Tafeltrauben - Diskussionsforum
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hochrhybadenser
Beiträge: 6 | Punkte: 24 | Zuletzt Online: 19.11.2019
Name
Bernhard
Beschäftigung
Landwirt
Registriert am:
07.11.2017
Geschlecht
männlich
    • hochrhybadenser hat einen neuen Beitrag "Gibberelllin-Velles" geschrieben. 20.08.2019

      Ich kenn mich nur bei Aepfeln aus, bei Reben nicht so richtig. Bei Aepfeln reduziert GA3 die Anzahl an Kernen ein wenig, aber nach diesem Zitat von LVWO Weinsberg :

      Kerne lassen sich nicht einfach durch den Einsatz von Phytohormonen oder anderen künstlichen Substanzen wegspritzen. So trifft die landläufige Meinung, dass durch den Einsatz von Gibberellinsäure-Präparaten Trauben kernlos gemacht werden können, nicht zu. Vielmehr findet durch den Einsatz von Gibberellinsäure ein verstärktes Dickenwachstum der Beere statt, da der eigentlich von den Kernen ausgelöste Wachstumsschub der Beeren durch mehrmalige Spritzungen während des Beerenwachstums nachgeahmt wird. Diese sehr diffizile Behandlung muss exakt auf die Wuchsbedingungen und Sorten abgestimmt sein. Sie ist in großen Erzeugerländern zwar verbreitete Praxis, aber in Deutschland, wo die Tafeltraubenproduktion nur eine Nischenrolle einnimmt, nicht zulässig.

      Bei Birnen wird nach einen Blütenfrost durch Einsatz von Gibberellinsäure verhindert, dass die geschädigten Früchte abfallen. Aus dem Blüteboden entstehen so noch Früchte, da dem Baum das Signal gegeben wird, dass eine übliche Befruchtung stattgefunden hat. Im Weinbau werden lediglich bei bestimmten Keltertraubensorten Gibberelline als Blütespritzung eingesetzt, um die Befruchtungsrate zu senken und so eine aufgelockerte Traubenstruktur zu erhalten. Die Kerne geben das Signal zum Beerenwachstum, indem sie natürlich gebildete Gibberelline ausschütten. Je mehr Kerne sich bilden, umso größer wird die Einzelbeere. Maximal können sich 4 Kerne in der Beere ausbilden.

      Dem Winzer allseits bekannt, sind unbefruchtete Jungfernbeeren oder Honigbeeren, die durch ungünstige Blüte entstehen und sehr klein bleiben. Besonders die Sorten „Riesling“, „Traminer“ und „Huxelrebe“ neigen dazu. In manchen Jahren ist die Mehrzahl der Beeren klein und völlig kernlos. Sie reifen aus und werden sehr süß. Bei anderen Sorten wie „Regent“ oder „Cabernet Sauvignon“ bleiben sie hingegen grün und völlig unreif. So können sich witterungsbedingt durchaus viele kernlose Beeren bilden, dies ist jedoch entscheidend von den Blütebedingungen abhängig und nicht die Regel. Auch viruserkrankte Reben neigen verstärkt zu jungfernfrüchtigen Beeren, die dann erheblich ertragsmindernd sind. Die Kernlosigkeit bei bestimmten Tafeltrauben ist hingegen erblich festgelegt. Auch unter günstigen Wuchs- und Blühbedingung bleiben sie kernlos, da sie nicht mehr in der Lage sind, Samen zu bilden. Sie sind steril.


      kann man normalerweise Trauben mit GA3 nicht kernlos machen. Aber halt das fehlende Gibberellin der fehlenden Kerne ersetzen. Ausserdem fördert GA3 das Längenwachstum, das Traubengerüst wird länger, die Traube lockerbeeriger und deshalb weniger Fäulnis.

