Weinreben mulchen

26.05.2026 01:27
avatar  Honda
#1
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Hallo,

Bisher habe alle meine Pflanzen gemulcht. Die Erdbeeren mit Stroh und den Rest mit Getrockneten Grasschnitt.
Spricht was dagegen die Weinreben mit Grasschnitt zu mulchen? Was sagen die Experten?

Liebe Grüße aus Porta Westfalica

Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.
Johannes 15:5

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26.05.2026 11:11
#2
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Kann gut sein dass Rasenschnitt zu späten Stickstoffschüben führt und so unerwünschter Wuchs in der zweiten Saisonhälfte stattfindet. Das bringt meist unnötige Arbeit wegen zusätzlichem Laub gipfeln mit sich, erhöht nebenbei aber auch das Botrytisrisiko und verschlechtert die Traubenqualität.

Wenn mulchen sinnvoll erscheint wegen Wasser sparen und Trockenheit, probiere neben Rasenschnitt auch andere Materialen wie Kleintierstreu aus Weichholz, Stroh und anderes, mehr kohlenstoffreiches Material statt nur den Rasenschnitt mit recht viel Stickstoff.


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27.05.2026 14:41
#3
Ge

Guten Tag zusammen,
ich bin neu im Forum und möchte mich kurz vorstellen. Mein Name ist Gennadi, ich komme aus der Ukraine und beschäftige mich mit dem Anbau von Tafeltrauben. Zum Thema Mulchen möchte ich eine Beobachtung aus unserer Praxis teilen.
In der ukrainischen Tafeltraubenpraxis hält man den Boden unter den Reben häufig offen. Das hängt damit zusammen, dass Tafeltrauben in der Regel eine intensivere Bewirtschaftung benötigen: regelmäßige Düngergaben, Mikroelemente und häufige Bewässerung.
Unter solchen Bedingungen kann eine Mulchschicht aus Gras, Stroh oder ähnlichen Materialien die Lockerung des Bodens nach dem Gießen erschweren. Diese Lockerung erfüllt bei uns dieselbe Funktion wie Mulchen: Feuchtigkeit im Boden halten und gleichzeitig die Belüftung des Wurzelbereichs verbessern.
Das bedeutet nicht, dass Mulchen ungeeignet wäre. Es ist einfach eine andere Herangehensweise, die sich bei intensiv gepflegten Tafeltraubenbeständen bewährt hat. Bei weniger intensiver Bewirtschaftung oder bei Sorten mit geringerem Nährstoffbedarf kann Mulchen durchaus sinnvoll sein.


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27.05.2026 19:56
avatar  Zampe
#4
Za

Herzlich willkommen im Forum Gennadi. Vielen Dank für deinen ersten Beitrag. Durch meinen permanenten Kampf gegen die Ackerwinde und noch ein paar anderen ungeliebten Pflanzen, ist mein Boden ohnehin immer offen. Trotzdem arbeite ich ab und zu auch mal etwas Gras ein, wenn es gerade anfällt. Ich glaube, bei meinem Sandboden ist das die beste Strategie.


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29.05.2026 09:57
#5
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Hallo Gennadii, wie hoch sind die Humusgehalte auf euren Böden?

Wie viel Wasser gebt ihr den Reben und wann?

Ich gieße Reben möglichst selten um nicht beste Bedienungen für Oidium zu schaffen.


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