich hänge mich hier mal ran, da ich ebenfalls auf der Suche nach passenden Sorten für eine nicht so günstige Lage bin.

      Bei Bekannten, die ihren Garten fast 100 m höher in der gleichen Gegend haben, habe ich letztes Jahr Weinreben gesehen, die laut ihrer Aussagen wohlschmeckende süße Trauben hervorbringen. Den Stock haben sie geschenkt bekommen; es ist unklar, um welche Sorte es sich handelt. Seitdem denke ich mir natürlich, dass müsste bei mir erst recht klappen. Je länger ich allerdings meine Nase in die Sortenbeschreibungen stecke, desto unklarer wird die Sache. Daher möchte ich hier einmal die Bedingungen für meine Idealsorte vorstellen und würde mich über den ein oder anderen Tipp sehr freuen.

      Lage: Bayern, 380 m NHN, im geschlossenen, relativ großen Hof in dicht bebauter Innenstadt, als Spalier an SO-Hauswand bis ca. 4 m Höhe, ab 15 Uhr sukzessive verschattet
      Jahresdurchschnittstemperatur: 8,2° C
      Temperaturminimum: -24° C
      Temperaturmaximum: 40° C
      Spätfrost: bis Mitte Mai möglich
      SAT-Wert: 2290° C (Messstation am Stadtrand), plus Klimawandel, plus Innenstadtklima, plus Hauswand, minus Extremjahr, minus Verschattung am Nachmittag
      Jahresniederschlag: 650 mm, Gießen problemlos möglich
      Boden: guter Mutterboden, mit reichlich Kompost verbessert
      Sorte: helle Tafeltraube, gerne mit Muskataroma, Beeren- und Traubengröße zweitrangig, eher knackige Trauben
      Gesundheit: so robust und resistent als irgend möglich (ich möchte möglichst nicht spritzen)
      Pflege: möglichst wenig arbeitsintensiv (z.B. Ausdünnen), da Spalier großteils nur mit Leiter erreichbar
      Reife: vermutlich nur ultra- und sehr frühe Sorten (vor allem die Verschattung bereitet mir Kopfzerbrechen), zeitliche Sicherheitsreserve
      Unterlage: Wuchskraft passend zu Größe am Spalier
      Bezug: Sorte sollte auch erhältlich sein, Bezugsquelle?

      Ich habe schon drei, vier Sorten im Hinterkopf, die ich aber erst einmal noch ungenannt lassen will, da mich jetzt erst einmal eure Vorschläge und Erfahrungen interessieren. Ich freue mich über jede Rückmeldung. Schon mal vielen Dank dafür! Und natürlich ist mir klar, dass es die Idealsorte nicht gibt, schon gar nicht für meine bescheidenen Bedingungen.

    • Lavid hat einen neuen Beitrag "Was ist eigentlich Muskataroma?" geschrieben. 17.03.2020

      Herzlichen Dank an alle Poster für so viele Antworten in so kurzer Zeit! Das ist wirklich sehr freundlich. So wirklich schlau bin ich zwar zugegebenermaßen immer noch nicht, aber das liegt in der Natur der Frage. Da führt kein Weg am Probieren vorbei. Nachdem ich allerdings beim Kochen normalerweise gerne gut würze (zu gut für den ein oder anderen), gehe ich mal davon aus, dass mir ein würziger Traubengeschmack schon auch zusagen würde.

Empfänger
Lavid
Betreff:


Text:
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Der Anbau von Tafeltrauben in Deutschland ist gar nicht schwierig und unmöglich, es liegt nicht an der Rebe, dem Wetter oder dem Boden, es ist eine Frage des Wollens, denn die Tafelrebe, eigentlich eine Liane, hat keine großen Ansprüche an den Boden. Sie ist starkwüchsig und an einem sonnigen Platz, mit dem richtigen Schnitt und ein bisschen Pflege wird sie uns mit ihren Trauben belohnen. Für kältere Lagen gibt es frühreifende Sorten die mit weniger Sonnentagen genauso zurechtkommen wie mit halbschattigen Standorten. Es gibt mittlerweile pilzwiderstandsfähige Reben, sogenannte PIWI Reben, die weniger Behandlung benötigen. In diesem Sinne, schauen Sie in unser Forum herein und lassen Sie sich inspirieren. Ihre Fragen und Diskussionen sind hier willkommen!


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