      Ich sehe es wie Jakob, GA3 ist ein natürlich in der Rebe vorkommender Stoff , ich hätte keine Bedenken wegen Rückständen oder so.
      Aber Fakt ist halt, in D nicht bei Tafeltrauben zugelassen, schon gar nicht mit chinesischer Gebrauchsanleitung

    • hochrhybadenser hat einen neuen Beitrag "Gibberelllin-Velles" geschrieben. 20.08.2019

      Weinsberg steigerung der Beerengrösse
      Ich habs jetzt auf die schnelle nicht gefunden , aber ich meine ich habe auch schon Versuche gesehen , bei denen Algenpräparate ( wegen der Gehalte an natürlichen Pflanzenhormonen und wahrscheinlich auch Aminosäuren ) fast so gut waren wie Gibberelline. Und wie das im Link erwähnte Plato = Aminosäure Tryptophan den deutschen Lebensmittelvorschriften entsprechen würden. Da gehts nicht nur um Bio oder nicht Bio .
      Grüsse Bernhard

    • hochrhybadenser hat einen neuen Beitrag "März 2019" geschrieben. 08.03.2019

      Zumindest hier bei uns sind Bienen "in" und gefühlt nimmt die Anzahl der Völker stetig zu. Natürlich bei kleinen Hobby/Naturschutz-Imkern. Man sollte denen mal erzählen das zu viele Bienenvölker den Wildbienen ganz schön ans Futter gehen.

    • hochrhybadenser hat einen neuen Beitrag "März 2019" geschrieben. 08.03.2019

      Zitat von erzgebirgler im Beitrag #7
      Hier gibt es Gott sei Dank noch ein paar Imker.In China gibt es große Landstriche ohne Bienen.Dort müssen die billigen Arbeitskräfte in den Obstplantagen auf die Bäume klettern und die Blüten mit einen Staubwedel befruchten.Es klingt wie ein Witz ist aber WIRKLICHKEIT.


      Diese Story kursiert landauf landab im Internet, wenn man mal Zeit hätte müsste man das mal ausgiebig recherchieren. Nur weils einer vom anderen zitiert wirds nicht wahr. In Asien sind bei Aepfeln absolut grosse ebenmässige rosagefärbte Früchte gefragt. Und das möglichst nur von der Sorte Fuji. Also brauchts Pollen von einer anderen Sorte -> Pollen kaufen ! und man meint halt das bei dem händischenbepinseln eine komplettere Befruchtung erfolgt ->vollständige Samenzahl -> grössere , schöner geformte Aepfel. Für die rosa Farbe werden die schönsten àpfel in Papiertüten eingepackt und kurz vor der Ernte wieder ausgepackt, damit sie etwas erröten.
      @Dietmar : wenig Bienen glaub ich, gar keine Bienen ist unwahrscheinlich. Aber die sind clever und stürzen sich auf die Massentrachten. da gehören einzelne Obstbäume nicht unbedingt dazu

    • hochrhybadenser hat einen neuen Beitrag "Lehrgang zur Sachkundenachweis" geschrieben. 05.01.2019

      In BW werden die Kurse zum Sachkundenachweis immer wieder angeboten ( beim Landratsamt erkundigen). Da es eigentlich nur um die Vorschriften beim Pflanzenschutz geht und nur am Rande um die spezielle Kultur ( z.Bsp. Reben) kann mann auch bei Kursen für "normale" Landwirtschaftliche Kulturen teilnehmen . Zu erwähnen ist das Weiterbildung gefordert wird , dh. wenn mal einer nachfragt muss man belegen können das man in 3 Jahren 2 Fortbildungsveranstaltungen besucht hat ( solche Abendveranstaltungen werden von allen Landwirtschaftsämtern regelmässig angeboten).

      Und BIO ist relativ, sobald das amtlich zugelassene Pflanzenschutzmittel sind , brauchts meiner Meinung nach zur Anwendung den Sachkundenachweis
      Hier gibts an den Landratsämtern regelmässig Kurse zum " Baumwart", ich meine da ist der Sachkundenachweis dann schon dabei.

