Trauben im 1. Jahr - Was ist das?

04.08.2026 16:36
#1
Ha

Hallo,
ich war bislang mit der Entwicklung meiner 2 Reben im 1. Jahr recht zufrieden.

Jetzt stelle ich an Beeren Vrränderungen fest. 1 Fotorechte Rebe_Bild 1_03-08-26.jpg - Bild entfernt (keine Rechte) füge ich bei.

Was ist das? Was ist zu tun?

Sorte: Muscat Bleu

Westseite Hauswand, Sonne ab Mittag.


Grüße, Hauswein


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04.08.2026 16:43
avatar  Zampe
#2
Za

Ich bin hier zwar nicht der Experte unter den TOP Ten, aber für mich ist das ganz klar Sonnenbrand. Hast du ev. eine Möglichkeit zu schattieren ?


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05.08.2026 10:58
#3
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Stimme Zampe zu, sieht nach Sonnenbrand aus. Foto von der ganzen Pflanze wäre gut, um es besser beurteilen zu können.

Beschatten ist unüblich, das macht man besser durch die Blätter, dass die die Trauben beschatten. Im ersten Jahr kann es da aber auch mal zu wenig Blätter geben, da sollte man aber auch alle Trauben abmachen, damit sich die Pflanze nicht überlastet und totträgt. Oft sind 3-5 Jahre Mickerwuchs nach einem zu viel wollen im ersten Jahr die Folge.


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06.08.2026 13:01
#4
Ha

Danke für die Antworten.
Hier ist das Foto der ganzen Pflanze.
Zu dem Hinweis von thuja thujon: Ich bin Anfänger und sicher zu ungeduldig gwesen. Ich habe alle "Traubenansätze" bis auf die 2 im Frühjahr entfernt.
War ich zu zaghaft?
Hausweinrechte Rebe_Bild 2_03-08-26.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)


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07.08.2026 01:21
#5
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Sieht gar nicht so übel aus, für einen Anfänger alles vorbildlich richtig gemacht würde ich meinen.
Nur 3 Triebe, nicht schon mit Austrieb überlasten, Stamm sauber für die Zukunft festgelegt, zudem Stammaustriebe sauber ausgebrochen, bevor es große Wunden im Holz gibt, so Bilder würde ich gerne öfter sehen.

Ich sag mal was ich sehe: kräftiger Wuchs der Rebe nach dem pflanzen, anfangs gut versorgt, dann kam irgendwann die dieses Jahr alles bestimmende Trockenheit. Demletzt hat es mal einen Gewitterguss mit rund 20mm oder mehr geben, da können die Reben auf dem wohl Kalkhaltigem Boden mal mit Magnesium- und Kaliummangel reagieren, pH-Wert Verschiebung und damit veränderte Aufnahme der jeweiligen Ionen, zudem in der hochanfälligen Phase, wenn die Beeren gerade viel verbrauchen.
Blattdünger bzw auch fürs Stielgerüst der Trauben hätte da helfen können, das schlimmste zu vermeiden.
Ansonsten setzt die Verholzung aber ein, ist allerdings auch die Frage, ob noch aktive Triebspitzen da sind, oder ob die schon abgefallen sind. War ja doch trocken, sieht zumindest hier in der Pfalz schon fast aus wie in Spanien.

Kurz, die Rebe hat es geschafft Geize zu bilden, der gehts gut, setze das nicht aufs Spiel. Auch jetzt beim umfärben der Beeren hilft es noch der Rebe, wenn du zumindest die Sonnenbrandgeschädigte Traube links im Bild komplett entfernst.

Im Winter der Schnitt fürs nächste Jahr, dank klarem Aufbau ist der klar, unten je ein Zapfen links und rechts, die obere Rute auf 7 oder 9 Augen anschneiden und als Ertragsrute runterbinden. Das würde ich der Rebe durchaus schon zumuten, wüchsige Tafeltraubensorten können da mehr ab wie die typischen Weinrebensorten mit verhaltenerem Wuchs.

Von mir aus jedenfalls Daumen hoch für das Ding. Der Sonnenbrand der Beeren, sehe es als Geschenk, jetzt doch noch rechtzeitig entlasten zu können und so ist nächstes Jahr das dreifache der jetzt verlorenen Traube deswegen drin.


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