    • hochrhybadenser hat einen neuen Beitrag "RE: Filme zum anschauen bei YouTube" geschrieben. 01.01.2019

      Zitat von Dietmar im Beitrag #31
      In diesem Video sind einige Fehler enthalten:
      ........
      Fazit:
      Es ist sehr schön, dass es nun zunehmend auch deutschsprachige Filme gibt, aber man sollte diese Filme immer kritisch unter die Lupe nehmen und nicht gleich alles glauben. Das gilt insbesondere für Anfänger, die sich noch nicht so intensiv mit der Materie beschäftigt haben. Es ist also gut, wenn solche Filme hier zur Diskussion gestellt werden. Bei russischsprachigen Filmen reichen meine Russischkenntnisse dazu leider nicht aus.





      Ich will mich in einem extra Post auch mal "richtig" vorstellen, aber hier mal in aller Kürze : Ich bin ( kleiner ) Obsterzeuger ( Aepfel, Kirschen , Birnen , bis jetzt keine Trauben) aus Südbaden, vom Hochrhein direkt an der Schweizer Grenze, also wahrscheinlich nicht weit weg vom Ursprung dieses Videos.

      Ich muss Dietmar grösstenteils zustimmen , es gibt eine Menge Ungereimtheiten in diesem Video, ich werde mich hüten andere Videos dieses Winzers für bare Münze zu nehmen.
      Fing schon gut an in dem netten Filmchen : kommt frühmorgens nach der ersten Spritze aus dem Weinberg, im T-Shirt, keine Kopfbedeckung, keine Maske , reibt seine Arme an dem Fass, das eigentlich voll Spritzbrühe sein sollte( ok, war wahrscheinlich gestellt) und fängt an neben einem Hofablauf die Spritze zu füllen . Vielleicht geht der in eine separate Grube, aber ich denke das ist der Schacht Richtung Kanalisation .
      Bis jetzt gibts ja ausreden , aber dann : Spritzmittel in einem Eimer konzentriert zusammenbringen, Schutzkleidung ist ja vielleicht Luxus, aber mit den blossen Finger in den Chemikalien rumrühren , danach nicht sofort abwaschen, da kann er sich das ganze Handschuh-Gedöns spater auch sparen.
      Bis jetzt gings ja auch nur um seine Anwendersicherheit, aber dann so Spritzen geht gar nicht. Natürlich geht immer etwas nach oben weg , aber die Spritze war viel zu hoch eingestellt, damit hätte er auch Jakobs 2,70 m Spalier locker überspritzt. Hier werden auch mittlerweile Injektordüsen verwendet, die wesentlich weniger Abdrift-Nebel erzeugen. Und auch nach unten hat er Verluste : wenn man auf einem Blatt zusammengelaufene Tropfen sieht, war das schon vielzuviel Brühe, das tropft dann nur ab. ( wobei er wahrscheinlich einen Gutteil seiner 900l/ha oben raus bläst)

      Mein Beitragist vielleicht etwas sehr speziell geworden , aber das musste raus

      Allen ein Gutes Neues Jahr 2019

Empfänger
hochrhybadenser
Betreff:


Text:
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Der Anbau von Tafeltrauben in Deutschland ist gar nicht schwierig und unmöglich, es liegt nicht an der Rebe, dem Wetter oder dem Boden, es ist eine Frage des Wollens, denn die Tafelrebe, eigentlich eine Liane, hat keine großen Ansprüche an den Boden. Sie ist starkwüchsig und an einem sonnigen Platz, mit dem richtigen Schnitt und ein bisschen Pflege wird sie uns mit ihren Trauben belohnen. Für kältere Lagen gibt es frühreifende Sorten die mit weniger Sonnentagen genauso zurechtkommen wie mit halbschattigen Standorten. Es gibt mittlerweile pilzwiderstandsfähige Reben, sogenannte PIWI Reben, die weniger Behandlung benötigen. In diesem Sinne, schauen Sie in unser Forum herein und lassen Sie sich inspirieren. Ihre Fragen und Diskussionen sind hier willkommen!


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